Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

November
14
2006
Die Augen sind geöffnet

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Veranstalterinnen der Ausstellung "öffne die Augen", die im September und Oktober im Kloster der Franziskanerinnen gezeigt wurde, sind sehr zufrieden über den Besuch und die damit verbundene Wahrnehmung des schwierigen Themas des sexuellen Missbrauchs von Mädchen und Jungen. Sichtbar gemacht wurde es mit der sensiblen Bilder-Ausstellung und unterstützt durch erstklassige Begleitveranstaltungen.

"Es war gut, dass die Ausstellung bei uns im Kloster gezeigt wurde, denn es gibt kaum etwas, womit wir hier im Kloster nicht in Berührung kommen", so Schwester Eleonore. Oberin Schwester Benedicta freute sich über die gute Resonanz der Vorträge zur Traumatherapie und Kunsttherapie. Den Referentinnen Helga Röger-Schnell und Monika Obert gelang, es gute Einführungen in ihr Spezialthema zu geben und spannende Diskussionen zu leiten. Expertinnen, interessierte Menschen und Betroffene kamen dabei in einen eindringlichen und lohnenden Austausch. Mitglieder der Arbeitskreise gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen von Aalen und Ellwangen sahen in der Kunsttherapie eine wichtige Chance für Jugendliche und werden sich für ein kunsttherapeutisches Angebot für Jugendlichen einsetzen. Gleichstellungsbeauftragte Ingrid Krumm vom Ostalbkreis führte viele Schulklassen durch die Ausstellung. Wissen zum Thema sexueller Missbrauch muss da vorhanden sein, wo Menschen mit Menschen zu tun haben, so in den Kindergärten und in der Altenpflege. Daher war es besonders erfreulich, dass Studierende des Instituts für soziale Berufe ins Kloster kamen. Auch für die Altenpflege und Altenhilfe bot die Ausstellung manch einen wichtigen Aspekt. Denn die Generation, die schlimme Kriegserlebnisse hat, ist nun in einem Alter, in dem Pflege wichtig ist. Für Pflegekräfte und Angehörige ist es hilfreich zu wissen, wie sich Traumatisierungen, durch Fluchterfahrungen, Vergewaltigung oder Fronterlebnisse, auf Menschen auswirken können. Mit Elke Heer, der Frauenbeauftragten der Stadt Schwäbisch Gmünd, und Astrid Hark-Thome, Leiterin der Kontaktstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, waren sich alle einig, dass die Zusammenarbeit äußerst erfolgreich war und es noch weitere wichtige Fragestellungen und Themen gibt, die in der nun bewährten Kooperation bearbeitet werden können.
 
 

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