Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Dezember
02
2015
Prävention von riskantem Alkoholkonsum

Kick-off-Veranstaltung - Ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg – Junge Menschen im öffentlichen Raum...

Schwäbisch Gmünd (sv). Die Aufenthaltskultur im öffentlichen Raum - also Plätze, Straßen, Parks oder anderes freies Gelände - hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Öffentlichkeit als Begegnungs- und Erlebnisraum wird als Freiraum und auch als Bereicherung unserer Alltagskultur erlebt. Viele Jugendliche nutzen die Fest- und Eventkultur im öffentlichen Raum. Es gibt natürlich auch Schattenseiten wie hoher Alkoholkonsum, Lärm, Vermüllung, Vandalismus, Auseinandersetzungen und Gewalt. Dies ist für die Allgemeinbevölkerung häufig eine Belastung und für die betreffenden jungen Menschen, eine Gefährdung. Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren Baden-Württemberg hat ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem geeignete Maßnahmen und Konzepte in den Kommunen entwickelt werden können. Mit dem Programm "Junge Menschen im öffentlichen Raum - Prävention von riskantem Alkoholkonsum " STARTHILFE“ - geht man in Baden-Württemberg neue Wege. Kommunen haben die Möglichkeit, eine Unterstützung und Begleitung durch Fachleute abzurufen, um fachlich begleitet mit den wichtigen Akteuren vor Ort ein geeignetes kommunales Gesamtkonzept für diese Problematik zu entwickeln. Die Stadtverwaltung hat sich für dieses Förderprojekt beworben und den Zuschlag bekommen. Die Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg koordiniert die STARTHILFE. Die Verantwortlichen des Starthilfeteams, Volker Häberlein, früherer Leiter der Mobilen Jugendarbeit der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart und Willi Pietsch, Polizeibeamter im Ruhestand, haben sich bereits zu einem ersten Gespräch mit den Projektträgern, Hermann Gaugele, Abteilungsleiter Jugendarbeit beim Amt für Jugend und Soziales und Rabea Haug, Abteilungsleiterin beim Rechts- und Ordnungsamt und Geschäftsführerin der Aktion sicheres Gmünd, getroffen und die ersten Maßnahmen besprochen. Dazu gehörte eine Kick-Off Veranstaltung am 30. November 2015 in der EULE. Dort wurde das Projekt vorgestellt, ein Koordinierungskreis gebildet und der Bedarf der einzelnen Teilnehmer ermittelt. Im Koordinierungskreis sollen die Weichen für das Projekt richtig gestellt werden. Er soll begleiten und den Arbeitsgruppen wichtige Impulse zur wirksamen Umsetzung liefern. Unterstützt wird das Projekt Starthilfe vom Starthilfeteam der Landesstelle für Suchtfragen.
Nach der Bildung des Koordinierungskreises werden die einzelnen Aufgaben zur Erarbeitung einer kommunalen Gesamtkonzeption unter den Mitgliedern verteilt und erarbeitet.
Der Koordinierungskreis könnte sich aus Teilnehmern aus den Gruppen
• Polizei/Ordnungsamt
• Prävention und Beratung
• Kommunalpolitik und Verwaltung
• Jugendliche und Eltern
• Jugendarbeit/Schulen

Mit Teilnehmern aus diesen Gruppen werden die Schwerpunkte an Thementischen bei der Kick-off-Veranstaltung besetzt sein. Das Förderprogramm Starthilfe ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Die Projektlaufzeit ist März 2015 bis Dezember 2016. Zielgruppe sind gefährdete und benachteiligte heranwachsende Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren.

Voraussetzungen:
Präventionsarbeit hat in Schwäbisch Gmünd eine lange Tradition. Seit Jahrzehnten wird von unterschiedlichen Trägern Präventionsarbeit geleistet (Polizei, Diakonie, Caritas, die Aktion sicheres Gmünd usw.). Die „Aktion sicheres Gmünd“, ein Zusammenschluss von Experten aus den Bereichen Verkehr und Drogen, Arbeit und Handel und Jugend verfügt auf der Leitungs- und Trägerebene bereits über eine Koordinierungsgruppe und einen Lenkungsausschuss. Sie beschäftigen sich mit den jeweiligen Problemlagen in den einzelnen Arbeitsbereichen und entwickeln präventive Maßnahmen. Nachhaltige präventive Maßnahmen, die bereits durchgeführt werden:
• „Redbox“ in allen Klassen der Stufe 7 an allen Gmünder Schulen
• Schulungen für angehende Verkäuferinnen und Verkäufer im beruflichen Schulzentrum
• Aufarbeitung problematischen Alkoholkonsums mit Eltern und betroffenen Jugendlichen
• Bei Alkoholvergiftung Minderjähriger - Seminare für junge Menschen mit problematischem Suchtmittelkonsum
(BAST I, BAST II, BAST-A) in der Stauferklinik.
• Präventionsprojekt gegen riskanten Alkoholkonsum „Rotes Sofa“ der Mobilen Jugendarbeit (2013-2014) –
Vorläufer des Starthilfeprojektes

Die bereits durchgeführten Präventionsmaßnahmen bzw. die vorhandenen Strukturen im Rahmen der Aktion sicheres Gmünd (siehe Anlage) bilden die Grundlage für ein zu entwickelndes Gesamtkonzept der Suchtprävention auf welche die Starthilfe aufbauen bzw. zurückgreifen kann.

Ziele von Starthilfe
• Bessere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern erzielen
• Problembeschreibung und aktuelle Situationsanalyse vor Ort erhalten
• Kommunales Präventionskonzept unter Einbezug aller relevanten Kooperationspartner
• Umsetzung einer konkreten Maßnahme – Nachtwanderer – Sommer 2016.

Kick-off-Veranstaltung ASG-Organigramm
 
 

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