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Steinerne Zeitzeugen aus über acht Jahrhunderten reihen sich auf dem Gmünder Marktplatz nebeneinander: Wer es sich in einem der zahlreichen Straßencafés gemütlich gemacht hat, kann leicht erkennen, weshalb dieser Platz zu den schönsten in Süddeutschland zählt. Der historische Stadtkern lädt sowohl zu einem Einkaufsbummel durch die Geschäfte ein als auch zu einem aufschlussreichen historischen Stadtrundgang.

Termine und Veranstaltungen

Januar
14
2018
Sonntag, 14. Januar 2018, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr, Gemeinderaum St. Michael
Klavierabend Michael Nuber

So., 14.1.2018 19 Uhr Klavierwerke der Klassik
Gemeindesaal, St.Michael (Eutighoferstr.55)
Schwäbisch Gmünd-West

C.P.E.Bach: Sonate c-moll Wq 65
J.Haydn: Sonate As-Dur Hob XVI:46
W.A.Mozart: Fantasie d-moll KV 397
L.v.Beethoven: Sonate c-moll op.13 „Pathetique“ und E-Dur op.14/1
Beethoven: Sonate c-moll, op.13 (1798/99) :

„Beethovens populärste Sonate. (...) Ein c-moll-Ausbruch, der nicht als Ergebnis eines Prozesses sondern von Anfang an mit dem ersten, schwer fallenden Akkord beeindrucken will. (...) Doch die Welt dieser „Pathétique" ist ebenso leidenschaftlich wie hell, ebenso gestaltenreich wie überschaubar, zugleich ekstatisch und wirkungssicher theatralisch. In keinem anderen Werk Beethovens spielt sich das von Leidenschaft erfüllte „Ich“ so flammend auf,(... )“ (Joachim Kaiser)
Die von Beethoven selbst als „Pathétique“ betitelte Sonate c-moll will nicht mehr nur schönes Tonspiel sein, Beethoven wollte mit diesem Zusatz unterstreichen, daß es sich um eine Schöpfung des Leidens handelt und sie in ihrem Gefühlsgehalt verstanden und erlebt werden soll. Die drohende Taubheit des knapp 30-jährigen schwebte über ihm wie ein Dämon. In einem Brief aus dieser Zeit an seinen Freund Wegeler schrieb er: „Ich will, wenn?s anders möglich ist, meinem Schicksale trotzen, obschon es Augenblicke meines Lebens geben wird, wo ich das unglücklichste Geschöpf Gottes sein werde.“ Großer Dramatik mit gewaltigen Ausbrüchen in den Ecksätzen steht eines der ruhevollsten und beliebtesten Adagios des Komponisten gegenüber.

Sonaten op.14:
Diese beiden im gleichen Zeitraum wie die „Pathétique“ entstandenen Sonaten gelten als „klein“ und tauchen deshalb häufig im Repertoire des Klavierunterrichts auf. „Leicht“ sind sie allenfalls in spielerischer Hinsicht, jedenfalls fehlt ihnen die ambitionierte Virtuosität, kompositorisch allerdings sind sie anspruchsvoll trotz oder gerade wegen ihrer Knappheit und konzentrierten Beschränkung der Mittel.

Op.14/1, E-Dur (1798/99):
„Sonate kammermusikalisch-polyphonen und empfindsam-verhaltenen, auf jeden Fall nicht-virtuosen Ausdrucks. Hier haben die komponierten Spannungen keinerlei expansive, leidenschaftlich ausgreifende Folgen: sie werden eher zart, nach innen gekehrt ? ob man an das meditative, durch Vorhalte und Dur-Moll-Wechsel bereicherte E-Dur des Kopfsatzes denkt, an die herb-untröstliche Unruhe des zweiten Satzes (Allegretto ? nicht Andante oder gar Adagio!) oder an das Linien- und Farbenspiel des Rondos (...). Beethoven hat diese E-Dur-Sonate offenbar besonders geschätzt, sonst hätte er sie nicht einer sorgfältigen, zahlreiche neue Einfälle hinzufügenden Umarbeitung für Streichquartett gewürdigt.“ (Joachim Kaiser)

J.Haydn: Sonate As-Dur Hob XVI:46: Diese wahrscheinlich Anfang der 70er Jahre entstandene und erst 1786 gedruckte Sonate gehört zu den wichtigen Meisterwerken Haydns. Der erste Satz besticht durch ungewohnt pianistische Gestaltungsart, überwiegend lyrisch aber doch sehr virtuos und konzertant. Der zweite Satz ist äußerst ungewöhnlich: ein dreistimmiger barockartiger Satz, sehr ernst und innerlich doch immer wieder mit kleinen kapriziösen Figuren. Harmonisch bringt dieses Adagio die wohl kompliziertesten Fortschreitungen, die der Komponist je geschrieben hat.

