Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Februar
25
2006
Eisenbahn und Kunst – ein Projekt auf Zeit

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Stadtverwaltung ist verwundert über den Leserbrief des AK Eisenbahn in den beiden Gmünder Tageszeitungen vom 24.02.06 zur Modelleisenbahnanlage vor dem Hintergrund eines Schreibens des Arbeitskreises Eisenbahn vom 24.11.04. In diesem Schreiben macht der Arbeitskreis deutlich, dass es ihm an Mitstreitern fehle, die Bahn wieder aufzubauen und er die Veräußerung der Bahn zugunsten des Museumsetats als Alternative ansähe, insbesondere wegen des Wertverlustes von Jahr zu Jahr.

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Stadtverwaltung ist verwundert über den Leserbrief des AK Eisenbahn in den beiden Gmünder Tageszeitungen vom 24.02.06 zur Modelleisenbahnanlage vor dem Hintergrund eines Schreibens des Arbeitskreises Eisenbahn vom 24.11.04. In diesem Schreiben macht der Arbeitskreis deutlich, dass es ihm an Mitstreitern fehle, die Bahn wieder aufzubauen und er die Veräußerung der Bahn zugunsten des Museumsetats als Alternative ansähe, insbesondere wegen des Wertverlustes von Jahr zu Jahr.

Die Vorgeschichte zeigt:  Ohne den Einsatz der Mitglieder des Arbeitskreises hätte auf der einen Seite die Modellbahnanlage nicht aufgebaut werden können. Ein Betrieb der Anlage war ohne deren stete Gegenwart auf der andern Seite aber auch nicht zu gewährleisten, wie sich schon bald nach Fertigstellung der Anlage zeigte. So entschied die Stadtverwaltung - auch nach Gesprächen mit Mitgliedern des Arbeitskreises, dass die grundsätzlich für Wechselausstellungen des Museums vorgesehenen Räume mit Ablauf des Jahres 2000 wieder für diese wichtige Museumsaufgabe zur Verfügung stehen sollen. Entsprechend wurde dann die Eisenbahnanlage abgebaut. Nur so konnte das Museum seine höchst erfolgreiche Ausstellungstätigkeit in den Jahren seither entwickeln und gestalten.
Offen blieb nach dem Abbau der Modellbahnanlage, ob und gegebenenfalls wo diese nochmals aufgebaut werden kann. In jenen Jahren wurde auch über einen Museumsneubau gesprochen. Nach längeren Überlegungen entschieden Gemeinderat und Stadtverwaltung sich für die Weiterentwicklung des Museums im Prediger.
In Gesprächen mit dem Arbeitskreis Eisenbahn wurde dann deutlich, dass die Anlage wohl noch einmal aufgebaut, dann aber kaum mehr umgesetzt werden könne. Zugleich war zu erkennen, dass eine stete ehrenamtliche Betreuung einer so großen Anlage nicht auf längere Frist hin zu sichern sei - bei aller aktuellen, höchst dankenswerten Einsatzbereitschaft der ehrenamtlich Tätigen. Weiter wurde klar, dass zudem der für eine solche Anlage benötigte Raum über Jahre hin nicht verfügbar gemacht werden könnte. Dies wurde mit den Mitgliedern des Arbeitskreises von der Stadtverwaltung ausführlich erörtert und dann im Wissen um fehlende Räumlichkeiten und des nicht ausschließlich ehrenamtlichen Betriebs entschieden, die Anlage zu veräußern zugunsten des Museumsetats. In enger Abstimmung mit einer vom Gemeinderat eigens dazu aus dessen Mitte bestellten Arbeitsgruppe wurde dann die Modellbahn - ähnlich wie andere, nicht unbedingt in der Museumssammlung benötigten Gegenstände veräußert und damit dem Museum in begrenztem Maße Mittel für Neuerwerbungen zur Verfügung gestellt, die im Haushalt der Stadt nicht verfügbar gemacht werden können. Die Museumssammlung soll im übrigen nach Abschluss der Renovierungs- und Umbauarbeiten für die Besucher noch umfangreicher (beispielsweise Römer, Stadtgründung, Parler, Gmünd um 1500 und Hans Baldung, 20. und 21. Jahrhundert) attraktiver sowie familien- und schülergerechter präsentiert werden.
Die Museumsleitung erarbeitet derzeit ein Konzept für die künftige Dauerausstellung im 3. und 2. Obergeschoss des Predigers. Diese wird dem Gemeinderat im März vorgestellt. Ehrenamtliche Unterstützung - so etwa durch Limes-Cicerones, den AK Archäologie, den Museums- und den Naturkundeverein sowie den AK Kultur ist willkommen und wird von der Stadtverwaltung genutzt.


 
 

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