Schwäbisch Gmünd, 2017

Armin Göhringer. Synapsen

17. Februar – 13. Mai 2018

Schwäbisch Gmünd, 2017

Armin Göhringer, Ohne Titel, 2015, Holz geschwärzt, 176 x 44 x 26 cm.

Bruder Holz – so bezeichnet Armin Göhringer den partnerschaftlich zu nennenden Umgang mit seinem bevorzugten bildhauerischen Werkstoff, dem er sich seit mittlerweile über 30 Jahren leidenschaftlich verschrieben hat. Geboren 1954 in Nordrach im Schwarzwald, gehört er heute zu den führenden Holzbildhauern Deutschlands.
Mit der Kettensäge entkernt und reduziert er den Holzstamm oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit des Materials. Kuben und Quader kippen und drängen gegeneinander, gehalten durch teils nur fingerdicke Verbindungsstränge und Stege. Halt gibt dem Konstrukt das vom Künstler bewusst einkalkulierte Spiel der dem Holz innewohnenden Druckkräfte, die er vitalisiert. Der architektonische Charakter der Werke begründet sich in besonderem Maße in der Verbindung von Stütze und Last und der feinen abgestimmten Balance von Druck und Gegendruck, Volumen und Leere, Materie und Transparenz, Statik und Dynamik, Stabilität und Fragilität.
Die Ausstellung in der Galerie im Prediger präsentiert eigens auf den Ausstellungsraum bezogene Boden- und Wandobjekte, darunter ganz neu entstandene Arbeiten. Zur Werkschau erscheint eine Broschüre.
Eröffnung: Freitag, 16. Februar, 19 Uhr

Gerda Bier. Figur und Gehäus

2. Juni – 26. August 2018

Schwäbisch Gmünd, 2017

Gerda Bier, Schwarzes Tor mit Rot, 1991, Holz, Eisen, 51 x 33 cm.

Gerda Bier, geboren 1943 und Trägerin des Erich-Heckel-Preises, gehört zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten Süddeutschlands. Konstitutiv für ihr Schaffen ist das Collagieren mit unterschiedlichsten Materialien. In ihren Arbeiten befasst sie sich mit existenziellen Erfahrungen und Befindlichkeiten. Im Mittelpunkt steht der Mensch, zeichenhaft verknappt auf archetypische Grundformen: auf sitzende, stehende, liegende oder thronende Figuren, oft auch Torsi, die streng und klar konzipiert und auf den Kern des Körpers reduziert sind. Ihre bevorzugten Materialien sind Holz und Eisen, die deutliche Zeit- und Gebrauchsspuren tragen und so den Figuren ihr eigenes „Gedächtnis“, ihren zeitlichen Abdruck einschreiben.
Ausgewählte Arbeiten erfassen über 30 Schaffensjahre der Künstlerin.
Eröffnung: Freitag, 1. Juni, 19 Uhr

 

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