Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

März
01
2006
„Mamma Medea“

Schwäbisch Gmünd (sv) – Medea, die Mörderin ihrer Kinder: Darin steckt bis heute das Verstörende und Provokative an diesem in vielen Varianten lebendig gebliebenen Mythos. In "Mamma Medea", der sprachgewaltigen Neudichtung des flämischen Erfolgsautors Tom Lanoye, findet das antike Geschehen einen brandaktuellen Bezug, ohne dabei seine archaische Wucht zu verlieren. Am Dienstag, 14. März, um 20 Uhr macht das Landestheater Tübingen im Congress-Centrum Stadtgarten "Mamma Medea" zu einem außergewöhnlichen Erlebnis in der Theaterreihe des Gmünder Kulturbüros – in der "meisterlich-kühnen Regieführung" (Neue Württembergische Zeitung) von Simone Sterr und einer Inszenierung, in der Bühnenbild (Andreas Rank) und Kostüme (Lisa Klammer) Lanoyes Zeit- und Kulturreise adäquat spiegeln. Um 19.15 gibt es eine Einführung in das Stück.

Schwäbisch Gmünd (sv) - Medea, die Mörderin ihrer Kinder: Darin steckt bis heute das Verstörende und Provokative an diesem in vielen Varianten lebendig gebliebenen Mythos. In "Mamma Medea", der sprachgewaltigen Neudichtung des flämischen Erfolgsautors Tom Lanoye, findet das antike Geschehen einen brandaktuellen Bezug, ohne dabei seine archaische Wucht zu verlieren. Am Dienstag, 14. März, um 20 Uhr macht das Landestheater Tübingen im Congress-Centrum Stadtgarten "Mamma Medea" zu einem außergewöhnlichen Erlebnis in der Theaterreihe des Gmünder Kulturbüros - in der "meisterlich-kühnen Regieführung" (Neue Württembergische Zeitung) von Simone Sterr und einer Inszenierung, in der Bühnenbild (Andreas Rank) und Kostüme (Lisa Klammer) Lanoyes Zeit- und Kulturreise adäquat spiegeln. Um 19.15 gibt es eine Einführung in das Stück.
 
Tom Lanoye, durch seine Theater-Neufassung der Shakespeareschen Königsdramen international bekannt, stützt sich bei seiner Adaption des Medea-Mythos nicht nur auf die antike Tragödie von Euripides, sondern auch auf die vor über 2000 Jahren von Apollonios von Rhodos verfasste "Argonautica". Seine "Mamma Medea" beginnt bei der ersten Begegnung zwischen der jungen Königstochter Medea und dem griechischen Helden Jason im fernen Kolchis, wo Jason mit seinen Argonauten eingetroffen ist, um von Medeas Vater, dem kolchischen König Aietes, das Goldene Vlies zurückzufordern: Als sie ihn sieht, ist es um sie geschehen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ihre Liebe ist so ungestüm, dass sie gegen sämtliche guten Sitten verstößt: Sie hilft Jason, ihrem Vater das Goldene Vlies zu rauben, und flieht an der Seite Jasons in dessen Heimat Griechenland, wo sie vergeblich Fuß zu fassen sucht. Lanoye lässt, im zweiten Teil seines Stückes, die Zeit ins Heute springen: Die antike Handlung verwandelt sich zu einem hoch modernen Beziehungsstück, dem die Kinder zum Opfer fallen.
 
 
In Lanoyes Medea-Variante spielt die Sprache eine ganz besondere Rolle, indem sie der Autor auf ganz besondere Weise einsetzt - die "barbarischen" Kolcher um Aietes sprechen in gepflegter Versform, die "zivilisierten" Griechen in einer flapsig-frechen Alltagssprache. So weitet sich die Handlung von der Familientragödie zu einem Kampf der Kulturen aus.
Karten für "Mamma Medea" gibt es beim i-Punkt Schwäbisch Gmünd, Telefon (07171) 603-4250.

 
 

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