Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

September
16
2015
Europäische Woche der Mobilität

Zum Auftakt der Woche der Mobilität unter dem Motto „“wähle - wechsle - kombiniere“ setzt sich der Arbeitskreis Mobilität und Verkehr am Donnerstag, 17. September, kritisch mit dem Thema „Kombiniere“ und dem ÖPNV auseinander...

Schwäbisch Gmünd (sv). Mittlerweile hat sich im Ostalbkreis Ostalbmobil etabliert – ergänzend wurde im Sommer noch eine geänderte Organisationsstruktur. Hierdurch gab es keine erkennbaren Verbesserungen für den Verbraucher. Das einheitliche Ticket war schon vorher erhältlich auch mit Rabatt bei Nutzung der „prepaid“ Ostalbmobilkarte, die die Suche nach dem Kleingeld zu vermeiden hilft. Neu ist das ostalbweite Tagesticket – dies bringt bei langen Fahrten eventuell auch eine Erleichterung da man nach einer Verspätung die „Zwischenstationen“ beziehungsweise Routen leichter anpassen kann.

Ansonsten blieb alles beim Alten. Bislang fehlt die kreisweite Fahrradmitnahme, ein Konzept für den Umbau der Haltestellen – obwohl Inklusion in aller Munde ist – wenigstens in Form eines grobmaschigen Netzes. Auch die katastrophale Entwicklungsvorgabe im Nahverkehrsplan konnte die neue Organisationsstruktur nicht positiv voranbringen. Es setzt sich nach Außen eher der Eindruck einer vielschichtigen Hierarchie durch als dass ein Gewinn für den Verbraucher und Kunden greifbar wird.

Auch zur Europäischen Woche der Mobilität bleibt Ostalbmobil ein besonderes Angebot schuldig – obwohl viele andere Ideen vorgeben und umsetzen. Dies auch in „Ländlichen Regionen“ wie zum Beispiel: DING ... mit Kostenfreier Nutzung des Nahverkehrs.... Vieles wäre hier anzuführen - würde aber den Rahmen sprengen. Es gilt nunmehr das Augenmerk auf eine nachhaltige Entwicklung zu legen. Hierbei sind Erreichbarkeit des ÖPNV innerhalb vernünftiger Distanzen erforderlich wie zum Beispiel die Laufstrecke zur Haltestellt: 350 Meter ist angemessen – 500 Meter ist fast schon zu viel. Auch die Fahrradmitnahme – und hier sind wir wieder bei der Woche der Mobilität und dem Thema „Kombinieren“ von Bussen und anderen Mobilitätsformen. Derzeit fehlt es - auch bei den Planungen an einem attraktiven Mobilitätsangebot im Ostalbkreis. Hier sollte Ostalbmobil nunmehr schnell ein zukunftsträchtige Angebot entwickeln, umsetzen beziehungsweise den Partner verbindlich vorgeben. Hier ist neben der Erreichbarkeit auch das zeitliche Angebot wichtig. Ein Stundentakt mit Ausnahme der Nacht über die gesamte Woche ist unerlässlich. Für Pendler ist dies aber nicht ausreichend. Auch hier fehlt es an Konzepten. Die Verknüpfung mit der Bahn – die vom Landratsamt versprochen wurde - ist weder in Planung geschweige in der Umsetzung erkennbar. Hierzu ist abstrakt die Taktung und die Verknüpfung mit der Bahn zu betrachten. Auf der Remsbahn fährt der Zug- wie allgemein in beide Richtungen als nach Stuttgart und von Stuttgart und die Ankunft/Abfahrtszeiten am Gmünder Bahnhof sind unterschiedlich. Die vom Landratsamt versprochen Anpassung der Bustaktung bedeute dann aber: Ein Bus fährt zum Bahnhof als Zubringer vor dem Zug. Falls man lange Standzeiten vermeiden will, benötigt es eine weitere Taktung für die ankommenden Bahnpassagiere - für beide Fahrtrichtungen. Dies macht eher vier (vielleicht bei günstiger Koordination drei) Fahrten(paare) in der Stunde notwendig. Wenn man länger als eine halbe Stunde Aufenthalt hat, bleibt die Attraktivität des ÖPNV auf der Strecke. Entscheiden ist nicht wie lange der Bus von A nach B benötigt beziehungsweise der Anschlussbus oder Zug von B nach C braucht sondern wie lange der Mensch von seinem Standort in A zum Ziel in C benötigt - man spricht hier von „Haustür zu Haustür“. Diese Zeit wurde in den vergangene Jahrzehnten vielfach länger obwohl alle schneller fahren. Und man muss auch wieder zurückkommen abends Samstags Sonntags... Das muss sich ändern, so Thomas Kaiser vom Arbeitskreis Mobilität und Verkehr, hier bleibt die Nahverkehrsentwicklung viele Antworten schuldig. Ein alter Werbeslogan sagt: Es gibt viel zu tun ... – hoffentlich klappt `s. Entscheidend ist was hinten raus kommt: also die Zeit von „Haustür zu Haustür“ am Wochenende!
 
 

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