Schwäbisch Gmünd, 2015

Emanuel Leutze. In Deutschland blühen meine Rosen nicht – zum 200. Geburtstag des deutsch-amerikanischen Historienmalers

3. April – 28. August 2016

Schwäbisch Gmünd, 2015

Emanuel Leutze (Schwäbisch Gmünd 1816-1868 Washington), Maria Stuarts erste Messe nach ihrer Rückkehr in Holyrood House, 1866, Öl auf Leinwand

„Mein Weg führt mich in diesem Winter nach Amerika zurück. In Deutschland blühen meine Rosen doch mal nicht“, schreibt Emanuel Gottlob Leutze (1816-1868) in einem Brief an seinen Freund, den Schwäbisch Gmünder Fabrikanten und späteren Museumsgründer Julius Erhard, bevor er im Januar 1859 sein Heimatland endgültig Richtung Amerika verlässt. Dort avanciert sein Gemälde „Washington Crossing the Delaware“ zur Sensation, wird eine Ikone der amerikanischen Nation und begründet den bis heute anhaltenden Nachruhm Leutzes als Historienmaler.
Den 200. Geburtstag des berühmten Künstlers feiert seine Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd mit einer großen Ausstellung im Museum im Prediger: Ausgangspunkt ist der gesamten Bestand an Werken Emanuel Leutzes in den Sammlungen des Gmünder Museums, das mit allein zehn Ölgemälden, einem Stahlstich von „Washington Crossing the Delaware“ sowie Grafiken, Zeichnungen und Skizzenbüchern über die weltweit größte Kollektion zum Werk des Künstlers verfügt. Zusammen mit hochkarätigen Leihgaben aus renommierten Museen und Privatbesitz ermöglicht die Ausstellung mit 25 Gemälden und über 30 Zeichnungen einen profunden Einblick in das vielfältige Werk Leutzes, das sich nicht nur auf die Historienmalerei beschränkt, sondern neben Genrebildern vor allem Porträts umfasst. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (deutsch/englisch).

Die Präsentation ist Teil der Trilogie „Gmünd goes America“. Die Reihe porträtiert über das Jahr 2016 hinweg drei Künstlerpersönlichkeiten, die alle ihre Geburtsstadt Schwäbisch Gmünd verlassen haben, um sich in den USA zu verwirklichen, beginnend mit Emanuel Gottlieb Leutze (1816-1868) über Emil Holzhauer (1887-1986) bis zu Regina Baumhauer (geb. 1962).

Die Ausstellung wird gefördert durch den
Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg

Regina Baumhauer. Little Miss Liberty crossing the Delaware

9. Oktober 2016 – 5. Februar 2017

Schwäbisch Gmünd, 2015

Regina Baumhauer, Open Letter, Little Miss Liberty 1, 2014, Mischtechnik

Im Mittelpunkt der Kunst der Wahl-New Yorkerin und 1962 in Schwäbisch Gmünd geborenen Künstlerin Regina Baumhauer steht der Mensch in seinem existentiellen Sein, seiner Gefährdung und Zerbrechlichkeit. Werkzyklen bestimmen ihr Schaffen, das eine abstrakte Bildsprache mit figurativen und narrativen Elementen versetzt. Aus der Beschäftigung mit Amerikas Nationalgemälde „Washington Crossing the Delaware“ des Gmünder Historienmalers Emanuel Leutze (1816-1868) entstand eine neue Werkreihe. An ihr setzt die Ausstellung im Museum im Prediger an, die mit Zeichnungen, malerischen und bildhauerischen Arbeiten der letzten 30 Jahre einen umfassenden Einblick in das Werk der Künstlerin gibt. Regina Baumhauer studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (1982-86/1988-90) sowie am Art Department der Boston University (1986-87). Seit den 1990er Jahren lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin überwiegend in New York. Mit Ausstellungen in Museen und Galerien in Deutschland und in den Vereinigten Staaten hat sie sich seit Mitte der 1980er weithin einen Namen gemacht.

Eröffnung: Sonntag, 9. Oktober 2016, 11 Uhr.

Die Ausstellung wird gefördert durch den
Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg

 

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