

Der Bettelorden der Augustiner-Eremiten läßt sich 1284/85 in Gmünd nieder. Die Klosterkirche, ursprünglich im spätgotischen Stil erbaut, wurde 1756 durch den Stadtbaumeister Johann Michael Keller barockisiert. Er veränderte Giebel, Fenster und Decken: so wurde aus einem streng gegliederten gotischen Gotteshaus ein heller barocker Raum.
Seit 1806 evangelische Garnisonskirche, ab 1820 die nach Augustinus benannte evangelische Stadtkirche. 1984/85 gründlich renoviert. Die Deckenfresken stammen von Johann Anwander aus Lauingen a. d. Donau und seinem Gehilfen Franz Ferdinand Dent.
Die Spiegeldecke des Schiffs misst 8 x 15 Meter und schildert fünf Szenen aus dem Leben des hl. Augustinus mit insgesamt 85 Figuren. Die Stukkaturen aus der Wessobrunner Schule hat ein unbekannter Meister geschaffen.