Mentorenprojekte 2005 - 2013
Für Weltgarten sprießen Ideen
Viele Aktionen sollen Geld in die Kasse des multikulturellen Projekts spülen
Schon bald kann man auf dem Gmünder Wochenmarkt ein „Minibag“-Gärtchen erstehen. Der Erlös für die Miniatur-Grünoase geht an den Verein „Weltgarten“, der am Hang des Hardts gemeinsam ein Paradies schaffen möchte. Das Vorstandsteam mit Bernhard Bormann und Christiane Biebl informierten über weitere Ideen.
Anja Jantschik
Schwäbisch Gmünd. Bei den Neuseeländern erstmals gesehen, kam Christiane Biebl zu Bernhard Bormann mit dem Vorschlag, ebenfalls einen Weltgarten auf dem Hardt anzulegen. Bei ihm, und vor allem bei der Stadt traf sie damit auf offene Ohren. Die Idee: Menschen aus unterschiedlichen Nationen und unterschiedlichen Alters sollen gemeinsam an einem Hang des Hardts ihren eigenen Garten Eden erschaffen. Blumen, Kräuter, Büsche und vieles mehr sollen dort entstehen. Auch Kindergärten und Schulen werden involviert.
Der offizielle Startschuss für den Weltgarten fiel am 6. April bei einem Frühlingsfest. „Die positive Resonanz hat uns ermutigt, das Projekt voranzubringen“, erläutert Bernhard Bormann. Die Krux ist jedoch, dass man auf Spender und Sponsoren angewiesen ist. Deswegen seien Sach- und Geldspenden, aber auch Fachwissen sehr willkommen, so Bormann.
Infos, was alles benötigt wird, gibt’s unter der Hotline: 0172/9041708. Denn vieles wird dringend benötigt. Etwa Material um einen Zaun zu erstellen. Auch muss der Weltgarten gegen Wildfraß geschützt werden. Zudem soll eine abschließbare Gartenhütte Gerätschaften beherbergen. Auch Gartenmöbel, Pflanzmaterial aller Art, PVC-Abwasserrohre für die Bewässerung und vieles können die Vereinsmitglieder gebrauchen.
Erfreut berichten die Vorstandsmitglieder, dass sie von der Stadt sehr guten Rückhalt bekommen. So übergab Baubürgermeister Julius Mihm offiziell beim Frühlingsfest das Hanggelände an die Mitglieder des Vereins Weltgarten. Aktionen sollen zusätzlich für Einnahmen sorgen, mit denen man dann Gerätschaften und Pflanzmaterial kaufen kann. Momentan wird an „Minibags“ gearbeitet. Den Stoff, in dem Erde und Pflänzchen untergebracht werden, nähen die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft. In wenigen Wochen wird man diese reizenden Blumengrüße auf dem Wochenmarkt erstehen können. „Wir sind ein reines Gmünd-Projekt und brauchen die breite Unterstützung der Bürger“, betont Bormann, dass es keinerlei Zuschüsse gibt. Übrigens, jetzt will man Themenbeete anlegen. „Und auch die Kindergärten haben sich bereits für Beete interessiert“, schildert Christiane Biebl.
Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 26.04.2013
Bernhard Bormann und Christiane Biebl präsentieren mit Colette Eisenhuth und Emine Beyer Utensilien, die sie für den Weltgarten brauchen. (Foto: jan)
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Das Paradies ist multikulturell
Hang an der Oberbettringer Straße wird zum Weltgarten – Startschuss beim Frühlingsfest
Afrikanische Trommelklänge lockten am Samstag die Besucher zum Hang an der Oberbettringer Straße. Der Duft von kasachischen Fleischspießen, schwäbischem Eintopf und türkischem Fladen war nicht nur lecker, sondern auch symbolisch für den multikulturellen Charakter des Frühlingsfestes. Dieses wiederum war der symbolische Startschuss für das Errichten eines Weltgartens durch Mitglieder des gleichnamigen Vereins.
Anja Jantschik
Afrikanische Tänze brachten Schwung ins Frühlingsfest.
Schwäbisch Gmünd. Wärmende Lagerfeuer lassen die frostigen Temperaturen vergessen. Aufmerksam beobachtet der Nachwuchs das Stockbrot, das in die Flammen gehalten wird. Nebenan formen talentierte Kinderhände emsig Samenknödel. Bestückt mit Wildblumen- oder auch Barbarossablumensamen. Unter Anleitung von Cathrin Hammer, die über die Idee der Samenknödel erzählt, die einst in England geboren wurde. „Und zuhause packt ihr den Knödel dann in einen Blumentopf und wartet ab“, gibt sie dem Nachwuchs Anweisung. „Dann wird’s spannend, denn man weiß nie, was von den Samen dann wirklich aufgeht“, fügt sie augenzwinkernd hinzu. Hochkonzentriert gestaltet ein Junge hinter ihr seine eigene Murmelbahn auf einem Holzbrett. Zuerst skizziert, dann mit Nägeln fixiert, schwingt er behutsam die Schnur um die einzelnen Nägel. „Gut machst Du das“, gibt’s für diese Handarbeit viel Lob von Marion Schwab. Als Mitglied der „Wesley-Scouts“, der Pfadfindergruppe, die neben den „Royal Rangers“ ebenfalls am Frühlingsfest teilnehmen, hatte sie sich für diese Bastelei zum Kinderprogramm entschieden. Nur eines der zahlreichen Angebote, die beim Nachwuchs am Samstag sehr großen Anklang fanden. Das Frühlingsfest hielt aber auch manche Überraschung bereit. So übergab etwa die Präsidentin der Soroptimisten Schwäbisch Gmünd, Birgit Heilig, eine blumige Spende an die Mitglieder des Vereins Weltgarten: zehn Rosenstöcke. „Pro Rosenstock geht eine Spende an ein Wasserprojekt in Afrika“, informierte die Präsidentin. Freudestrahlend nahmen die beiden Vorsitzenden des Vereins Weltgarten, Christina Biebl und Bernhard Bormann, diese unerwartete Spende für den Weltgarten entgegen. Die Idee für den Weltgarten, der am Hang angelegt werden soll durch internationale Hände, komme aus Neuseeland, berichtete Initiatorin Christina Biebl. „Dort gibt es diese Projekte in vielen Gemeinden.“ Mit dieser Idee traf sie bei Bernhard Bormann und der Stadtverwaltung sofort auf offene Ohren. Ziel sei es, die Menschen auf dem Hardt im Garten zusammenzubringen. Gemeinsame Gartenarbeit, Gespräche und lockere Treffen sollen das Zusammenwachsen bestärken. Auch die Kunst kam beim Frühlingsfest nicht zu kurz. Denn gleich drei Künstlerinnen – Nadja Rasputin, Liliane Smid und Natalia Hauer – stellten dort aus. Dass die Stadt Schwäbisch Gmünd hinter dem Projekt und dem Verein Weltgarten steht, zeigte sich klar. Bürgermeister Julius Mihm übergab den Hang beim Frühlingsfest an den Verein: mit dem Durchtrennen eines Efeubandes, das zwischen die Pfosten eines symbolischen Eingangstores gespannt war. Er betrachtete den Platz für den Weltgarten als ideal, zumal nebenan Kleingärtner sind. „Das wird eine gute Gemeinschaft“, freute sich Christiane Biebl. „Da werden auch Ableger ausgetauscht“, prophezeite Bernhard Bormann. Das Fest wurde von drei Studentinnen der Hochschule für Gestaltung, Marina Wunderlich, Carina Rieder und Austauschstudentin Liz Gosselin aus Kanada, fotografisch begleitet. Diese Dokumentation fließt in die Projektarbeit des Semesters ein und ist am 12. und 13. Juli in der Hochschule ausgestellt.
Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 06.04.2013
Mit dem Durchtrennen eines Efeubandes übergab Bürgermeister Julius Mihm den Hang an den Verein Weltgarten. (Fotos: Tom)
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Gmünds Bürgerengagement ausbauen
Ehrenamtlich Wirkende bekommen direkte Ansprechpartnerin und sollen stärker gewürdigt werden
Der Filterdialog ist ein Beispiel. Die Staufersaga ein weiteres. Bürgerschaftliches Engagement wird in Gmünd groß geschrieben. Die Stadt will diesen Weg konsequent weitergehen. Und hat für die Bürger mit Inge Pfeifer künftig eine direkte Ansprechpartnerin.
In Gmünd gebe es seit 2009 verstärkt bürgerschaftliches Engagement, spannt Bügermeister Dr. Joachim Bläse den Bogen von den Anfängen bis heute. Er nennt den Dialog zum Tunnelfilter, der unter den Bürgern Verständnis dafür geschaffen hat, dass der Nutzen des Filters zu gering ist. Er nennt aber auch die Staufersaga, bei der etwa 2000 Bürger mitgemacht haben. Und er nennt nicht zuletzt die Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters an Samstagen. Immer wenn es auf Landesebene um Bürgerengagement gehe, tauche Gmünd auf, sagt Bläse. Nun sollen in einem nächsten Schritt Strukturen geschaffen werden. Denn solche braucht es, damit sich vom bürgerschaftlichen Engagement getragene Projekte nicht erschöpfen, erläutert der OB. Die Strukturen sehen so aus: Die Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement wird dem Amt für Familie und Soziales zugeordnet. Ansprechpartnerin dort ist Inge Pfeifer, die über die Jahre in verschiedenen Bereichen der Verwaltung tätig war und selbst ehrenamtlich engagiert ist, zum Beispiel bei den Fahnenschwingern und in der Münstergemeinde.
Konkrete Inhalte benennt der Leiter des Amtes für Familie und Soziales, Dieter Lehmann. Ehrenamtliche erfahren bei der Stabsstelle zum Beispiel von Fortbildungsangeboten. Die Stabsstelle wolle aber auch eine „Anerkennungskultur“ entwickeln. Die könnte so funktionieren wie der Sportlerball, bei dem Gmünds Sportler für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. Zudem wird die Stadt bei der Gartenschau 2014 mit dem Landessozialministerium „Akademietage der Bürgermentoren“ ausrichten. Ein nächster Schritt nach der nun personell ausgestatteten Stabsstelle könnte die soziale Manufaktur sein. Diesen Begriff hat die Staatsrätin für Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, geprägt, als sie im November 2011 als Vertreterin der Landesregierung die Gewandmeisterei und Gmünd besucht hat und vom Bürgerengagement begeistert war. Die Gewandmeisterei steht dabei beispielhaft für die soziale Manufaktur. Dort, sagt Arnold, würden Mehrwerte geschaffen, jenseits des kapitalistischen Kreislaufs, von aus Interesse ehrenamtlich Wirkenden bis zu am Existenzminimum Knapsenden, die durch die Arbeit in einer sozialen Manufaktur wieder Fuß fassen.
Begleitet werden all diese Entwicklungen in Schwäbisch Gmünd von Carolin Hinderberger. Die Bettringerin studiert an der Berufsakademie Heidenheim „Soziale Arbeit“. Ihr Schwerpunkt ist dabei bürgerschaftliches Engagement, den praktischen Teil des Studiums absolviert sie bei der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd. Zurzeit ist sie im fünften Semester, das Thema ihrer Bachelor-Arbeit, das weiß sie aber schon heute: „Anerkennungskultur in Schwäbisch Gmünd“.
V.l.: Dieter Lehmann, Dr. Joachim Bläse, Inge Pfeifer, Carolin Hinderberger und OB Richard Arnold.
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Mentorenprojekte 2012
Rems-Zeitung - 24.04.2012
(PDF-Datei, 0,30MB)
Rems-Zeitung - 17.01.2012
(PDF-Datei, 0,41MB)Danach sprach Münsterpfarrer Robert Kloker ein Grußwort mit einem Text von Margot Käßmann, in dem unter dem Thema „Eine offene Tür“ an den ersten Adventkalender erinnert wurde, hinter dem sich allerlei Leckereien verbargen, und auf den christliche Motive aufgedruckt waren. „Jeder Tag ein Tag der Vorbereitung und des Wartens. Jeder Tag eine Tür, die sich öffnet hin zum großen Fest der Geburt des Gotteskindes.“ Heute würde man fragen, wo man denn noch offene Türen und noch weiter geöffnete Herzen finden würde. Viel zu viele wären fest verschlossen und verriegelt. Der evangelische Dekan Immanuel J.A. Nau erzählte in seinem Grußwort, wie bei ihm daheim Advent gefeiert wird.
Dieses Jahr wird der „Lebendige Adventkalender“ die drei Klassen der Martinusschule des Hauses Lindenhof in der Stauferschule bei dem Projekt „Vogelnestschaukel“ unterstützen, für das man bei den kommenden Veranstaltungen auf Spenden hofft. Die Initiative zum Lebendigen Adventskalender geht von engagierten Weststadtbewohnerinnen aus. Die Veranstaltungen beziehen viele Institutionen vor Ort mit ein – wie zum Beispiel die Stauferschule, St. Anna, das Johannes-Brenz-Haus, das Paul-Gerhardt-Haus, die Kirchen und die Kindergärten oder das Bischof-Ketteler-Haus. Der Lebendige Adventskalender ist inzwischen ein fester Bestandteil der vorweihnachtlichen Zeit in der Weststadt.
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Das Telefon steht nicht mehr still
Ehrenamtlicher Fahrdienst des Seniorennetzwerks Gmünd stark gefragt – Fahrer gesucht
„Tut, tut, tut, tut, tut“ – schon wieder besetzt! An manchen Vormittagen brauchen die Senioren eine Engelsgeduld, wenn sie zwischen 9 und 11 Uhr Claudia Stegmaier-Bareiß erreichen wollen. Trotzdem schimpft niemand, alle wählen geduldig. Wieder und wieder. Denn dieser Run aufs Telefon der „Zentrale“ ist Teil einer kreisweit bislang beispiellosen Erfolgsgeschichte, wie sie der ehrenamtliche Fahrdienst im Seniorennetzwerk Gmünd seit seiner Gründung schreibt.
Anke Schwörer-Haag
Schwäbisch Gmünd. „Mobil sein. Das ist unbedingt notwendig, wenn man am gesellschaftlichen Leben teilhaben will“, weiß Gustav Zemek – nicht erst, seit sich der Ruheständler zum Bürgermentor ausbilden ließ. Also hat er sich als Projekt die „Gründung eines Seniorenfahrdienstes“ vorgenommen, hat die Ärmel hochgekrempelt und zusammen mit Monica Lindenberg-Kaiser, der damaligen Vorsitzenden des Kreisseniorenrates, so lange gepuzzelt, bis ein stadttaugliches Modell aus der Taufe gehoben werden konnte.
„Von dem Thema reden viele. Die wenigsten kriegen es hin. Denn die Stadt hat andere Probleme als kleinere Gemeinden“, weiß der Gmünder Sozialamtsleiter Dieter Lehmann und kann „die Leistung der beiden Gründer deshalb gar nicht hoch genug schätzen“.
Was sind die Stolpersteine, die so viele Kreative scheitern lassen? Dieter Lehmann nennt die große Stadtfläche, mit vielen Teilorten. Dafür sei ein Bussle – wie man es etwa aus Böbingen kennt (siehe Kasten) – ungeeignet. Denn das müsste ein Ehrenamtlicher aus Straßdorf ja zunächst aus der Garage im Zentrum abholen, von dort womöglich eine Seniorin aus Lindach in die Stadt zum Arzt fahren – und schließlich wieder alles zurück. Da bliebe zu viel Zeit auf der Straße, würden zu viele Kilometer nutzlos gefahren. Stolpersteine seien auch die Versicherung und die Finanzierung.
Ein Jahr haben die Gmünder um Gustav Zemek gebraucht. Dann stand folgendes Konzept: Ehrenamtliche, aus möglichst jedem Gmünder Stadtteil, fahren mit ihren Privatautos die Seniorinnen und Senioren in die Stadt, die auf diese Unterstützung angewiesen sind – zum Arzt, zum Therapeuten, zum Friedhof, zum Einkaufen. „Das ist nicht nur Fahrdienst, sondern auch Begleitung“, beschreibt Dieter Lehmann einen wesentlichen Unterschied zum Taxiverkehr. Nicht geleistet werden Krankenfahrten; Fahrten, die ein spezielles Fahrzeug erfordern; Fahrten, die weiter sind als 15 Kilometer; oder Fahrten vor 8 und nach 18 Uhr.
Auch ein Unterschied zum Taxi: Die Fahrt muss etwa drei Tage vorher angemeldet werden – bei Claudia Stegmaier-Bareiß. Sie managt die Seniorenfahrdienstzentrale, das Herzstück des Konzepts. Anfangs ein eher ruhiger Job. Inzwischen steht morgens zwischen 9 und 11 Uhr, wenn sie Kundenwünsche entgegen nimmt, das Telefon nicht still. Abends teilt sie die Fahrerinnen und Fahrer ein – wobei sie zurzeit auf die Dienste von 17 Ehrenamtlichen zurückgreifen kann. Weitere Fahrer sind sehr willkommen. Besonders aus Hussenhofen oder Herlikofen wäre Verstärkung erwünscht. „Jeder bestimmt selbst wie viel er macht. Einige fahren nur an einem Tag in der Woche. Andere nur vormittags“, erklärt Stegmaier-Bareiß.
