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Steinerne Zeitzeugen aus über acht Jahrhunderten reihen sich auf dem Gmünder Marktplatz nebeneinander: Wer es sich in einem der zahlreichen Straßencafés gemütlich gemacht hat, kann leicht erkennen, weshalb dieser Platz zu den schönsten in Süddeutschland zählt. Der historische Stadtkern lädt sowohl zu einem Einkaufsbummel durch die Geschäfte ein als auch zu einem aufschlussreichen historischen Stadtrundgang.

Termine und Veranstaltungen

Januar
14
2018
Sonntag, 14. Januar 2018, 15:00 Uhr, Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, Museum im Prediger
Führung durch die Ausstellung „Friedrich Hechelmann. Geflügelte Wesen – Bronzen, Gemälde, Zeichnungen“

mit Dr. Monika Boosen

Friedrich Hechelmann ist für seine zahlreichen preisgekrönten Buchillustrationen sowie seine visionären Bilder zu den Themen Natur und Wasser international bekannt und berühmt. Immer hat sich der Künstler aber auch mit der Bildhauerei auseinandergesetzt, insbesondere mit der antiken Skulptur. Nach der Illustration von Shakespeares Märchenspiel „Ein Sommernachtstraum“ 2014 realisierte er einen langgehegten Wunsch: ein Jahr lang arbeitete er ausschließlich an der Entstehung von Bronzen. In der Folge entstanden 15 geheimnisvolle Wesen aus der Mythen- und Fabelwelt – filigrane Schönheiten aus anderen Sphären, entrückt von dieser Welt. Dreizehn dieser neu entstandenen Bronzefiguren sind Ausgangspunkt der Ausstellung. Zusammen mit 23 ausgewählten Aquarellen und Zeichnungen wird die Intensität und Breite erfahrbar, mit der Friedrich Hechelmann das Thema „Geflügelte Wesen“ in seinem Werk durchdringt.

Zur Ausstellung
Die ausgestellten dreizehn Bronzeplastiken Friedrich Hechelmanns gehen auf intensive kunstgeschichtliche Auseinandersetzung des Künstlers mit der Antike zurück. Hechelmann ist ein Bewunderer der hellenistischen Skulptur. Er besitzt selbst eine hellenistische Skulpturensammlung, die in der Kunsthalle im Schloss in Isny zu sehen ist. Aus der theoretischen Beschäftigung entstand der Wunsch, über einen längeren Zeitraum intensiv plastisch zu arbeiten. Das Ergebnis der Arbeit waren 15 kraftvolle und zugleich in sich versunkene Aktfiguren, die Hechelmann zwischen 2014 und 2015 realisierte. Sie zeigen sich mal als Engel oder bukolischer Faun, mal als Satyr auf einem Riesenschneck oder als Lichtträger in Form eines Zentauren. Die entstandenen Bronzen basieren bewusst auf der abendländischen Kultur und führen diese Tradition fort: das himmlische wie das mythologische Wesen trifft in seiner Überhöhung auf die ganz diesseitige Körperlichkeit. Aus diesem Zusammenspiel bezog die Kunst der Antike ihren Reiz und befruchtet seit Jahrhunderten die europäische Kunst.

Neben den Bronzen versammelt die Ausstellung dreizehn ausgewählte farbenprächtige Aquarelle mit Engelbildern, die in den Jahren 2008/2009 für das gemeinsame Buchprojekt mit Michaela Albrecht „Die Rückkehr der Engel“ (2010) entstanden. Zu Gedichten und Texten unter anderem von Augustinus von Hippo, Friedrich Hebbel, Friedrich Hölderlin, Rainer Maria Rilke und Khalil Gibran tanzen, träumen, spielen und posieren Hechelmanns geflügelte Wesen in imaginären, in unwirklichem Grün und Blau gehaltenen Landschaften – einer Welt der Phantasie und schöpferischen Kühnheit. Komplettiert wird die Präsentation durch einige Skizzenblätter, die als Tuschezeichnungen zu dem Buchprojekt entstanden, sowie durch Engeldarstellungen aus Hechelmanns Bilderzyklus zur Illustration der Bibel. Mit seinen Bildern von Engeln greift Friedrich Hechelmann nicht zuletzt ein Thema auf, das in der Kunst durch alle Zeiten hinweg zu den beliebtesten Motiven zählt und seit Jahrhunderten die Vorstellungskraft der Menschen beflügelt.

Biografie
Friedrich Hechelmann wurde 1948 in Isny im Allgäu geboren. Nach dem Besuch der Höheren Graphischen Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt in Wien (1965-1969) studierte er dort an der Akademie der Bildenden Künste (1969-1972) und war Meisterschüler bei Rudolf Hausner. Hausners phantastischer Realismus der Wiener Schule bot Friedrich Hechelmann einen künstlerischen Ausgangspunkt, wenngleich er rasch seinen völlig eigenen Weg fand. Schon in seiner Zeit an der Wiener Akademie faszinieren Hechelmann Malerei und Illustration gleichermaßen.
Bereits 1972 illustriert Hechelmann mit Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“ erfolgreich sein erstes Märchenbuch. Zahlreiche, teils mehrfach preisgekrönte Buchillustrationen mit hohen Auflagen im In- und Ausland folgen und lassen das Renommee des Künstlers stetig anwachsen.

Veranstaltungsort:

Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Museum im Prediger
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 603-4130
museum@schwaebisch-gmuend.de
www.museum-galerie-fabrik.de

Veranstalter:

Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd
Museum und Galerie im Prediger
Johannisplatz 3
73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 603-4130
museum@schwaebisch-gmuend.de
www.museum-galerie-fabrik.de
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