Schwäbisch Gmünd, 2014

Bonjour Picasso.
Sieben Mal Lebensfreude aus Antibes

29. April - 14. Juli 2014

Pablo Picasso, Vase mit Blattwerk und drei Seeigeln, 1946, Bootslack auf Papier. © Sucession Picasso, Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Pablo Picasso (1881-1973) ist eine Schlüsselfigur der Kunst des 20. Jahrhunderts. Wie kein anderer prägte er mit seinem umfangreichen und vielgestaltigen Werk die Moderne. Von seiner enormen Produktivität zeugt das künstlerische Erbe, das er hinterließ: rund 1.900 Gemälde, 7.000 Zeichnungen, 20.000 Grafiken, 1.200 Skulpturen und 3.200 Keramiken.
Schwer verliebt in die 40 Jahre jüngere Malerin Françoise Gilot, heilfroh, dem Pariser Kriegselend entronnen zu sein – so kam der damals 65-jährige Picasso 1946 nach Antibes. Als der Kurator des Musée d'Antibes, Romuald Dor de la Souchère, Picasso vorschlug, den zweiten Stock des im altehrwürdigen Château Grimaldi untergebrachten Museums als Atelier zu benutzen, zögerte er keinen Augenblick. In unbändiger Schöpferkraft schuf er hier in nur drei Monaten zahlreiche Bilder: Gemälde, Zeichnungen, Skizzen und Gouachen. Die Werke sind eine Hommage an das Mittelmeer und die Antike. 23 Gemälde und 44 Zeichnungen schenkte er seinen Gastgebern; die revanchierten sich 1966 mit der Einrichtung des weltweit ersten Picasso-Museums, sieben Jahre vor dem Tod des Künstlers am 8. April 1973.
Die eigens zur Landesgartenschau 2014 konzipierte Ausstellung zeigt sieben ausgesuchte Werke Picassos aus dem Museé Picasso in Antibes – und feiert zugleich die seit 1976 bestehende Partnerschaft mit der Stadt an der Côte d’Azur.

Abbildung Pablo Picasso, Vase mit Blattwerk und drei Seeigeln, 1946, Bootslack auf Papier. © Sucession Picasso, Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2013 und Musée Picasso, Antibes/imageArt, photo, Claude Germain

 


Im Paradies der Früchte.
Highlights aus der Sammlung für Fruchtmalerei und Skulptur

27. Juli – 2. November 2014

Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Obstschale, Böhmischem Glas und Empire Tasse, 1907, Öl auf Malkarton, 49 x 53,3 cm. © Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur, Heidelberg

Am Anfang war der Apfel – auch in der Kunst. Seit der Antike regen Früchte Künstler zu Meisterwerken an. Die bis heute anhaltende Faszination für dieses Sujet bezeugt die international renommierte Sammlung für Fruchtmalerei und Skulptur mit Sitz in Heidelberg. In den letzten 40 Jahren von dem Unternehmer, Wissenschaftler und Stifter Prof. Dr. Rainer Wild aufgebaut, bildet sie in über 500 Kunstwerken die ganze Vielfalt der Frucht in der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ab: von der Klassischen Moderne bis zur Zeitgenossenschaft, von Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter und Emil Nolde bis zu Andy Warhol, Fernando Botero und Markus Lüpertz, von Paul Klee, Georges Braque und Oskar Kokoschka bis zu Lucian Freud, Karin Kneffel und Ai Weiwei. Sie, und weitere prominente Künstlerinnen und Künstler sind in der Ausstellung mit prägnanten Arbeiten vertreten. Zu sehen sind insgesamt rund 40 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen sowie einige Druckgrafiken.

Abbildung Alexej von Jawlensky, Stillleben mit Obstschale, Böhmischem Glas und Empire Tasse, 1907, Öl auf Malkarton, 49 x 53,3 cm. © und courtesy Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur, Heidelberg

Hier finden Sie weitere Informationen zur Sammlung für Fruchtmalerei und Skulptur.


Gottfried Weinhold. Poesie des Lichts – Fotografien

23. November 2014 – 1. Februar 2015

Schwäbisch Gmünd, 2013

Gottfried Weinhold, geb. 1941 und in Aalen zuhause, fotografiert mit einer Mittelformatkamera. In seinen Bildern bevorzugt er gedämpfte, fast monochrome Farben. Diese sensible, verhaltene Farbigkeit strahlt Ruhe aus. Eine Ruhe, die durch ein formales Ordnungsprinzip noch unterstrichen wird. Ein oft strenger, grafischer Bildaufbau, bewusst reduziert auf das Wesentliche, ist ein beabsichtigtes Mittel, um von der Realität Abstand zu gewinnen. Und es ist das Licht, das Weinholds Bilder bestimmt und lichtdurchflutete, poetische Fotografien entstehen lässt.
Die Einbeziehung von Licht und Schatten setzt wichtige Akzente und ist unverzichtbar. Im »Weglassen« liegt Weinholds Meisterschaft. Sein »drittes Auge« sieht das Wesentliche: das lichthafte im Licht und das schattige im Schatten. So gewinnt er neue analytische Aspekte. Die »bewegte Kamera« schafft darüber hinaus Bildeindrücke, die von denen der nur reproduzierenden Kamera auf malerische Art abweichen. Es entsteht Poesie. Die Reisen in südliche Länder, nach Spanien, Tunesien, Kleinasien, Bali, Karibik, Italien und immer wieder Griechenland, haben die fotografischen Arbeiten auf wertvolle Art zusätzlich bereichert.