Marialuisa Tadei. Soglia – Übergang

22. März – 5. Mai 2002

Schwäbisch Gmünd, 2012

Zum ersten Mal präsentiert die junge Italienerin Marialuisa Tadei ihre Arbeiten in einer musealen Institution in Deutschland. Marialuisa Tadei, in Rimini geboren, studierte an der Accademia Belle Arti Bologna, der Kunstakademie Düsseldorf (bei Jannis Kounellis), dem Royal College of Art und dem Goldsmith’s College der University of London. Ihre Kunst weist assoziative Bezüge zu Eva Hesse und Kiki Smith auf. Ihre Plastiken und Installationen begründen eine eigenständige Position, die sich zwischen Arte Povera und Minimal Art bewegt. Daher rührt auch Tadeis Bekenntnis zur klaren Gestaltung (Linie, Kreuz und Kreis) und den Rückgriff auf einfache, natürliche Materialien. Aus den verschiedensten Materialien wie Federn, Stahl, Plexiglas und Bronze schafft Marialuisa Tadei poesievolle, meditative "Traumwelten", die eine eindrucksvolle Spannung zur Realität entwickeln.
"Soglia", das heißt "Übergang", meint "das Dazwischen", verbindet Traum und Wirklichkeit, Bewusstsein und Unbewusstsein zu einem universalen Raumkonzept und verwandelt die Galerie im Prediger in einen faszinierenden poetischen Ort der Träume. Innerhalb des erstaunlich kurzen Zeitraums von knapp fünf Jahren hat die Künstlerin mehrere Werkgruppen geschaffen; diese sind durch einen imaginären roten Faden harmonisch miteinander verwoben und legen Tadeis individuelle Position in der italienischen Avantgarde überzeugend darlegen.