Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

April
18
2008
Höhepunkt und Fall des Limes

Die römische Reichsgrenze steht im 2. Jahrhundert n. Chr. als Verteidigungslinie am Rande des nordöstlichen Imperiums immer mehr unter Druck. Unter der Herrschaft des Soldatenkaisers Caracalla erkennt Rom die ernsthafte Gefahr von strategisch gut koordinierten...

Schwäbisch Gmünd (sv) Die römische Reichsgrenze steht im 2. Jahrhundert n. Chr. als Verteidigungslinie am Rande des nordöstlichen Imperiums immer mehr unter Druck. Unter der Herrschaft des Soldatenkaisers Caracalla erkennt Rom die ernsthafte Gefahr von strategisch gut koordinierten Neugruppierungen der einst gespaltenen Stämme der Germanen. Darüber hinaus wandern immer mehr grenzferne germanische Bevölkerungsgruppen von Norden und Osten nach Süden. Der römische Offizier Antonius wird zu dieser Zeit von Rom in die Grenzregion zwischen Obergermanien und Rätien versetzt, um am Limes Herrschaftsstrukturen und militärische Strategien zu überwachen. Kann Rom dem wachsenden Druck entlang des Limes standhalten? Welches Schicksal erleiden die Grenzsoldaten und deren Familien?

Die Gemeinschaftsproduktion der Stadt Schwäbisch Gmünd und der Hochschule der Medien Stuttgart vermittelt anhand der fiktiven Lebensgeschichte des Antonius die Geschehnisse in der Grenzregion zwischen Obergermanien und Rätien zur Zeit der römischen Soldatenkaiser.

Ziel ist es, mit einem Dokudrama die historischen Ereignisse zu vermitteln, um das UNESCO-Weltkulturerbe Limes über das bloße Denkmal hinaus darzustellen und mittels bewegter Bilder erlebbar zu machen.

Die Grenzsituation im Schwäbisch Gmünder Rotenbachtal ist im gesamten Limesverlauf einzigartig. Ebenso stellt die örtliche Anhäufung der Denkmäler eine Besonderheit dar, die in einem filmischen Dokument miteinander kombiniert bzw. in den szenischen Aufbau integriert werden können (Kastelle, Vicus, Gräberfeld, Militärbad etc.).

Im Limesentwicklungsplan des Landes Baden-Württemberg ist Schwäbisch Gmünd als regionales Informationszentrum benannt und wird neben den Denkmälern, der Dauerausstellung im Museum und der geplanten Rekonstruktion der Provinzgrenze im Rotenbachtal nunmehr mit einem bis dahin in Bezug auf den Limes einzigartigen Filmdokument die römisch-germanische Geschichte in der Region entlang des Limes darstellen.

Die Dreharbeiten werden in den Jahren 2008 und 2009 vor historischer Kulisse an verschiedenen Drehorten in ganz Süddeutschland stattfinden. Unterstützung findet das Produktionsteam unter der Leitung von Prof. Stuart Marlow durch zahlreiche Freilichtmuseen wie beispielsweise das Kastell Saalburg und durch den Einsatz von sog. Reenactment-Gruppen (siehe Fotos). Fachwissenschaftlich betreut wird die Produktion durch Herrn Dr. Markus Scholz sowie Herrn Dr. Martin Kemkes vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg.

Die vorgestellte Forschungsreportage vermittelt die inhaltliche Grundlage sowie die historischen Ereignisse, auf die das Doku-Drama Höhepunkt und Fall des Limes aufbaut.

Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG.
 
 

Mit einem Stern * gekennzeichnete Felder bitte unbedingt ausfüllen.


Datenschutz