Außerdem soll der Anfahrtsweg der Ehrenamtlichen kurz gehalten werden. Lindacher also möglichst nur Lindacher fahren, Bettringer nur Bettringer. Denn die Fahrgäste bezahlen eine Kilometergebühr von 12 Cent ab Zustieg und eine Ehrenamtspauschale, die sich nach der Entfernung (Hin- und Rückweg) richtet – gestaffelt von 3 Euro (bis 4,9 Kilometer) bis 9 Euro (26 bis 30 Kilometer). Versichert sind die Fahrer durch eine Zusatzversicherung, die die Stadt ausgehandelt hat und bezahlt. Die Versicherung springe ein, wenn die Fahrerhaftpflicht nicht greift.
Andere Beispiele im Kreis
In einigen Gemeinden bieten Ehrenamtliche organisierte Fahrdienste an. Dafür steht in der Regel ein Bussle zur Verfügung. Pionier und Vorbild für dieses Modell dürfte der Organisierte Fahrdienst (OFD) des Elisabethenvereins in Böbingen sein, der 2011 sogar für den Deutschen Engagementpreis nominiert wurde. Der OFD startete im Juni1998. Bis 2011 hatte das „Bussle“ über 120 000 Kilometer zurückgelegt und dabei über 13 000 Personen befördert. Schon zweimal musste der Elisabethenverein ein neues Bussle anschaffen. Inzwischen haben Nachbargemeinden dieses Projekt übernommen.
Ortsmobil nennt sich das Modell in Hüttlingen. Dort fährt werktags zwischen 8.45 und 11.42 Uhr ein Kleinbus der Firma Lang jeweils dreimal drei unterschiedliche Routen, so dass Menschen ohne Auto problemlos in die Ortsmitte und wieder zurück kommen. Die Gemeinde subventioniert die Fahrten, die Busnutzer bezahlen 70 Cent für ein Ticket. Das Modell werde gut angenommen, erklärt Franz Vaas, der in der Gemeindeverwaltung zuständig ist. Etwa 20 Personen seien täglich mit dem Bussle auf Tour. aks
© Gmünder Tagespost 25.10.2012
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Bücher mit anderen teilen
Öffentlicher und kostenloser Bücherschrank seit Donnerstag im Spitalinnenhof
Die Erstbefüllung hat die Gmünder Stadtbibliothek übernommen und auch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse spendete bei der Enthüllung des ersten Gmünder Bücherschranks einige dicke Schmöker. Sinn und Zweck des Bücherschranks: „Bücher, für die man sich viele Leser wünscht, mit anderen zu teilen“, sagt Ideengeberin Ulrike Beck.
Nicole Kiemel
Im Gmünder Spitalinnenhof gibt es seit Donnerstag einen öffentlichen und kostenlosen Bücherschrank in Form eines Buches. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Kreissparkassenchef Carl Trinkl und Landrat Klaus Pavel bestücken diesen mit Lesestoff.
Schwäbisch Gmünd. In einer deutschen Großstadt habe Initiatorin und Bürgermentorin Ulrike Beck zum ersten Mal einen Bücherschrank gesehen und war sofort begeistert von der Idee, Bücher zu tauschen und kostenlos zur Verfügung zu stellen, um sie so mit anderen Lesebegeisterten zu teilen. „Das wollte ich auch für meine Stadt“, sagte sie bei der Enthüllung des Gmünder Bücherschrankes im Spitalinnenhof und strahlt – ihr Wunsch ist mit Hilfe vieler helfender Hände in Erfüllung gegangen. Denn allein hätte Beck dieses Ziel wohl nicht erreicht. Der Gmünder Bücherschrank entstand als jes-Projekt, bei dem sich Jugendliche für neue Ideen stark machen.
Mit im Boot waren Schüler der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd. „Gemeinsam mit ihnen haben wir ein Konzept für unsere Stadt ausgearbeitet“, so Beck. Und nach der Theorie kam die Praxis, in Person mehrerer Auszubildenden der ZF-Lenksysteme, die vom Modell bis zur Fertigstellung des Bücherschrankes dabei waren. Gemeinsam haben sie es geschafft, ein „ganz besonderes Projekt umzusetzen“, sagte Ulrike Beck, die sich für den neuen Bücherschrank tolle Bücher wünscht, für die sich der Spender wiederum „viele Leser wünscht“.
Mit viel Herzblut habe Ulrike Beck den Bücherschrank in den Köpfen vieler „wichtiger Menschen in Gmünd verankert“ und sie überzeugt, dass ein solcher auch der Stadt Schwäbisch Gmünd sehr gut stehen würde, sagte Bürgermeister Bläse und fügte hinzu: „Sie haben etwas Einzigartiges geschaffen, denn auch Landrat Klaus Pavel und Carl Trinkl, der Vorstandsvorsitzende der Kreisparkasse Ostalb, sind gekommen, um den Bücherschrank zu inspizieren.“ Die Finanzierung des Schrankes übernahm zum Großteil die Kreisparkasse Ostalb mit rund 2400 Euro. Carl Trinkl sieht dieses Geld gut angelegt und scherzte: „Vielleicht legt ja auch mal einer ein Sparbuch in den Bücherschrank.“
So funktioniert der Schrank
Der Bücherschrank steht im Spitalinnenhof und ist nie verschlossen. Interessierte können sich kostenlos bedienen. Die Bücher können entweder ausgeliehen und nach dem Lesen zurückgebracht oder behalten werden. Wer ein besonders schönes, spannendes oder auch sein Lieblingsbuch mit anderen teilen will, stellt dieses einfach in den Schrank. Im Schrankinneren gibt es zwei Bereiche. Auf der Seite mit dem Treppenzugang stehen Kinder- und Jugendbücher. Auf der anderen Seite Bücher für Erwachsene. Jedes Genre ist erwünscht. Auch Bücher in ausländischer Sprache sollen im neuen Bücherschrank in Schwäbisch Gmünd ihren Platz haben.
Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 20.09.2012
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Schüler der Gewerblichen Schule entwerfen öffentlichen Bücherschrank für Schwäbisch Gmünd
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Im Rahmen eines JES — Projektes (Jugend Engagiert Sich) wird in Schwäbisch Gmünd ein Öffentlicher Bücherschrank aufgestellt, wie er in einigen deutschen Großstädten beliebte feste Einrichtung geworden ist. Viele tragen dazu bei, nicht zuletzt die Auszubildenden der ZFLS
SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Die Ausbildung zur Bürgermentorin inspirierte Ulrike Beck zur Umsetzung dieser Idee für ihre Heimatstadt. Geplant ist, diesen wetterfesten Schrank an zentraler Stelle der Innenstadt zu installieren. Alle Gmünder Bürger sind eingeladen, sich dort „im Vorbeigehen“ zu bedienen, aber auch zu Verweilen.
Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule haben im Rahmen ihrer Abschlussprüfung zum Assistenten für Produktgestaltung Entwürfe für geeignete öffentliche Bücherschränke erarbeitet. Idee ist es, Bücher für Groß und Klein in allen in der Stadt gesprochenen Sprachen zum Auszuleihen bereit zu stellen. Bücher können einfach entnommen werden, um sie bei Gefallen zu behalten. Eigene Bücher können jederzeit eingestellt werden, insbesondere solche, denen man viele Leser wünscht.
Ziel ist es dabei auch, am Bücherschrank mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Dazu können Kommentare zu den eigenen Büchern hinzugefügt werden, um einen schriftlichen Austausch zu suchen. Bücher sollen zum Anstoß für gelegentliche Vorleseaktionen mit Kindern an diesem Ort dienen und könnten — so die Hoffnung — sogar für eine Art Literarisches Café für alle Interessierten führen.
Die Schülerteams wurden im Fach Projektarbeit von ihren Fachlehrern Josefina Håkansson und Thomas Stauss beraten und betreut. Die vielfältigen Konzepte und kreativen Ideen wurden in professionellen Gestaltungsprozessen ausgearbeitet und detailliert. Die entstandenen Entwürfe sind unter Betreuung der technischen Lehrer Rolf Crummenauer und Franz Kommer in Modellen im Maßstab 1:5 umgesetzt worden, technische Zeichnungen vervollständigten die Unterlagen. Die elf Teams fertigten über den aufwändigen Gestaltungsprozess eine Dokumentation und präsentierten die Gestaltungsergebnisse schulintern. Vier Schülerteams qualifizierten sich unter den fachkundigen Augen der Projektausschreiberin und Bürgermentorin Ulrike Beck und den beiden Fachlehrern Josefina Håkansson und Thomas Stauss.
Diese vier Teams durften ihre Entwürfe in einem feierlichen Rahmen einer großen Jury aus Vertretern der Stadt Schwäbisch Gmünd, Bärbel Blaue und Stadtbildarchitektin Irene Pauser, den beiden Bürgermentoren Ulrike und Harald Beck, Erich Rathgeb als Vertreter umsetzenden ZFLS und den beiden Projektbetreuern Josefina Håkansson und Thomas Stauss vorstellen. Nach langer Diskussion und präzisem Abwägen der Vorteile der einzelnen Entwürfe kam die Jury zur einstimmigen Meinung, dass alle Entwürfe großartige Ideen beinhalten, prämierten aber den Entwurf von Andrea Barth und Tamara Hokenmaier zum interessantesten öffentlichen Bücherschrank, der damit als Sieger für eine Realisation in Schwäbisch Gmünd angedacht ist.
Alle Teilnehmer erhielten als Anerkennung der umfangreichen Arbeit einen Kinogutschein, die vier Teams in der Endrunde zusätzlich — passend zum Projekt — Bücherpreise.
In den nächsten Monaten wird in der Ausbildungswerkstatt der ZFLS unter Leitung von Erich Rathgeb und Hermann Zeller der Entwurf des ersten öffentlichen Bücherschranks des Schülergewinnerteams für Gmünd umgesetzt.
Es ist angedacht, zwei weitere Schränke im Rahmen der Landesgartenschau aufzustellen, die später im stadtnahen Grünbereich oder in den Stadtteilen Verwendung finden können.
Mit freundlicher Genehmigung © Rems-Zeitung 04.08.2012
Vom Umgang mit Menschen und Computern
IT-Kurs für Senioren von Schülern der Realschule Lorch
Senioren am Computer fit machen, hieß die Aufgabe für sechs Lorcher Realschüler im Sozialpraktikum. Seit November beschäftigen sie sich theoretisch und praktisch mit dem Thema.
Wertvolle Erfahrung: Lorcher Realschüler helfen Senioren am Computer.
Lorch. Unter Anleitung der engagierten Mentorin Veronika Protzer erstellten die Schüler innerhalb vielen Freitagnachmittagen einen 108 Seiten langen Leitfaden mit vierzehn IT-Themen. So ging es um PC-Grundlagen, Grundkenntnisse in Word, aber auch um die Nutzung von modernen Inhalten wie Facebook, youtube und Online-Banking. Dank ihrer Mentorin, die dieses Projekt bereits seit 2006 mit der Realschule Lorch zusammen macht, haben selbst die IT-Spezialisten während der Erarbeitung des Leitfadens noch einiges dazu gelernt.
Nach dieser intensiven Vorbereitung begann nun der Unterricht für die interessierten Senioren. Die sechs IT-Spezialisten präsentierten die Inhalte an vier Freitagnachmittagen den lernwilligen Kursteilnehmern. Wissen, Geduld und Einfühlungsvermögen in die vielfältigen Nutzerprobleme waren gefragt. Am Ende waren alle Beteiligten begeistert, sie haben Erfahrungen gemacht im Umgang mit Menschen und mit dem PC.
Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 04.05.2012
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Projekt „Kleine Forscher“ will Kindern die Scheu vor Bildungseinrichtungen nehmen
Hast Du Lust zu forschen? Die wenigsten Kinder würden auf diese Frage mit „Nein“ antworten. Trotzdem können die wenigsten Kinder sich in einem Forschungslabor ausleben. Besonders für jene, denen die Eltern keine Hilfestellung geben können, starten die Pädagogische Hochschule (PH), der Verein Aussiedler helfen Aussiedlern (AHA) und die Frauenunion der CDU jetzt das Projekt „Kleine Forscher“.
„Die sind aber mit Feuereifer dabei und verlieren alle Scheu, wenn sie in der Gruppe die (Hemm)Schwelle einmal überschritten haben“, erzählt Evgeniya Abdieva. Die angehende Pädagogin muss es wissen. Selbst erst vor sechs Jahren aus Usbekistan nach Deutschland gekommen, hat sie nicht nur gute Kontakte zu AHA, sondern hat sich als Bürgermentorin in einem Vorläuferprojekt unter dem Stichwort Lernen durch Motivation (LedMo) engagiert und dabei eben diese Erfahrung sammeln können.
Mit dem neuen Kleine-Forscher-Projekt wolle man jetzt auch die Eltern erreichen, macht AHA-Vorsitzender Wilhelm Weinmeister deutlich. Denn dass diese das Bildungssystem verstünden, sei ein wesentliches Element für den Erfolg ihrer Kinder. Anders als in Russland oder in der Türkei sei das vielfältige deutsche Bildungs- und Berufsangebot nämlich darauf ausgelegt, dass außerschulische Lerngelegenheiten selbst gesucht werden. Bürgermeister Dr. Joachim Bläse ist stolz darauf, dass mit dem Einbezug der Eltern eine der zentralen Forderungen von Integrationsministerin Bilkay Öney in Gmünd bereits umgesetzt werde.
Mehr noch: „Das ist eines der wichtigsten Ziele: Die Bildungsinstitutionen für alle öffnen“, betont Projektleiter Körner – dazu naturwissenschaftliche Herangehens- und Denkweise erleben, soziale Kompetenzen erwerben und Lösungsstrategien für Probleme suchen lernen.
„Von Anfang an waren wir begeistert von diesem Projekt – zumal Migration für uns ein ganz wichtiges Thema ist“, erklärt Vorsitzende Claudia Oesterle, warum die CDU-Frauenunion die „Kleinen Forscher“ finanziell und ganz tatkräftig unterstützt. „Wir helfen den Organisatorinnen auch bei der Aufsicht.“
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Fremde sind willkommen
Integrationspreis für Gmünder: Vor zwei Jahren entstand die „Gmünder Teestunde“ in der Südstadt
Es gibt mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Davon ist das Team der „Gmünder Teestunde“ überzeugt. Winni und Ludwig Wamsler, Marie-Luise und Ernst Essig setzen auf interkulturelle Begegnungen. Um Vorurteile abzubauen. Für ihr Engagement wurden sie mit dem DTN-Integrationspreis ausgezeichnet.
„Die meisten Menschen leben nebeneinander her, es gibt nur wenige Kontakte“, beobachtet Ernst Essig. Bei kulturellen Unterschieden gebe es viele Vorurteile. Besonders vielen Vorbehalten ausgesetzt sind muslimische Bürger. Das wurde vor rund zwei Jahren auch von Birgit Schmidt, Stadtteilkoordinatorin in der Südstadt so gesehen. Für die Frauen gab es bis dato bereits einen interkulturellen Kochtreff, bei den Männern gab es keinerlei interkulturelle Begegnungsmöglichkeiten. Ein Treff für türkische und deutsche Männer sollte geschaffen werden, um Kontakte zu knüpfen, sich gegenseitig kennenzulernen und vorhandene Vorurteile abzubauen. Unterschiedliche kulturelle Herkunft wird als Bereicherung gesehen. Mit dieser Idee fand die Südstadtkoordinatorin in Ludwig Wamsler und Ernst Essig ein Gründungsteam für die Gmünder Teestunde. Wenig später kam Yasin Temir hinzu. Vor zwei Jahren fand erstmals die Gmünder Teestunde statt.
Aha-Erlebnisse
Zwischen fünf und 20 Besucher kommen jeden Monat in die einladenden Räume in der Klarenbergstraße. „Ein kleines Flämmchen“, so Winni Wamsler, die hofft, dass die Teestunde „größere Kreise zieht“ und zur Anlaufstelle in der Südstadt wird. Auch wenn sich das Organisationsteam über weitere Besucher freuen würde, sind sie sich einig: „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Ernst Essig. Aus Fremden werden Freunde. „Schöne Nachmittage mit vielen Aha-Erlebnissen“ haben seither stattgefunden, erzählt Marie-Luise Essig. „Das ist, wie wenn man zuhause Urlaub macht“, ergänzt ihr Mann, der die neuen Aspekte im Umgang mit anderen Kulturen als Bereicherung sieht. Wer sich nicht kennenlernt, kann auch keine Vorurteile gegenüber Fremdem abbauen. Die Gmünder Teestunde setzt ganz auf den persönlichen Kontakt. Daraus sind Freundschaften entstanden und Unterstützung im Krankheitsfall. „Wir wollen Gemeinsamkeiten betonen und Unterschiede akzeptieren“ ist die Grundlage der Teestunde, berichtet Winni Wamsler. Etwa durch einen gemeinsamen Nachmittag zu Nasreddin Hoca und das deutsche Pendant Till Eulenspiegel. Oder durch gemeinsames Tun. Wie die Patenschaft für den Kimpolunger Spielplatz, auf dem Bänke abgeschliffen und neu gestrichen wurden. Oder durch gemeinsame Ausflüge ins Lindenmuseum oder Grillnachmittage. Auch ein erfolgreicher Nachmittag mit Informationen und Austausch zum deutschen Schulsystem hat stattgefunden. Für den Ramadan ist am 4.August erstmals ein gemeinsames Iftar-Essen geplant, an dem Nicht-Muslime Muslime bekochen und bewirten. Bis dahin gibt es unter anderem einen Vortrag über Toleranz und kulturelle Vielfalt in der Stauferzeit, einen Spielenachmittag mit Okey und Tavla und natürlich immer Schwarztee und einen regen Austausch. Für ihr Engagement wurden Winni und Ludwig Wamsler, Marie-Luise und Ernst Essig im vergangenen Jahr mit dem Integrationspreis des Deutsch-Türkischen Netzwerks im Ostalbkreis ausgezeichnet. Insgesamt wurden zehn Deutsche ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich für Integration und das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund einsetzen.
