Friedrich Hechelmann.
Meister des Lichts
30. November 2012 – 1. April 2013
Friedrich Hechelmann, 1948 in Isny geboren und dort auch zuhause, wurde durch seine zahlreichen, teils mehrfach preisgekrönten Buchillustrationen international berühmt. Aus einem unerschöpflichen Reichtum koloristischer und figurativer Einfälle heraus bebilderte er in den vergangenen 40 Jahren nicht nur Märchen- und Kinderbücher, darunter Wilhelm Hauffs „Zwerg Nase“ und „Momo“ von Michael Ende, sondern auch die Bibel und Werke der Weltliteratur. Neben den Buchillustrationen entstanden in beharrlicher Konsequenz und meisterhafter Behandlung des Sujets großformatige Visionen zum Thema Landschaft und Wasser.
Rund 20 Bilder aus allen Schaffensphasen zeigen Friedrich Hechelmann als Meister des Lichts und vermitteln den unerhört zeitlosen Zauber, den seine Landschaften ausstrahlen: Aus tief lasurblauer Luft und perlmuttschimmernden Wassern, aus sanft dämmernden, wie mit Samt bedeckten Hügeln, und grün-gold glänzenden Wäldern in Schleiern aus Licht werden Landschaften zu Seelenbildern – und erklärt sich die Natur für ewig.
Madonna – Unsere Liebe Frau.
Marienbildnisse aus acht Jahrhunderten
3. Mai – 13. Oktober 2013
„Ich sehe dich in tausend Bildern / Maria lieblich ausgedrückt“, dichtete der Romantiker Novalis und bringt damit auf den Punkt: Maria als Kind, Jungfrau und Mutter Gottes, als Trauernde, hoheitsvolle Herrscherin und in den Himmel Aufgenommene hat Künstler aller Epochen fasziniert und zu zahllosen Bildfassungen in Skulptur, Malerei und Graphik angeregt.
Davon zeugen auch die Marienbildnisse in den Sammlungen des Gmünder Museums, denen sich die Ausstellung erstmals umfassend widmet. Ergänzt um hochkarätige Leihgaben aus kirchlichem und musealem Besitz bieten rund 60 Arbeiten aus acht Jahrhunderten einen Überblick über die verschiedensten Madonnendarstellungen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Florestan pinxit. Der Maler Giovanni Ferro-Luzzi –
Eine Neuentdeckung aus der Sammlung
29. November 2013 – 9. März 2014
Noch nie zu sehen waren die rund 80 Gemälde von Giovanni Ferro-Luzzi, die seit 2002 den Sammlungsbestand des Gmünder Museums bereichern und nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Giovanni Ferro-Luzzi, geboren 1903 in Ancona und 2000 in Rom verstorben, war von Beruf Arzt der Allgemein- und Tropenmedizin und unter anderem für die WHO tätig. Nach seiner Pensionierung 1968 entwickelte er seine künstlerische Passion als Autodidakt. In den gut drei Jahrzehnten bis zu seinem Tod schuf er unter den Pseudonymen Florestan und Vanja ein eigenständiges, annähernd 1.000 Werke umfassendes Œuvre, vornehmlich Gemälde und Collagen. Inspiriert ist Ferro-Luzzis erzählerische, von Humor durchstrahlte Malerei durch van Gogh, Klee, Miro, Picasso und Hundertwasser; ebenso ließ er sich in seinen Bildideen von der prähistorischen Kunst und der Volkskunst berühren. Eine elementare Farbgebung aus Grün, Gelb, Rot und Blau und der Einsatz von Schwarz charakterisieren seine Gemälde, in denen die gegenständliche Dingwelt auf abstrahierte, zeichenhafte Formen reduziert ist.






