Der JKI Jahresrückblick 2005

2005 - erstes Jahr ohne Schulden

Jahcoustix flyer

Jahcoustix

Asian Night Flyer

Themenabende

AllStyle Fyler 2005

AllStyleSummerFestival 2005

Renovierung 2005

Renovierung 2005

Antifascist Oi! Festival Flyer

Antifascist Oi! Festival

2005 ein Jahr voller Überraschungen, Wechsel und Veränderungen im Esperanza und der JKI!

Vor allem im wirtschaftlichen Bereich war es das erfolgreichste Jahr der JKI, nach vielen Fehlern in den vergangenen Jahren konnten 2005 alle Schulden beglichen werden.

Der Anfang gestaltete sich für die Esperanza-Crew jedoch alles andere als einfach.

War die erste Veranstaltung des neuen Jahres, eine Electronic Party, noch gut besucht so mussten die Heros and Zeros aus Amsterdam gut 2 Wochen später vor 6 zahlenden Zuschauern auftreten.

Insgesamt machte sich ein großer Wechsel bemerkbar, von der „alten“ Generation verabschiedeten sich einige, es fehlten einfach Leute welche die Erfahrung hatten Konzerte zu organisieren. Dieser Wechsel machte sich auch auf dem Gebiet der Veranstaltungen bemerkbar. Nichts desto trotz fand am Freitag den 18. Februar, nach langer Zeit wieder ein Reggae-Konzert statt. Cool Runnings, Malik und Jahcoustix sorgten für eine Spitzen-Atmosphäre und für ein volles Haus. Super Stimmung herrschte auch als die Gmünder Punkinstitution Kaputt und Schlecht ihr letztes Konzert absolvierte. Nicht weniger spektakulär, wenn auch im negativen Sinne, war der Rohrbruch Anfang März. Der ganze Backstage Raum stand unter Wasser und das wenige Tage vor zwei wichtigen Konzerten (ZSK und Derkovbois)! Vom ersten Anwesenden wurden hektisch alle anderen erreichbaren - und verfügbaren JKI-Mitglieder informiert und Unmengen an Wasser bei eisiger Kälte aus dem Raum geschafft.

Die nächsten Wochen verliefen zum Glück ohne Komplikationen: die FH-Party war ein voller Erfolg, Rolando Random gaben nach 10 Monaten das erste Ska-Konzert in der Gmünder Oststadt und mit den Bubonix spielte seit langem mal wieder eine Hardcore-Band im Esperanza.

Hinter den Kulissen jedoch liefen die Arbeiten auf Hochtouren. Man musste sich Gedanken über die Nachfolge der beiden aus dem Amt scheidenden Vorstände machen. Eva Bidon und Tina Keim wurden als Nachfolgerinnen vorgeschlagen und auf der Hauptversammlung Ende Mai auch gewählt. Innerhalb der JKI begann nun nach Fritz Lemke und Pasquale Caiafa eine neue Zeit (Der Begriff Ära erscheint dem Verfasser etwas großspurig).

Eine neue Zeit begann auch für die Gegend um das Esperanza herum: Es wurde ein neuer Supermarkt gebaut, dessen Parkplatz verschieden Konzertbesucher einlud vor den Veranstaltungen dort abzuhängen, wogegen ja nichts einzuwenden war. Haken der ganzen Sache war allerdings das einige glaubten, ihren Müll auf dem besagtem Parkplatz abladen zu können. Den JKI Mitgliedern gelang es jedoch solch unerfreuliche Ereignisse zu unterbinden.
Highlight des Sommers war zweifellos das Allstyle-Summerfestival auf dem Lindenhof, welches am 1 Juli 2005 bereits zum dritten mal von der JKI in Zusammenarbeit mit der Stiftung Haus Lindenhof veranstaltet wurde. Es wurde den JKI-Mitgliedern und Mitarbeitern des Lindenhofs durch die hohe Besucherzahl wiederum bestätigt, dass diese Zusammenarbeit Früchte trägt. Bis tief in die Nacht hinein brachten fünf Bands allesamt mit verschiedenen Stilrichtungen die gut 400 behinderten und nichtbehinderten Besucher zum Tanzen, Singen und Feiern. Die Planungen für das Allstyle-Summerfestival 2006 sind natürlich schon in vollem Gange.

Die großartige Hamburger Ska Band K-Mob wurde ein Opfer der sommerlichen Temperaturen und spielte leider nur vor 50 Leuten, während das Support Your Local Act Fest einschlug wie eine Bombe.

