Schwäbisch Gmünd, 2016

Regina Baumhauer. Little Miss Liberty Crossing the Delaware

9. Oktober 2016 – 5. Februar 2017

Schwäbisch Gmünd, 2015

Regina Baumhauer, Open Letter, Little Miss Liberty Crossing the Delaware #1, 2014, A cr yl, Graphit, Fadenheftung auf Leinwand, 120 x 152 cm

Im Mittelpunkt der Kunst der Wahl-New Yorkerin und 1962 in Schwäbisch Gmünd geborenen Künstlerin Regina Baumhauer steht der Mensch in seinem existentiellen Sein, seiner Gefährdung und Zerbrechlichkeit. Werkzyklen bestimmen ihr Schaffen, das eine abstrakte Bildsprache mit figurativen und narrativen Elementen versetzt. Aus der Beschäftigung mit Amerikas Nationalgemälde „Washington Crossing the Delaware“ des Gmünder Historienmalers Emanuel Leutze (1816-1868) entstand eine neue Werkreihe. An ihr setzt die Ausstellung im Museum im Prediger an, die mit Zeichnungen, malerischen und bildhauerischen Arbeiten der letzten 30 Jahre einen umfassenden Einblick in das Werk der Künstlerin gibt.
Regina Baumhauer studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (1982-86/1988-90) sowie am Art Department der Boston University (1986-87). Seit den 1990er Jahren lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin überwiegend in New York. Mit Ausstellungen in Museen und Galerien in Deutschland und in den Vereinigten Staaten hat sie sich seit Mitte der 1980er weithin einen Namen gemacht.
Eröffnung: Sonntag, 9. Oktober 2016, 11 Uhr. Zum Werk der Künstlerin spricht Judith Reicherzer, Luxemburg.

Neben der Werkschau in Schwäbisch Gmünd wird Regina Baumhauer mit dem Thema "Little Miss Liberty crossing the Delaware" zudem im Deutschen Haus an der New York University, NYC, USA, präsent sein, und zwar in einer Ausstellung vom 6. September bis 29. Oktober 2016.
Darüber hinaus wird Regina Baumhauer in der Vortragsreihe "Baden-Württemberg Seminar" am Heidelberg Center for American Studies (HCA) referieren.

Die Ausstellung im Museum im Prediger wird gefördert durch den
Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg.

Emil Holzhauer. Amerika – der Traum vom Künstlerleben

5. März – 11. Juni 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Emil Holzhauer, Camp Cook, undatiert, Öl auf Leinwand, Northwest Florida State College, Niceville , Florida, USA

Mit neunzehn, ohne Geld und Englischkenntnisse, nur ausgestattet mit einer Ausbildung als Stahlgraveur und zeichnerischem Talent, verlässt Emil Holzhauer 1906 seine Heimat Schwäbisch Gmünd und geht nach New York. Im Blick hat er den festen Entschluss, in der Kunst sein Lebensglück zu suchen – und findet es: Als er 1986 fast hundertjährig im amerikanischen Niceville in Florida stirbt, endet ein reiches, von beachtlichen Erfolgen gekröntes künstlerisches Leben. Es umfasst lehrende Tätigkeiten an Colleges – darunter zuletzt von 1942 bis 1953 die Professur für Kunst am Wesleyan College in Macon (Georgia) –, etliche Stipendien, Preise und Auszeichnungen. Dazu kommen zahlreiche Einzelausstellungen und mehr als siebzig Gruppenausstellungen.
In der ersten Ausstellung außerhalb der Vereinigten Staaten ist Emil Holzhauers Werk nun in Deutschland umfassend in seiner Geburtsstadt zu sehen. Das Museum im Prediger zeigt rund 50 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Die Werke stammen großenteils aus den Mattie Kelly Arts Center Galleries am Northwest Florida State College in Niceville (Florida). Als Schenkung des Künstlers aus dem Jahr 1961 besitzt das NWF State College über 400 Gemälde, Zeichnungen und historische Dokumente Emil Holzhauers und bewahrt dessen künstlerisches Erbe. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (deutsch/englisch).
Der individuelle Stil Emil Holzhauers ist geprägt von der Kunst Cézannes und van Goghs und nimmt Einflüsse des Expressionismus, Fauvismus und sozialen Realismus auf. Zu seinen bevorzugten Motiven gehören Porträts und Landschaften, vor allem aber Szenen des einfachen, alltäglichen Lebens, darunter Wohnviertel von Arbeitern, Gassen und Hinterhöfe. Es sind stille Blicke in eine Welt, die er weder idealisiert noch romantisiert.
Kräftige Linien und klare, leuchtende Farben charakterisieren seine ausdrucksstarke Malerei in Aquarell, Öl, und Kasein.
Die Präsentation beschließt eine Ausstellungstrilogie des Gmünder Museums zu Ehren deutsch-amerikanischer Künstlerpersönlichkeiten, die in Schwäbisch Gmünd geboren wurden und sich in Amerika einen Namen gemacht haben; zuvor waren das Emanuel Gottlieb Leutze (1816-1868) und Regina Baumhauer (geb. 1962).

Eröffnung
Sonntag, 3. März 2017, 11 Uhr

Gefördert durch
Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg.

Josef Eduard Wagenblast (1930-2005). Landschaften

23. Juli – 24. September 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Josef Eduard Wagenblast, Horner Ried, 2000, Aquarell

Ein Sommertag am Bodensee: weit gleitet der Blick durch schattige Baumkulissen über lichtdurchflutete Uferzonen hinaus auf die sonnenglitzernde Wasserfläche und verliert sich im dunstigen Blau des leicht bewölkten Himmels. Immer wieder hat der Maler und Graphiker Josef Eduard Wagenblast solch stimmungsvolle Landschaftsmotive eingefangen. Ausgewählte Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken überblicken das facettenreiche Spektrum im Schaffen des Künstlers und Pädagogen, der 2005 im Alter von 75 Jahren in seiner Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd starb.

Friedrich Hechelmann. Geflügelte Wesen – Bronzen und Aquarelle

29. Oktober 2017 – 4. Februar 2018

Schwäbisch Gmünd, 2016

Friedrich Hechelmann, Engel, Bronze, 2015. Foto: Kunsthalle Isny © Matthias Becker

Durch seine teils mehrfach preisgekrönten Buchillustrationen wurde Friedrich Hechelmann international berühmt. Immer hat sich der 1949 in Isny geborene Künstler aber auch mit der Bildhauerei auseinandergesetzt, insbesondere mit der antiken Skulptur. Nach der Illustration von Shakespeares Märchenspiel „Ein Sommernachtstraum“ 2014 realisierte er einen langgehegten Wunsch: ein Jahr lang arbeitete er ausschließlich an der Entstehung von Bronzen. Entstanden sind 15 geheimnisvolle Wesen aus der Mythen- und Fabelwelt – filigrane Schönheiten aus anderen Sphären, entrückt von dieser Welt. Diese Figuren sind Ausgangspunkt der Ausstellung.

 

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