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Mut und Selbstvertrauen tanken
Neue Auflage der Seminarreihe „Heimat ist – hier!“ – Auftaktveranstaltung ist am 8. März in der Volkshochschule
Mehr wissen über Schwäbisch Gmünd. Die deutsche Sprache ausprobieren. Mut und Selbstvertrauen tanken. Das alles wollen Migrantinnen, wenn sie bei der Seminarreihe „Heimat ist – hier!“ mitmachen. Sagt Ostalb-Frauenbeauftragte Ingrid Krumm. Sie weiß das von den den Teilnehmerinnen der ersten Seminarreihe. Sie spürt auch das anhaltend große Interesse, weshalb Stadt und Kreis nun eine Neuauflage starten.
Schwäbisch Gmünd. Sieben Seminarabende stark ist die Veranstaltungsreihe, die auch von der Volkshochschule unterstützt wird. Dabei lernen die Teilnehmerinnen die Spitalmühle, das Rathaus und das Landratsamt kennen – „auch, weil man dann später leichter hingeht“, erklärt Ingrid Krumm – wobei, das zeigt das jeweilige Motto der Abende, es immer ganz besonders um die einzelne Teilnehmerin geht: „Mein Weg“, „Meine Stadt“, „Meine Rechte“, „Meine Gemeinderätinnen – meine Interessen“, „Mein Gemeinderat“, „Meine Wirkung“ „Meine Ziele“ sind die Module überschrieben. Auf 15 Teilnehmerinnen ist die jeweilige Gruppe begrenzt. „Wenn es mehr werden, machen wir einfach mehrere Gruppen. Alle Frauen bekommen ein Angebot“, verspricht Elke Heer, die Frauenbeauftragte der Stadt. Und sie erzählt stolz, dass bei der ersten Auflage des Seminars die gut gemeinte Warnung von der geldgebenden Landeszentrale für politische Bildung kam, man möge nicht traurig sein, wenn sich nur zwei Frauen anmeldeten. „In Schwäbisch Gmünd waren es über 30“, erinnert Heer und ist überzeugt, dass das am „extrem guten Netzwerk liegt, das wir haben.“
Froh sind die Organisatorinnen auch, dass sie „ausgesprochen interessante“ Seminarleiterinnen gewinnen konnten:
- Emine Kaplan kam als Sechsjährige aus der Türkei nach Straßdorf – ohne ein Wort Deutsch zu können direkt in die Grundschule. Die heute 40-Jährige hat sich durchgebissen – „es gab auch gute Lehrer, die mir geholfen haben“ – und mit Mittlerer Reife die Schule beendet. Sie hat ihre Geschwister durch die Schule geschleust und ganz allmählich gelernt, auch mal nach sich selbst zu gucken. Heute engagiert sie sich als Bürgerarbeiterin in der Stadtverwaltung und nennt als Hobby: „Meinen Sohn fördern. Der soll das haben, was ich nicht hatte.“
- Evgeniya Abdieva kam vor sechs Jahren aus Usbekistan nach Deutschland. In einen Integrationskurs lernte sie die Sprache. Heute studiert die 28-Jährige Lehramt, Schwerpunkt Grundschule, an der PH. Lesen und Reisen ist ihre Leidenschaft. Sie ist Bürgermentorin und engagiert sich auf dem Hardt in der Kinderbetreuung und der Nachhilfebörse.
Die Auftaktveranstaltung „Heimat ist – hier“ ist am Donnerstag, 8. März, um 19 Uhr in der VHS am Münsterplatz. Willkommen sind. Willkommen sind alle Interessierten, auch Frauen und Männer, die am Seminar nicht teilnehmen können oder wollen.
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Ohne Salz leben?
Märchenhafte Teestunde in der Südstadt
Das Adjektiv „voll“ kann man doch steigern, wie bei der Aufführung des türkischen Märchens „Teuer wie Salz“ bewies. Unter den sehr gedrängt sitzenden Zuschauern konnte Südstadtkoordinatorin Birgit Schmidt auch Amtsleiter Dieter Lehmann und Stadtrat Bilal Dincel sowie Integrationsbeauftragte Melanie Seliger begrüßen.
Schwäbisch Gmünd. Etliche Kinder saßen ganz vorne allen zu Füßen und blickten sehr gespannt, als es endlich losging: „Es war einmal …“ ein gelangweilter Padischah, der seine drei Söhne fragte, wie sehr sie ihn lieben, und seinen Jüngsten voll Zorn den Henkern übergab, weil der gesagt hatte: „Ich liebe Euch wie Salz“.
Mit deutschem, schwäbischem, türkischem, bulgarischem Zungenschlag überzeugten die Akteure in prächtigen orientalischen Gewändern und ernteten viel Szenen- und Schluss-Applaus. Offenheit braucht es eben, das Wertvolle in einem Menschen zu erkennen – woher er auch stammt. Diese Botschaft ist sicherlich angekommen.
Künstlerisch wertvoll waren auch die Musikeinlagen zwischen den Szenen, auf der Saz meisterhaft gespielt von Bülent Gazeloglu.
Bevor Ernst Essig, der Leiter der interkulturellen Teestunde, sich herzlich bei allen bedankte, erhielten die Anwesenden noch ein kleines Päckchen Salz – unter anderem mit der folgenden Empfehlung: „Humor ist das Salz der Erde, und wer gut durch gesalzen ist, bleibt länger frisch.“
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Aktionstag & Benefizgala 2011
Rems-Zeitung 26.09.2011
(PDF-Datei, 0,35MB)
Rems-Zeitung 22.09.2011
(PDF-Datei, 0,42MB)
Rems-Zeitung 22.09.2011
(PDF-Datei, 0,18MB)
Rems-Zeitung 21.09.2011
(PDF-Datei, 0,25MB)
Rems-Zeitung 19.09.2011
(PDF-Datei, 0,26MB)
Rems-Zeitung 19.09.2011
(PDF-Datei, 0,23MB)
Rems-Zeitung 16.09.2011
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Rems-Zeitung 15.09.2011
(PDF-Datei, 0,27MB)
Rems-Zeitung 14.09.2011
(PDF-Datei, 0,34MB)Mentorenprojekte 2011
Rems-Zeitung 20.09.2011
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Rems-Zeitung 18.09.2011
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Rems-Zeitung 30.07.2011
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Rems-Zeitung 03.03.2011
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Rems-Zeitung 17.01.2011
(PDF-Datei, 0,33MB)„Gmünder Weltgarten“: Landesgartenschau 2014 soll Angelegenheit aller Nationalitäten und aller Generationen sein
Sie träumen noch, sagen sie, und setzen doch alles daran, diese Träume wahr zu machen: Gestern wurde der „Gmünder Weltgarten“ auf den Weg gebracht, der sicher stellen soll, dass zur Eröffnung in 885 Tagen möglichst alle Gmünderinnen und Gmünder Teil der Landesgartenschau sind.
SCHWÄBISCH GMÜND (bt). „In einem Gemüsegarten wächst Gemüse, in einem Gemeinschaftsgarten Gemeinschaft“, erzählt die Globetrotterin und Gmünder Bürgermentorin Christiane Biebl von ihren Erfahrungen in einem „community garden“ in Neuseeland. In 18 Monaten leisteten Freiwillige dort rund 10 000 Arbeitsstunden: „Entstanden ist ein kleines Paradies, das von Menschen aller Altersgruppen, sozialer Schichten und Nationalitäten bewirtschaftet wird.“ So etwas wollte sie für Gmünd haben, fand auch offene Ohren im Rathaus — zunächst aber keine Partner.
Parallel dazu hat sich der Werkhof Ost die Teilnahme am transnationalen EU–Projekt „Input“ gesichert, in dem es darum geht, insbesondere im Bemühen, Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen, „innovative Maßnahmen“ anderer Länder zu übernehmen. Die dadurch entstehenden Verbindungen nach Frankreich, Italien oder auch Portugal und zu den entsprechenden muttersprachlichen Gemeinden in Gmünd könnten zum Wohle der Stadt und all ihrer Einwohner genutzt werden, erkannte der Stadtteilkoordinator der Oststadt Bernhard Bormann. Da er bereits auf dem Hardt, beim Projekt Mietergärten, erfahren habe, in welchem Maß Gartenarbeit verbinde und dass über Gartenzäune hinweg Verständigung gelinge, sei Christiane Biebls Idee ideal für eine Kooperation. Beide Projekte wurden verbunden und erste Gespräche geführt, etwa mit der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge auf dem Hardt, in der viele Bewohner nur zu glücklich wären, mitarbeiten zu können, der im Rucksack mitgebrachten Kultur und Natur ihrer Heimat ein Denkmal zu setzen, ein Stück Daheim zu sich zu holen. Auch der Integrationsbeirat und sämtliche Migrantenorganisationen und –vereine sollen eingebunden werden und die Chance erhalten, einen Teil dieser Gemeinschaftsgärten zu gestalten, wobei Christiane Biebl betont, vor allem Austausch und Gemeinschaft stünden im Mittelpunkt, ebenso der Versuch, altes Wissen um Gartenarbeit an jüngere Generationen weiterzugeben. Niccolai Schöll wurde bereits als Mitstreiter gewonnen, ebenso Sozialpädagogin Karin Stroh, schließlich wird es in dieser Anlage auch Beschäftigungsmöglichkeiten geben — immerhin muss das Land urbar gemacht werden, Zäune gezogen, Rasenflächen gemäht, eine Werkzeughütte gebaut.
Manfred Maile, einer der Geschäftsführer der Landesgartenschau, bestätigte der RZ gestern, dass diese Planung begleitet und unterstützt werde: In jedem Fall müssten die unterschiedlichen Nationalitäten der Stadt zu ihrem Recht kommen. Wo die entsprechende Fläche angelegt werde, sei allerdings noch offen — Wetzgau mit Weleda-Gärten und Naturatum ist ebenso im Gespräch wie der Herlikofer Berg, das Bahnhofsareal oder einige innerstädtische Flächen.
Interessierte, die von Anfang an dabei sein wollen, können sich unter Tel. 07171/104 90 89 oder unter Kontakt@gmuender-weltgarten.de melden. Weitere Informationen werden derzeit auf der Homepage gmuender-weltgarten.de erarbeitet.
Rems-Zeitung 09.12.2011
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Der Traum vom „Gmünder Weltgarten“
Interkulturelles Projekt für Landesgartenschau 2014 soll Ort der Gemeinschaft werden
Ein bürgerschaftliches Projekt für die Landesgartenschau 2014 steht in den Startlöchern. Mit Hilfe aller Generationen und Kulturgruppen soll in Gmünd ein interkultureller Gemeinschaftsgarten entstehen. Wunschort ist Wetzgau, in der Nähe der Weledagärten.
Wie genau sich Biebl das Projekt vorstellt, erklärt sie so: „Es soll ein Garten entstehen, an dem Migranten ebenso wie Arbeitslose oder schwererziehbare Jugendliche mitarbeiten können.“ Denn Biebl hat bei ihrem Besuch in Neuseeland gesehen, dass sich Menschen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten beim Gärtnern näherkommen können. Nach ihrer Rückkehr habe sie gleich Kontakt zu Oberbürgermeister Richard Arnold aufgenommen. „Er fand die Idee toll.“ Und auch JuFuN-Geschäftsführer Bernhard Bormann war sofort begeistert. Gemeinsam mit Biebl und anderen Gmünder Institutionen, wie dem Werkhof, soll der „Gemeinschaftsgarten“ vielleicht in Wetzgau, in der Nähe der Weledagärten, entstehen.
„Manfred Maile, Geschäftsführer der Landesgartenschau, kann uns das Gelände zwar noch nicht zusichern, aber wir sind guter Dinge“, sagt Bormann und erklärt, warum er das Projekt wichtig findet, dem er am liebsten den Namen „Gmünder Weltgarten geben würde: „Es gibt eine große Menschengruppe in Gmünd, die sich nicht am Stadtleben beteiligt. Das sind Migranten, Arbeitslose und Jugendliche. Mit dem Konzept könnten diese Gruppen und alle anderen, die gern gärtnern, zusammengebracht werden.“ Auf diese Weise könne Integration gefördert werden. Zudem fördere man neben einem kulturellen Austausch auch ein Aufeinanderzugehen der Generationen.
Wer beim „Gmünder Weltgarten“ mitmachen möchte, kann sich unter (07171) 1049084 melden, oder eine eMail an info@qwerkhof-ost.de schreiben. ki
Im Alter mobil bleiben
Gmünder Volksbank unterstützt Seniorenfahrdienst
Mobil sein und mobil bleiben, das ist das Ziel des Gmünder Seniorenfahrdienstes. Mit 1500 Euro unterstützt die Volksbank die Aktion.
Schwäbisch Gmünd. Alle Gmünder, die älter als 59 Jahre sind und kein eigenes Auto besitzen, können sich im Umkreis von 15 Kilometern, beispielsweise zum Arzt, einer Behörde oder auch zu einer Veranstaltung hin- und zurückfahren lassen. Koordiniert werden die Fahrten vom Bürgermentor Gustav Zemek, der auf eine ganze Reihe ehrenamtlicher Helfer, die die Fahrdienste für eine kleine Aufwandsentschädigung machen, zurückgreifen kann. Diese bürgerschaftliche Maßnahme unterstützt die Volksbank Schwäbisch Gmünd gerne, so deren Vorstandssprecher Udo Effenberger. Er überreichte unter dem Motto „Jung hilft Alt“ an Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Dieter Lehmann, Leiter des Amtes für Familie und Soziales, und Bürgermentor Gustav Zemek einen Scheck in Höhe von 1500 Euro zur Mitfinanzierung des Seniorenfahrdienstes. Dankend nahmen die Herren die Unterstützung an, mit der der Seniorenfahrdienst ein Jahr lang betrieben werden kann.
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Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, informiert sich über Stauferfest und Landesgartenschau
Schwer beeindruckt zeigte sich die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung der Landesregierung, Gisela Erler, nach ihrem Informationsbesuch in Schwäbisch Gmünd.
Sie habe die Stadt als „Innovationskessel“ erlebt, erklärte Erler beim Abschlussgespräch im Haus der Landesgartenschau, wo ihr Geschäftsführer Manfred Maile und Oberbürgermeister Richard Arnold die Pläne für das Großereignis 2014 vorgestellt hatten.
Los ging’s in der Gewandmeisterei für das große Stauferfest. Hier lobte Erler das Konzept, die internationale Dimension der Staufer deutlich zu machen. Das enorme Bürgerengagement zur Herstellung der Kostüme machte die Staatsrätin fast perplex. Sie will sich in Stuttgart dafür stark machen, dass die Aktion filmisch dokumentiert wird. Klasse sei auch die Integration vieler Altersgruppen und der ausländischen Mitbürger. Die Idee von OB Arnold, im kommenden Jahr eine öffentliche Kabinettssitzung auf dem Hohenstaufen und in Gmünd abzuhalten, will sie mit Ministerpräsident Kretschmann besprechen.
Beim anschließenden Besuch im JuFuN–Werkhof in der Oststadt fiel Gisela Erler vor allem der hohe Anteil der beteiligten Männer auf – das sei bei sozialen Projekten nicht selbstverständlich. Dass die 50 in Gmünd ausgebildeten Bürgermentoren viel im Einsatz seien, nahm die Besucherin aus Stuttgart zufrieden.zur Kenntnis.
Danach gab es ein Treffen mit Regionaldirektor Thomas Eble, bei dem hauptsächlich die Windenergie Thema war. Mit Eble war sich die Staatsrätin einig, dass eine Akzeptanz des von der Landesregierung propagierten massiven Ausbaus von Windkraftanlagen besonders dann zu erzielen sei, wenn die Bürger selbst von diesen Einrichtungen profitierten. Sei es, indem sie selbst in „Bürgerwindräder“ investieren könnten oder durch die Abgabe eines Teils der Erlöse für Projekte, die den Menschen vor Ort am Herzen lägen.
„Das Thema Gärten interessiert die Menschen sehr“, betonte Erler nach der Vorstellung der Landesgartenschau-Pläne. Sie regte an, das Thema Staufer unbedingt ins Jahr der Gartenschau weiterzuführen. Es wäre zu schade, wenn man diesen „losgetretenen Strom des Bürgerengagements“ nach dem Jubiläumsjahr versiegen ließe.
