Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Februar
06
2001
Gmünder Stühle ausgestellt

Förderpreis des Ministeriums für Umwelt und Verkehr erhalten

Schwäbisch Gmünd (sv) Am Mittwoch, 7. Februar werden um 19.00 Uhr im Refektorium des Predigers die ‘Gmünder Stühle’ des BUND-Arbeitskreises ‘Heimisches Holz’ vorgestellt - eines Vorhabens im Rahmen der Gmünder Agenda 21. Das Projekt erhielt im Herbst letzten Jahres einen Förderpreis des Ministeriums für Umwelt und Verkehr. Die Idee, an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd (FH) in einem Wettbewerb einen ‘Gmünder Stuhl’ entwickeln zu lassen, wurde im BUND-Arbeitskreis ‘Heimisches Holz’ in der Gmünder Agenda 21 geboren. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb dann zusammen mit Professor Roland Knauer von der Hochschule für Gestaltung (FH). Insgesamt 15 Studentinnen und Studenten beteiligten sich am Wettbewerb. Aufgabe der künftigen Designer war es, einen Stuhl zu entwickeln, der universell im öffentlichen und privaten Bereich einsetzbar und stapelfähig ist sowie überwiegend aus heimischem Holz hergestellt werden soll. Darüber hinaus durfte kein Drehstuhl vorgesehen werden, weiter waren Armlehnen ausgeschlossen und der Stuhl sollte zudem ein ermüdungsfreies Sitzen ermöglichen. So wurden bereits bei der Ausschreibung hohe Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer gestellt. Die Ausschreibung des Wettbewerbes hatte das Ziel, den Rohstoff Holz aus heimischen Wäldern besser zu vermarkten. Kurze Transportwege und damit weniger CO2-Ausstoss tragen zu einem nachhaltigen Wirtschaften bei. Gleichzeitig wird durch die regionale Produktions- und Vermarktungskette eine Stärkung der örtlichen Wirtschaft erreicht. Der BUND-Arbeitskreis ‘Heimisches Holz’ wurde 1998 von Rainer Allgöwer aus Anlass der damaligen Umweltmesse gegründet. Mit Forstbetriebsgemeinschaften, Privatwaldbesitzern, der Forstverwaltung, holzverarbeitenden Handwerkern, Architekten und interessierten Bürgern entwickelten die Arbeitskreismitglieder in der Vergangenheit einige Projekte. Erinnert sei hier beispielsweise an den Römerturm in Straßdorf oder die Holzsägeaktion auf dem Marktplatz. Das jetzige Projekt ‘Gmünder Stuhl’ wurde maßgeblich auch von Rainer Allgöwer mitinitiiert. Die Umsetzung kann er nun leider nicht mehr nachverfolgen, da er vor wenigen Wochen verstorben ist. Der Arbeitskreis wird jedoch die von ihm begonnene Arbeit auch in Zukunft in seinem Sinn weiter fortsetzen und auch weitere Projekte auf den Weg bringen. Am Mittwoch werden nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Jörg Schmidt und einer fachlichen Einführung durch Professor Roland Knauer die Studenten ihre Arbeiten anhand von 1:5 – Modellen und einem Plakat den Zuhörern und der Jury in Kurzvorträgen vorstellen. Mitglieder der Jury sind Professor Roland Knauer, Jantje Salander (Geschäftsführerin des Zentrums für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation), der Designer Fritz Wilhelm Wurster für die Gestaltungs-Seite und Otto Retzbach, Wolf Noack und Bernd Schnaufer (Obermeister der Schreinerinnung) für die Seite des Arbeitskreises ‘Heimisches Holz’. Die Jury wird ihre Entscheidung allerdings erst am Donnerstag Nachmittag fällen. Für den Wettbewerb wurden Preisgelder in Höhe von 3.500,- DM ausgelobt. Aus den Siegermodellen soll dann ein Modell ausgewählt werden, welches als ‘Gmünder Stuhl’ entsprechend vermarktet wird. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zur Präsentation der Stuhlmodelle am heutigen Mittwoch, den 7. Februar 2001 um 19.00 Uhr im Refektorium des Predigers herzlich eingeladen.
 
 

Mit einem Stern * gekennzeichnete Felder bitte unbedingt ausfüllen.


Datenschutz