16. Kinder-Kino-Festival: 19. – 22. März 2009

Schwäbisch Gmünd, 2012

Neben einer hohen Qualität der Filme war beim Festival vor allem Aktualität angesagt. Zum Bundesstart kamen der spannungsreiche Kinderkrimi „Die drei ??? – Das verfluchte Schloss“ und „Despereaux – Der kleine Mäuseheld“, ein Zeichentrickfilm nach dem Kinderbuch-Bestseller von Kate DiCamillo, auf die Leinwand. Mit „Die Vorstadtkrokodile“, „Prinzessin Lillifee“ sowie dem Trickfilm „Die Legende vom Schatz im Silbersee“ standen sogar Premieren im KiKiFe-Programm. Erstmals in einem deutschen Kino liefen „Rot wie der Himmel“, eine einfühlsame italienische Produktion um einen blinden Jungen, und der niederländische Streifen „Übergeschnappt“. Phantastisches bescherten „Herr Bello“, der auf einem Drehbuch des „Sams“-Erfinders Paul Maar beruht, und von der empfindsamen Zeit des Erwachsenwerdens erzählt „Kleine Geheimnisse“, die Verfilmung des luxemburgischen Romans „Perl oder Pica“.

Ganz groß geschrieben: Filmvermittlung beim KiKiFe
Das Einzigartige am Gmünder Kinder-Kino-Festival ist, dass es nicht nur ein Kinderfilmfestival ist, das die gängigen Filme präsentiert – es ist darüber hinaus auch ein Festival für Kinder. Dazu gehört in erster Linie ein abwechslungsreiches medienpädagogisches Begleitprogramm zur Vermittlung von Filmkultur und Medienkompetenz, das Studierende der Pädagogischen Hochschule erarbeitet haben.
In Aktionen und Gesprächen, Spielen und Workshops wurden insgesamt elf Filme vertieft, die in unterschiedlicher Weise Themen von Kindern aufgegriffen haben.

Filmklassiker und Extra-Programm für die Jüngsten
Mit „Der Krieg der Knöpfe“ und „Urmel aus dem Eis“ aus der Augsburger Puppenkiste kamen beim KiKiFe zwei Klassiker in die Kinosäle. Und für das ganz junge Publikum werden Kurzfilme, die mit unterbrechendem Begleitprogramm die Aufmerksamkeit nicht überstrapazieren, sowie lustige Zeichentrickfilme wie „Der Mondbär“ oder „Felix 2 – Ein Hase und die verflixte Zeitmaschine“ gezeigt.

Wettbewerbsfilme beim KiKiFe
Dem Urteil der Kinderjury stellten sich acht Beiträge, die im Wettbewerb laufen und um den KiKiFe-Filmpreis konkurrieren. Mit der FBW-Empfehlung „besonders wertvoll“ geht die österreichisch-deutsch-chinesische Koproduktion „Mozart in China“ in diesen Wettbewerb, die spannend und phantasievoll China näher bringt, die für Freundschaft und Toleranz wirbt, ohne die Schwierigkeiten zu verschweigen, die sich ergeben, wenn man sich in einer fremden Kultur zurechtfinden muss. Zu den weiteren Aspiranten zählen „Der Brief für den König“, „Karo und der liebe Gott“, „Rot wie der Himmel“, „Übergeschnappt“, „Willi und die Wunder dieser Welt“, „Die Legende vom Schatz im Silbersee“ und „Stella und der Stern des Orients“, ein aufregendes, magisches Zeitreise-Abenteuer dreier junger Schatzjäger.

Gäste beim KiKiFe
Außerdem ermöglichte das Kinder-Kino-Festival Begegnungen mit Regisseuren, Produzenten und Autoren. So war Willi Weitzel beim Festival zu Gast, um seinen ersten Kinofilm „Willi und die Wunder dieser Welt“ selbst vorzustellen. Auch aus der Ludwigsburger Filmakademie kamen Gäste, die über ihre Filmproduktionen sprechen.

Kurzfilmprojekt
Auch 2009 wurde beim KiKiFe wieder ein Kurzfilm gedreht. Dabei entstand mit Kindern aus der Region der Streifen „Anke! – Die Rückkehr“ nach einem Drehbuch und unter der Regie von Gerhard Weber (Berlin). Zudem bereicherte eine Attraktion dieses Kurzfilmprojekt: Zur Festival-Eröffnung am Donnerstag, 19. März, wurde eine Szene im Kino mit den Zuschauern gedreht. Dabei hatte das Publikum nicht nur die Rolle von Statisten, sondern rhielt von Günter Moritz (teamWERK FilmProduktion Stuttgart) und Gerhard Weber genaue Erläuterungen, wie eine Szene im Film aufgebaut, beleuchtet und mit den Schauspielern gedreht wird.

Abschlussgala mit Michael Gaedt, mit Premieren und vielem mehr
Am Sonntag, 22. März, um 17.30 Uhr endete das Kinder-Kino-Festival mit einer großen Abschlussgala und Michael Gaedt (Die Kleine Tierschau) als Moderator. Dabei konnte das Publikum zwei Premieren erleben: Zum einen die KiKiFe-Eigenproduktion „Anke! – Die Rückkehr“ – der Kurzfilm, den Kinder aus der Region während des Festivals nach einem Drehbuch des Berliner Regisseurs Gerhard Weber produzierten. Und zum anderen „Die Vorstadtkrokodile“, die Verfilmung des Jugendbuch-Klassikers von Max von der Grün.

 

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