In der Initiative Spätaussiedler sind folgende Netzwerkpartner mit folgenden Aufgaben aktiv:
IHK, die Handwerkskammer und Südwestmetall,
- vermitteln im Rahmen ihrer Möglichkeiten Betriebe, in denen Schüler Praktika absolvieren können;
- organisieren Ausbildungsleiter/innen und Firmenchefs für die geplanten Seminare
- vermitteln Adressen ausbildender Betriebe,
- stellen Informationsmaterial zur Verfügung
- stellen Kontakt her zu Betrieben, die von Spätaussiedlern vermittelt werden
Arbeitsagentur - stellt Personal zur Berufsberatung zur Verfügung,
- ermöglicht die Nutzung des BIZ
- vermittelt Bewerbungsadressen,
- weist ggf. jugendliche Spätaussiedler dem Projekt zu und
- übernimmt die Kosten für Bewerbungsunterlagen.
die Initiative „Aussiedler helfen Aussiedler“ - stellt den Kontakt mit Eltern von jugendlichen Spätaussiedlern her
dolmetscht, wo erforderlich - macht kulturelle Unterschiede sichtbar und
- berät die anderen Netzwerkpartner bei „Verständigungs“-Schwierigkeiten
die Schulen/Lehrkräfte - stellen das Projekt in Elternabenden vorstellen,
- wählen die Schüler/innen innerhalb ihrer Klassen aus,
- unterstützen den Austausch zwischen Elternhaus und den Coaches und stellen Räume zur Verfügung.
das Landratsamt - übernimmt einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit und
- weist ggf. Teilnehmende über den Migrationsdienst bzw. über Mitarbeiter des Übergangswohnheimes zu.
die Stadtverwaltung - übernimmt die Koordination und die Verwaltungsarbeit
macht Öffentlichkeitsarbeit - stellt Räume für den Treff des Arbeitskreises zur Verfügung stellt und für die monatlich stattfindenden Seminare zur Verfügung und
- übernimmt als Schulträger die Kosten für die Nutzung der Schulräume.
die SBP GmbH - entwickelt das Konzept entwickelt,
- coacht die Schüler/innen
- führt einen Teil der Seminare durch
- übernimmt den Unterricht in Deutsch und Mathematik übernimmt,
- dokumentiert das Projekt dokumentiert und
- unterstützt bei der Koordination der Arbeitskreistreffen.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit dieser Netzwerkpartner ist die Voraussetzung, um das Projekt gut umsetzen zu können. Eine besondere Bedeutung kommt innerhalb der Netzwerkpartner aber der Initiative „Aussiedler helfen Aussiedler“ zu, ohne deren Mitwirkung ist das Projekt nicht machbar ist. Sie ist das entscheidende Bindeglied zwischen der Zielgruppe Spätaussiedler und den anderen Akteuren. Als Landsleute (gleiche Sprache, gleicher kulturellen Hintergrund, vergleichbare Sozialisation) fällt es ihnen leicht Zugang zur Zielgruppe zu finden. Deshalb ist die Initiative in den Augen der Spätaussiedler ein besonders glaubwürdiger Ansprechpartner. Die Mitglieder von AhA übernehmen Dolmetscherfunktion sowohl was das Sprechen betrifft als auch was die Vermittlung kultureller Unterschiede und Wertehaltungen betrifft. Dazu gehört auch, dass sie ihren Landsleuten das „System Deutschland“, hier besonders die schulischen und beruflichen Anforderungen, verständlich machen.
Neben der besonderen Bedeutung der Initiative „Aussiedler helfen Aussiedler“ kommt der Zusammenarbeit zwischen den Coaches und der Agentur für Arbeit bzw. der Arbeitsgemeinschaft (abo) große Bedeutung bei. So haben sich z.B. die Schüler konkret mit ihren Berufswünschen auseinandergesetzt, wenn sie zum Erstgespräch mit der Berufsberatung kommen. Die Vorbereitung durch die Coaches ermöglicht es, dass die Gespräche intensiv über die Chancen in den gewünschten Berufen und über mögliche Alternativen geführt werden können. Die Coaches koordinieren im Vorfeld die Termine, so dass die Eltern rechtzeitig informiert sind und zu diesem Termin mitkommen können. Die didaktisch gut aufbereiteten Materialien der Agentur zur Berufsorientierung werden von den Coaches in ihrer Arbeit eingesetzt.