Schwäbisch Gmünd, 2016

Querschnitt 2016. Jahresausstellung
des Gmünder Kunstvereins

17. Dezember 2016 – 15. Januar 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Blick in den "Querschnitt 2013"

In das Kunstjahr 2017 geht es am Freitag, 16. Dezember 2016, um 19 Uhr, mit der Eröffnung des „Querschnitt“, der Jahres- und Gastausstellung des Gmünder Kunstvereins. Bis zum 15. Januar sind rund 100 ausgewählte Werke zu sehen, darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte und Schmuck. Zusammen ergibt sich hieraus sowohl ein Kaleidoskop als auch eine Momentaufnahme von der Qualität und Bandbreite des regionalen Kunstschaffens.

Yong Sa Sommer. Wandlungen

4. Februar – 2. April 2017

Schwäbisch Gmünd, 2015

Yong Sa Sommer, aus der Serie "Symbole", Relief, 1988, 90 x 90 x 10 cm

"Meine Arbeit ist Ausdruck meines Lebens“, sagt Yong Sa Sommer. Geboren 1945 in Kwangju, Südkorea, kam sie 1966 nach Deutschland, 1975 schließlich nach Schwäbisch Gmünd. In diese Zeit fällt auch der Beginn ihrer künstlerischen Arbeit. Nach Anfängen mit Stickbildern fand sie schnell zu einem facettenreichen Repertoire, das heute neben der Kalligrafie, der Malerei und dem Relief auch Fotografien, Collagen und plastische Arbeiten umfasst. Seit 1976 hat Yong Sa Sommer mit Einzelausstellungen und Beteiligung an zahlreichen Gruppenveranstaltungen auf sich aufmerksam gemacht.
Die Kunst Yong Sa Sommers ist geprägt von der Auseinandersetzung mit der fernöstlichen Kulturtradition ihrer koreanischen Heimat. Ihre oft meditativen Arbeiten versöhnen Gegensätze: bewegt – ruhend, lebendig – starr, hell – schattig, gewachsen – gemacht, schöpferisch – empfangend. Die Werkschau in der Galerie im Prediger würdigt Yong Sa Sommers nunmehr 40-jährige künstlerische Arbeit und umspannt wichtige Stadien ihres immer wandlungsfähigen Schaffens mit ausgewählten Werken.
Eröffnung: Freitag, 3. Februar 2017, 19 Uhr

Stephan Hasslinger. Paisley

22. April – 18. Juni 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

„Ein Netz zu konstruieren, aus dem der Blick nicht mehr hinausfindet“, ist die erklärte Absicht, die Stephan Hasslinger (Jg. 1960) mit seiner Kunst verfolgt. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet der Freiburger Bildhauer in Ton. Daraus baut er fast barock anmutende, anspielungsreiche und übermannsgroß aufragende Keramikskulpturen, die auf dem Feld der zeitgenössischen Bildhauerei längst einen eigenständigen, überzeugenden Platz einnehmen. Organoide, fließende Formen verbinden sich in den Arbeiten mit textilen Strukturen und ornamentalen Mustern, die der Welt der Mode und der tradierten Kultur entstammen – und die der Künstler auf surreale Weise lustvoll verfremdet. Zum Thema der Ausstellung in der Galerie im Prediger entsteht eigens eine neue Arbeit, die der Künstler mit einer Auswahl weiterer Boden- und Wandobjekte zu einem spannungsvollen Dialog komponiert.
Stephan Hasslinger studierte nach einer Ausbildung zum Steinmetz Bildhauerei an den Hochschulen für Künste Bremen und Berlin (1985-93). Mehrfach führten ihn Stipendien nach England und in die Niederlande, wo er 1993 durch ein Werkstipendium am „European Ceramic Work Center“ in s’-Hertogenbosch seine bis heute anhaltende Begeisterung für den Werkstoff Keramik entdeckte und seine eigene, unverwechselbare Formensprache fand. Erste Preise für Kunst-am-Bau Wettbewerbe begleiten seine künstlerische Laufbahn.
Eröffnung: Freitag, 21. April 2017, 19 Uhr

Stefan Rohrer. Roller Coaster

8. Juli – 10. September 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Stefan Rohrer, Roller Coaster, 2009, Motorräder; Stahl; Lack, 720 × 140 × 80 cm. Foto/Courtesy: Galerie Scheffel, Bad Homburg v. d. H.

