Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Februar
16
2016
Recht zum Sterben oder Pflicht zum Leben?

Wie man zu einer rechtlich verbindlichen Patientenverfügung kommt? Dazu gibt es einen Vortrag am Mittwoch, 24. Februar, 18 Uhr, im Paul Gerhardt Haus, Eutighofer Straße 15...

Schwäbisch Gmünd (sv). Am Mittwoch, 24. Februar, um 18 Uhr, findet ein Vortrag im Paul Gerhardt Haus, Eutighofer Straße 15, zum Thema „Wie kommt man zu einer rechtlich verbindlichen Patientenverfügung?“.

Seit dem Jahre 2009 gibt es in Deutschland ein Patientenverfügungsgesetz und damit Sicherheit sowohl für den Patienten als auch für den Arzt. Die Frage, was man verfügen darf und woran sich der Arzt halten muss, ist also jetzt geklärt. Heute hat eine Patientenverfügung, soweit sie in Schriftform vorliegt, für den Arzt und andere Beteiligte hohe rechtliche Verbindlichkeit und ist auf jeden Fall umzusetzen, wenn sie klar und eindeutig formuliert wurde. Daraus ergeben sich viele Fragen. Was muss ich alles beachten, wenn ich eine Patientenverfügung schreiben will? Diese gesetzliche Regelung schafft nämlich nicht nur vermehrte Sicherheit für den Aussteller sondern erhöht auch das Risiko, dass sie einmal gegen den aktuellen Willen eines Schwerkranken durchgesetzt werden könnte. In seinem Vortrag am 24. Februar um 18.00 Uhr, Saalöffnung 17:30 Uhr, wird Klaus Holland auf Einladung des Generationentreffs Spitalmühle, der Hospizgruppe Schwäbisch Gmünd und des evangelischen Vereins erläutern, wie die aktuelle Rechtslage konkret aussieht, und was man beachten muss, damit die eigene Verfügung für den behandelnden Arzt verbindlich ist. Ebenso wichtig wie die Patientenverfügung ist die Ernennung des vom Patienten gewünschten Stellvertreters als bevollmächtigten oder Betreuers, um eine Fremdbetreuung zu vermeiden. Die Möglichkeiten dazu werden konkret vorgestellt werden. Die Fragen der Teilnehmer werden dabei viel Raum haben. Umfassende Vorsorgemappen für eine wirksame Patientenverfügung und Ermächtigung eines Betreuers oder Bevollmächtigten werden gegen eine Schutzgebühr erhältlich sein. Der Referent Klaus Holland war viele Jahre Vorstandsmitglied der IGSL-Hospiz e.V. und ist Autor der „IGSL Vorsorgemappe“, die bundesweite Verbreitung gefunden hat und jetzt in der zehnten aktualisierten Auflage vorliegt sowie zahlreicher anderer Veröffentlichungen zu diesem Thema. Seit fünfzehn Jahren zeichnet er bei diesem größten flächendeckenden Hospizdachverband in Deutschland für dieses Thema verantwortlich. Zudem ist er Gründer und war 15 Jahre Leiter der Hospizgemeinschaft Schwetzingen. Er zählt auch zu den Gründungs- und langjährigen Vorstandsmitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Baden-Württemberg.

 
 

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