Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Januar
27
2005
Spannungsvolle Begegnungen mit Kunst, Kultur und Handwerk

Schwäbisch Gmünd (sv) – Ein vielfältiges Angebot des Museums eröffnete im Jahr 2004 span-nungsvolle Begegnungen mit Kunst, Kultur und Handwerk. über 230 Veranstaltungen, Ausstel-lungen, Vernissagen und Finissagen, Führungen und Vorträge, Lesungen und Workshops, verankerten im Bewusstsein einer breiten öffentlichkeit, die Bedeutung des Museums, der Galerie und der Ott-Pauserschen Fabrik in der Stadt, im Land, auf deutscher und auf internationaler Ebene.

Schwäbisch Gmünd (sv) - Ein vielfältiges Angebot des Museums eröffnete im Jahr 2004 spannungsvolle Begegnungen mit Kunst, Kultur und Handwerk. Über 230 Veranstaltungen,  Ausstellungen, Vernissagen und Finissagen, Führungen und Vorträge, Lesungen und Workshops, verankerten im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit, die Bedeutung des Museums, der Galerie und der Ott-Pauserschen Fabrik in der Stadt, im Land, auf deutscher und auf internationaler Ebene.
 
Vielfältige Einblicke in einzigartige Sammlungen
Hauptereignisse waren zweifelsohne die Sonderausstellungen in Museum und Galerie. Da wurden bedeutende Künstlerpersönlichkeiten - Rolf Szymanski und Emil Schumacher sowie Erwin Wortelkamp - und zwei weltweit einzigartige Sammlungen präsentiert: die Khamsas aus der Gross Family Collection Tel Aviv - weltweit die größte Sammlung dieser Art - und die Majoliken aus Faenza, der Stadt mit der weltgrößten Keramiksammlung.
Zwei Ausstellungen wurden durch bedeutende Häuser im In- und Ausland übernommen: "Jüdische Türme aus Schwäbisch Gmünd" durch das Israel Museum Jerusalem und "Rolf Szymanski und Emil Schumacher - Ein Bildhauer und ein Maler im Dialog" durch die Kunsthalle Erfurt. Dass die Ausstellungen bundesweit Aufmerksamkeit gefunden haben und beim Publikum große Anerkennung, zeigt das überaus positive Echo, das aus den Eintragungen in den Besucherbüchern spricht. Aus vielen persönlichen Gesprächen mit Besuchern konnte gleichfalls diese Einschätzung gewonnen werden: "Spannungsvolle Beziehungen" und "eine wunderbar inszenierte Ausstellung mit perfektem Einklang beider Künstler" sahen Besucher in der Ausstellung mit Skulpturen von Rolf Szymanski und Malerei von Emil Schumacher; und als "wonderful exhibition" (eine Besucherin aus Australien) und "großartige, informative, hoffentlich viel besuchte Ausstellung" wurde die Präsentation zum Thema "Khamsa" gelobt, für die es sich lohne "... auch von weiter nach Schwäbisch Gmünd zu kommen", so eine Besucherin aus Heidelberg.
 
Anziehungspunkt Galerie:
Emil Schumacher und Rolf Szymanski im "Dialog"
Publikumsmagnet unter den Sonderausstellungen war - mit Abstand - die Galerieausstellung "Rolf Szymanski und Emil Schumacher. Ein Bildhauer und ein Maler im Dialog", die vom 10. September bis zum 28. November gezeigt wurde: Annähernd 4.500 Besucher wollten den "Dialog" der beiden herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des späten 20. Jahrhunderts auf sich wirken lassen. Die Ausstellung "Im Gegenüber" des Bildhauers Erwin Wortelkamp und die "Querschnitt"-Ausstellungen des Gmünder Kunstvereins  sprachen gleichfalls beachtlich viele Besucher an. Insgesamt kamen in die Galerie rund 10.800 Besucher. Die Sammlung im 3. Obergeschoss des Predigers und die Sonderausstellungen im Museum im 2. Obergeschoss sahen rund 10.300 Besucher. Einmal mehr bestätigt sich so, dass die an der Fußgängerzone gelegene Galerie einen Standortvorteil hat gegenüber den im 2. und 3. Obergeschoss des Predigers gelegenen Museumsräumen.
 
