Pressemeldungen der Stadt Schwäbisch Gmünd

Mai
06
2006
Rücksicht auf die Gesundheit von Tier und Mensch

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Wiesen im Lande stehen in frischem Saft. Teilweise werden sie bereits wieder von Vieh beweidet. Dennoch meinen nicht wenige Hun-dehalter ihre Lieblinge auf den Wiesen laufen und ihr "Geschäft" machen lassen zu können. Dies ist wed...

Schwäbisch Gmünd (sv) Die Wiesen im Lande stehen in frischem Saft. Teilweise werden sie bereits wieder von Vieh beweidet. Dennoch meinen nicht wenige Hundehalter ihre Lieblinge auf den Wiesen laufen und ihr "Geschäft" machen lassen zu können. Dies ist weder rechtens noch im Interesse von Mensch und Tier zumutbar. Die Vertreter des Bauernverbandes Schwäbisch Gmünd, Vorsitzender Anton Weber und Geschäftsführer Johannes Stauss, haben am Donnerstag gemeinsam mit
Oberbürgermeister Wolfgang Leidig daran erinnert, dass die Wiesen -  ob sie nun beweidet oder in wenigen Wochen für die Heuernte oder für das Einbringen von Silagefutter genutzt werden - Nahrungsgrundlage für das Vieh sind. Kommen durch Hundekot die Rinder mit Koli- und anderen Bakterien oder sonstigen Krankheitskeimen in Berührung, besteht die Gefahr, dass die Tiere erkranken - Anton Weber berichtete von totgeborenen Kälbern als Folge - und über sie dann auch Menschen geschädigt werden können. Der Oberbürgermeister erinnerte an die Vorschrift in der Polizeiverordnung der Stadt, dass Hundehalter die Exkremente ihrer Tiere entsprechend einsammeln und beseitigen müssen (beispielsweise mit entsprechenden Handschuhen, Schäufelchen und Beuteln). Dies gelte nicht nur in den städtischen Grünanlagen und auf den Straßen, sondern auch auf den Wiesen am Rande der Stadt.
 
Der Oberbürgermeister und die Vertreter der Landwirte erinnerten zudem daran, dass Hunde gerade im Umfeld der Stadt nicht frei laufen dürfen, sondern an der Leine zu führen sind. Die Erfahrungen der letzten Wochen, als es zur Verfolgung eines trächtigen Rehs durch freilaufende Hunde kam, das dann auch gerissen wurde, zeige, dass kein Hundehalter hinreichend Gewalt über sein Tier habe, wenn dessen Jagdtrieb ausbreche. Aber auch eine Art von Hütetrieb könne zu schwerwiegenden Folgen führen: so seien in den letzten Jahren immer wieder Rinder aus der umzäunten Weide ausgebrochen, wenn sie von Hunden aufgescheucht und umkreist wurden. Das könne für den Verkehr schwerwiegende Folgen haben (was die Warnhinweise im Verkehrsfunk eindringlich zeigten). Für die Landwirte sei es zudem sehr schwierig, die Tiere wieder zu finden - zudem hätten Landwirte, die ihren Tieren mit Glocken umhängten wie im Allgäu, dann Ärger mit Bürgern bekommen, die sich durch das Gebimmel gestört fühlten.
 
Ein weiteres Thema war die Arbeitstätigkeit der Landwirte jetzt im Frühjahr und dann im September und Oktober in den späten Abend- und Nachtstunden. Je nach Witterung sei derartige Arbeit unumgänglich, sei es beim Ausbringen von Gülle, sei es im Herbst vor allem bei der Maisernte. Wohl sei es das Ziel, in der Nähe von Wohnbebauung nicht bis tief in die Nacht zu arbeiten, das werde dann auf weiter entfernten Feldern getan, aber das Einfahren etwa zum Holen weiterer Gülle oder des geernteten Mais sei unumgänglich. Insbesondere die Landwirte bitten die Bürger um Verständnis für ihre betrieblichen Erfordernisse.   
 
Die Vertreter der Landwirtschaft machten bei dem Pressegespräch auch deutlich, dass der Vorrang von Treckern, Mähdreschern und anderen Landwirtschaftlichen Maschinen auf den Feldwegen von den anderen Bürgern anerkannt werden sollten. Die Landwirte sind darauf angewiesen, dass die landwirtschaftlichen Wege, insbesondere auch die Zufahrten von den allgemeinen Straßen für ihre Maschinen freigehalten werden. Die Stadtverwaltung verweist daher darauf, dass insbesondere in dieser Zeit auch in den Abendstunden und an den Wochenenden keine PKW oder andere Fahrzeuge auf dem landwirtschaftlichen Zufahrtswegen abgestellt werden dürfen.

 
 

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