In der Gesamtkonzeption gelte es darauf zu achten, dass die Gartenschau kein öder Ort für Kinder werde. An Jugendliche sei ja auf dem ehemaligen Güterbahnhofs-Areal schon gedacht, aber auch Familien mit Kleinkindern sollten mit mehr Angeboten versorgt werden, als dem einen oder anderen Spielplatz. Sie stelle sich zum Beispiel die Frage, ob sich in dem Teil des Geländes bei Wetzgau so etwas wie Ponyreiten anbieten lasse.
„Sie haben das Glück, dass sie eine innovative Stadtführung haben“, wandte sich Gisela Erler an die anwesenden Medienvertreter. „Der Besuch war jedenfalls sehr beeindruckend; sie haben verdammt viel richtig gemacht“, lobte die Staatsrätin die Verantwortlichen.
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„Innovationskessel Gmünd“
Staatsrätin Gisela Erler bei Besuch in der Stauferstadt voll des Lobes für Entwicklung
Sie hat die Gewandmeisterei besucht. Den Werkhof in der Oststadt. Sie hat mit Regionalverbandschef Thomas Eble über Windenergie gesprochen. Sie hat Bürgermentoren kennen gelernt. Und sie hat viel über das Stadtjubiläum 2012 und die Landesgartenschau 2014 erfahren. Danach war die Staatsrätin des Landes für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft beeindruckt: „Gmünd ist ein Innovationskessel.“
„Wir leben Bürgerbeteiligung“, sagte Arnold zu Erlers Anmerkungen und lud die Staatsrätin ein, Gmünd als zweites Standbein zu sehen, womöglich mit einem zweiten Büro. „Nehmen Sie Gmünd als Experimentierfeld“, sagte der OB. Erler reagierte spontan und nahm mindestens den Gedanken mit nach Stuttgart, die in Gmünd gelebte Bürgerbeteiligung in einem Film, einer Dokumentation festzuhalten, „mit den Biografien der Menschen, die hier mitmachen“. Zudem denkt Erler über eine wissenschaftliche Begleitung über durch Bürgerengagement erzeugte Wertschöpfung nach. Und über die „Hebelwirkung“: „Die Verwaltung stößt an, dies löst viel aus.“ All dies zeige, sagte Erler, dass die These nicht stimme, die Leute hätten keine Lust, etwas zu tun.
Zum Stadtjubiläum merkte die Staatsrätin an, sie könne dies zwar nicht entscheiden, doch sie halte „eine Kabinettssitzung“, eine Sitzung der Landesregierung auf dem Hohenstaufen am Tag der „Staufersaga“-Premiere, „nicht für ausgeschlossen“. In jedem Fall will sie diesen Gedanken einmal mehr in Stuttgart ansprechen. Gmünd habe Glück, eine so innovative Stadtspitze zu haben, sagte die Staatsrätin. Und, an Arnolds Adresse: „Wenn Sie das klug spielen, Gmünd in 20 Jahren, da lässt sich viel entwickeln.“
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Jes-Projekt wird zertifiziert
Schüler der Adalbert-Stifter Realschule engagieren sich für Senioren im St. Ludwig – „Ludwigskino“ ist ein Hit
„Jes“ steht für Jugend engagiert sich. In 40 Projektstunden waren 17 Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter Realschule Schwäbisch Gmünd in St. Ludwig aktiv und haben mit ihrem Engagement nicht nur wertvolle Erfahrungen gesammelt, sondern wurden für ihr Projekt „Ludwigskino“ sogar zertifiziert.
Schäbisch Gmünd. „Schafft euch ein Nebenamt, ein unscheinbares, womöglich geheimes Nebenamt“. Mit diesen Worten von Albert Schweitzer begann die Feierstunde in der Adalbert-Stifter Realschule zur Zertifikatübergabe für das Jes-Projekt. Insgesamt 17 Realschüler haben sich ein Jahr lang sozial engagiert.
Unterstützt wurden die Schüler durch die Bürgermentorinnen Henriette Stegink und Dorothee Schneider mit denen sie gemeinsam Filme für die Bewohnerinnen und Bewohner von St. Ludwig auswählten und vorführten.
Im Anschluss an die Vorführungen konnten die Schüler und Senioren miteinander ins Gespräch gekommen. Bei diesen Zusammentreffen haben sich die Schüler über das ganze Schuljahr hindurch, durch großes Einfühlungsvermögen, liebevollen Umgang mit den älteren Menschen, Zuverlässigkeit und große Sensibilität ausgezeichnet, was mit Beifall belohnt wurde.
Ein herzliches Dankeschön gab es auch für das Engagement und die Unterstützung durch St. Ludwig. Hier insbesondere durch Stephanie Götte und Haggy Schramm, der die Feierstunde zudem musikalisch bereicherten.
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Schwachstellen aufgedeckt
Teilhabe reden ist nicht Teilhabe leben: Dies erfahren Besucher bei InTakt-Veranstaltung der VHS
InTAkt, der Inklusion-Teilhabe-Aktionstag am Samstag in der und um die VHS machte deutlich: Es gibt noch viel zu tun, bevor Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam und selbstverständlich in der Gesellschaft leben werden. Der Tag und das abendliche Benefizkonzert sollten dazu dienen, diverse Hilfsangebote und sich gegenseitig kennenzulernen.
Bürgermeister Julius Mihm, der den Aktionstag zusammen mit Bürgermentor Wilhelm Weinmeister eröffnete, betonte, dass ihm viel daran liege, das Miteinander so gut wie möglich zu gestalten und die Rahmenbedingungen, die eine Verwaltung schaffen könne, zu verbessern. Rollstuhlgerechtes, ebenes Pflaster sei ein Ansatzpunkt und eine sichtbare Rampe. Es liege sicher nicht am guten Willen, sondern an den Möglichkeiten der Umsetzung, glaubt Erzieherin Ulrike Hieber. Wenn kein Aufzug in der Schule ist, sei der Inklusion schnell Grenzen gesetzt. Diese praktiziert mit Erfolg der städtische Kindergarten Wustenried mit Reha-Südwest in einer gemischten Kindergartengruppe und einem interdisziplinären Team.
Anhand eines nachzuzeichnenden Sterns im Spiegelbild wurde den Besuchern deutlich, was passiert, wenn die Hand nicht macht, was der Kopf will. Ganz früh, wenn Eltern mit ihrem behinderten Kind oder Frühchen aus der Klinik kommen, setzt der Verein „Bunter Kreis“ mit am Fall orientierten Hilfen an.
Insgesamt hatten sich rund 20 Gruppen, darunter auch die Jugendfeuerwehr, PH-Studierende, die Stiftung Haus Lindenhof und die Diakonie Stetten beteiligt. Das Fazit war allerdings Enttäuschung über insgesamt zu wenig Beteiligung vor allem der Menschen mit Behinderung, die Impulse erst möglich gemacht hätten. Mittendrin zu sein, das wäre auch ein Platz mittendrin im Gmünder Unimoggeschehen gewesen, so eine Teilnehmerin.
Weitere Bilder im Internet unter www.gmuender-tagespost.de
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InTAkt für mehr Gemeinsamkeit
Aktionstag und Gala zum Abschluss der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements
Ein Reißverschluss, bei dem rote und grüne Männchen sich zu einem gelben Strang zusammenschließen, symbolisiert InTAkt, den Gmünder Inklusion- und-Teilhabe-Aktionstag am kommenden Samstag von 10 bis 22 Uhr. Menschen mit und ohne Handicap begegnen sich in der VHS bei Aktionen und geben Impulse für mehr Gemeinsamkeit. Abschluss ist eine musikalische Benefizgala im Prediger.
Bürgermentor Wilhelm Weinmeister hat das Programm zusammengestellt. Das spannende Erlebnis eines Dunkelcafés erwartet die Besucher zwischen 13 und 15 Uhr. Wie Blinde Schach spielen oder wie man einen Rollstuhl durch einen Parcours fährt, der Jazztanz der Lebenshilfe, Sportspiele, Mitmachaktionen wie ein großes Gemeinschaftsbild, das an OB Richard Arnold überreicht wird, all dies lässt so manchen staunen und sollen Hemmungen überwinden.
Um 18.30 Uhr startet die Benefizgala mit dem Chor Tiramisu und der Band Staubstumm, kräftig unterstützt von dem italienischen Publikumsmagneten Primanota. Drei Dinge hebt Bürgermeister Dr. Joachim Bläse für ein gelungenes bürgerschaftliches Engagement hervor: „Es ist eine Identifikation mit dem Lebensort, die Ehrenamtliche zunehmend in der Projektarbeit erleben.“ Man setzt sich mit der Aufgabe, dem rechtlichen Rahmen und den Netzwerken auseinander. Dennoch geht es nicht ohne Hauptamtliche, die, wie die Stadt mit ihrer Stabsstelle, helfend zur Seite stehen. „Hut ab, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, lobt Bläse.
Seit 2005 habe die Caritas 50 Bürgermentoren und sieben Trainer ausgebildet, erklärt Michael Kuschmann und verweist auf die vielen Projektideen, die aus den Kursen hervorgegangen sind. Rabea Krumm, künftige Stadtteilkoordinatorin West und teilweise noch bei der Caritas, hat sich Gedanken darüber gemacht, wie Teilhabe gerade auch bei den Sponsoren des Aktionstages gelingt: „Viele Unternehmen kaufen sich noch frei, aber unsere Partner, und die Aktion Mensch sowieso, nehmen dieses Thema ernst. Es gibt so viele Möglichkeiten, um ein normales Verständnis für den anderen aufzubauen und zu pflegen. Ich bin gespannt, ob am Samstag Teilhabe wirklich funktioniert.“
Schüler der Gewerblichen Schule entwerfen öffentlichen Bücherschrank für Schwäbisch Gmünd
Im Rahmen eines JES — Projektes (Jugend Engagiert Sich) wird in Schwäbisch Gmünd ein Öffentlicher Bücherschrank aufgestellt, wie er in einigen deutschen Großstädten beliebte feste Einrichtung geworden ist. Viele tragen dazu bei, nicht zuletzt die Auszubildenden der ZFLS
SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Die Ausbildung zur Bürgermentorin inspirierte Ulrike Beck zur Umsetzung dieser Idee für ihre Heimatstadt. Geplant ist, diesen wetterfesten Schrank an zentraler Stelle der Innenstadt zu installieren. Alle Gmünder Bürger sind eingeladen, sich dort „im Vorbeigehen“ zu bedienen, aber auch zu Verweilen.
Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule haben im Rahmen ihrer Abschlussprüfung zum Assistenten für Produktgestaltung Entwürfe für geeignete öffentliche Bücherschränke erarbeitet. Idee ist es, Bücher für Groß und Klein in allen in der Stadt gesprochenen Sprachen zum Auszuleihen bereit zu stellen. Bücher können einfach entnommen werden, um sie bei Gefallen zu behalten. Eigene Bücher können jederzeit eingestellt werden, insbesondere solche, denen man viele Leser wünscht.
Ziel ist es dabei auch, am Bücherschrank mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Dazu können Kommentare zu den eigenen Büchern hinzugefügt werden, um einen schriftlichen Austausch zu suchen. Bücher sollen zum Anstoß für gelegentliche Vorleseaktionen mit Kindern an diesem Ort dienen und könnten — so die Hoffnung — sogar für eine Art Literarisches Café für alle Interessierten führen.
Die Schülerteams wurden im Fach Projektarbeit von ihren Fachlehrern Josefina Håkansson und Thomas Stauss beraten und betreut. Die vielfältigen Konzepte und kreativen Ideen wurden in professionellen Gestaltungsprozessen ausgearbeitet und detailliert. Die entstandenen Entwürfe sind unter Betreuung der technischen Lehrer Rolf Crummenauer und Franz Kommer in Modellen im Maßstab 1:5 umgesetzt worden, technische Zeichnungen vervollständigten die Unterlagen. Die elf Teams fertigten über den aufwändigen Gestaltungsprozess eine Dokumentation und präsentierten die Gestaltungsergebnisse schulintern. Vier Schülerteams qualifizierten sich unter den fachkundigen Augen der Projektausschreiberin und Bürgermentorin Ulrike Beck und den beiden Fachlehrern Josefina Håkansson und Thomas Stauss.
Diese vier Teams durften ihre Entwürfe in einem feierlichen Rahmen einer großen Jury aus Vertretern der Stadt Schwäbisch Gmünd, Bärbel Blaue und Stadtbildarchitektin Irene Pauser, den beiden Bürgermentoren Ulrike und Harald Beck, Erich Rathgeb als Vertreter umsetzenden ZFLS und den beiden Projektbetreuern Josefina Håkansson und Thomas Stauss vorstellen. Nach langer Diskussion und präzisem Abwägen der Vorteile der einzelnen Entwürfe kam die Jury zur einstimmigen Meinung, dass alle Entwürfe großartige Ideen beinhalten, prämierten aber den Entwurf von Andrea Barth und Tamara Hokenmaier zum interessantesten öffentlichen Bücherschrank, der damit als Sieger für eine Realisation in Schwäbisch Gmünd angedacht ist.
Alle Teilnehmer erhielten als Anerkennung der umfangreichen Arbeit einen Kinogutschein, die vier Teams in der Endrunde zusätzlich — passend zum Projekt — Bücherpreise.
In den nächsten Monaten wird in der Ausbildungswerkstatt der ZFLS unter Leitung von Erich Rathgeb und Hermann Zeller der Entwurf des ersten öffentlichen Bücherschranks des Schülergewinnerteams für Gmünd umgesetzt.
Es ist angedacht, zwei weitere Schränke im Rahmen der Landesgartenschau aufzustellen, die später im stadtnahen Grünbereich oder in den Stadtteilen Verwendung finden können
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Bücher stets frei zugänglich
Teams der gewerblichen Schule stellten ihre Entwürfe einer Jury vor
Im Projekt “Jugend engagiert sich“ wird in Schwäbisch Gmünd ein öffentlicher Bücherschrank aufgestellt, wie er in einigen deutschen Großstädten beliebte feste Einrichtung geworden ist. Die Ausbildung zur Bürgermentorin inspirierte Ulrike Beck zur Umsetzung dieser Idee für ihre Heimatstadt.
Schwäbisch Gmünd. Geplant ist, diesen wetterfesten Schrank an zentraler Stelle der Innenstadt zu installieren. Alle Gmünder Bürger sind eingeladen, sich dort „im Vorbeigehen“ zu bedienen, aber auch zu Verweilen.
Schüler der Gewerblichen Schule haben im Rahmen ihrer Abschlussprüfung zum Assistenten für Produktgestaltung Entwürfe für geeignete öffentliche Bücherschränke erarbeitet. Idee ist es, Bücher für Groß und Klein in allen in der Stadt gesprochenen Sprachen zum Auszuleihen bereitzustellen. Bücher können einfach entnommen werden, um sie bei Gefallen zu behalten. Eigene Bücher können jederzeit eingestellt werde, insbesondere solche, denen man viele Leser wünscht. Ziel ist es dabei auch, am Bücherschrank mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Dazu können Kommentare zu den eigenen Büchern hinzugefügt werden, um einen schriftlichen Austausch zu suchen.
Die Schülerteams wurden im Fach Projektarbeit von ihren Fachlehrern Josefina Håkansson und Thomas Stauss beraten und betreut. Die vielfältigen Konzepte und kreativen Ideen wurden in professionellen Gestaltungsprozessen ausgearbeitet und detailliert. Die entstandenen Entwürfe sind unter Betreuung der technischen Lehrer Rolf Crummenauer und Franz Kommer in Modellen im Maßstab 1:5 umgesetzt worden, technische Zeichnungen vervollständigten die Unterlagen. Die elf Teams fertigten über den aufwändigen Gestaltungsprozess eine Dokumentation und präsentierten die Gestaltungsergebnisse schulintern. Vier Schülerteams qualifizierten sich unter den fachkundigen Augen der Projektausschreiberin und Bürgermentorin Ulrike Beck und den beiden Fachlehrern Josefina Håkansson und Thomas Stauss. Diese vier Teams durften ihre Entwürfe in einem feierlichen Rahmen einer großen Jury aus Vertretern der Stadt Schwäbisch Gmünd vorstellen. Die prämierte den Entwurf von Andrea Barth und Tamara Hokenmaier zum interessantesten öffentlichen Bücherschrank, der damit als Sieger für eine Realisation in Schwäbisch Gmünd angedacht ist.
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Bläse: „Diese Idee ist wichtig“
Wustenrieter Jugendliche bauen ihren Bolzplatz selbst und erfahren große Unterstützung
Heftiger Regen machte einen Strich durch die Einweihung vor Ort. So musste der neue Wustenrieter Bolzplatz im Dorfhaus eingeweiht werden. Viele an der dazu notwendigen Arbeit beteiligte Jugendliche wurden dafür mit einem JES-Zertifikat ausgezeichnet. Das Kürzel steht für: Jugendliche engagieren sich.
Schwäbisch Gmünd-Großdeinbach. „Vielen Dank an alle, die sich für diesen Bolzplatz engagiert haben“, wandte sich Bürgermeister Dr. Joachim Bläse an die im Wustenrieter Dorfhaus versammelten zahlreichen Helfer. Als wichtig empfinde er die Mitwirkung der Jugendlichen beim Bau, das habe Vorbildcharakter. „Denn ihr seid die Ersten, die das so machen“, sagte Bläse, „und ich bin überzeugt, dass diese Idee wichtig ist“. Dazu komme, dass diese Urkunden bei Bewerbungen durchaus wichtig seien. Man brauche interessierte Jugendliche in interessanten Projekten.
