Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

November
05
2015
Ausstellung und Übergabe des Erinnerungszeichens

Zur Übergabe des Erinnerungszeichens an die ehemalige Gmünder Synagoge am Montag, 9. November, und zur Eröffnung der begleitetenden Ausstellung im Rathaus am Sonntag, 8. November, ist die Gmünder Öffentlichkeit herzlich eingeladen...

Schwäbisch Gmünd (sv). Zum Jahrestag der Pogromnacht in Deutschland wird in Schwäbisch Gmünd am Montag, 9. November, um 11 Uhr am Bockstorplatz das neue Erinnerungszeichen an die ehemalige Synagoge in Schwäbisch Gmünd übergeben. Begleitend dazu wird am Sonntag, 8. November, um 11.30 Uhr im Rathaus eine Ausstellung des Künstlers Michael Helm eröffnet. Zu beiden Veranstaltungen ist die Öffentlichkeit eingeladen.
„Das Zeichen der Erinnerung“, ein Treppe am Bockstor/Ecke Robert-von-Ostertag-Straße ist ein Mahnmal an die ehemalige Synagoge der jüdischen Gemeinde von Schwäbisch Gmünd, die einst dort stand, wo sich nun das Hauptstellengebäude der Kreissparkasse befindet.
Im Jahr 2013 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, mit dem Ziel im öffentlichen Raum ein Zeichen der Erinnerung an die Synagoge und das ehemalige jüdische Leben in Schwäbisch Gmünd zu setzen. Neun Hochschulbeiträge wurden von der Hochschule für Gestaltung eingereicht. Der Vorschlag von Andrea Kastner, eine Treppenplastik, die die Treppe in der ehemaligen Synagoge darstellt, gewann. Über die Treppe sind die Menschen der Gemeinde damals zum Gottesdienst gegangen. Auf dem Zugangsweg zu dieser Treppe befinden sich die Namen der Mitglieder der ehemaligen jüdischen Gemeinde. Der Blick von der Treppe zeigt auf den ehemaligen Standort der Synagoge. Am Montag, 9. November, wird um 11 Uhr in Anwesenheit des Württembergischen Landesrabbiners Netanel Wurmser und vieler Gäste aus der ganzen Welt, die in einer Beziehung zum jüdischen Leben ins Schwäbisch Gmünd stehen, die Treppenskulptur als Erinnerungszeichen an die Synagoge in Schwäbisch Gmünd am Bockstor der Öffentlichkeit übergeben. Es sprechen neben Landesrabbiner Netanel Wurmser auch Sparkassendirektor Carl Trinkl, Oberbürgermeister Richard Arnold und für die Landesregierung Staatsrätin Gisela Erler. Nach der musikalisch von Klarinettist Peter Varda umrahmten Übergabe der Skulptur wird die gemeinsame Begegnung in der Schalterhalle der Kreissparkasse fortgesetzt. Begleitet wird dieser Teil der Veranstaltung von einem zehnminütigen Filminterview mit dem 94-jährigen Arnold Marque, Sohn des letzten Kantors der jüdischen Gemeinde, Josef Wochenmark.

Bereits am Sonntag, 8. November, präsentiert der Künstler Michael Helm seine Bilder im Foyer des Gmünder Rathauses - thematisiert werden die Schicksale der Opfern des NS-Regimes, auch mit regionalem und lokalem Bezug. Im Anschluss an das Grußwort von Oberbürgermeister Richard Arnold bei der Ausstellungseröffnung um 11.30 Uhr tragen sich die zur Übergabe des Erinnerungszeichens geladenen Gäste in das Goldene Buch der Stadt ein.


 
 

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