Ludwig van Beethoven (1770-1827), geb. in Bonn als Sohn eines kurfürstlichen Hofmusikers, tritt schon als 8-jähriger als Pianist auf. Musikunterricht beim Vater, später bei Chr. G.Neefe (sächsischer Kapellmeister). 1784 2. Hoforganist und Bratschist im Hoforchester. 1792 nach Wien, dort Unterricht bei Haydn, Albrechtsberger und Salieri.
Bald große Erfolge als Pianist und Komponist. Wird von zahlreichen sehr einflußreichen Gönnern gefördert.
Um 1800 einsetzende Schwerhörigkeit, ab 1819 vollkommen taub, jedoch Kompositionen bis zum Lebensende.
32 Klaviersonaten, 16 Streichquartette, 9 Sinfonien, Klaviertrios und weitere Kammer- und Klaviermusik.
Beethovens Klavierwerk, das an C.Ph.E.Bach, Haydn, Mozart und Clementi anknüpft, nimmt in seinem Gesamtschaffen einen zentralen Raum ein. Es vollendet die Entwicklungsverläufe des 18. Jh. und schafft im formalen und kompositionstechnischen Bereich richtungsweisende Maßstäbe für das 19. Jh.

Die Klaviersonaten Beethovens:

Der berühmte Komponist und Pianist Ferruccio Busoni nannte die 32 Sonaten Beethovens das „Neue Testament der Klavierliteratur“, und es ist seit Beethoven eines der höchsten Ziele eines Pianisten, diese 32 Sonaten zyklisch aufzuführen.
Unter diesen Sonaten befinden sich berühmte wie die „Mondschein-Sonate“, die „Pathetique“, die „Appassionata“, „Der Sturm“, „Pastorale“, „Les Adieux“, „Hammerklavier-Sonate“, „Waldstein-Sonate“ u.a., aber auch viele ohne Namen, die auf keinen Fall weniger interessant sind, die aber kaum aufgeführt werden.
Die Klaviersonaten nehmen in Beethovens Schaffen eine ähnlich gewichtige Stellung ein wie die Sinfonien und die Streichquartette, sie begleiten als „heimlicher“ Zyklus sein Leben vom Beginn bis zum Ende. Darüber hinaus beanspruchen sie ihren besonderen Rang aufgrund der Tatsache, daß das Klavier Beethovens „eigenes“ Instrument war, auf dem er solistisch hervortrat und mit dem er einen beträchtlichen Anteil seines Ruhms als Virtuose und Improvisator errang.
Der berühmte Musikschriftsteller Joachim Kaiser schreibt: „Die Sonaten sind ein Werkkosmos im Beethovenschen Gesamtkosmos, ein intimes Laboratorium reiner Produktivität. (...), daß Beethoven seine Bekenntnisse allmählich zu ungeheuren, über die subjektive Empfindsamkeit hinausgreifenden Appellen, zu Tragödien und riesigen Bereicherungen einer Form, zu expressionistischen, klassizistischen, historisierenden, weit vorausgreifenden und bewußt rückwärts gewandten Unternehmungen steigerte. Beethovens geniale Unfähigkeit, sich zu wiederholen, seine nur mit Bewunderung zu konstatierende Fähigkeit, Zartes, Zärtliches, Einsilbiges, Wildes immer ganz neu zu sagen: das alles muß für ihn ein elementares Nicht-anders-Können gewesen sein.“
Der Exzeß, das Unerhörte und Ungeheure sind wesentliche Bestandteile seiner geistigen Welt. Seine Musik bedeutet ? damit ist er ganz Kind des Zeitalters der Französischen Revolution ? Aufstand gegen die Konvention, gegen das Maß und die Regel.


