Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Dezember
04
2015
Museumsverein übergibt Gemälde des Malers Reinhold Nägele

Am Freitag, 4. Dezember, hat der Vorstand des Gmünder Museumsvereins ein Bild des Malers Reinhold Nägele an das Museum im Prediger übergeben...

Schwäbisch Gmünd (sv). Oberbürgermeister Richard Arnold freute sich über die Initiative des Museumsvereins und nahm mit der Museumsleiterin Dr. Monika Boosen und stellvertretendem Museumsleiter Joachim Haller, das Gemälde am Freitag, 4. Dezember, im Beisein vieler Vertreter des Museumsvereins dankend entgegen. Reinhold Nägele (1884 – 1972), der aus Murrhardt stammte, gilt als einer der herausragenden Vertreter der figurativen Malerei des 20. Jahrhunderts. Sein Schaffen wurde vor kurzem in einer Ausstellung im Museum im Prediger unter dem Titel „Wanderer zwischen den Welten“ mit 60 ausgewählten Werken präsentiert. Darunter war auch das Tempera-Bild „Hornberg“, das mit seiner akribischen Genauigkeit im Detail und seiner faszinierenden Panoramasicht ein typisches Werk von Nägele ist. Das Bild zeigt auch die Verbundenheit Nägeles, der enge persönliche Beziehungen nach Gmünd pflegte, unter anderem zu Jakob Wilhelm Fehrle, mit der schwäbischen Landschaft um Gmünd herum.

Die enge Beziehung Nägeles zur Stadt Gmünd war für den Museumsverein Anlass, das im Zusammenhang mit der Ausstellung von einem Kunsthaus angebotene Bild vom Hornberg für das Museum für 13.500 € zu erwerben. Ulrich Majocco, der Vorsitzende des Museumsvereins, begründete den Kauf wie folgt: „Das Museum verfügt bisher nur über einen kleinen Bestand an graphischen Werken von Nägele, sodass es sinnvoll ist, die Nägele-Sammlung des Museums mit einem Gemälde dieses außergewöhnlichen Malers zu ergänzen.“ Die Neuerwerbung wird Teil der neu eingerichteten Dauerausstellung des Museums werden.

Mit dem aktuellen Erwerb steht der Museumsverein in einer langen Tradition. Das Museum im Prediger, 1876 als Gewerbemuseum gegründet, geht auf eine private Initiative der damaligen Gmünder Edelmetallindustrie zurück. Über Jahrzehnte hinweg wurde das Gmünder Museumswesen von dem Verein Gewerbemuseum getragen, dessen rechtlicher und ideeller Nachfolger der Museumsverein ist. Dieses Engagement der Gmünder Bürger kam auch bei der Rettung der Ott-Pauser`schen Fabrik zum Tragen, für die der Museumsverein in den Anfangsjahren die Trägerschaft hatte, bevor sie in die Regie des städtischen Museum übernommen wurde.

Dr. Monika Boosen erinnerte anlässlich der Übergabe des Nägele-Bildes daran, dass vor 125 Jahren, also im Jahr 1890, der Sammler und Fabrikant Julius Erhard seine reichhaltige Sammlung dem Museum überlassen habe. Dr. Boosen betonte, dass das Museum das reiche Spektrum seines Bestandes vor allem dieser großzügigen Schenkung zu verdanken habe. Seit Bestehen des Museums hätten immer wieder Schenkungen aus der Bürgerschaft und Ankäufe durch den Museumsverein die Museumsbestände bereichert und erweitert. Diese Unterstützung der Bürgerschaft für „ihr“ Museum habe dazu beigetragen, das Museum im Prediger zu einem der reichhaltigsten in Baden-Württemberg zu machen.

Bildunterschrift von links:
Hintere Reihe: Joachim Haller (stellv. Museumsleiter), Oberbürgermeister Richard Arnold, Ulrich Majocco (1. Vorsitzender Gmünder Museumsverein), Wolfgang Görtz (Schatzmeister Gmünder Museumsverein), Thomas Hörner (2. Vorsitzender Gmünder Museumsverein)
Vordere Reihe: Dr. Monika Boosen (Museumsleiterin), Christa Sänger (Museumsverein), Günter Herb (Vorstandsmitglied Gmünder Museumsverein), Ulrich Fischer (Vorstandsmitglied Gmünder Museumsverein)
 
 

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