Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

April
23
2008
Aktionsbündnis legt Handlungsansätze im Zusammenhang mit Jugendlichen vor

Die Stadt Schwäbisch Gmünd möchte mit einem Aktionsbündnis neue Handlungsansätze im Bereich der Prävention, aber auch des Aufzeigens von Grenzen und Spielregeln im Zusammenhang mit aufgetretenen Problemlagen durch Jugendliche an Brennpunkten im Stadtgebiet herangehen...

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Stadt Schwäbisch Gmünd möchte mit einem Aktionsbündnis Neue Handlungsansätze im Bereich der Prävention, aber auch des Aufzeigens von Grenzen und Spielregeln im Zusammenhang mit aufgetretenen Problemlagen durch Jugendliche an Brennpunkten im Stadtgebiet herangehen.

Nach dem in den vergangenen beiden Jahren, verstärkt aber in jüngster Zeit, immer wieder öffentlich über Problemlagen mit Jugendlichen und Ansammlungen von Jugendlichen im Stadtgebiet diskutiert worden war, wollte die Stadt Schwäbisch Gmünd neue Wege beschreiten.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd ist schon seit vielen Jahren sehr stark im Bereich der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und auch der Präventionsarbeit im Rahmen der Aktion sichere Stadt engagiert.

Jedoch ist ein Tätigwerden nie abschließend, als dass es nicht in gewissen zeitlichen Abständen hinterfragt werden muss. Bei den ersten auftretenden Ordnungsstörungen durch Kinder, Jugendliche und junge Heranwachsende haben Stadt und Polizeirevier vor einigen Jahren sofort reagiert und ein erstes Konzept zur Minimierung von Ordnungsstörungen aufgelegt. Dieses Konzept war im wesentlichen auf die polizeiliche Einsatztaktik ausgerichtet.

In den vergangenen Monaten mussten die Verantwortlichen in der Stadt Schwäbisch Gmünd, wie in allen Städten Baden-Württembergs, wenn nicht sogar deutschlandweit feststellen, dass es dennoch immer wieder zu Problemlagen kam. Diese Problemlagen stehen und standen sehr oft in Verbindung mit Alkohol, aber auch mit steigender Gewaltbereitschaft und steigender Gewalttätigkeit zwischen Jugendlichen, teilweise auch gegenüber Erwachsenen.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd wollte deshalb nicht wie andere nur nach weitergehenden Strafvorschriften oder nur nach flächendeckender Kontrolle durch die Polizei bzw. Kontaktaufnahme durch Sozialarbeiter rufen, sondern neue Handlungsmodelle und neue Projekte entwickeln.

Es ist der Stadtverwaltung gelungen, viele Partner für dieses Aktionsbündnis zu finden. Die Stadt Schwäbisch Gmünd konnte wiederum ihren Ruf Hauptstadt der Prävention unterstreichen.
Mit den Verantwortlichen des Polizeireviers Schwäbisch Gmünd, den Jugendsachbearbeitern des Polizeireviers Schwäbisch Gmünd, dem Suchtbeauftragen des Landratsamt Ostalbkreis, der Mobilen Jugendarbeit, dem Kinder- und Jugendbüro der Stadtverwaltung, den verschiedenen Arbeitskreisen der Aktion sichere Stadt, den Vorsitzenden und Geschäftsführer der Aktion sichere Stadt, dem Ordnungsamt, dem Schul- und Sportamt und auch Vertretern des HGV sowie politischer Parteien ist es gelungen, ein solches Aktionsbündnis mit Leben zu füllen.

Das Aktionsbündnis hat eine Vielzahl von Maßnahmen von im präventiven, aber auch repressiven Teil erarbeitet.

Zunächst war es den Beteiligten wichtig gewesen, nicht alle Jugendlichen über einen Kamm zu scheren. Es galt in einem ersten Schritt sehr genau herauszuarbeiten, mit welcher Gruppe der Jugendlichen man sich beschäftigen und für welche Gruppe man neue Handlungsansätze erarbeiten wollte und sollte.

Zielgruppe für das Aktionsbündnis waren diejenigen Jugendlichen, die in der Innenstadt wohnen, Jugendliche aus anderen Stadtbezirken sowie Umlandgemeinden, die sich in der Stadt Schwäbisch Gmünd im Stadtgebiet oder in den Stadtteilen aufhalten, dort vereinzelt oder immer wieder für Ordnungswidrigkeiten im Bereich Lärm, Müll und Alkohol, aber auch bei Straftaten wie Beleidigung, Sachbeschädigung oder Gewaltdelikten auffallen.

Ziel des Aktionsbündnisses ist es, mit diesen Jugendlichen präventiv zu arbeiten, aber bei Verstößen auch ganz klar Grenzen und Regeln aufzuzeigen.

Im präventiven Bereich ist es den Mitgliedern des Aktionsbündnisses gelungen, neue Handlungsansätze im Bereich Gewalt- und Alkoholprävention zu erarbeiten. Insgesamt mit neun Projekten möchte man diesen Bereich Prävention noch verstärkter angehen.

Aber auch präventiv im Sinne von Alternativangeboten und Alternativ-Verhaltensmöglichkeiten wurden Projekte vor allem im sportlichen Bereich erarbeitet.

Wenn jedoch Spielregeln und Grenzen nicht eingehalten werden, soll künftig ein ganz klares Signal an die Jugendlichen ergehen, dass dies nicht mehr geduldet wird. Spielregeln aufstellen ist das eine, kontrollieren und dann auch ahnden ist die andere Seite.

Selbstverständlich ist hier an erster Stelle der Einsatz der Polizei gefragt. Die Polizei hat entsprechende Konzeptionen erarbeitet um ihre Präsenz noch mehr verstärken zu können. Aber auch die Stadt Schwäbisch Gmünd wird künftig mit einem kommunalen Ordnungsdienst sowie mit einem präventiven Ansatz im Bereich des Gemeindevollzugsdienstes verstärkt im Stadtgebiet präsent sein, um Verstöße gegen die Polizeisatzung der Stadt Schwäbisch Gmünd ahnden und verfolgen zu können.

Auch wurde vereinbart, um nicht über das Ziel hinauszuschießen, dass man mit einem abgestuften System gegen Verstöße vorgehen soll. Jeder Betroffene, insbesondere jeder Jugendliche soll wissen, wenn er die Regeln verletzt, dass dies im Wiederholungsfall Konsequenzen haben wird.

Das Aktionsbündnis möchte nun ab Mai mit den Projekten beginnen. Als weiteren Schritt wird derzeit darüber nachgedacht, wie man noch verstärkter die Bevölkerung einbinden kann.
 
 

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