Schwäbisch Gmünd, 2016

Emil Holzhauer. Amerika – der Traum vom Künstlerleben

5. März – 11. Juni 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Emil Holzhauer, Camp Cook, undatiert, Öl auf Leinwand, Northwest Florida State College, Niceville , Florida, USA

Mit neunzehn, ohne Geld und Englischkenntnisse, nur ausgestattet mit einer Ausbildung als Stahlgraveur und zeichnerischem Talent, verlässt Emil Holzhauer 1906 seine Heimat Schwäbisch Gmünd und geht nach New York. Im Blick hat er den festen Entschluss, in der Kunst sein Lebensglück zu suchen – und findet es: Als er 1986 fast hundertjährig im amerikanischen Niceville in Florida stirbt, endet ein reiches, von beachtlichen Erfolgen gekröntes künstlerisches Leben. Es umfasst lehrende Tätigkeiten an Colleges – darunter zuletzt von 1942 bis 1953 die Professur für Kunst am Wesleyan College in Macon (Georgia) –, etliche Stipendien, Preise und Auszeichnungen. Dazu kommen über 20 Einzelausstellungen und mehr als 75 Ausstellungsbeteiligungen.
In der ersten Ausstellung außerhalb der Vereinigten Staaten ist Emil Holzhauers Werk nun in Deutschland umfassend in seiner Geburtsstadt zu sehen. Das Museum im Prediger zeigt rund 50 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Die Werke stammen großenteils aus den Mattie Kelly Arts Center Galleries am Northwest Florida State College in Niceville (Florida). Als Schenkung des Künstlers aus dem Jahr 1967 besitzt das NWF State College über 400 Gemälde, Zeichnungen und historische Dokumente Emil Holzhauers und bewahrt dessen künstlerisches Erbe. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (deutsch/englisch).
Der individuelle Stil Emil Holzhauers ist geprägt von der Kunst Cézannes und van Goghs und nimmt Einflüsse des Expressionismus, Fauvismus und sozialen Realismus auf. Zu seinen bevorzugten Motiven gehören Porträts und Landschaften, vor allem aber Szenen des einfachen, alltäglichen Lebens, darunter Wohnviertel von Arbeitern, Gassen und Hinterhöfe. Es sind stille Blicke in eine Welt, die er weder idealisiert noch romantisiert.
Kräftige Linien und klare, leuchtende Farben charakterisieren seine ausdrucksstarke Malerei in Aquarell, Öl und Kasein.
Die Präsentation beschließt eine Ausstellungstrilogie des Gmünder Museums zu Ehren deutsch-amerikanischer Künstlerpersönlichkeiten, die in Schwäbisch Gmünd geboren wurden und sich in Amerika einen Namen gemacht haben; zuvor waren das Emanuel Gottlieb Leutze (1816-1868) und Regina Baumhauer (geb. 1962).
Eröffnung: Sonntag, 5. März 2017, 11 Uhr
Gefördert durch: Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg

Josef Eduard Wagenblast (1930-2005). Landschaften

23. Juli – 24. September 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Josef Eduard Wagenblast, Hörilandschaft, 1999, Aquarell, 30 x 70 cm.

Ein Sommertag am Bodensee: weit gleitet der Blick über die Halbinsel Höri, über ockerfarbene Äcker und lichtdurchflutete Uferzonen hinaus auf die sonnenglitzernde Wasserfläche und verliert sich im dunstigen Blau des leicht bewölkten Himmels. Immer wieder hat der Maler und Graphiker Josef Eduard Wagenblast solch stimmungsvolle Landschaftsmotive eingefangen. Ausgewählte Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken überblicken das facettenreiche Spektrum im Schaffen des Künstlers und Pädagogen, der 2005 im Alter von 75 Jahren in seiner Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd starb.
Eröffnung: Sonntag, 23. Juli 2017, 11 Uhr

Friedrich Hechelmann. Geflügelte Wesen – Bronzen und Aquarelle

29. Oktober 2017 – 4. Februar 2018

Schwäbisch Gmünd, 2016

Friedrich Hechelmann, Epiphanias, Bronze, 2015, 14 x 25 x 32 cm. Foto: Nomi Baumgartl.

Durch seine teils mehrfach preisgekrönten Buchillustrationen wurde Friedrich Hechelmann international berühmt. Immer hat sich der 1949 in Isny geborene Künstler aber auch mit der Bildhauerei auseinandergesetzt, insbesondere mit der antiken Skulptur. Nach der Illustration von Shakespeares Märchenspiel „Ein Sommernachtstraum“ 2014 realisierte er einen langgehegten Wunsch: ein Jahr lang arbeitete er ausschließlich an der Entstehung von Bronzen. Entstanden sind 15 geheimnisvolle Wesen aus der Mythen- und Fabelwelt – filigrane Schönheiten aus anderen Sphären, entrückt von dieser Welt. Diese Figuren sind Ausgangspunkt der Ausstellung.

 

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