Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

April
20
2007
LISA – 10 Modellprojekte zur besseren Integration junger Spätaussiedler bundesweit ausgewählt

Die Integration von Spätaussiedlern in Deutschland bleibt ein wichtiges Thema, für das sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure engagieren. Das zeigt die große Zahl der Bewerber für das Programm "LISA – Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf" der Robert Bosch Stiftung.

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Integration von Spätaussiedlern in Deutschland bleibt ein wichtiges Thema, für das sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure engagieren. Das zeigt die große Zahl der Bewerber für das Programm "LISA - Lokale Initiativen zur Integration junger Spätaussiedler in Ausbildung und Beruf" der Robert Bosch Stiftung. 120 Netzwerke aus ganz Deutschland haben sich an der zweiten Ausschreibung beteiligt. Zehn Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt und erhalten in den nächsten beiden Jahren insgesamt bis zu 800.000 Euro. Sie alle haben zum Ziel, junge Spätaussiedler besser in die Ausbildungs- und Berufswelt zu integrieren. Integration geschieht vorwiegend auf lokaler Ebene. Daher unterstützt die Robert Bosch Stiftung Vereine, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, Konzepte dort gemeinsam zu entwickeln und Ressourcen für die Integrationsarbeit bereitzustellen.
Im Zentrum der Förderung stehen Vorhaben, die jungen Spätaussiedlern praktische Hilfestellung bei der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung geben - häufig ergänzt durch eine Sprachförderung. Sie sollen andere Integrationsnetzwerke zur Nachahmung motivieren. Eine besondere Qualität der Initiativen ist, dass sie das persönliche Lebensumfeld der jungen Spätaussiedler von Anfang an mit einbeziehen. Die Überlegungen und Ziele des LISA-Programmes entsprechen somit den inhaltlichen Themen, die auch die Stadtverwaltung der Stadt Schwäbisch Gmünd bewegen und die man letztlich in Schwäbisch Gmünd voranbringen möchte. Die Stadtverwaltung hat gerade in diesem Zusammenhang ein Gesamtkonzept "Lust auf Zukunft" erarbeitet. In dieser Konzeption geht es darum, Projekte zur besseren beruflichen Integration von Jugendlichen, insbesondere von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie gleichzeitiger Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern mit Migrationshintergrund zu erarbeiten. Die der Gesamtkonzeption der Stadt Schwäbisch Gmünd erarbeiteten Projektziele sowie Handlungsansätze haben zwischenzeitlich andere Beteiligte überzeugt. So konnte gemeinsam dem Landkreis Ostalb sowie der Arbeitsagentur Aalen über Schwäbisch Gmünd hinausgehendes Teilprojekt "Zukunft" zwischenzeitlich realisiert werden, welches für Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf zusätzliche Unterstützung ermöglicht und so den Übergang von der Schule (insbesondere der Hauptschule) in das berufliche Schulsystem und in die Berufsausbildung verbessert. Zukunft statt Perspektivlosigkeit ist das Motto. Dieses Projekt wird nun an allen Hauptschulen des Ostalbkreises ab Klasse 8 umgesetzt.
 
Die Stadt Schwäbisch Gmünd war aber der Auffassung, dass gerade die besondere Situation der Spätaussiedler bzw. der jungen Spätaussiedler zusätzlicher Anstrengungen bedarf. Mit der Konzeption "LISA" sah man nun eine Chance, in einem Pilotmodell von 2 Jahren diesen erweiterten Förderansatz zu realisieren.
 
Die Stadtverwaltung hat deshalb für das Netzwerk Spätaussiedler (als Teil des Gesamtnetzwerkes Integration) sich um die Aufnahme in das LISA-Programm der Robert Bosch Stiftung beworben.
 
Oberbürgermeister Wolfgang Leidig und Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse konnten nun mit Freude bekannt geben, dass das geplante Projekt des Netzwerks Spätaussiedler Schwäbisch Gmünd zu den zehn Vorhaben gehört, die aus 120 eingegangenen Anträgen durch die Jury der Robert Bosch Stiftung zur Förderung ausgewählt wurden.
Zusammen mit den Partnern IHK, Handwerkskammer und Südwestmetall, der Agentur für Arbeit, der Initiative Aussiedler helfen Aussiedlern", den beteiligten städtischen Schulen, dem Landratsamt und der SBP GmbH hat sich die Stadt Schwäbisch Gmünd zum Ziel gesetzt, dass die beteiligten Jugendlichen berufliche Perspektiven entwickeln können. Aus den städtischen Schulen mit den höchsten Anteilen an Spätaussiedlern,  der Friedensschule, der Uhlandschule, der Rauchbeinschule und der Mozartschule werden von den jeweiligen Lehrkräften bzw. durch die Agentur für Arbeit oder das Landratsamt werden Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 8, bzw. Jugendliche  ausgesucht, die an dem auf 2 Jahre angelegten Projekt teilnehmen.  
Der Gradmesser für den Erfolg ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die am Ende des Projekts einen Ausbildungsplatz haben bzw. einen Platz auf einer weiterführenden Schule.
Ausgewählte Initiativen 2007 der Robert Bosch Stiftung neben dem Schwäbisch Gmünder Projekt:

 
 

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