Der Kompositionswettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik findet seit 1990 im jährlichen Wechsel mit einem Kompositionsauftrag statt.
Für die Uraufführung am 27. Juli 2012 hat das Festival einen Wettbewerb für eine Komposition für Orgel solo (dotiert mit 2000 EUR) ausgeschrieben.
Die Jury prämierte die Komposition „Zwischenklänge“ des Kölner Komponisten Dominik Susteck. Für den Wettbewerb eingereicht wurden 25 Kompositionen aus Europa, aus den USA und aus Argentinien, die von der Jury anonym begutachtet wurden. Juroren waren Prof. Dieter Mack (Komponist und Lehrer an der Musikhochschule Lübeck), Prof. Jürgen Essl (Musikhochschule Stuttgart) sowie der Wiener Organist Prof. Roman Summereder, der das Werk in einem Orgelkonzert des Festivals am 27. Juli im Heilig-Kreuz-Münster uraufführen wird. In der Jury saßen außerdem Münsterorganist Stephan Beck und der Programmdirektor des Festivals, Dr. Ewald Liska.
Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass es dem Komponisten gelungen sei, „mit klar definierten Materialien ein differenziertes, spannendes Werk zu entwickeln, das sich dem Festivalthema wie dem Instrument der Heilig-Kreuz-Orgel überzeugend stellt“.
Dominik Susteck (*1977 in Bochum) studierte von 1998 bis 2005 an der Folkwang Hochschule Essen, der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Hochschule für Musik Saarbrücken Kirchenmusik, Musiktheorie, Komposition und Konzertexamen Orgel. Am Studienseminar Wuppertal absolvierte er das Zweite Staatsexamen für Musik. Während seines Kirchenmusikstudiums erhielt er einen Lehrauftrag für Musiktheorie und Orgel an der Bischöflichen KirchenmusikschuleEssen, den er auch für die Vermittlung und Vertiefung von zeitgenössischer Musik im kirchlichen Raum nutzte. Es folgten Lehraufträge in Essen, Düsseldorf, Weimar, Köln, Dresden und Mainz.
Seit 2007 ist er Komponist und Organist an der legendären Kunst-Station Sankt Peter Köln. Susteck spielte zahlreiche Uraufführungen u. a. von Erik Janson, Luis Antunes Pena, Stefan Froleyks,Peter Köszeghy, Timo Ruttkamp und Joana Wozny. Er machte diverse Rundfunkaufnahmen und spielte u.a. Stockhausens „Tierkreis“ und die Orgelwerke von Wolfgang Rihm ein. Zahlreiche Aufsätze sowie das Fachbuch „Peter Bares – Komponist und Orgelvisionär“ erschienen in den letzten Jahren. Als Komponist und Organist wurde Susteck mehrfach mit Preisen ausgezeichnet (2004 Erster Preis beim Aeolian Trio Composition Competition, 2008 Klaus-Martin-Ziegler-Preis, Kassel, 2010 Erster Preis beim Kompositionswettbewerb „orgel plus“ der Hochschule für Musik, Mainz).
Alle bisherigen Preisträger des Wettbewerbs sind in der Dokumentation verzeichnet.
2012Kompositionswettbewerb
Der Internationale Wettbewerb für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd ist deutschlandweit der einzige ständige Wettbewerb für dieses Fach. Seit 1989 hat er im zweijährigen Turnus einen festen Platz im Festival. Als Instrument für die Finalrunde steht die große Klais-Orgel (1983, III, 56) zur Verfügung.
13 Teilnehmer aus fünf Ländern waren gemeldet. Zur Qualifikationsrunde traten 9 Teilnehmer an. Der erste Preis und der Preis des Publikums gingen an Tobias Aehlig (*1980, Iserlohn). Den zweiten Preis erhielt Max Pöllner (*1987, Passau). Der dritte Preis ging an Peter Schleicher (*1985, Stuttgart). Herzlichen Glückwunsch an die Preisträger sowie ein herzlicher Dank an alle Teilnehmer und an die Juroren Louis Robilliard (Lyon), Stefan Therstam (Stockholm) und Stephan Beck (Schwäbisch Gmünd).
Alle bisherigen Preisträger und Juroren des Wettbewerbs sind in der Dokumentation verzeichnet.
Der nächste Wettbewerb findet voraussichtlich am 27.-28. Juli 2013 statt.
Interessierte können sich gerne für die Zusendung der Ausschreibung vormerken lassen.
2011WettbewerbOrgelimprovisation
