
"Der Finger durchdringt einen Goldkegel, dieser liegt sehr sicher und trotz seiner Größe bequem in der Hand, gibt Schutz, verleiht Kraft. Ein archaischer Ring, der Mut zum Tragen verlangt, dann aber in außergewöhnlicher Weise die Persönlichkeit der Trägerin oder des Trägers unterstreicht.“ So charakterisiert der Gmünder Schmuckkünstler und Designer Georg Spreng die Eigenschaften seines 1990 kreierten „Eistütenrings“. Das zweite Exemplar dieser markanten Ringkreation vermachte Georg Spreng am 23. August 2010 dem Museum im Prediger Schwäbisch Gmünd in Form einer Schenkung. Nun ist der in gelbgold gearbeitete, mit fünf Amethystkegeln besetzte Ring im Museum im Prediger in der Präsentationsreihe „Kunstwerk des Monats“ ausgestellt. Zu sehen ist das Schmuckstück in den nächsten vier Wochen an der Museumsinformation im 1. Obergeschoss während der Öffnungszeiten: außer montags von 14-17 Uhr, donnerstags von 14-19 Uhr, samstags und sonntags von 11-17 Uhr.
Schmuck aus Freude zur Freude
Schmuck von Georg Spreng ist kostbar. Und er zeichnet sich durch klare Linien und Formen aus. Georg Spreng verwendet Gold, Platin und sorgfältig gewählte und bearbeitete Edelsteine. Seine Kreationen tragen eindrückliche Namen: Eistütenringe, Vulkanbroschen, Schmucktörtchen, Augenringe. Sie alle prägen sich ein wie der Schmuck selbst.
Sprengs Ringe, Broschen, Ketten, Anhänger und Armreife sind Einzelstücke, gefertigt nach eigenen Entwürfen, signiert und zertifiziert. „Der Träger soll spüren, dass das Schmuckstück mit Freude entstanden ist“, sagt Georg Spreng, dessen Intention es ist: „Ich will, dass dieser Schmuck in ein paar tausend Jahren irgendwo ausgegraben wird und dann immer noch funktioniert, er unsere heutige Zeit widerspiegelt.“
Schmuck von Georg Spreng – weltweit ein Begriff
Die Handschrift von Georg Spreng ist einzigartig. Seine Schmuckstücke sind weltweit ein Begriff und repräsentieren zeitgenössischen Schmuck in Vollendung.
Georg Spreng wurde 1949 in Schwäbisch Gmünd geboren. Er studierte Industrie Design an der Gmünder Werkkunstschule und ist Mitbegründer der Designergruppe „frogdesign“. Seit 1983 arbeitet er als freier Designer und Schmuckgestalter, zunächst in Kanada und jetzt in Deutschland. Für seinen Schmuck und sein Design erhielt Georg Spreng zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den Staatspreis für das Kunsthandwerk des Landes Baden-Württemberg 1996 und den 1. Preis „Diamanten Heute“, verliehen von De Beers 1995.
Der Eistütenring – das neuestes Stück in der musealen Ring-Sammlung
Die Arbeiten von Georg Spreng sind Bestandteil der renommierten Sammlungen des Museums für Angewandte Kunst, München, und des Museum of Modern Art, New York – und nun auch der Ring-Sammlung des Museums im Prediger Schwäbisch Gmünd. Das Museum im Prediger verfügt über eine umfangreiche Sammlung an Ringen. Die Kollektion umfasst rund 500 Exemplare. Der älteste Ring stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der neueste ist Georg Sprengs „Eistütenring“.