Dass das Projekt letztendlich verwirklicht wurde, sei Oberbürgermentor Peter Arnolds großem Einsatz mit zu verdanken. Aber auch Ortsvorsteher Gerhard Maier – „der beste Ortsvorsteher von Großdeinbach“ – habe sich von Anfang an sehr dafür eingesetzt. Und Matthias Rothaupt vom Garten- und Friedhofsamt half mit von der ersten Stunde an. Nur der Zusammenhalt aller Wustenrieter mit den Jugendlichen und deren Eltern habe dieses großartige Ergebnis ermöglicht. 250 Arbeitsstunden leisteten dazu die Jugendlichen und noch einmal 100 deren Eltern. „In den nächsten Jahren wird sich einiges ändern“, sagte Bläse zu den Eltern, „die Zeit der Wunschkataloge ist vorbei, wir brauchen das Engagement des Ehrenamts“.
Bolzplatz wird angenommen
Drei wichtige Dinge sah Ortsvorsteher Gerhard Maier als gegeben an. Erstens habe das JES-Projekt Identifikation geschaffen. Zweitens habe Gmünd das Gelände zur Verfügung gestellt. Drittens, und das sei das Wichtigste, der Bolzplatz würde wirklich angenommen. Häufig seien 20 und mehr Jugendliche am Fußballspielen. Oberbürgermentor Peter Arnold schenkte als Anerkennung für die geleistete Arbeit noch einen Fußball dazu. „Es ist schon alles gesagt“, meinte Bärbel Blaue, „aber richtig ist es, wenn in den nächsten fünf Jahren noch weitere 20 Projekte durchgezogen werden“.
Zertifikate und Bescheinigungen
Besonderen Dank sprach Bärbel Blaue dem Baubetriebsamt aus, das immer großzügig Hilfe angedeihen lassen habe. Ebenfalls großer Dank ging an die Helfer Susanne und Helmut Fischer, Anette und Bernd Wagenblast, Martin Prichodko und Klaus-Peter Spitznagel. Ein JES-Zertifikat erhielten Kevin und Dennis Prichodko, Steffen Djurcic, Marius Fischer, Florian und Mario Wiedmann, Sven und Dennis Wagenblast, Philip Kübler und Dominik Bertsch. Eine Beteiligungsbescheinigung erhielten Robin Göhringer, Dominik König, Jan Höfnagel, Joachim Bräutigam, Linus Spitznagel, Marcel Sandner sowie Tim und Marvin Seel. Und Sonja Scherrenbacher habe immer für hervorragende Verpflegung gesorgt.
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Ehrenamt fördern
Zwölf neue Bürgermentoren werden Gmünd bereichern
Wie Bürgermeister Dr. Joachim Bläse gestand, habe er am Anfang nicht geglaubt, dass aus der Bürgermentoren-Ausbildung etwas Nachhaltiges entstehen würde. Fünf Jahre später zeigt er sich überwältigt von den weiten Kreisen, die diese Form des bürgerschaftlichen Engagements in Gmünd gezogen hat: Am Samstagabend wurden zwölf neue Bürgermentoren zertifiziert.
Schwäbisch Gmünd. Ein richtiges Netzwerk bilden sie mittlerweile, die rund 50 Mentoren, die in den letzten fünf Jahren von der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof sowie dem Paritätischen Bildungswerk als veranstaltender Organisation ausgebildet wurden. Am Samstag wurden mit Ulrike Göbbels, Wilhelm Weinmeister, Evgeniya Abdieva, Emine Beyer, Cafer Bozkurt, Petra Estelet, Bülent Karahan, Inna Lebedeva, Slavica Puseljic, Niccolai Schöll, sowie Winni und Ludwig Wamsler zwölf weitere zertifiziert. Vier Monate lang trafen sie sich zu insgesamt sieben Modulen, die sie vorbereiteten, das Ehrenamt zu fördern. Bei der sechsten Mentorenschulung, geleitet von Birgit Bormann von JuFun und Michael Kuschmann von der Caritas, lag der Schwerpunkt auf dem Engagement für und mit Menschen mit Migrationshintergrund. So will etwa Emine Beyer einen Kinderchor für Kinder unterschiedlicher Nationen gründen, in dem Lieder aus den Heimatländern gelernt werden. Bülent Karahan wiederum ist im Projektteam der geplanten Ausstellung in der VHS über Gastarbeiter. Grußworte überbrachten Bläse, Iren Steiner vom Paritätischen Bildungswerk und Harald Faber, Regionalleiter der Caritas. Worte des Dankes sprach der Direktor der Stiftung Haus Lindenhof, Jürgen Kunze. Alle betonten die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements - „eine echte Bereicherung für Gmünd“. Musikalisch umrahmt wurde die Zertifizierung vom internationalen Frauenchor „Coral Alegria“ unter der Leitung von Veronica Cardenas de Sattler sowie Sazspieler Bülent Gazeloglu und seiner Schwester Birgül.
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Mentorenprojekte 2010
Rems-Zeitung 08.12.2010
(PDF-Datei, 0,20MB)
Rems-Zeitung 20.09.2010
(PDF-Datei, 0,67MB)
Rems-Zeitung 24.08.2010
(PDF-Datei, 1,01MB)
Rems-Zeitung 18.06.2010
(PDF-Datei, 0,92MB)
Rems-Zeitung 17.04.2010
(PDF-Datei, 0,63MB)
Rems-Zeitung 10.04.2010
(PDF-Datei, 0,50MB)
Rems-Zeitung 02.03.2010
(PDF-Datei, 0,77MB)
Rems-Zeitung 19.02.2010
(PDF-Datei, 0,35MB)Vom Ihr zum Wir
Bürgermentoren setzen sich aktiv für Integration ein
Im laufenden Bürgermentorenkurs engagieren sich 13 Gmünder aus sechs verschiedenen Nationen mit dem Schwerpunkt Migration und Integration für Schwäbisch Gmünd.
Projekte von und für Migranten
Seit September treffen sich die angehenden Bürgermentoren zur Ausbildung. Sie liefern die Grundlage für Projekte, die im kommenden Jahr von und für Gmünder Migranten initiiert werden. Die Projektplanungen reichen von einer Gastarbeiter-Ausstellung über einen internationalen Kinderchor bis zur gesunden Ernährung von Kindern. Mit verschiedenen Schulungsbausteinen werden die angehenden Bürgermentoren für ihre Projekte qualifiziert. Die Ausbildung endet mit der Zertifizierung am 15. Januar 2011, anschließend starten die Projekte.
Zu den Bürgermentoren gehören: Evgeniya Abdieva, Emine Beyer, Birgit Bormann, Petra Estelet, Ulrike Göbbels, Bülent Karahan, Michael Kuschmann, Inna Lebedeva, Slavica Puseljic, Niccolai Schöll, Ludwig Wamsler, Winni Wamsler und Wilhelm Weinmeister.
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Bürger müssen bereit sein
Woche des bürgerschaftlichen Engagements in Schwäbisch Gmünd
Die „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ läuft bundesweit seit Freitag und bis zum 26. September. Schwäbisch Gmünd als Jugend-engagiert-sich-Kommune (JES) begrüßt die Initiative, unterstützt sie und bittet möglichst viele Bürger um Mitarbeit.
Schwäbisch Gmünd. „Größten Dank an die Jugendlichen, ihre Beteiligung setzt ein wichtiges Signal“, sagte Bürgermeister Dr. Joachim Bläse am Freitag beim Stand im Postgässle. Eine Woche lang stehe sie nun im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses – die Arbeit bürgerschaftlich Engagierter. Die Jugendlichen von der Adalbert-Stifter-Realschule erhielten für ihr Projekt „Kino für benachteiligte Menschen“ Urkunden, die bei künftigen Stellensuchen hilfreich seien. „Wir brauchen die grundsätzliche Bereitschaft der Menschen zur Mithilfe“, so Bläse, „denn die Kommune allein kann diese Arbeit nicht schaffen“. Daher werden in der kommenden Woche jeden Tag derartige Projekte vorgestellt. Etwa am Donnerstag, 23. September, in der Bocksgasse ein Projekt für Menschen mit Behinderung. Bürger, die sich für eine Mitarbeit in diesen Bereichen interessieren, können sich ausbilden lassen. „Unabhängig von Alter, Geschlecht, kultureller Herkunft und beruflicher Tätigkeit können sie sich zum Bürgermentor schulen lassen“, informiert das Mentoren-Trainerteam Birgit Bormann und Michael Kuschmann. Eine Informationsveranstaltung dazu ist am heutigen Samstag von 14 bis 16 Uhr im Generationentreff Spitalmühle. Ein ähnliches Projekt führt zum Sozialführerschein. Katholische und evangelische Träger und Kirchengemeinden arbeiten zusammen, um Möglichkeiten sozialen Engagements aufzuzeigen. Darüber informiert wird am 22. September im Augustinus Gemeindezentrum von 19 bis 20 Uhr. Ausbildungsbeginn ist am 6. Oktober, das Abschlussfest mit der Übergabe der Sozialführerscheine durch Schirmherr Joachim Bläse ist am 30. März 2011.
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Rom nicht an einem Tag erbaut
GT-Ferien-Serien: Bürgermentoren (6): Christiane Biebl und Gustav Zemek
Um einen Fahrdienst für Senioren auf die Beine zu stellen, scheut Gustav Zemek keinen Aufwand. Auch Christiane Biebl, die die Redaktion der Familienzeitung übernommen hat, geht voll Elan an ihr neues Betätigungsfeld. Den Absolventen der fünften Bürgermentorenschulung mangelt es nicht an sinnvollen Projekten.
Schwäbisch Gmünd. Als am 20. Mai acht neue Bürgermentoren im Refektorium des Prediger zertifiziert wurden und diese ihre Projekte vorstellten, war schnell klar, wie bereichernd ein solches Engagement für eine Stadt ist. Das Wort „Kreativität“ fiel des öfteren – bei vielen Projekten wird etwas Neues ins Leben gerufen. Andere setzen einfache und naheliegende Ideen um, andere knüpfen an das an, was sie etwa während der Berufstätigkeit machen wollten oder gemacht haben. Immer schaffen sie einen Mehrwert für die Gesellschaft. Christiane Biebl kommt als Mentorin zu einer Arbeit, die sie eigentlich studieren wollte: Journalismus. Sie hat die Redaktion der Familienzeitung übernommen, die zweimal im Jahr über familienrelevante Themen in Gmünd berichtet. Nach der Pensionierung war sie drei Jahre im Ausland. Als sie wieder nach Gmünd zurück kam, wollte sie in irgendeiner Weise aktiv werden. Nun verantwortet sie eine ganze Zeitung, bespricht sich mit dem Redaktionsteam über den Inhalt, macht sich Gedanken, wie man die Zeitung besser bewerben und noch ansprechender gestalten kann. Veränderungen sind schwierig, weiß die Bürgermentorin, doch „Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut“, zeigt sich Christiane Biebl optimistisch, ihre Ideen umsetzen zu können. Auch Gustav Zemek muss zum Teil dicke Bretter bohren, bis sein Fahrdienst läuft und alles abgesichert ist. Das Ziel hat er klar vor Augen: Senioren, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sollen die Möglichkeit haben, niederschwellig auf Fahrdienste zurück zu greifen. Die Fahrer fahren ehrenamtlich und sollen eine Aufwandsentschädigung bekommen. Zunächst muss der Mentor einen Rahmen schaffen, „dann geht es ans Eingemachte“. Haftungsfragen müssen geklärt werden und unter welchem Dach der Fahrdienst läuft; bei manchen Fragen muss er die Stadtverwaltung mit ins Boot holen. Im ersten Quartal 2011 soll das Projekt in einem Stadtteil anlaufen, dann könnten andere Stadtteile die Sache übernehmen. Gustav Zemek, der in Altersteilzeit ist, ist froh über diese Aufgabe: „Nur daheim ‘rumsitzen, ist nicht mein Ding“. Beruflich kommt er aus der Logistik und freut sich nun darauf, dass er „etwas Sinnhaftes“ auf die Beine stellen kann.
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Das Buch im Vorübergehen
Jugendliche bauen einen öffentlichen Bücherschrank für Schwäbisch Gmünd
Im Rahmen eines JES-Projektes (Jugend Engagiert Sich) soll in Schwäbisch Gmünd ein öffentlicher Bücherschrank aufgestellt werden, wie er in einigen deutschen Großstädten beliebte feste Einrichtung geworden ist.
Schüler der Gewerblichen Schule werden im Fach Gestaltungs- und Medientechnik mit ihrem Fachberater Thomas Stauss einen Entwurf für einen geeigneten Schrank erarbeiten und im Modell 1:5 zur Abschlussprüfung präsentieren.
Die ZF-Lehrlingswerkstatt unter Leitung von Erich Rathgeb hat sich bereit erklärt, den Bau des Schrankes zu übernehmen. Da diese Arbeiten in den Ausbildungsgang integriert werden, ist mit der Fertigstellung des Schrankes zum Ende des nächsten Schuljahres zu rechnen.
Tatkräftige Unterstützung erfährt die Mentorin von Bärbel Blaue, der städtischen Ansprechpartnerin für die Vernetzung bürgerschaftlicher Anliegen. Die Leiterin der Stadtbücherei, Sybille Bruckner-Schmidt, und ihre Vertreterin Konstanze Naujocks haben ihre Projekt - Unterstützung mit Büchern aus dem Fundus der Stadtbücherei sowie fachlichem Rat zugesagt.
Es ist angedacht, einen oder zwei weitere Schränke im Rahmen der Landesgartenschau aufzustellen, die später im stadtnahen Grünbereich oder in den Stadtteilen Verwendung finden können. Die Bürgerstiftung wird dieses JES-Projekt finanziell unterstützen.
Die Zeit der Rose zum Wachsen
GT-Ferien-Serien – Bürgermentoren (5): Ernst und Marie-Luise Essig engagieren sich in der Südstadt
In ihrem dritten Lebensabschnitt wollen Ernst und Marie-Luise Essig „etwas Konstruktives“ gestalten. Als Ernst Essig von der Bürgermentorenschulung hörte, fand er das sofort interessant. Das Betätigungsfeld war für das Ehepaar auch sofort klar: die Südstadt, in der sie wohnen. Schon während der Schulung nahmen ihre Projekte, eine interkulturelle Männerrunde und ein Lauftreff, Gestalt an.
Schwäbisch Gmünd. Für Marie-Luise Essig kam die Entwicklung etwas überraschend: Als sie Ende 2008 in Ruhestand ging, freute sie sich auf die freie Zeit, die es ihr endlich ermöglichen sollte, in aller Ruhe auf dem Balkon zu sitzen und zu lesen. Als es dann soweit war, merkte sie schnell, dass dies überhaupt nicht gut tut. „Man muss sich bewegen und etwas für den Kopf tun“, war ihre Erkenntnis. Ihr Mann pflichtet ihr bei, es tue gut, Termine zu haben und etwas fertig zu bringen. „Man gewinnt nicht für den Geldbeutel, aber für sich.“ Dass der anhaltende berufliche Druck weg ist, genießen beide. Aber nur in den Tag hinein zu leben, kam für sie nicht in Frage. Deshalb entschlossen sie sich, an der fünften Mentorenschulung Anfang des Jahres teilzunehmen. Im Verlauf der sechs Einheiten, in denen es um Engagement, Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektfindung und -präsentation ging, habe man sich innerhalb der achtköpfigen Gruppe immer besser kennen gelernt. Vor allem die Rückmeldungen der anderen hätten vorangebracht. Als angenehm empfanden sie, dass der Konkurrenzgedanke bei der ganzen Schulung gänzlich fehlte, weil es um Ehrenamt geht.
So bereichernd die Fortbildung war, so spannend findet es Ernst Essig nun, die interkulturelle Männerrunde im Südstadttreff aufzubauen. Zusammen mit Ludwig Wamsler, den sie als das Herz der Südstadt bezeichnen, rief er die Runde ins Leben. Bislang sei sie noch ein zartes Pflänzchen, meint er und zieht einen Vergleich: Unkraut wachse in zwei Monaten, eine Rose brauche ein Jahr. Bewusst ist ihm, dass das Thema Integration nicht einfach ist und Geduld erfordert. Doch die monatlichen Treffen, bei denen immer ein Thema, manchmal auch ein Vortrag oder ein Ausflug auf dem Programm steht, sieht er auch als große Bereicherung: Man lerne andere Menschen und Sitten kennen, fast ein bisschen wie im Urlaub. „Das öffnet die Augen und den Horizont.“ Beim Programm sind keine Grenzen gesetzt. Im November etwa planen sie ein gemeinsames Singen, bei dem jede Ethnie ein eigenes Lied beisteuern wird.