Die Klaviersonaten
Beethoven erreicht in ihnen die optimale Ausformung des Sonatenhauptsatzes und des Sonatenzyklus.
Im Sonatenhauptsatz wird der Charaktergegensatz zwischen Haupt- und Seitenthema zum antithetischen, dualistischen Prinzip gesteigert. Das mit den beiden Themen programmierte Spannungsfeld liefert den Konfliktstoff für den Durchführungsteil. Das erste Thema verkörpert meist das männliche, rhythmische Element, das zweite Thema das weibliche, gesangliche. Beide Themen sind oft durch gleiche oder verwandte motivische Wurzeln kunstvoll voneinander abgeleitet. Die thematische Verwandtschaft bedingt, daß das zweite Thema meist nur von geringerer Bedeutung für die Durchführung ist.
4 Sonaten haben langsame Einleitungen (op.13, 78, 81a, 111), die durch Vorwegnahme motivischen Materials eng mit der folgenden Exposition verzahnt wird.
Die Reprise erscheint voll ausgeformt, die Coda entwickelt sich im Laufe seines Lebens rasch zu einem satzteilartigen Anhang (oft zu einer Art zweiter Durchführung).
Der Sonatenzyklus ist zur Viersätzigkeit erweitert. Es gibt 12 viersätzige, 13 dreisätzige und 7 zweisätzige Sonaten. Neben Sonatenhauptsatz, langsamem Satz und Rondo finden wir an Satztypen: Menuett, Scherzo, Variation, Fantasie, Trauermarsch und Fuge (bei den letzten Sonaten). Die zyklische Geschlossenheit der Sonate wird durch motivische Entsprechungen innerhalb des Themenmaterials, inhaltliche Zusammengehörigkeit der Sätze und enge Satzverbindungen erzielt (attacca-Übergänge, Teilzitate früherer Abschnitte, Verzicht auf Satzschlüsse).
Man unterscheidet 3 Perioden: op.1-22 (1795-1800), op.26-90 (1800-1814) und op.101-111 (1816-1822).

J.Haydn (1732-1809), geb. in Niederösterreich, 1740-49 Chorknabe in Wien, wurde zuerst „Bedienter zur Musik“, 1761 dann zweiter, 1766 erster Kapellmeister bei Fürst Esterházy in Eisenstadt. Bei Auflösung des Orchesters wird er pensioniert und lebt ab 1790 in Wien. Von dort aus 1790-92 und 1794/5 Englandreisen. In diesen Jahren bis zu seinem Tode erhält er zahlreiche internationale Würdigungen und Ehrungen.
Sein Ausgangspunkt bildet neben der Wiener Vorklassik C.Ph.E. Bach. Haydn führt Sinfonie, Streichquartett (eine von ihm geschaffene Gattung) und Klaviersonate zu ihrer ersten klassischen Reife. Die motivische Arbeit wird zum kompositionstechnischen Prinzip erhoben.
Die freundschaftliche Verbundenheit zwischen Haydn und Mozart bewirkt auch wechselseitige Anregungen: Haydn nähert sich Mozarts Melodik an (vor allem im kantablen 2. Thema der Sonatenexposition), Mozart profitiert von Haydns motivischer Arbeit.
Es ist von Bedeutung für den pianistischen Stil seiner Klavierwerke, daß der Komponist kein Virtuose, sondern ein klavierspielender Kapellmeister war. Das bravouröse, wirkungshafte Element scheidet für ihn aus; sein Klaviersatz ist von einer musikalisch fundierten Solidität, die kapriziöse und spielerische Effekte zuläßt, sich aber niemals zu technischen Wagnissen und pianistischem Blendwerk versteigt. Das steht Haydns Wirkung im modernen Konzertsaal im Wege, wo es leider oft nicht um die innerlich empfundene Musik geht sondern um äußere Effekthascherei.

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-88), geb. in Weimar, Jurastudium in Leipzig und Frankfurt/Oder wird 1738 Kammercembalist des preußischen Kronprinzen und späteren Königs Friedrich II. in Rheinsberg, ab 1740 in Berlin und Potsdam.
Nach dem Tod seines Taufpaten G.Ph. Telemann übernimmt er dessen Hamburger Ämter und wirkt von 1768 bis zu seinem Tod als Musikdirektor der 5 Hauptkirchen in Hamburg.
Er wird zum führenden Repräsentanten der Vorklassik und übt mit seinem Werk einen prägenden Einfluß auf Haydn, Mozart und Beethoven aus. Sein Drang zu individueller Gestaltung ist Beethovens Subjektivismus verwandt. Er mißt Inhalt und Ausdruck mehr Gewicht bei als der Form und wird zum „Schöpfer des deutschen expressiven Klavierstils“. Er arbeitet mit „sprechenden“, monologisierenden Themen, ausdrucksvoller Harmonik und rasch wechselnden, stark kontrastierenden Empfindungsgegensätzen.
Sein Klavierwerk besteht aus über 400 Titeln, darunter ca. 150 Sonaten.