In der Summe fanden 2004 etwa 20% weniger Besucher als im Jahr davor den Weg in Museum und Galerie. Da bestätigt sich auch in Schwäbisch Gmünd der allgemeine Trend in deutschen Museen - nach den enormen Zunahmen an Besuchern in den 90er Jahren. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass weniger Ausstellungen gezeigt wurden. Sie waren über die entsprechend längere Laufzeit nicht durchgängig auf einem hohen Besucherniveau zu halten. In der Ott-Pauserschen Fabrik wurden statt rund 4.300 Besucher im Jahr 2003 nun 3.500 gezählt, also etwa 18% weniger, wobei sich diese Zahl bei genauerer Betrachtung schnell relativiert: da die Fabrik nur in den Monaten Mai bis Oktober allgemein geöffnet war, ist der erreichte Besucherzuspruch nicht hoch genug einzuschätzen.
 
Neue Wege in der Museumspädagogik
Der Museumspädagogik galt 2004 große Aufmerksamkeit: Neu angeboten wurden sogenannte Themenführungen. Bei dieser Art der Vermittlung werden einmal im Monat bestimmte Aspekte der Dauerausstellung vertiefend in das Blickfeld der Teilnehmer gerückt. So kann die Qualität und Attraktivität der Sammlung stärker ins Bewusstsein der Besucher gelangen. Durchschnittlich 15 Personen nahmen an diesen Führungen teil. Dies bestätigt die Initiative, die 2005 weitergeführt wird. Eine weitere Neuerung in der Vermittlungsarbeit waren, ausgehend von der Khamsa-Ausstellung, Angebote für Workshops und zur Gestaltung von Kindergeburtstagen in der Ott-Pauserschen Fabrik. Sie wurden ebenfalls gut angenommen.
 
2005 - nicht nur die Römer warten
Anregend, vielfältig und das Konzept verfolgend, lokale Aspekte erneut mit internationalen zu verknüpfen - ist das Ausstellungsprogramm in Museum und Galerie in 2005 angelegt:
In der Galerie wird eine Rauminstallation von Thomas Raschke (geb. 1961 in Schwäbisch Gmünd und heute in Berlin lebend) vom 18. Februar bis 12. Juni zu sehen sein. Eine Neuentdeckung ist der Künstler Rolf Haug (1922-2001). Zum ersten Mal überhaupt widmet sich eine Ausstellung (vom 1. Juli bis 27. November) dem Werk des Gmünder Bildhauers und Malers Haug, der zeitlebens im Stillen gearbeitet hat.
 
Über "Die Faszination des Weiblichen" im Werk des Gmünder Bildhauers und Malers Jakob Wilhelm Fehrle (1884-1974) reflektiert eine Sonderausstellung unter dem Titel "Mädchen und Frauen" im Museum (vom 4. März bis 19. Juni). Danach wird das Museum ganz im Zeichen des - im Land ausgerufenen - Römerjahres stehen: erstmals seit ihrer Ausgrabung werden (vom 22. Juli bis 8. Januar) die Funde vom römischen Friedhof beim Kastell Schirenhof der Öffentlichkeit gezeigt. Sie beleuchten in verschiedenen Facetten Leben und Tod am Limes im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. Die Galerie im Westflügel des 2. OG des Predigers ist auch in 2005 wieder Forum für eine Sonderausstellung Kunstschaffender aus der Region: unter dem Motto "Fließend ..." stellen sich Gmünder Künstlerinnen in einer gemeinsamen Ausstellung vor. Um "Dialoge zwischen Illusion und Wirklichkeit" geht es vom 22. Juli bis 28. August in der Ott-Pauserschen Fabrik - Meisterstücke der Gmünder Schule und Abschlussarbeiten aus dem Berufskolleg für Formbildung, Schmuck und Gerät (Arenhaus) und somit zeitgenössischer Schmuck beleben dieses historischer Technik und Arbeitswelt gewidmete Haus.

 
 

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