Schwäbisch Gmünd, 2016

Friedrich Hechelmann. Geflügelte Wesen – Bronzen, Gemälde, Zeichnungen

29. Oktober 2017 – 4. Februar 2018

Schwäbisch Gmünd, 2016

Friedrich Hechelmann, Epiphanias, 2015, Bronze, 14 x 25 x 32 cm. Foto: Nomi Baumgartl.

Friedrich Hechelmann ist als Buchillustrator und Maler großformatiger visionärer Landschaftsbilder international weithin bekannt. Immer hat sich der 1948 in Isny geborene Künstler aber auch mit der Bildhauerei auseinandergesetzt, insbesondere mit der antiken Skulptur.
Nach der Illustration von Shakespeares Märchenspiel „Ein Sommernachtstraum“ 2014 realisierte er einen langgehegten Wunsch: ein Jahr lang arbeitete er ausschließlich an der Entstehung von Bronzen. Entstanden sind 15 geheimnisvolle Wesen aus der Mythen- und Fabelwelt. Es sind kraftvolle und zugleich in sich versunkene Aktfiguren, mal als Engel, mal als bukolischer Faun. Die Bronzeplastiken basieren bewusst auf der abendländischen Kultur und führen diese jahrhundertealte Tradition fort: sowohl das himmlische als auch das mythologische Wesen trifft in seiner Überhöhung auf die ganz diesseitige Körperlichkeit.
Diese neu entstandenen Bronzefiguren sind Ausgangspunkt der Ausstellung, die zusammen mit ausgewählten Gemälden und Zeichnungen auch zeigt, wie das Thema "Geflügelte Wesen" Friedrich Hechelmanns gesamtes Schaffen durchzieht.
Eröffnung: Sonntag, 29. Oktober 2017, 11 Uhr

Hermann Pleuer. Ein schwäbischer Impressionist

11. März – 10. Juni 2018

Schwäbisch Gmünd, 2017

Hermann Pleuer, Bahnhofshalle im Alten Stuttgarter Bahnhof, 1907, Öl auf Karton, 38,5 x 48,5 cm, Sammlungen Museum im Prediger

Hermann Pleuer, der 1863 in Schwäbisch Gmünd geboren wurde und 1911 mit noch nicht 49 Jahren starb, zählt zu den wichtigsten Vertretern des Impressionismus in Süddeutschland. Weithin berühmt wurde er durch seine Eisenbahnbilder, die für den Kunsthistoriker Otto Baum „hinter Monets Bildern des Gare Saint-Lazare nicht zurückstehen“. Doch Hermann Pleuers Bahnhofsbilder mehr sind mehr als bloße Impressionen. Sie sind Sinnbilder eines Erlebnisses. An diesem Motiv interessierte ihn weniger der farbige Schein der Dinge als ihr Wesen, das sich dahinter verbirgt. Nur mittelbar aus dem Gegenstand gewonnen, leben Pleuers Bilder fahrender Züge, Bahnhöfe, Eisenbahnwerkstätten und Lokschuppen aus dem elementaren Gegeneinanderströmen von schweren opaken Farbmassen und transparenten farbigen Tönen, aus der Spannung von statischen und dynamischen Momenten und nicht zuletzt aus dem großzügig in Szene gesetzten Spiel von mit breitem Pinsel gesetzten Rhythmen, welche die Fläche in Atem halten. Hermann Pleuer war jedoch nicht nur der „Maler der Eisenbahn“, wie er oft verkürzt dargestellt wird. Darüber hinaus hat er im Figurenbild mit Badenden im Mondschein und im Landschaftsbild mit Motiven vornehmlich seiner Heimat hervorragende Werke geschaffen.
Ausgangspunkt der Ausstellung zum 155. Geburtstag des Künstlers ist der Bestand an 32 Gemälden Pleuers in den Sammlungen des Gmünder Museums. Ergänzt um bedeutende Leihgaben von Museen und Privatsammlungen ermöglichen über 50 Gemälde aus allen Schaffensperioden einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Künstlers.
Eröffnung: Sonntag, 11. März 2018, 11 Uhr

 

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