Vor der Sommerpause fand, traditionsgemäß, die Klausurtagung statt. Dieses Mal wurde jedoch nicht auf einer Wiese bei Zimmern gecampt, da Sturm und starker Regen dies zu verhindern wussten. Kurzfristig konnten wir dann bei den Bökers in Hertighofen unterkommen. Hier wurde viel diskutiert, neue Ideen gesammelt und in die Zukunft geblickt. Durch zusätzliche Teams wird nun die Arbeit breiter verteilt und somit der Vorstand erleichtert. In der Sommerpause wurde (leider!) auch nicht untätig am Strand gelegen, sondern am Haus gearbeitet und selbiges auf Vordermann gebracht. Es wurde der Konzertraum gestrichen, die sanitären Einrichtungen repariert, das Büro ausgemistet, ein Tarnnetz angebracht und vieles mehr... . Der regelmäßige Besucher konnte sich bereits ein eigenes Bild über die zahlreichen Renovierungsarbeiten machen.

Das Eröffnungscafé gab den Startschuss für die neue Saison welche mit Kölner Punkrockern, Schweizer Hardcorelern, Ungarischen Skinheads und Stuttgarter Reggae Soundsystems so abwechslungsreich wie möglich gehalten wurde. Auch über das ganze Jahr verteilt gab es eine Menge verschiedener Musik- und Themencafes, die aber leider sehr oft an der geringen oder nicht vorhandenen Besucherzahl scheiterten.

Zu heftiger Diskussion innerhalb und außerhalb der JKI führte die geplante Podiumsdiskussion im Spätsommer.

Weniger erfreulich war auch, dass die Dead Students nach nur 1-Jähriger Existenz am 6.Oktober ihr Abschiedskonzert gaben. Gemeinsam mit den Franko-Kanadiern von Jeunesse Apatride rockten sie ein letztes Mal das Espe.
Weiter ging es im Oktober mit Hip Hop (das erste Konzert seit 6 Monaten), welches leider sehr schlecht besucht war (Leute wo seid ihr?) und Ska/Swing am letzten Tag des Monats, einer alternativen Ausgehmöglichkeit zum ganzen Halloween-Quatsch, welche auch sehr gut angenommen wurde.

In den folgenden 4 Wochen gab es die Interne 4-Jahres Feier (jawohl am 9. November hatte das Esperanza seinen vierten Geburtstag) und ein Baracka Konzert.

Der gut besuchte Tag der offenen Tür, welcher den Gästen auch mal die Möglichkeit gab hinter die Kulissen zu blicken und fernab vom Konzerttrubel und dem damit verbundenen Lautstärke Pegel das Gespräch mit den JKI’lern zu suchen, war den Mitgliedern wichtig. Hier auch noch mal ein Dank an alle Besucher, sowohl an die „Privaten“ als auch an die einzelnen Fraktionsmitglieder.

Die Legendären Klasse Kriminale um Szene Opa Marco Ballestrino räumen voll ab und als besonders hervor zu heben gilt auf jeden Fall noch der Poetry Slam Mitte des Monats.

Einmal was ganz anderes als Konzerte bot diese Veranstaltung jedem Besucher die Möglichkeit selbst Gedichte vorzutragen. Man darf gespannt sein wie sich dieses Konzept weiter entwickelt. Viel Potential hat es allemal! Besonders durch die Neugründung der Kreativkommission soll diese Art der Veranstaltung, als Ergänzung zu den Konzerten, unterstützt werden. So fanden im Jahr 2005 zwei Themenabende, eine African-Night und eine Asian-Night statt, die die Besucher in andere kulturellen Welten entführten.

Während sich das Jahr zum Ende neigte gab es noch Grunge Rock und Salsa. Letzteres war aufgrund der Beteiligung der Lebenshilfe auch mit zahlreichen behinderten Gästen besucht. Sicher nicht zum letzten Mal !! Am Heiligabend legte mal wieder Irie Lion Sound Reggae auf und einen Tag vor Sylvester wurde das Konzertjahr 2005 von den Dänischen Hardmods The Movement würdevoll verabschiedet.

Große Bestürzung gab es, als bekannt wurde, dass Ende Oktober die Schwäbisch Gmünder Familie Ismailji nach Mazedonien abgeschoben wurde. Dies veranlasste die JKI dazu, innerhalb einer Woche eine Demonstration gegen diese Abschiebung mit über 500 Teilnehmern auf die Beine zu stellen.
Für das Jahr 2006 wird natürlich schon geplant, organisiert und veranstaltet.

Der Mitglieder Generationenwechsel ist noch lange nicht abgeschlossen und wird 2006 eine unserer größten Herausforderungen sein.
Schwäbisch Gmünd und die angrenzende Region braucht einfach eine alternative, persönliche und für jeden zugängliche Kultur. Unabhängig von Geldbeutel, Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht. Fernab der Massenware und nur auf Konsum ausgerichtetem Einheitsbrei.
Und dafür werden wir auch 2006 unser Bestes geben!

In diesem Sinne
JugendKulturInitiative Schwäbisch Gmünd, Januar 2006

 

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