Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Februar
01
2016
„PFIFF“ - Willkommen in Schwäbisch Gmünd

Die neue „PFIFF“ Anlaufstelle wurde am Montag, 1. Februar, in den ehemaligen Räumen der Landesgartenschau GmbH eröffnet...

Schwäbisch Gmünd (sv). Die neue Anlaufstelle „PFIFF“ wurde mit Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Richard Arnold sowie mit allen Beteiligten und Institutionen am Montag, 1. Februar, am Bahnhofplatz 8, mit einem Pressegespräch eröffnet. Die Aufnahme und Integration der Menschen, die aus Krisen- und Kriegsgebieten zu uns kommen, stellt die gesamte Stadtgemeinschaft in den nächsten Jahren vor verschiedene Herausforderungen. Mit dem „Gmünder Weg“ hat die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd die Weichen entsprechend gestellt und möchte mit der Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle nun einen nächsten Schritt gehen. Unter dem Namen „PFIFF – Projektstelle für Integration und für Flüchtlinge“ sollen in den ehemaligen Räumen der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014 GmbH die Menschen willkommen geheißen, der Durchlauf verschiedener Ämter und Institutionen optimiert und die Menschen in die Stadtgesellschaft integriert werden. Im ersten Stock des Gebäudes Bahnhofplatz 8 sind in einzelnen Büros verschiedene Ämter und Institutionen direkt nebeneinander angesiedelt, um schnell und kompetent den Menschen, die in unsere Stadt kommen, weiterzuhelfen. Flüchtlingsbeauftragte der Stadtverwaltung und Leiterin der Flüchtlingsstabstelle die zum Teil von Landesmitteln gefördert wird, ist Daniela Dinser; das weitere Team besteht aus Hans-Peter Reuter vom Amt für Familie und Soziales, zuständig für die Unterbringung der Zuwanderer, und Integrationsbeauftragter Hermann Gaugele, zuständig für die Integration in die Stadtgesellschaft. Die Bundesagentur für Arbeit und das Projekt „NIFO“ mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Arbeitskreis Asyl sowie Ludwig Majohr vom Projekt Lernwerkstatt HuT (Handwerk und Technik) ergänzen das Team der Anlaufstelle. Die Unterstützung der Menschen, die nach Schwäbisch Gmünd kommen, folgen dem Prinzipien des „Gmünder Wegs“ – entsprechend den fünf Fingern einer Hand. Nach dem ersten Kennenlernen wird durch Zusammenspiel der einzelnen Kooperationspartner ein individueller Integrationsplan erstellt, welcher Ziele, Fähigkeiten und Qualifikationen des Einzelnen aufgreift und gezielt die bestmögliche Integration in die Stadtgemeinschaft fördert. Eine vollumfängliche Kompetenzanalyse, insbesondere durch die Anerkennung bereits vorhandener Bildungsabschlüsse, ist ein wichtiger Baustein, um eine individuelle Begleitung zu ermöglichen. Hierbei stehen wichtige Kooperationspartner wie der AK Asyl und das Projekt Lernwerkstatt HuT (Handwerk und Technik) zur Verfügung. Die Sprachförderung beginnt mit einem Integrationskurs oder einem ehrenamtlich geleiteten Kurs auf A1 Niveau, der vom Landkreis koordiniert wird. Im Anschluss wird ein A2 Kurs empfohlen, damit nach dessen Beendigung entweder eine schulische Laufbahn an den beruflichen Schulen eingeschlagen oder mit einer Beschäftigung begonnen werden kann. Für die Personen, die einer Beschäftigung nachgehen, wird weiterhin empfohlen, an einem B1 Sprachkurs oder an der Abendhauptschule teilzunehmen. Wenn der Flüchtling einen Nachweis über den im Heimatland erreichten Schulabschluss vorweisen kann, werden diese Nachweise übersetzt. Falls ein Flüchtling keine Nachweise zu einem Schulabschluss im Heimatland hat, hat er die Möglichkeit, diesen an einer deutschen Schule zu absolvieren. Der Abschluss wird dann über ein Zeugnis bestätigt. Sollte ein Flüchtling nicht die Möglichkeit oder den Wunsch haben, in Deutschland eine Schule zu besuchen, kann über Kenntnisfeststellung der Bildungsstand in Bezug auf den Schulabschluss definiert werden. Der Schulabschluss kann dann über eine Schulfremdprüfung abgelegt und der Schulabschluss über ein Zeugnis bestätigt werden. Unerlässlich im „Gmünder Weg“ ist das Ehrenamt – und zwar nicht nur Ehrenamt für Flüchtlinge, sondern auch Ehrenamt von geflüchteten Personen. Hierfür gibt und gab es viele Plattformen, wie zum Beispiel den Gmünder Sommer, die Landegartenschau und dieStaufersaga, bei denen man beteiligt werden kann. Durch die Erprobung in Gemeinnützigkeit bekommt der Flüchtling eine Aufgabe und somit auch Verantwortung, die deutlich macht, dass er/sie ein Teil der Gmünder Bürgerschaft ist. Dadurch können sich die Menschen ein eigenes Netzwerk aufbauen. Damit eine gute Integration in die Gesellschaft ermöglicht werden kann, wird bereits in der vorläufigen Unterbringung versucht, Flüchtlinge in Wohnungen und in Wohngemeinschaften in ganz Schwäbisch Gmünd und den Teilorten unterzubringen. In diesen Prozess werden die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher miteinbezogen.

Ansprechpartner „PFIFF“:
- Flüchtlingsstabstelle: Daniela Dinser (Flüchtlingsbeauftragte), Stefan Kreß, Julia Veitinger (Praktikantin)
- Peter Reuter, Amt für Familie und Soziales
- Hermann Gaugele, Integrationsbeauftragter
- Petra Walter, NIFO
- Sandra-Diana Popescu, Bundesagentur für Arbeit:
- Thomas Koch, Jobcenter
- Bernd Sattler, Arbeitskreis Asyl
- Ludwig Majohr, Projekt Lernwerkstatt „Hut“ Handwerk und Technik
 
 

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