Obwohl Marie-Luise Essigs Name für Kultur steht - sie arbeitete lange Jahre im Kulturbüro - stellte sie ein sportliches Angebot auf die Beine: Sie organisierte einen Lauftreff, der bereits im Programm „Gmünder Sport-Spaß“ Eingang gefunden hat; eine Trainerin wurde vom Schul- und Sportamt vermittelt. Ideen hat sie noch viele im Kopf, auch kultureller Art. Doch bei diesem ersten Projekt habe sie ganz klar den Bedarf erkannt, denn der Wunsch wurde in der Südstadt immer wieder geäußert. Nun geht es für sie mit offenen Augen und Ohren weiter. Realistisch muss das nächste Projekt aber auch sein: „Ich möchte nur Schlachten schlagen, die ich gewinne“, sagt die Südstadt-Mentorin, die das ehrenamtliche Engagement nicht mehr missen möchte.
Netzwerk Bürgermentoren
In Schwäbisch Gmünd gibt es 34 aktive Bürgermentoren. Der Netzwerkgedanke wird bei der Stiftung Haus Lindenhof (SHL) und der Caritas Ostwürttemberg groß geschrieben, sie führen die Mentorenschulungen durch und betreuen die Mentoren. Dreimal im Jahr findet ein Stammtisch statt, den Maria Bräuning von der SHL und Birgit Bormann vom JuFuN planen und durchführen. Bei diesen Treffen können Erfahrungen ausgetauscht und Fragen diskutiert werden.
Weitere Informationen gibt es im Internet: www.mentoren.gmuend.de.
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Für besseres Miteinander
Im Oktober startet in Schwäbisch Gmünd wieder ein neuer Kurs
Bereits zum vierten Mal machen Caritas, Diakonie, die Stiftung Haus Lindenhof gemeinsame Sache. Der Sozialführerschein ist ein Angebot, das sich gezielt an Menschen richtet, die sich sozial engagieren möchten.
Der Vereinsname ist Programm
GT-Ferienserien: Bürgermentoren (4): Nelli Joos von „Aussiedler helfen Aussiedlern“ fördert bei russischen Immigranten den Ehrenamtsgedanken
Nelli Joos ist eine Bürgermentorin mit besonderer Mission: Mit ihrem Verein „Aussiedler helfen Aussiedlern“ (AhA) will die russlanddeutsche Frau ehrenamtliches Engagement bei russisch sprechenden Immigranten fördern. 20 Mitstreiter hat sie bereits, die „mit Herz und Seele dabei sind“.
Schwäbisch Gmünd. Nelli Joos kann es gut nachvollziehen, dass Menschen, die in der ehemaligen Sowjetunion sozialisiert wurden, wenig mit Ehrenamt anfangen können. Diese Struktur habe es einfach nicht gegeben. Immer wieder muss sie erklären, um was es beim ehrenamtlichen Engagement geht und muss die Angst nehmen, dass dahinter etwas Parteipolitisches stecken könnte. Für sie hat Bürgermentorat viel mit Erziehungsarbeit zu tun: „Aussiedler müssen lernen, dass gerade dies den Reichtum einer Gemeinschaft ausmacht“, ist sich die junge, engagierte Frau sicher. Sie selbst hat erfahren, dass Ehrenamt den Horizont öffnet, dass man durch das Engagement Kontakte knüpfen und wertvolle Erfahrungen sammeln kann. Sie ist auch in der „Aktion Familie“ aktiv und Sprecherin des Integrationsbeirates. Doch sie weiß auch, dass nur der geben kann, der nicht täglich um seine Existenz und um einen Arbeitsplatz kämpfen muss. Aufmerksam gemacht auf die Mentorenkurse wurde sie in dem Verein JuFuN, bei dem sie früher arbeitete. Sie kannte bereits die Arbeit von Elvira Hartmann, die als Lotsin russlanddeutschen Menschen beisteht und sie begleitet. Probleme gibt es genug: mit der Bürokratie in Deutschland, mit der deutschen Sprache, in der Schule oder einfach mit den anderen Gepflogenheiten – Arbeit ohne Ende. Nachdem sie die Mentorenschulung absolviert hatte, war Nelli Joos schnell klar, dass sie sich in dieser Richtung engagieren und Mitstreiter gewinnen möchte. Die Initiative „Aussiedler helfen Aussiedlern“, die mittlerweile ein Verein ist, war geboren. Seine Ziele definieren die Vereinsmitglieder wie folgt: AhA soll ein Treffpunkt sein für alle Gmünder mit Spätaussiedler-Hintergrund und für Migranten aus Russland und soll gleichzeitig Teil der Stadt sein. Ein weiteres wichtiges Moment sehen sie im Brückenbau zwischen Zuwanderern und der einheimischen Bevölkerung. Ihre Wurzeln möchten Nelli Joos und ihr Team jedoch nicht kappen. Ganz im Gegenteil: AhA will dazu beitragen, dass das mitgebrachte Potenzial genutzt und die Sprache gepflegt werden. Sie bieten Russisch-Sprachkurse für Vorschulkinder an und feiern Feste, die sie aus ihrer alten Heimat kennen, wie etwa die Silvesternacht, in der Väterchen Frost zu Besuch kommt. Warum sollen Gestalten wie Snegurotschka und Babagaga nicht auch Gmünd bereichern? Nelli Joos, Vorstand des Vereins, sieht sich bei all den Aktivitäten eher als Organisatorin im Hintergrund. Ohne die Mitarbeit von Menschen wie Elvira Hartmann oder Inna Lebedeva, die sich sehr stark in der Kinderbetreuung engagiert, könnte die Vereinsarbeit nicht gestemmt werden. An Ideen mangelt es Nelli Joos nicht, wie man Aussiedlern helfen kann. Deshalb ist es ihr besonders wichtig, weitere Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Bald wird sie eine weitere Mentorin zur Seite haben: Inna Lebedeva hat sich zur nächsten Schulung, die speziell für Gmünder mit Migrationshintergrund angeboten wird, angemeldet.
Über Kulturbrille unterhalten
Nicht alleine herum schwirren
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Bei ihren Projekten gibt es nur Gewinner
GT-Ferien-Serie Bürgermentoren (Teil 3): Henriett Stegink leitet Jugendliche an, für Senioren aktiv zu werden
Wieder etwas von dem zurück geben, was man selbst im Leben Gutes bekommen hat, für Henriett Stegink ist das selbstverständlich. Die zertifizierte Trainerin hat auch die passende Form für sich entdeckt: das Mentorat. Einmal im Jahr stellt sie ein Projekt mit Jugendlichen auf die Beine, das diese eigenverantwortlich durchführen. Zum Beispiel das Ludwigskino.
Mittlerweile kann sie auf mehr als fünf solcher Projekte verweisen. Weil der Unternehmerin auch in ihren Seminaren die soziale Kompetenz am Herzen liegt, hat sie von der Caritas und dem Wirtschaftsministerium des Landes den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung „Sozial Engagiert 2010“ bekommen. Ihre erste Erfahrung sammelte sie mit einem jes-Projekt (Jugend engagiert sich). Diese wurden von der Landesstiftung Baden-Württemberg ins Leben gerufen und sollen Jugendlichen Zugang zum freiwilligen Engagement im eigenen Umfeld verschaffen. Zum Zug kamen Pestalozzischüler, die im Altenpflegeheim St. Ludwig alle 14 Tage Spielenachmittage gestalteten. 40 Stunden mussten sich die Jugendlichen einbringen. Sie wurden von ihrer Mentorin kurz eingewiesen und bereiteten dann die Nachmittage vor und führten sie auch durch. Für dieses Engagement erhielten sie am Ende ein Zertifikat, das sie ihren Bewerbungsmappen beilegen können.
Traten irgendwelche Probleme auf, trat Henriett Stegink auf den Plan. Zu spät kommen oder anderweitig nicht verlässlich zu sein, gehe nicht, meint die Trainerin. „Das geht später im Berufsleben auch nicht.“ Andererseits konnte sie in Situationen weiter helfen, wenn etwa das Geld für eine Busfahrkarte fehlte – für jes konnten Gelder beim Paritätischen Bildungswerk beantragt werden. Regen Anteil nimmt Henriett Stegink insbesondere an ihren weiblichen Teilnehmern. Sie befragt sie über ihre beruflichen Ziele und ermuntert sie, später „ihren Mann zu stehen“. Bei Mädchen mit Migrationshintergrund komme es immer noch vor, dass sie heiraten wollen und sonst keine Anstrengungen unternehmen, auf eigenen Beinen zu stehen. In solchen Fällen will die Unternehmerin die Jugendlichen aufrütteln. Weitere Projekte von Henriett Stegink waren „Dabei sein – Unternehmen für Ehrenamt“ und „Dabei sein – Schüler für Ehrenamt“. Sie bereitete mit 30 Schülern von der Adalbert-Stifter-Realschule (ASR) am Tag des Ehrenamts eine Präsentation vor, mit der die Schüler an Haupt-, Realschulen und Gymnasien gingen und fürs Ehrenamt warben. Die Gruppen mussten selbst kreativ werden, Präsentationen vorbereiten und ihr Anliegen in den Klassen vortragen. Zertifiziert wurden die Schüler im Franziskaner. Die ASR umrahmte musikalisch und das Regio-TV zeichnete das Ganze auf. Eine feine Sache sei das gewesen, schwärmt die Initiatorin. mar
Neuauflage: Ludwigskino
Da wächst das Wohlgefühl
GT-Ferien-Serien: Bürgermentoren (2) Sieghart Dreher und Helfer gestalten einen Garten für Senioren in Lorch
Heimleiterin Isolde Otto-Langer spricht von einer „totalen Bereicherung“. Die Rede ist von dem neu angelegten Garten im Seniorenzentrum Lorch. Wo zuvor eine monotone Grasfläche mit drei Alibipflanzen wenig Anregung bot, locken nun Blumen, wie sie früher die Bauerngärten zierten und ein Gemüsebeet die Senioren ins Freie. Realisiert wurde das Projekt von Bürgermentor Sieghart Dreher und vier Realschülern.
Lorch. Als Bürgermentor Sieghart Dreher den Garten des vor drei Jahren eingeweihten Seniorenzentrums das erste Mal sah, regte er sich auf: Überhaupt nicht seniorengerecht, befand der Landbauingenieur, der selbst vor seinem Ruhestand eine Einrichtung der Diakonie Stetten leitete. Nachdem er bereits für St. Ludwig als Bürgermentor einen „Garten der Begegnung“ angelegt hatte, war er Fachmann in Sachen Seniorengarten. Ältere Menschen sollen sich in einem Garten wiederfinden, meint er. Außerdem sollte auch für einen Rollstuhlfahrer die ein oder andere Pflanze erreichbar sein. Weil diese Generation oft noch das eigene Gemüse anbaute, sei ein Gemüsebeet eine ganz wichtige Sache. Außerdem sollte den ganzen Sommer über etwas blühen. Für Sieghart Dreher erfüllt eine Grünoase ihren Sinn, wenn die Senioren in ihrem Garten aktiv werden: Da mal Unkraut zupfen, dort ein Pflänzchen gießen oder eine Tomate ernten. Ein Stückchen Freiraum, wo niemand das Gefühl haben muss, kontrolliert zu werden.
All diese Merkmale fehlten, als die Außenanlage des Seniorenzentrums fertig gestellt war - keinerlei Anregungen habe die Graswüste geboten. Da trat Sieghart Dreher auf den Plan. Seine Liste „Mein Engagement als Bürgermentor“ ist lang: Es ist im Arbeitskreis „Neue Wohnformen“ bei der Stadt Schwäbisch Gmünd aktiv und ist Gründungsmitglied und Vorsitzender von „Forum 58 Plus Lorch e. V.“ Außerdem ist er Mitinitiator von „Fit für Ausbildung und Beruf“ in der Hauptschule Lorch und engagiert sich in weiteren Gremien.
Das Projekt, das ihm beim Anblick der Gartenwüste am Haldenberg 10 vorschwebte, war ein typisches für einen Bürgermentoren. Denn um den Garten komplett umzugestalten, brauchte er tatkräftige Hilfe. Die fand er an der Realschule Lorch. In der 8. Klasse steht SE – Soziales Engagement – auf dem Stundenplan. Eine Woche lang werden die Schüler für die Mithilfe im Kindergarten, beim Förster oder bei der Hausaufgabenbetreuung frei gestellt. Bei Lars, Daniel, Oliver und Aaron stieß Sieghart Dreher auf offene Ohren – eine Woche an der frischen Luft im Garten zu arbeiten, sprach sie an. Anstrengend sei es schon gewesen. Zuerst musste Betonschutt entfernt werden und der Boden tiefgründiger gemacht werden. Die Heimleiterin bestätigt: Die Jungs haben richtig gebuddelt und geschafft – eine Arbeit, die auch die Senioren mit großem Interesse verfolgt haben. Als sie beim Helferfestle das Ergebnis sahen, erfüllte dies die vier jungen Helfer mit sichtlichem Stolz.
Als es um die Bepflanzug ging, fügte sich alles wunderbar zusammen: Herbert Mäußnest, der 50 Jahre eine Baumschule in Lorch führte und dieses Jahr in Rente ging, hörte von dem Engagement der Schüler und sagte sich: „Das musst du unterstützen.“ Er steuerte nicht nur Pflanzen bei, Schwertlilien, Sonnenhut, Phlox, Glockenblumen und viele mehr, der Fachmann legte auch Hand mit an. Dadurch konnten die Kosten sehr in Grenzen gehalten werden, freut sich der Bürgermentor, dass mit „einem Appel und Ei“ etwas wirklich Vernünftiges entstanden sei. So viele Gedanken macht sich Frau Hägele nicht: Sie und einige andere Senioren genießen den Garten ohne Ende, wenn sie mit der Gießkanne unterwegs, dem Unkraut zu Leibe rücken und Zucchini oder Kräuter ernten.
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Jeder braucht eine Aufgabe
GT-Ferien-Serien: Bürgermentoren (1): Für Peter Arnold sind seine Ehrenämter wie ein zweiter Beruf
Die Firma insolvent, eine Erwerbsunfähigkeit kommt hinzu. Das hätte bedeutet, mit 56 Jahren den ganzen Tag daheim zu sein. Nichts für Peter Arnold. Er sagte sich: „Jetzt musst du etwas tun“ und stieg als Bürgermentor voll im sozialen Bereich ein. Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung und jes-Projekte mit Jugendlichen sind seine „Spezialität“.
Nachdem er im Rehnenhof bereits eine Multispielanlage als Mentor realisiert hat, ist das nächste Projekt im Herbst in Wustenriet geplant. Neben diesen „Großprojekten“ gehen viele Kleinprojekte, wie Spielplatzpatenschaften für den Spielplatz in der Kimpolunger Straße, auf sein Konto. Mit der Behindertenarbeit fing alles an. Nachdem Peter Arnold seinen ersten Mentorenkurs absolviert hatte, brachte er sich in den offenen Treff mit Behinderten der Stiftung Haus Lindenhof ein. Weil ihm die Unternehmungen sehr viel Spaß machen, wollte er dieses Ehrenamt nicht mehr aufgeben. Alle zwei Wochen stehen Hallenbadbesuche oder Kegelnachmittage auf dem Programm, hin und wieder organisiert das Team Ausflüge ins Daimlermuseum oder eine Schifffahrt auf dem Neckar. Der größte Dank ist es für ihn, wenn er die strahlenden Augen sieht. Die Teilnehmer, die ambulant betreut wohnen, arbeiten allesamt – der eine bei Fein, der andere bei der Weleda oder in einer Aalener Mensa. „Sie haben anstrengende Arbeitstage und genießen die Freizeitangebote in vollen Zügen“, erzählt Peter Arnold. Eines wurde ihm bei diesem Engagement schnell klar: Dass er vorgefasste Meinungen hatte. Früher habe er einfach nur gedacht: Behindert – die sind arm dran. Heute sieht er, dass auch sie die Freuden und Lasten des Alltags kennen und trägt dazu bei, dass sie auch mal dem Alltagstrott entfliehen können. Die gemeinsamen Stunden möchte er nicht mehr missen. Es will zwar alles organisiert sein, doch beim gemeinsamen Kneipen kann auch er Stress abbauen. Mit den jes-Projekten (siehe Kästchen) stieg Peter Arnold in einen ganz anderen Bereich ein: Er leitet Jugendliche an, in ihrem Lebensumfeld Freizeitmöglichkeiten zu schaffen. „Es gibt nichts Schlimmeres, als nicht gebraucht zu werden und kein Ziel zu haben“, ist der Bürgermentor überzeugt, dass gerade Jugendliche Aufgaben brauchen. Dass sie hinlangen können, haben acht Jugendliche beim Bau der Multispielanlage mehr als unter Beweis gestellt. Da mussten Bäume geschält und Löcher und Fundamente geschaufelt werden, Bäume und Sträucher wurden gesetzt und die Vorarbeiten für Netz und Absperrung wurden geschaffen. Gerade dies fördere die Zufriedenheit, ist der Mentor überzeugt. Wenn er sieht, wie sehr sich die ehrenamtlichen Teenager mit dem Ergebnis identifizieren, erfüllt auch ihn dies mit einer tiefen Zufriedenheit – nicht nur für die Jugendlichen sei dies eine wichtige und schöne Erfahrung gewesen, freut sich Arnold bereits auf das nächste jes-Projekt, ein Bolzplatz in Wustenriet. Wochenweise sei sein Engagement ein Fulltime-Job, sagt Peter Arnold. „Meine Frau macht mit, sonst geht das nicht.“ Das Ehrenamt nennt er auch seinen zweiten Beruf, „das ist wichtig für mich“. Ein von den ökonomischen Zwängen des Geldverdienens befreiter Beruf – das ist wahre Hingabe.
