Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Oktober
27
2006
Innovative Vorschläge für die Rinderbacher Gasse

Schwäbisch Gmünd (sv) Im östlichen Teil der Rinderbacher Gasse muss rasch ein Ersatzbau entstehen für ein dort durch Brand weitgehend zerstörtes Haus. Außer der Brandruine sind im Umfeld weitere Gebäude im Eigentum der städtischen Bau-gesellschaft VGW. Zudem liegt der Bereich im Sanierungsgebiet südöstliche Altstadt. Daher luden Stadtverwaltung und VGW sieben Architekturbüros ein, in einem Plangutachten Vorschläge für die städtebauliche Gestaltung des Quartiers zwischen Rinderbacher Gasse, Hirschgasse und Höferlesbach zu entwickeln. Am Freitag, 27.10. hat eine Jury die Lösungsvorschläge geprüft. Davon wurden zwei auf einen zweiten Rang und einer auf den dritten Rang gesetzt. Die beiden Vorschläge auf Rang zwei sollen weiterentwickelt und dann erneut gegeneinander abgewogen werden.

Schwäbisch Gmünd (sv)  Im östlichen Teil der Rinderbacher Gasse muss rasch ein Ersatzbau entstehen für ein dort durch Brand weitgehend zerstörtes Haus. Außer der Brandruine sind im Umfeld weitere Gebäude im Eigentum der städtischen Baugesellschaft VGW. Zudem liegt der Bereich im Sanierungsgebiet südöstliche Altstadt. Daher luden Stadtverwaltung und VGW sieben Architekturbüros ein, in einem Plangutachten Vorschläge für die städtebauliche Gestaltung des Quartiers zwischen Rinderbacher Gasse, Hirschgasse und Höferlesbach zu entwickeln. Am Freitag, 27.10. hat eine Jury die Lösungsvorschläge geprüft. Davon wurden zwei auf einen zweiten Rang und einer auf den dritten Rang gesetzt. Die beiden Vorschläge auf Rang zwei sollen weiterentwickelt und dann erneut gegeneinander abgewogen werden.
 
Oberbürgermeister Wolfgang Leidig - zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der VGW - erinnerte vor der Vorstellung der Ergebnisse des Verfahrens an die Notwendigkeit, in diesem Bereich der Kernstadt Anstöße für neue Entwicklungen zu geben und
wieder mehr  Raum für Wohnen entsprechend heutiger Ansprüche zu schaffen.
 
Der Jury-Vorsitzende Professor Dr. Roland Wick berichtete, die sieben beteiligten Büros hätten teils innovative, weiterführende Lösungen, gerade auch neue Wohngrundgrisse vorgeschlagen, teils aber auch konventionelle Lösungen geboten. Die beiden auf den zweiten Rang gesetzten Arbeiten unterscheiden sich - so Professor Dr. Wick - vor allem in der Behandlung der Freiräume mitten im Quartier. Der eine - erarbeitet vom Büro ‚Projekt GmbH’ (Esslingen) - sieht einen ausgedehnteren, womöglich halb öffentlichen Freibereich im Innern vor, auf den alle Gebäude ausgerichtet sind. Der andere Vorschlag vom Büro Hild und K  Architekten (München) zielt auf einen kleineren Freibereich im westlichen Teil und einen weiteren, auf einen Spielplatz hin orientierten im östlichen Teil.
 
Die Lösungen sind - so Mitglieder der Jury - auch dadurch unterschiedlich, dass im einen aus Sicht der Juroren eher städtebauliche Elemente überzeugen, im anderen die innovativen Grundrisse für die Gebäude.
 
VGW-Geschäftsführer Burkhard Fichtner wies gegenüber der Presse vor allem darauf hin, dass es heute schwieriger sei als in früheren Jahren, für Erdgeschossräume Mieter oder Käufer zu finden, die dort Läden oder Büros betreiben, andererseits sei Wohnen auf dieser Ebene auch kaum zu realisieren. Lösungsansätze in den beiden bestbewerteten Plangutachten sind zum einen, dass ein Hochparterre entwickelt und so Wohnen nicht auf Straßenhöhe vorgesehen wird, und zum andern, dass familiäre Arbeitsbereiche, aber auch eine Kleingastronomie (etwa ein Tagescafe) mit einem Kulturbereich ins Gespräch gebracht werden. Beide Vorschläge sollen nach dem Votum der Jury weiter bearbeitet werden. Dabei ist die Zahl der vorgeschlagenen Wohneinheiten - einmal 25 und einmal 12 - nicht entscheidend, stellte Erster Bürgermeister Hans Frieser heraus. Es gehe mehr darum Wohnraum anzubieten, der längerfristig und nicht nur zwei oder drei Jahre genutzt und so das Ziel erreicht werde für das Gebiet ein Wohnbevölkerung zu gewinnen, die Bleibt und die das Gebiet aufwertet.
 
Die rasche weitere Bearbeitung der beiden Vorschläge wird insbesondere nötig, dass die VGW spätestens im Februar mit Bauarbeiten an einem Gebäude beginnen muss, um die Entschädigung aus der Brandversicherung für den Wiederaufbau nutzen zu können.
 
Das Planungsamt der Stadt  wird die vorgelegten Gutachten der sieben Architekturbüros auf der Website der Stadt Interessenten zugänglich machen. Zudem werden die Ergebnisse dieses Verfahrens zusammen mit denen der beiden ebenfalls im Oktober entschiedenen bald im Foyer des VHS-Hauses am Münsterplatz gezeigt.

 
 

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