Schwäbisch Gmünd, 2014

Maria Kloss. Bilder ihres Lebens

8. März – 3. Mai 2015

Schwäbisch Gmünd, 2014

Maria Kloss, geb. 1940 in Ronsperg/Böhmen, gilt als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Naiven Malerei in Deutschland. Ihre Gemälde pendeln zwischen „Realismus und Phantasie, zwischen Gesehenem und Erfundenem, zwischen Erlebtem und Erfühltem“ (Günther Wirth). Die Motive, vornehmlich Porträts und beziehungsreiche Figurenbilder, findet Maria Kloss nicht in der Fantasie, sondern in der Wirklichkeit. Sie ermisst keine Traumwelten noch visualisiert sie Visionen, sondern die sichtbare Realität, der sie als immer neues Erlebnis mit Unbefangenheit und Wachheit gegenübertritt, um das alltägliche Leben zu schildern. Neben einem umfangreichen malerischen Œuvre schuf Maria Kloss auch eine Reihe von Skulpturen, darunter die Figurengruppe „Paradiesgarten“ im Innenhof des Schwäbisch Gmünder Spitals.
Die Ausstellung zum 75sten Geburtstag der Künstlerin gibt einen Überblick über ihr 50-jähriges malerisches Schaffen.


Reinhold Nägele. Wanderer zwischen den Welten

22. Mai bis 4. Oktober 2015

Schwäbisch Gmünd, 2014

Reinhold Nägele, "Selbst", 1913, Radierung, 14 x 9,5 cm, Museum im Prediger. © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Museum im Prediger.

Schwäbisch Gmünd, 2014

Reinhold Nägele, Schlafzimmer, 1913, Tempara/Karton, 27,7 x 30,5 cm, Staatsgalerie Stuttgart. © VG Bild-Kunst, Bonn 2014. Foto: Staatsgalerie Stuttgart.

Eine bestechende Phantasie, ein skurill-hintergründiger Humor und eine erzählerische Detailfreude zeichnen das Werk von Reinhold Nägele (Murrhardt 1884-1972 Stuttgart) aus. In kleinformatigen wie kleinteiligen Bildern entfaltet er realistische und surreal-poetische Reflektionen der Welt von allgemeiner Gültigkeit, die in der deutschen Kunst der Zeit einmalig sind. Rund 60 Gemälde, grafische Arbeiten sowie Zeichnungen aus renommierten Museen und privaten Sammlungen geben einen Überblick über das Schaffen des Künstlers, das immer wieder neu fasziniert.
Reinhold Nägele zählt zu den bekannten Vertretern der figurativen Malerei im 20. Jahrhundert. Als Mitglied der von ihm mitbegründeten Stuttgarter Sezession und eine ihrer Leitfiguren besaß er kunstpolitisch große Bedeutung. Im Frühwerk findet Reinhold Nägele seine Motive in seiner schwäbischen Heimat. 1939 sah sich der Künstler gezwungen, mit seiner jüdischen Frau, der Ärztin Alice Nördlinger, die seit 1933 nicht mehr praktizieren durfte, über Paris und London nach New York zu emigrieren. Erst 1963 sollte Reinhold Nägele wieder endgültig in die Heimat zurückkehren.
In seinen Gemälden und Aquarellen fand Reinhold Nägele zu einem delikat verfeinerten Kolorismus, der Pinselstrich ist ebenso sicher wie locker auf die Leinwand gebracht, die Bildauffassung bezaubert in ihrer bisweilen naiven Anmutung. Auch die Druckgrafiken, zu denen unter anderem Radierungen gehören, bestechen durch ihr überaus feines Linienbild. Landschafts-, Stadt- und Straßenansichten sowie Porträts und Selbstbildnisse zählten, auch im amerikanischen Exil, zu den bevorzugten Sujets von Reinhold Nägele, der mit Recht als Chronist seiner Zeit bezeichnet werden kann.

Erich Heckel. Orbis Pictus – Landschaftsaquarelle

6. November 2015 – 7. Februar 2016

Schwäbisch Gmünd, 2014

Erich Heckel, Am Untersee, 1948, Aquarell, 44 x 49,5 cm. © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen.

Erich Heckel (Döbeln 1883-1970 Radolfzell) gehört zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Expressionismus. Als Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Brücke“ war er Anfang des 20. Jahrhunderts wegweisend für die moderne Kunst. Ab 1921 bis an sein Lebensende unternahm er ausgedehnte Reisen durch weite Teile Europas. Überall hielt er zeichnend und malend seine Umgebung fest: überwiegend Berg-, Fluß- und Seelandschaften wie auch Stadt- und Hafenansichten. In ihnen spiegelt sich inneres Empfinden, das ein geheimnisvolles Sein hinter der äußeren Erscheinung erahnen lässt. Aus diesem veritablen „Orbis pictus“ des Künstlers zeigt die Ausstellung in Kooperation mit der Erich-Heckel-Stiftung in Hemmenhofen und der Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach / Bern, rund 50 Aquarelle.

 

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