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Sissi soll Kontakte fördern
Achtklässler der Adalbert-Stifter-Realschule Gmünd gestalten das „Ludwigskino“
Mittwoch, 8.30 Uhr, an einem der letzten Schultage vor den Sommerferien an der Adalbert-Stifter- Realschule (ASR) in Schwäbisch Gmünd: Alle Schüler sehnen die Ferien herbei. Mit einer Ausnahme: Eine kleine Gruppe von 16 Jugendlichen sitzt im Stuhlkreis zusammen und hört gespannt zu, was die blonde Frau neben ihrem Konrektor Thomas Krieg über „Ludwigskino“ zu erzählen hat.
Austausch zwischen Jung und Alt
Für die Bewohner des Altenheims St. Ludwig in Schwäbisch Gmünd, aber auch für interessierte ältere Menschen von auswärts, sollen die Jugendlichen ein bis zwei Mal pro Monat einen Filmnachmittag gestalten. Ihre Aufgaben: Sie sollen die Filme auswählen, die Technik aufbauen, den Vorführraum geschmackvoll gestalten und die älteren Menschen aus ihren Zimmern zu den Filmvorstellungen bringen.
„Ihr könnt ganz uralte Filme, wie zum Beispiel „Sissi“ auswählen, aber auch neuere Filme mit moderner Sprache“, ermuntert Henriett Stegink die Schüler. Diese Idee scheint den Jugendlichen zu gefallen, eifrig schlagen sie selbst Filme wie „Twilight“ und „Zeiten ändern dich“ vor. Doch nicht nur das Anschauen von Filmen gehört zum Projekt, sondern nach den Vorstellungen sollen die Jugendlichen mit den älteren Menschen ins Gespräch kommen und bei Kaffee und Kuchen ihre Meinungen austauschen.
Henriett Stegink betreut als Bürgermentorin das „Ludwigskino“, das gleichzeitig das zweite „jes“-Projekt der Stadt Schwäbisch Gmünd darstellt. „jes“ steht für „Jugend engagiert sich“ und hat zum Ziel, Jugendliche für soziales Engagement zu begeistern.
Bärbel Blaue koordiniert als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd alle „jes“-Projekte. Sie sitzt an diesem Morgen auch in der Runde und verspricht den Schülern, dass „ihr garantiert auf eurem Lebensweg etwas von diesem Projekt mitnehmen werdet.“
Die Schüler jedenfalls bekunden großes Interesse. Vier Jungs und elf Mädchen wollen nächstes Schuljahr dabei sein, wenn das Projekt startet und, wie Konrektor Thomas Krieg betont, „zwei Lebenswelten zusammengebracht werden“. „Ich finde Zivilcourage cool und würde gerne mal was mit älteren Menschen machen“, begründet einer der Schüler, Valentin Gehrmann, seinen Entschluss mitzumachen. Und auch Henriett Stegink freut sich darauf, zusammen mit den Jugendlichen das „Ludwigskino“ zu gestalten. Kurz nach den Sommerferien soll es losgehen mit Filmen und Gesprächen, einem Zusammenspiel zwischen Alt und Jung.
Hintergründe zum Projekt
„jes“ war ursprünglich ein Landesprojekt. Im Oktober 2009 hat sich Schwäbisch Gmünd zur selbstständigen „jes-Kommune“ erklärt, die nun zusammen mit sozialen Einrichtungen und Bürgermentoren jugendliches Engagement in sozialen Bereichen fördern will.
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Lorcher Schüler und Senioren knüpfen Kontakte
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Bolzplatz als Gemeinschaftsarbeit
Bürgerstiftung fördert das erste jes-Projekt in Wustenriet
Nach dem Wegfall der Förderung von jes-Projekten im Land Baden - Württemberg durch die Landesstiftung hat sich die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd mit ihren Partnern Caritas Ostwürttemberg und Stiftung Haus Lindenhof für die Fortsetzung dieser Projekte vor Ort eingesetzt.
Schwäbisch Gmünd. Dank der Unterstützung durch die Bürgerstiftung wird es auch weiterhin soziale, kulturelle und ökologische Projekte geben, bei denen Jugendliche, unter fachkompetenter Anleitung durch einen Bürgermentor , interessante nachhaltige Projekte für das Leben in der Kommune auf den Weg bringen. Ziel dieser Projekte ist nicht nur das entstehende Projekt an sich, es geht bei jes-Projekten (jes steht für „Jugend engagiert sich“) um die Entwicklung der Persönlichkeit Jugendlicher, um Sozialkompetenz, um Teamfähigkeit.
Erfolgreiche jes-Projekte gibt es seit einigen Jahren in Schwäbisch Gmünd. Neu ist, dass an Stelle der Fördergelder der Landesstiftung nun die Bürgerstiftung Schwäbisch Gmünd steht. Und dass in Schwäbisch Gmünd für jes-Projekte eine Koordinationsstelle beim Amt für Familie und Soziales eingerichtet wurde, erreichbar unter (07171)6035070. Das erste Gmünder jes-Projekt wird der neue Bolzplatz in Wustenriet sein. Es ist ein Kooperationsprojekt Jugendlicher, unter Anleitung des Bürgermentors Peter Arnold, Eltern der Jugendlichen, Vertretern der Stadtverwaltung, des Ortschaftsrates Großdeinbach, der Dorfgemeinschaft Wustenriet und von Aktion Familie sowie der Bürgerstiftung. Nachdem die erforderliche Vorarbeit auf dem Gelände durch eine Baufirma abgeschlossen ist, wird der Rasen gesät. Danach beginnt das jes-Projekt. Die Jugendlichen werden Ballfangzäune errichten, alle weiteren Arbeiten um das Spielfeld in Angriff nehmen, ein Eröffnungsfest planen, vorbereiten und durchführen.
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Acht neue Bürgermentoren erhalten ihre Urkunden und stellen ihre Projekte vor — vom „Bücherschrank“ bis zum Kinderspielfest
Den „Mut zum Tun“ beschworen die Mentorentrainer Maria Bräuning und Peter Arnold bei der Verleihung der Zertifikate an die neuen Bürgermentoren.
SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Sie sind eine Art Pioniere, das machte Erster Bürgermeister Joachim Bläse gestern im Prediger-Refektorium deutlich. Bürgerschaftliches Engagement sei immer nötig, es sei ein Fehler, es nur dann zu beschwören, wenn die Kommunen knapp bei Kasse seien: „Es kann doch nicht davon abhängig sein, ob die Stadt Geld hat oder nicht.“ Ein Betätigungsfeld der Bürgermentoren sah er auch in den Sportvereinen. Jedenfalls: „Es ist gut investierte Zeit, wenn man sich zu Bürgermentoren ausbilden lässt.“ Nur sollte man vorbereitet sein, unterstrich Markus Mengemann (Caritas Ostwürttemberg), und Kreativität sei auch gefordert, ergänzte Clemens Wochner-Luikh (Stiftung Haus Lindenhof). Um diese ging es im fünften Bürgermentorenkurs besonders, schilderten Maria Bräuning und Peter Arnold den Weg der 30- stündigen Schulung der acht Teilnehmer. Bislang wurden Bürgermentoren auf eine Tätigkeit in Einrichtungen vorbereitet, jetzt sollen sie selbst Projekte entwickeln und durchführen. Die frisch Zertifizierten stellten ihre Vorhaben selbst vor: Ulrike Beck will einen „öffentlichen Bücherschrank“ installieren, an dem man Bücher leihen und tauschen kann, Christiane Biebl bringt sich in einer „Aktion Familie“-Zeitung ein; Christine Blath organisiert Rundflüge für Behinderte und Rollstuhlfahrer. Bärbel Blaue will dafür sorgen, dass das Kinderspielfest erhalten bleibt „und endlich familienfreundliche Preise erhält“. Marie-Luise Essig will in der Südstadt Walking-Kurse aufziehen, Harald Beck in der Stadtgestaltungs-Agenda Ideen entwickeln. Ernst Essig plant deutsch-türkische Teestunden in der Südstadt, und Gustav Zemek kümmert sich um einen Seniorenfahrdienst. Musikalisch umrahmt wurde die Zertifikat-Übergabe von einem Schilfrohrflöten-Trio.
Lebensqualität bereichern
Acht neue Bürgermentoren in ihr Amt eingeführt
Acht neue Bürgermentoren bekamen am Donnerstagabend im Refektorium des Prediger ihr Zertifikat. Sie wurden durch eine Schulung der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof qualifiziert. Allesamt haben sie schon ein Projekt in Vorbereitung, das für mehr Lebensqualität in Gmünd sorgen wird.
Schwäbisch Gmünd. 40 Bürgermentoren gibt es mittlerweile. Bürgermeister Joachim Bläse dankte den neu Hinzugekommenen: „Sie sind Vorbilder und werden die Idee wieder nach außen tragen.“ Besonders erfreut zeigte er sich, weil auch „Unruheständler“ und noch aktive Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Schulung absolviert haben. Der frühere Stadtplaner Harald Beck etwa möchte sich in den Prozess der lokalen Agenda im Bereich Stadtplanung einbringen. Marie-Luise Essig wird einen Nordic Walking-Treff in der Südstadt organisieren. Bärbel Blaue wird ehrenamtlich das Spielfest in die Hand nehmen. Auch Ulrike Beck, Christiane Biebl, Christine Blath, Ernst Essig und Gustav Zemek ernteten Applaus für ihre Projekte, mit denen sie das menschliche Miteinander bereichern wollen, etwa mit einem mobilen Bücherschrank.
Markus Mengemann von der Caritas Ostwürttemberg machte Mut, auf die Wohlfahrtsverbände zuzukommen, wenn Hilfe nötig ist. Clemens Wochner-Luikh von der Stiftung Haus Lindenhof nannte die Bürgermentoren Dialogstifter, Brückenbauer und Vernetzer und sieht in ihnen eine „Form neuen kreativen Engagements“. In einem spielerischen Dialog ließ das Trainerteam der neuen Bürgermentoren, Maria Bräuning und Peter Arnold, aufblitzen, wieviel Freude, Kraft und Reichtum vom Ehrenamt ausgeht. Für eine mystische musikalische Umrahmung sorgten Burhan Baykal mit Denis und Derya auf der Schilfrohrflöte.
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„Gmünd wird davon profitieren“
Angehende Bürgermentoren ziehen Halbzeitbilanz
Die neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer der fünften Bürgermentorenausbildung entwickeln gerade ihre Projekte – diesmal ausschließlich für die Stadt Gmünd. „Engagiert, kompetent und kreativ“ lautet die Einschätzung ihrer Trainer. Sie selbst haben das Gefühl, von der Ausbildung rundum zu profitieren.
Bisher hat die Gruppe am meisten die gegenseitige Interessenvielfalt beeindruckt. Netzwerke konnten sie schon knüpfen, persönliche Fähigkeiten entdecken und sie haben Freude daran, mit anderen etwas zu bewegen. Was sie bewegen wollen, verraten sie noch nicht. Denn ihre Projekte stellen sie erst in der Zertifikatsübergabefeier am 20. Mai im Refektorium des Predigers der Öffentlichkeit vor. Arnold: „Sicher ist, dass die Stadt davon profitieren wird, wenn sie Aktivitäten in den Bereichen Migration, Wohnumfeld, Menschen mit Behinderung, Familie und Senioren planen.“
Theorie ist wichtig
Die künftigen Bürgermentoren verstehen sich als Vernetzer und Vermittler bei der Durchführung von bürgerschaftlichem Engagement, motivieren und begleiten andere ehrenamtliche Mitarbeiter bei Projekten. Bisher sind in Gmünd 28 Bürgermentoren aktiv. Peter Arnold war einer der ersten. Er erzählte im ersten Ausbildungsmodul, wie es ihm bei der Weiterentwicklung seiner Arbeit von Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderung geht und wie positiv diese bei den Betroffenen ankommen. Im Bereich Kommunikation hat die Gruppe vom selbstbewussten Sprechen und Auftreten bis zur Konfliktvermeidung etliches gelernt. Im letzten Modul werden noch Grundkenntnisse in der Öffentlichkeitsarbeit vermittelt. Allerdings wünscht sich diese Gruppe auch noch mehr Information über den Umgang mit Barrieren, Finanzierungsmöglichkeiten und mehr Rollenspiele. „Ein bisschen mehr Zeit zum Erarbeiten der Projekte dürfte auch sein, vor allem, wenn man noch keine Ahnung hat, was man machen soll“, äußerte eine Teilnehmerin. Die Theorie sei notwendig, meint Bräuning. Die Gruppe brauche auch eine Weile, um sich für den Austausch außerhalb der Lehreinheiten zusammenzufinden. Den Gedanken an die Vorruheständler wollen die Trainer erweitern und Firmen aktivieren, die ein Mentorenprojekt mittragen könnten.
Schüler gestalten Garten
Realschulprojekt im Seniorenzentrum am Haldenberg
Schüler der Realschule Lorch gestalten den Garten im Seniorenzentrum am Haldenberg im Rahmen des SE-Projektes.
Lorch. SE steht für „Soziales Engagement“. Vier Schüler der Realschule Lorch gestalten im Rahmen des SE-Projektes der Realschule gemeinsam und unter Anleitung des Bürgermentors Sieghart Dreher den Garten des Seniorenzentrums am Haldenberg Seniorenfreundlich.
Die Senioren sollen einen Garten vorfinden, in dem sie Ihnen bekanntes Gemüse, Blumen, Beeren, Kräuter, Äpfel und auch Weintrauben finden und in dem Sie sich gerne aufhalten und sich am Pflanzen, Pflegen und Ernten der verschiedenen Gewächse gerne beteiligen.
Der Garten soll außerdem auch ruhige, der Erholung dienende Zonen mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten erhalten. Dazu müssen teilweise auch Wege verbreitert oder auch neu angelegt werden.
Da der Winter dieses Jahr lange ein Arbeiten im Garten unmöglich gemacht hat, wird in diesem Jahr nur ein Teil der geplanten Aufgaben durchgeführt werden können. Seit das Frühlingswetter aber die Arbeiten einigermaßen möglich machte, sind die Schüler mit großem Eifer dabei.
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Solide Basis fürs Ehrenamt
Im Franziskaner startet am kommenden Freitag ein neuer Bürgermentorenkurs
28 Bürgermentoren gibt’s bislang in Schwäbisch Gmünd. Sie begleiten ehrenamtlich Projekte und bringen sich mit Rat und Tat für ehrenamtliche Projekte in der Stadt ein. Am kommenden Freitag startet der fünfte Kurs, der mit einem Zertifikat zum Bürgermentor abschließt. Hier im Fokus: Senioren, die sich engagieren wollen.
Schwäbisch Gmünd. Im Februar 2005 startete in der Stadt die erste Bürgermentorenschulung. Initiiert von der Beratungsstelle „mosaik“, der Spitalmühle und dem Stadtseniorenrat. Durch das große Interesse an einer Qualifizierung zum Bürgermentor, wurde bereits im September eine zweite Schulung von der Caritas Ostwürttemberg in Kooperation mit der Stiftung Haus Lindenhof durchgeführt. Jetzt sind fünf Jahre ins Land gezogen, und die Stadt hat 28 zertifizierte Bürgermentorinnen und Bürgermentoren, die sich bei unterschiedlichsten Projekten, von der Jugend- über Behinderten- und Migrantions- bis zur Seniorenarbeit einbringen. Und diese Zahl der Engagierten soll gesteigert werden. Rüstige und ideenreiche Senioren sind gefragt, am fünften Kurs, der am Freitag, 5. März, um 8.30 Uhr im Franziskaner startet, teilzunehmen. Die beiden Mentorentrainer Maria Bräuning und Peter Arnild betonten, dass es darum gehe, bürgerschaftliches Ehrenamt auf eine solide Basis zu stellen. Imn Pressegespräch machten sie ebenso wie Koordinator Michael Kuschmann klar, dass sich das Ehrenamt geändert habe. Viele Menschen wollten sich nicht dauerhaft, aber durchaus intensiv für Projekte einbringen. Die kostenfreie Schulung, die vom kommenden Freitag bis zur Zertifizierung am 20. Mai jede Woche immer freitags durchgeführt wird, lebe von dem Ideenreichtum der angehenden Bürgermentoren. Während im sechsten Kurs, der ebenfalls 2010 durchgeführt wird, vor allem Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen werden sollen, sind Senioren im fünften Kurs gefragt. Außerdem wollen die Mentorentrainer Firmen ins Boot holen.
Das Programm Bürgermentoren ist eine Initiative des Landesnetzwerks Bürgerschaftlichen Engagements und der Stabstelle Bürgerengagement und Freiwilligendienste des Sozialministeriums Baden-Württemberg. Mehr Infos über die Bürgermentoren unter www. mentoren-gmuend.de
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Spende für die Jüngsten
Die Kinder der Kleinkindgruppe in der „Brücke“ und die unter Dreijährigen des Kindergartens St. Michael in der Weststadt können sich freuen: Die Besucher des Lebendigen Adventskalenders in der Gmünder Weststadt haben ein Herz für sie gezeigt und viel gespendet: Für jede Gruppe kamen mehr als 300 Euro zusammen, die durch Bürgermentorin Veronika Protzer vom Organisationsteam übergeben werden konnten. Mit dabei waren Pfarrer Karl-Hermann Sigel von der Weststadtgemeinde Brücke und der zweite stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Joachim Spranger, von der St. Michaels-Gemeinde. Beide Gruppen freuen sich sehr und werden sich mit den Spenden ein paar Wünsche erfüllen können, die sonst nicht möglich wäre.
