Schon am Samstagabend ging es in der Gemeindehalle mit einem Stimmungsabend mit der aus Funk und Fernsehen bekannten Gruppe „Wind“ los. Sie brachte mit ihren Evergreens und Hits aus den 50er und 60er Jahren der Schlagerwelt die vielen Besucher in der Gemeindehalle in Stimmung.
Am Sonntag, der auch der Gedenktag des Heiligen Florians, des Schutzpatrons der Feuerwehren, war, feierten die Feuerwehrleute mit ihren Gästen und mit Weihbischof Dr. Johannes Kreidler die schon traditionelle Floriansmesse auf dem Hohenrechberg. Mit dabei waren der Spielmannszug Heiningen und der Männerchor, „die Rebläuse“. Sie trugen ebenfalls zum Festakt am Nachmittag bei. Bei schönstem Wetter ging es mit der Musik und den Fahnen voraus, von der Wallfahrtskirche auf dem Berg in die Gemeindehalle. Schon da gab es in und um die Halle Riesenandrang. Und auch zum anschließenden Festakt in der Gemeindehalle konnte der Kommandant der Ortsfeuerwehr, Siegfried Lüben, überaus viele Gäste begrüßen.
Gmünds Oberbürgermeister Wolfgang Leidig sparte in seinem Grußwort nicht mit Lob für die Rechberger Wehr. Schon bei der Gründung vor 125 Jahren sei man der Ansicht gewesen, dass sie eine Einrichtung für lange Zeit sein sollte. Dies sei in Erfüllung gegangen. Er erinnerte an die Geschichte der Rechberger Wehr und ihren nicht leichten Anfang. Von Anfang an sei die Wehr vom Ort mitgetragen und bis zum heutigen Tag von fähigen Kommandanten geführt worden. So sei sie auch heute mit Siegfried Lüben als Abteilungskommandant eine hervorragend geführte Selbsthilfeorganisation im Stadtteil Rechberg.
Feiertag der Gemeinde
Als einen Feiertag der ganzen Gemeinde bezeichnete Ortsvorsteherin Anne Zeller-Klein das Jubiläum. Sie gab einen Rückblick in die Geschichte, auf die man mit Stolz zurück blicken könne. Sie dankte im Namen des Ortschaftsrates für das ehrenamtliche Engagement der Wehr unter Führung von Siegfried Lüben. MdB Christian Lange (SPD) überbrachte dann auch im Namen seiner Kollegen, MdB Norbert Barthle (CDU) und MdL Stefan Scheffold (CDU) Grüße und Glückwunsch zum Jubiläum. 125 Jahre seien Zeichen einer großen Tradition. Dies stehe für den Schutz der Nachbarn und der Gemeinde und für die Kameradschaft „im schönsten Stadtteil Schwäbisch Gmünds“. An die vielfältigen Aufgaben, die die Wehr seit der Gründung erfüllt, erinnerte dann Kreisbrandmeister Otto Feil, wobei er das ehrenamtliche Engagement würdigte. Auch in der heutigen Gesellschaft würden die Feuerwehren als ein stets verfügbarer Sicherheitsfaktor wichtige Aufgaben fast „als Mädchen für alles“ übernehmen.
Stadtbrandmeister Manfred Haag stand den vielen lobenden Worten nicht nach, als er die Grüße der Gesamtwehr von Schwäbisch Gmünd überbrachte. Er wünschte es sich, dass die Rechberger Wehr auch in den kommenden Jahrzehnten den Geist der Freiwilligkeit bewahren möge. Mit Stolz könne sie heute zurückblicken auf eine lange Geschichte. Vieles habe sich gewandelt, doch der Grundgedanke der Freiwilligen Feuerwehren gelte bis zum heutigen Tag. Da sei es erfreulich, dass viele Jugendliche in dieser Hinsicht optimistisch in die Zukunft blicken lassen könnten. Er überreichte zur Erinnerung einen Wappenteller mit den Wappen aller Gmünder Stadtteile.
Die gute Kameradschaft mit der Rechberger Feuerwehr betonte Erwin Heilig als Kommandant der benachbarten Wißgoldinger Feuerwehr. Ein letztes Grußwort sprach dann namens der Rechberger Vereine Rechbergs ehemaliger Ortsvorsteher Karl Weber, wobei er den Bürgersinn der FFW lobte und dass sich alle Vereine und Bürger auf sie verlassen könnten.
Quelle: GT