Stadtteil Rechberg

Einwohnerzahl Stand 30.04.2012: 1 324

Der seit 1979 staatlich anerkannte Erholungsort Rechberg liegt in herrlicher Landschaft am Fuße des Rechbergs, einer der "Drei Kaiserberge" am besonders reizvollen Nordrand der Schwäbischen Alb.

Rechberg ist bereits seit dem 15. Jahrhundert Wallfahrtsort, wobei das Ziel der Pilger die barocke Wallfahrtskirche darstellt.
Insgesamt hebt sich der Stadtteil Rechberg als Fremdenverkehrsort von den anderen Schwäbisch Gmünder Stadtteilen ab.
Rechberg bietet alle Voraussetzungen für eine gute Erholung. Es verfügt über ein mildes Reizklima, das sich durch hohe Luftreinheit auszeichnet. Zum anderen gibt es vielfältige Möglichkeiten für den Naturfreund, den Wanderer, den Hobbygeologen, den kunsthistorisch Interessierten, den Campingfreund und den Liebhaber Schwäbischer Gemütlichkeit.

Rechberg zeichnet sich im gesamten Ort durch die hervorragende Gastronomie und kulinarische Leckerbissen aus.
Auch der Aktivurlauber kommt in Rechberg mit Kneippanlage, Kegelbahn, Schießstand, Minigolfplatz, Wandermöglichkeiten.
Die Scherr-Grundschule mit insgesamt 4 Grundschulklassen und der Kindergarten mit 2 Gruppen stellen neben der Gemeindehalle die sozialen Einrichtungen dar.
Durch regelmäßigen Busverkehr ist Rechberg gut von Schwäbisch Gmünd aus zu erreichen.

Historischer Mittelpunkt des Erholungsortes Rechberg ist die Ruine Hohenrechberg. Am 22.Januar 1179 stellte Kaiser Friedrich I. Barbarossa ein Privileg für das Kloster Rot aus, wobei sich unter den Zeugen auch ein Ulricus de Rehperc befand. Es handelt sich hier zweifelsohne um die älteste Erwähnung des heute noch lebenden Geschlechts, in dessen Besitz sich die Burg bis Mitte des Jahres 1986 befand und schließlich von einem Göppinger Privatmann gekauft wurde. Die mächtigen Mauern und Türme versetzen den Besucher in die Geschichte zurück, als hier das Stammland des staufischen Kaiserhauses war.

Nachweislich haben aber schon die Römer den heutigen Rechberg befestigt. Die in staufischer Zeit errichtete Stammburg der Herren von Rechberg bildete sowohl den historischen als auch den administrativen Mittelpunkt des gesamten Bezirkes. Geschichte und das Schicksal dieses Geschlechts, das zeitweise die Marschallwürde des Herzogtums Schwaben innehatte, und seiner Burg prägten die Entwicklung des bürgerlichen Gemeinwesens durch die Jahrhunderte.
Die Burg erfuhr zu verschiedenen Zeiten Umbauten und Erweiterungen. Seit dem Jahre 1322 erscheint in Urkunden der Name "Hohenrechberg". Die gesamte Herrschaft Hohenrechberg bestand gegen Ende des 15. Jahrhunderts aus den fünf Ämtern Hohenrechberg, Eislingen, Eschach, Wengen und Heuchlingen.

Die Wirren des Bauernkrieges überstanden Burg und bürgerliche Siedlung unbeschadet. Da sich seit 1585 die Herrschaft nicht mehr in ihrer Stammburg aufhielt, residierten hier nun als ihre Vertreter die Obervögte.
Im Jahre 1638 gelang es den Herren von Rechberg, ihre Besitzungen zu einer reichsfreien, unmittelbaren Herrschaft des Römischen Reiches und des Schwäbischen Kreises zu machen. Sowohl 1648 im Dreißigjährigen Krieg als auch 1796 in den Französischen Revolutionskriegen wurde die Burg zwar von den Franzosen besetzt, jedoch nicht zerstört.

Die Kirche auf dem Hohenrechberg ließ Graf Bernhard Bero in den Jahren 1686/88 erbauen.
Über Jahrhunderte war die Markung von Rechberg zum Teil im Besitz von rechbergischen Dienstmannen wie auch von Gmünder Bürgern. Die bürgerliche Ansiedlung um die Burg, die nach einem Blitzschlag am 6. Januar 1865 abbrannte, entstand wohl beim Vorderweiler, der z. B. im Jahre 1405 allein existierte .
Das Dorf Rechberg-Hinterweiler wie -Vorderweiler kam bei der Auflösung der selbstständigen Ritterkantone im Jahre 1807 zum württembergischen Oberamt Gmünd und ist seit dem Jahre 1975 als Ortsteil in die Stadt Schwäbisch Gmünd integriert.

Sie finden bei der Gemeindehalle einen großzügig angelegten Wanderparkplatz. Von hier aus bieten sich schöne Wanderungen zum Aasrücken, ins Rehgebirge und nach Wißgoldingen an. Auch der Geologische Pfad kann über den Kirchweg besucht werden.


Kontakt:
Bezirksamt Rechberg,
Kaiserbergstraße 17,
73529 Schwäbisch Gmünd
Telefon: (07171) 4 28 82,
Telefax: (07171) 99 67 23
bza-rechberg@schwaebisch-gmuend.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch
8.45 Uhr bis 11.45 Uhr
Donnerstag
14.00 bis 18.00 Uhr

Freitags ist das Bezirksamt nicht besetzt.

 

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