Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Dezember
06
2017
„Leben in Deutschland“ spielerisch erklärt

Das Gesellschaftsspiel „Leben in Deutschland“ baut spielerisch ein kulturelles Verständnis auf. Zehn Gesellschaftsspiele wurden für Schwäbisch Gmünd gespendet...

Schwäbisch Gmünd (sv). Die gebürtige Gmünderin Gabriella Hünnekens ist die Herausgeberin des Integrationsspieles „Leben in Deutschland“. Die Idee zu dem Gesellschaftsspiel kam beim Einkaufen, erzählte Gabriella Hünnekens. Bei der Flüchtlingswelle vor zwei Jahren erfuhr sie hautnah, wie sich Menschen mit Migrationshintergrund beim Einkauf schwer taten und wie genervt die Bevölkerung darauf reagiert. Das animierte Gabriella Hünnekens zuerst um ein einfaches Handout in leichter Bildsprache zu entwickeln um Menschen mit Migrationshintergrund die Verhaltensregeln nahe zu bringen. Nachdem die erfolgreiche Entwicklung der Broschüre abgeschlossen war, folgte dann das Gemeinschaftsspiel „Leben in Deutschland“ für Jung und Alt.

Das positive beim Gesellschaftsspiel ist sich spielerisch kennenzulernen und Gespräch zu vertiefen. Dabei wird ein kulturelles Verständnis aufgebaut, ganz gleich welcher Abstammung und Herkunftsland, sagte die Herausgeberin. Zuerst wählen die Spielerinnen und Spieler die Farben aus und dann geht es auch schon los mit dem Würfeln. Je nach gewürfelter Zahl hüpft man durch das Spiel und beantwortet allgemeine Fragen über Deutschland. Seit 2015 gibt es die Projekt-Gruppe „LiD-Teams“, bestehend aus acht ehrenamtlich engagierten Personen aus acht verschiedenen Nationen. Zusammen wurde an dem Spiel so lange gefeilt und übersetzt, bis alle Beteiligten mit der endgültigen Fassung zufrieden waren. In jedem Spiel befindet sich eine Gebrauchsanweisung das sollte nicht abhalten auch eigene Regeln zu kreieren.

Damit nun zahlreich in Schwäbisch Gmünd gespielt werden kann, übergab Gabriella Hünnekens am Montag, den 4. Dezember, insgesamt zehn Gesellschaftsspiele. Drei Spielexemplare bleiben im PFIFF (Projektstelle für Integration und für Flüchtlinge), am Bahnhofsplatz 8, und die restlichen sieben werden in Begegnungsstätten und Netzwerkpartner verteilt, so Franka Zanek, Leiterin der Anlaufstelle PFIFF. Für die zentrale Anlaufstelle für Migranten und Flüchtlinge ist das Gemeinschaftsspiel eine echte Bereicherung und findet garantiert zahlreiche Spieleinsätze, sagte die PFIFF-Leiterin.

Die Spende der zehn Gesellschaftsspiele für Schwäbisch Gmünd war Dank der Software AG Stiftung in Hessen möglich, so Gabriella Hünnekens. Wer das Integrationsspiel erwerben möchte, hat unter der E-Mail-Adresse: kontakt@lid-integration.de in Höhe von 39,90 Euro die Möglichkeit dazu. Es gibt auch eine weitere Unterstützungsmöglichkeit indem ein Spiels in Höhe von 49,90 Euro erworben wird und im Gegenzug wird jedes vierte Spiel an eine weitere Einrichtung verschenkt. Das Gesellschaftsspiel wird ganz bewusst in Deutschland produziert, damit Kinderarbeit und schädliche Inhaltsstoffe ausgeschlossen werden können, so die Herausgeberin.

Franka Zanek bedankte sich im Namen des gesamten PFIFF-Teams für die tolle Idee des Integrationsspieles sowie für die Spende und freut sich heute schon auf ganz viele Spieleinheiten mit unvergesslichen Momenten.

Bildunterschrift von links:
Monika Mürdter, Stefan Kreß, Sabine Rink, Gabriella Hünnekens, Beyza Kara und Franka Zanek.
 
 

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