Schwäbisch Gmünd steht für eine große Gold- und Silberschmiedetradition. Und Silberwaren aus der ältesten Stauferstadt genießen traditionell weltweit den besten Ruf. Dass diese Tradition bis heute lebendig ist, lässt zum ersten Mal die Ausstellung „Aufbruch in die Moderne. Silber aus Schwäbisch Gmünd“ erleben. In bisher einmaliger Weise zeichnen rd. 400 ausgesuchte Objekte die Exklusivität und Qualität moderner Silberarbeiten aus Schwäbisch Gmünd über ein ganzes Jahrhundert nach. Im Mittelpunkt steht die breite Palette der sogenannten Korpuswaren sowie eine Auswahl feinster Bestecke. Exemplarisch wird so die Gestaltung von Silbergerät gegenwärtig, wie sie sich von der Eleganz des Art Déco über die vom Bauhaus propagierte sachlich-klare Form bis hin zum Formenvokabular unserer Tage entwickelt hat.
5. November 2010 – 30. Januar 2011
Seit Jahrhunderten ist die Gegend um Schwäbisch Gmünd bekannt für vielfältige und hochwertige Fossil-Fundstellen. Dies verwundert nicht, verfügt die Region doch zum einen über ein immenses Fossilienvorkommen: „30 Millionen auf einem Morgen Landes“, wie der renommierte Juraforscher Friedrich August Quenstedt (1809–1889) dazu über die fossilen Austern einmal formulierte. Zum anderen werden auch immer wieder spektakuläre und wissenschaftlich bedeutsame Funde gemacht. Nicht zuletzt konnten weltweit wichtige Forschungsergebnisse durch Fossilfunde aus einer Tonlinse bei Schechingen begründet werden.
Die Ausstellung zeigt alte und neue Funde, exotische Gerölle, Großkrebse aus Waldstetten, Böbinger Seelilien, eine bisher unbekannte Koralle, nicht zuletzt die Ammoniten, die „gmuendense“ als Artnamen tragen. Darüber hinaus gibt die Arbeitsgruppe „Geologie“ im Naturkundeverein Einblicke in ihre Arbeit. Zur Ausstellung erscheint ein Buch.