60 CDs von Michael Nuber
Früchte einer Übereinstimmung
Michael Nuber lehnte bis 2005 jegliche Tonaufzeichnungen seines Klavierspiels ab. Seine Einstellung zur Tonkonserve als „unvollständiges Medium“ (siehe S. Celibidaches Ausführungen) war ein Grund dafür, doch entscheidender war eher die Hörerfahrung, dass der wiedergegebene Klang von Aufnahmen auch bei renommierten Schallplattengesellschaften oft die musikalische Aussage zu undifferenziert und pauschal wiedergibt - und somit Wesentliches der Interpretation fehlt. Durch ein gemeinsames musikalischen Projekt mit Joachim Wagner (Beethoven Klavierkonz.Nr.3) wandelte sich Michael Nubers Einstellung, da er in Wagner einen gleichgesinnten Verfechter der musikalischen „Wahrheit“ fand, der bestrebt ist, dies auch aufnahmetechnisch umzusetzen. Die Früchte (CDs) dieser engen synergetischen Zusammenarbeit warten nun darauf, von Ihnen gekauft und gehört zu werden: J.S.Bach (2 CDs), Händel, Scarlatti, W.F. Bach, CPE Bach Haydn (2 CDs), Mozart (3 CDs), Beethoven (12 CDs mit allen 32 Sonaten), Schubert (6 CDs) Schuberts Winterreise mit dem Bariton Haggie Schramm, Mendelssohn, Schumann, Chopin (8 CDs !), Liszt (5 CDs, u.a. Sonate h-moll), Brahms (2 CDs), Mussorgski, Rachmaninow, Debussy (3 CDs), Ravel, Albéniz und vielen anderen.
Bestellung: Tel.: 07171 / 61118 oder mail@michael-nuber.de


Presse:
Adavanul de Cluj (Klausenburg) Dez. 1994: Über Nubers Auftritt beim Mozart-Festival in Klausenburg/Rumänien: „... das ungewöhnliche des Festivals wurde erreicht durch die Anwesenheit des deutschen Pianisten Michael Nuber. Von einer ganz außergewöhnlichen Sensibilität, mit seiner extrem expressiven Hand (...) von einer inneren Tiefe, hat Michael Nuber uns À la Chapelle Sixtine und Reminiscenses de Don Juan dargeboten mit dem Pathos und der Bewunderung eines der Welt Entrückten am Rande der Extase.“

„Man möchte den hochbegabten Künstler bald wieder, vielleicht sogar in einem der großen Konzertsäle, wiedersehen. Denn sein Klavierabend war ohne Zweifel ein Ereignis und vermittelte die Bekanntschaft mit einem bisher unbekannten Pianisten, der nicht nur eine ungewöhnliche Persönlichkeit ist, sondern bei einer kontinuierlichen Entwicklung bald zur Pianistenelite zählen könnte. ... Man hat bei seinem Spiel immer das Gefühl des Hineinhorchens bei gleichzeitiger kritischer Auseinandersetzung mit der Partitur. Seine Spieltechnik ist nahezu perfekt und erlaubt ihm den Zugang zu den technisch schwierigsten Werken der Klavierliteratur. ...“ Allg. Deutschen Zeitung für Rumänien

„Mit zu den schönsten Erlebnissen in der Musik gehört das Erfahren von Spiritualität im Konzert, wenn man direkt an Wahrheit erinnert wird, wie in den späten Werken von Franz Liszt, wenn Momente tiefer Ergriffenheit jegliches Zeitgefühl verdrängen und Einblicke in ein schwereloses mystisches Sein gewähren. Wenn jeder Ton zum Weltpulsempfinden wird und Friede vermittelt. Wenn das Publikum atemlos folgt, der Pianist seine Aufgabe in der Kunst erkennt und in einer vom Verstand alles beherrschenden Welt diesen engen emotionalen Bezug zum Jenseits herstellt, so wie es Michael Nuber am Sonntagabend gelungen ist.“ Rems-Zeitung

„Michael Nuber ist ein Musik-“Entrückter“ am Klavier und man versteht, wenn man ihm lauscht, wie die vergangenen Fabelgestalten Liszt und Paganini ihr Publikum völlig verzaubern konnten, daß man ihnen sogar nichtirdische Kräfte zugeschrieben hatte.“ (RZ)












Veranstaltungsort:

Gemeinderaum St. Michael
73525 Schwäbisch Gmünd

Veranstalter:

Michael Nuber
Konzertpianist
Rechbergstraße 80
73529 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 07171 61118
mail@michael-nuber.de
www.michael-nuber.de
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