Das Werk von Stefan Rohrer dreht sich um das wohl wichtigste Kulturgut des 20. Jahrhunderts, um einen modernen Mythos, ja gar einen Fetisch: das Auto. Alte Autokarosserien, Motorroller und Modellautos zerlegt er in ihre Einzelteile. Neu zusammengesetzt, schweißt, schraubt und schleift er daraus in Popfarben lackierte und auf Hochglanz polierte Skulpturen, die mit bekannten Formen beginnen und sich alsbald im Fantastischen verlieren. Mit größter handwerklicher Finesse streckt, dehnt, verjüngt und verformt er sein ungewöhnliches Material zu dynamischen Gebilden, die mal elegant geschwungen, mal in wilden Loopings in den Raum ausgreifen, gleichsam abheben und aus der Bahn geraten. Mit hintergründigem Humor visualisiert Stefan Rohrer in seinen Arbeiten automobile Geschwindigkeit. Er versteht seine Skulpturen als ins dreidimensionale übersetzte Comicstrips, die Spielraum für Geschichten bieten, die lustig und fröhlich sein, aber auch tragisch ausgehen können. Für den Künstler ist genau eine solche Dualität entscheidend: „Meine Arbeiten vereinen Bewegung und Erstarrung, Realität und Täuschung, Spiel und Ernst“, sagt er. In der Galerie im Prediger zeigt Stefan Rohrer ältere und neue, speziell auf den Ausstellungsraum abgestimmte Arbeiten.
Stefan Rohrer, 1968 in Göppingen geboren, lebt und arbeitet heute in Stuttgart. Nach einer Ausbildung zum Steinmetzmeister studierte er zunächst Bildhauerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle/Saale (1998-99), dann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Werner Pokorny und Micha Ullman (1990-2004) sowie bei Udo Koch (2004-2006). Zahlreiche Stipendien und Preise begleiten seine Vita, zuletzt 2015 ein Stipendium der ZF Kunststiftung, Friedrichshafen, und der Lothar-Fischer-Preis, den die Lothar & Christel Fischer Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Neumarkt in zweijährigem Turnus verleiht.
Eröffnung: Freitag, 7. Juli 2017, um 19 Uhr

Bruno Feger. Augenblick, verweile doch

30. September – 26. November 2017

Schwäbisch Gmünd, 2016

Monumentale Blumen, Blüten und Früchte aus Stahl und Kunstharz gehören seit gut 20 Jahren zu den unverwechselbaren Markenzeichen von Bruno Feger, geboren 1962. In wochenlanger Arbeit montiert und verschweißt der Künstler hunderte fast mosaikhaft kleine, rechteckig geteilte Stahlplättchen, die er zuvor aus einer industriell gefertigten Stahlplatte geschnitten hat, zu großformatigen, farbig gefassten Skulpturen: zu Hagebutten, Lilien und Kirschen, zu Gräsern und Tulpen. Die Formen der einzelnen Pflanzen erfasst Bruno Feger nicht im Detail, sondern im Gesamt. Er abstrahiert und reduziert sie auf Grundformen und -linien ihres Erscheinens in der Natur, lässt den jeweiligen Urtypus aber erkennen. Im natürlichen Zyklus des Blühens und Verwelkens hält er sie in der Üppigkeit ihres Wachstums fest: in sattem Grün die Gräser, in prall leuchtendem Rot die Hagebutten, Kirschen und Tulpen. Dabei setzt der Bildhauer nicht auf die körperliche Masse, sondern auf die Haut, die Oberfläche der Objekte, die trotzt ihrer monumentalen Größe leicht wirken. In ihrer ganz eigenen Formensprache visualisieren Bruno Fegers Pflanzen-Objekte Vitalität, Wachstum und Kraft. Die Ausstellung in der Galerie im Prediger gibt einen Einblick in Bruno Fegers Schaffen – von seinen frühen floralen Holzwerken bis zu neuen Stahlarbeiten.
Bruno Feger gehört zu den bemerkenswerten Bildhauern der Gegenwart. Geboren 1962 in Haslach im Schwarzwald, studierte er von 1982 bis 1987 Architektur an der Hochschule der Künste Berlin und kam dann zur Kunst. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Kunstpreis der Stadt Hanau (1998) und der Preis der Stadt Mörfelden-Walldorf (2002). Seit 1989 sind seine Objekte in zahlreichen Ausstellungen zu sehen – vor allem im öffentlichen Raum, wo sie immer wieder große Aufmerksamkeit und Anerkennung finden. Daneben hat er zahlreiche Kunst-am-Bau-Aufträge verwirklicht. Bruno Feger lebt und arbeitet heute in der Nähe von Freiburg im Breisgau.
Eröffnung: Freitag, 29. September 2017, 19 Uhr

 

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