

Die Pfarrkirche St. Afra Täferrot hat den Charakter einer romanischen Chorturmkirche bewahrt, zeigt sich aber als gotischer Bau, wobei über dem Südportal mit der Jahreszahl 1491 wohl nur eine weitere „Modernisierung“ dokumentiert ist. Portale und Fenster sowie das Netzrippengewölbe werden in dieser Bauphase entstanden sein. Zwei in die Chorwände eingemauerte Schlusssteine zeigen Maria mit dem Kinde, gekrönt und mit Zepter als „Himmelskönigin“ sowie die Heilige Barbara mit Kelch und Hostie. Besonders eindrucksvoll sind die Chorstühle aus der Renaissance mit eingeritzten Halbfiguren von Propheten und mit Schriftbändern. Sie gehörten nicht Klerikern, sondern den Freibauern der „Waibelhube ob Gmünd“. Sie wurden ausgangs des 17. Jahrhunderts farblich neu gefasst. 1906 wurden dann vier gleichartige weitere Chorsitze geschaffen. Die Decke des Kirchenschiffs wurde um 1683 bemalt, im Stil der Renaissance. Mehr Raum für Besucher wurde durch den Einbau einer auf fünf Säulen gestützten Empore geschaffen, die auf die- nach Einführung der Reformation wesentlich gewordene- Kanzel ausgerichtet ist. Diese Kanzel ist durch fünf schmale Tafelbilder geschmückt, die Jesus als Weltenherr und die Evangelisten mit ihren Symbolen zeigen. Die Emporenbrüstungen sind mit alttestamentarischen Szenen im Westen und Szenen aus dem Leben Christi im Norden geschmückt.