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Mentorenprojekte 2009
Rems-Zeitung 19.12.2009
(PDF-Datei, 0,22MB)
Rems-Zeitung 22.08.2009
(PDF-Datei, 0,23MB)
Rems-Zeitung 19.02.2009
(PDF-Datei, 1,11MB)Vereinbarung zur Durchführung von jes-Projekten in Schwäbisch Gmünd wurde gestern unterzeichnet
Noch bis 11. Oktober findet bundesweit die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements statt. Dieser Rahmen wurde gewählt, um gestern die Vereinbarung zur Durchführung von jes (Jugend engagiert sich) — Projekten in der jes — Kommune Schwäbisch Gmünd zu unterzeichnen
SCHWÄBISCH GMÜND (sv) Das jes-Programm wurde 2001 von der Landesstiftung Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Bildungswerk Baden-Württemberg entwickelt und bis zum Jahr 2008 von diesem als Projektträger betreut. In Gmünd werden seit 2005 jes-Projekte durchgeführt.
Bis 2007 wurden sämtliche Projektmittel von der Landesstiftung zur Verfügung gestellt, 2008 übernahm die Kommune in einem Übergangsmodell die Hälfte der Finanzierung. In Schwäbisch Gmünd wurde 2008 das Projekt „Minisportanlage Rehnenhof“, unter Leitung des Bürgermentors Peter Arnold, nach diesem Finanzierungsmodell durchgeführt.
Zum 1. Januar 2009 ging die Förderung der jes — Projekte zu 100% über in die Finanzierung durch die Kommune. Hierfür wurde Schwäbisch Gmünd, ebenso wie 37 weitere Städte, Gemeinden oder Landkreise in Baden-Württemberg, als jes-Kommune zertifiziert.
Das Amt für Familie und Soziales hat für die zukünftigen jes-Projekte in Schwäbisch Gmünd eine Vereinbarung erarbeitet, die die konkreten Regeln hinsichtlich der Anerkennung eines jes-Projektes festschreibt. So ist die Rolle der Bürgermentoren und Bürgermentorinnen, die die Hauptverantwortung eines jes-Projektes übernehmen müssen, über einen Mentorenvertrag definiert.
Zeitschiene, Teilnehmerzahl, durch Jugendliche zu erwerbende Kompetenzen im Rahmen eines jes-Projektes, Nachhaltigkeit des Projektes, Gemeinnützigkeit, Qualitätsmanagement und Finanzierung sind wesentliche Bestandteile der Vereinbarung. jes-Projekte werden über die Bürgerstiftung Schwäbisch Gmünd bezuschusst. Die Bürgerstiftung finanziert 50% der Projektkosten, maximal jedoch 750 Euro pro jes-Projekt.
Für die Koordinierung zukünftiger jes-Projekte in Schwäbisch Gmünd wurde beim Amt für Familie und Soziales eine Koordinationsstelle eingerichtet. Dort können zukünftig jes-Projektideen eingereicht werden.
jes-Projekte in Schwäbisch Gmünd sind zukünftig gemeinsame Projekte der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, die die Koordination übernimmt, der Bürgerstiftung, die für die anteilige Finanzierung steht sowie der Caritas Ostwürttemberg und Stiftung Haus Lindenhof, die mit ihren Bürgermentorinnen und Bürgermentoren und deren Fachlichkeit die Basis für die erfolgreiche Durchführung von Projekten in der jes-Kommune schaffen.
Fortgesetzt wird die Tradition der Zertifizierung von jes-Projekten durch Vertreter der Stadtverwaltung bzw. durch die Bürgerstiftung. Ein durch ein jes-Projekt erworbenes Zertifikat ist für viele Jugendliche wertvolle Ergänzung zum Zeugnis und Beleg für erworbene Sozialkompetenzen und das Interesse an Bürgerschaftlichem Engagement.
Die Unterzeichner der Vereinbarung zur Durchführung von jes-Projekten in der jes-Kommune Schwäbisch Gmünd verpflichten sich, die Maßnahmen und Absprachen der vorliegenden Vereinbarung im Sinne des weiteren Ausbaus der Marke „jes“ in der jes-Kommune Schwäbisch Gmünd zu erfüllen.
Bürger arbeiten für Bürger
Initiativen zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements
Seit 2005 gibt es in Schwäbisch Gmünd Bürgermentoren, seither veranstalteten sie 40 Schulungen. In der Woche des bürgerschaftlichen Engagements bringen sie sich bis zum 10. Oktober besonders in Erinnerung. Mit Plakaten in vielen Geschäften der Innenstadt.
Schwäbisch Gmünd. Zum Auftakt sprach Bürgermeister Dr. Joachim Bläse vor Bürgermentoren und ihren Trainern. Er wies auf das besondere Engagement dieser Menschen in Schwäbisch Gmünd hin, wo sie vernetzt zusammenarbeiten. Dieter Lehmann, Leiter des Amts für Soziales und Familie: „In vielen Städten arbeiten Bürgermentoren ohne diese Vernetzung, Schwäbisch Gmünd macht da eine löbliche Ausnahme.“ Die nächsten Veranstaltungen sind schon geplant:
Am Dienstag, 6. Oktober, findet um 19 Uhr im Gemeindezentrum Arche in Bettringen ein Infoabend über den Sozialführerschein statt. Dabei kooperieren Caritas, Stiftung Haus Lindenhof, Kreisdiakonie, evangelische Kirchengemeinden Distrikt Bettringen, katholische Seelsorgeeinheit unterm Bernhardus und St. Cyriakus, unterstützt vom Rotary Club Schwäbisch Gmünd.
Am Donnerstag, 8. Oktober, wird das Projekt Jes – Jugend engagiert sich – gestartet.
Am Samstag, 10. Oktober beginnt um 10 Uhr unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Richard Arnold ein Aktionstag des VdK-Kreisverbands Schwäbisch Gmünd mit dem Titel „Menschen für Menschen – Dienst am Nächsten.
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Jes-Projekte und Hüpfburg
Viele Aktionen in der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements auch in Gmünd
Unter dem Motto „Engagement macht stark!“ sind alle Vereine, Initiativen, Verbände, Stiftungen, staatliche Institutionen und Unternehmen vom 2. bis 10. Oktober dazu aufgerufen, auf sich und ihre Freiwilligenprogramme, Projekte und Initiativen aufmerksam zu machen.
Die Projekte zeichnen sich durch die fachliche Begleitung Jugendlicher durch einen ausgebildeten Bürgermentor oder eine Bürgermentorin aus.
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Nicht mehr das eigene Süppchen
Leitlinienvertrag zwischen Bürgermentoren, Caritas und Stiftung Haus Lindenhof
29 Bürgermentoren in Schwäbisch Gmünd sollen nicht mehr länger unorganisiert nebeneinander her ehrenamtliche Projekte auf die Beine stellen. Dazu unterschrieben die Caritas Ostwürttemberg, die Stiftung Haus Lindenhof und Bürgermentorenvertreter Sieghart Dreher einen Leitlinienvertrag.
Schwäbisch Gmünd. Bürgermentoren versuchen, andere Menschen zum ehrenamtlichen Engagement zu bringen. „Deshalb sind sie etwas ganz Besonderes innerhalb der Ehrenamtlichen“, sagt Brigitta Pfeil von der Stiftung Haus Lindenhof. Angefangen hat das Bürgermentorentum in Schwäbisch Gmünd 2004 auf Initiative der Stiftung. 2005 kam die Caritas Ostwürttemberg hinzu, Oberbürgermeister Wolfgang Leidig vereidigte die ersten zwölf Bürgermentoren. Mittlerweile sind es 29. Das Problem bisher: Die verschiedenen 30-stündigen Ausbildungen liefen laut Pfeil zusammenhangslos ab, mit verschiedenen Ausbildern, ohne übergeordnete Organisation. „Die Bürgermentoren kennen sich teilweise nicht einmal untereinander“, sagt dazu Harald Faber von der Caritas. Diese mangelnde Bindung soll sich mit dem Leitlinienvertrag ändern. Neben drei geplanten Bürgermentorentreffen im Jahr besteht die hauptsächliche Neuerung in einer zentralen Anlaufstelle für die Bürgermentoren: Eine Verbindung zwischen Haupt- und Ehrenamt. In Person von Michael Kuschmann und Maria Bräuning, beide Angestellte bei der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof. Und beide Bürgermentorentrainer, die somit die Voraussetzung für eine einheitliche zukünftige Ausbildung sichern sollen. Den Bürgermentoren soll somit Unterstützung in Fragen wie Versicherung oder Finanzierung zuteil werden, Projektkosten werden übernommen, Organisationshilfe geleistet. Im Gegenzug übernehmen die Bürgermentoren Projekte der beiden Träger. Sie dürfen aber auch Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen übernehmen, versichern Pfeil und Faber. Nur sozial caritativ müssten diese sein. Welchen Anteil solche Projekte einnehmen dürfen, sei nicht festgeschrieben.
Bürgermentor Peter Arnold zur Neuerung: „Ich bin froh, dass jetzt eine einheitliche Richtung da ist. Die Arbeit ist jetzt besser. Ich gebe etwas und bekomme etwas.“ Damit meint er nicht die Unkostenerstattung, sondern solche Projekte, die er übertragen bekommt. Wie die Guggenmusiker Los Krawallos aus dem Haus Lindenhof, die er betreut. Arnold: „Ich sehe die Dankbarkeit in den Augen, das ist sagenhaft.“
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Mentorenprojekte 2008
Rems-Zeitung - 23.07.2008
(PDF-Datei, 0,39MB)
Rems-Zeitung - 16.07.2008
(PDF-Datei, 0,76MB)
Rems-Zeitung - 11.07.2008
(PDF-Datei, 0,82MB)
Rems-Zeitung - 11.07.2008 - 2
(PDF-Datei, 0,56MB)
Rems-Zeitung - 10.07.2008
(PDF-Datei, 0,72MB)
Rems-Zeitung - 10.07.2008 - 2
(PDF-Datei, 1,01MB)
Rems-Zeitung - 25.06.2008
(PDF-Datei, 0,75MB)
Rems-Zeitung - 05.06.2008
(PDF-Datei, 0,66MB)
Rems-Zeitung - 30.05.2008
(PDF-Datei, 1,08MB)
Rems-Zeitung - 25.04.2008
(PDF-Datei, 5,52MB)„Wiederanpfiff“ im Laichle
Multispielanlage offiziell eröffnet – Zertifikat lockt jugendliche Mitarbeiter
Die Spiele sind eröffnet. In kommunal übergreifender Zusammenarbeit ist mit Hilfe von Jugendlichen die neue Multispielanlage im Laichle entstanden. Der erhoffte Effekt: Wer selbst mit Hand angelegt hat, passt besser auf.
Schwäbisch Gmünd. Eine neue Skateranlage aus Beton sowie ein Basketball- und ein Minihockey- und Fußballfeld mit neuem Belag. Dazu rustikale Sitzgelegenheiten und Abgrenzungen aus Holz. Die Holzarbeiten haben Jugendliche – zum Großteil vom Rehnenhof – geleistet: eine Gruppe 14- bis 16- Jähriger und eine Gruppe 22- bis 25-Jähriger. Die älteren haben bereits vor knapp zehn Jahren geholfen, die alte Miniramp aus Holz zu bauen. Unter ihnen Oliver Stegmaier, der als Bindeglied zur Jugend gelobt wurde. Unter seiner Anleitung sowie der von Bezirksbeirat und Initiator Johannes Weiß und jener von Bürgermentorentrainer Peter Arnold leisteten die Jugendlichen zusammen etwa 280 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Für die jüngeren gibt’s dafür Zertifikate vom Paritätischen Hilfswerk. „Dass diese Zertifikate bei Bewerbungen nützlich sein können, ist das ziehende Argument, die Jugendlichen zur Mitarbeit zu überzeugen“, sagt der Leiter des begleitenden Jes-Projekts (Jugend engagiert sich), Peter Arnold. Und: „In Zukunft wird meiner Meinung darauf aufgepasst.“ Bis vor kurzem noch seien auf die alte Anlage spät abends noch Leute mit Autos von außerhalb gekommen und hätten den Platz kaputt gemacht. „Die sieht man aber nicht mehr“, sagt Arnold. Dies sei ein Verdienst des Kommunalen Ordnungsdiensts und der Polizei.
Den Wunsch des Gmünder Oberbürgermeisters Wolfgang Leidig, auf die Anlage aufzupassen, erfüllen die Jugendlichen bisher – der Platz war schon einige Tage vor der gestrigen offiziellen Eröffnung bespielbar. Bezirksbeiratsvorsitzender Stefan Preiß, der einen Basketball und einen Fußball spendierte: „Die Versprechen wurden bisher eingehalten, wir schauen zu und freuen uns.“ Als Versuchsphase ist die Spielzeit auf Wunsch der Jugendlichen von 22 auf 23 Uhr verlängert worden.
Die Kosten von 35 000 Euro teilten sich die Stadt Schwäbisch Gmünd, die Stadtteile Wetzgau/Rehnenhof und Großdeinbach und die Gemeinde Mutlagen.
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Musik verbindet – jes goes Africa
Jugend engagiert sich: gemeinsames Projekt bei der Stiftung Haus Lindenhof
22 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit und ohne Behinderungen des Jes-Projektes „Musik verbindet“ führten zusammen mit Kindern und Jugendlichen der MusicalKids am Samstag ihr Konzert „Jes goes africa“ auf.
Schwäbisch Gmünd. Beim Ehrenamtstag der Stiftung Haus Lindenhof überreichte Oberbürgermeister Wolfgang Leidig im Anschluss des musikalischen Ausfluges nach Afrika die Jes-Zertifikate (Jugend engagiert sich) an die Projektmitglieder: „Ich bin stolz auf so viel Engagement in unserer Stadt“ lobte Leidig.
Insgesamt leisteten Ehrenamtliche in diesem Projekt weit über 1500 Stunden freiwilliges Engagement. Seit einem Jahr trafen sich Jugendliche des Vereins MusicalKids und junge Leute der Stiftung Haus Lindenhof. Sie nahmen sich Zeit zum Kennenlernen, tasteten sich an die Fähigkeiten und Fertigkeiten der anderen Teilnehmer heran und planten ein Konzert, besser gesagt ein Musical. Bürgermentorinnen und MitarbeiterInnen der Caritas Ost-Württemberg, der MusicalKids und der Stiftung Haus Lindenhof begleiteten die Gruppe anfangs intensiver – in den letzten Wochen führten die Jugendlichen die Projektarbeit weitgehend in Eigenregie. Ihr Ziel war ein musikalischer Beitrag zum Thema Afrika. Da lag es nahe, die Geschichte vom Löwen Simba und seinen Gefährten zu erzählen.
Mit viel Liebe zum Detail bastelten die Jugendlichen afrikanische Masken und Musikinstrumente, sie gestalteten das Bühnenbild und entwarfen die Choreographie zur Musik. Sie achteten stets darauf, dass alle Teilnehmer ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt waren, was sich nicht immer als leichte Aufgabe darstellte. Vor allem für die Teilnehmer der Stiftung Haus Lindenhof war vieles neu und musste geduldig erarbeitet werden. Emsig versuchten sie die Anweisungen bei der Choreographie umzusetzen. So wissen zwischenzeitlich alle, dass mit „Hier gehen wir ab“ – der Abgang von der Bühne gemeint ist. Dann kam endlich der große Tag – im vollen Festzelt wurde auf der Bühne voller Elan gesungen und getanzt.
Und nun kann natürlich ein solches Projekt nicht einfach mit der Übergabe der Zertifikate beendet sein, denn die „Musik verbindet“ auch zukünftig Menschen mit und ohne Behinderung.
„So möchten wir dieses Konzert im Herbst nochmals aufführen und alle Gmünder Bürgerinnen und Bürger dazu einladen“, meinte Thomas Sachsenmaier, der die Regie zum Stück führte.
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Rezeptur gegen Generationskonflikt
Abschluss des Projekts „Treff in Omas Backstube“
Während der Kuchen im Ofen aufging, ging auch das Projekt auf. Acht Schüler vom Scheffold-Gymnasium und sieben Bewohner des Altenheims „Spital zum Heiligen Geist“ nutzten ihren Back-Treff auch zum Spielen und Plaudern. Gestern gab es zum Abschluss offizielle Zertifikate.
SCHWÄBISCH GMÜND Drei Jungs und fünf Mädchen, Zehntklässer des Scheffold Gymnasiums, hatten sich seit November jeden Monat mit sieben älteren Damen in deren Altenheim „Spital zum Heiligen Geist“ getroffen. Zunächst ging es um die Rezeptauswahl und deren Zubereitung, insbesondere aber um die Aktivität für die Zeit, bis Käse- oder Rhabarberkuchen noch heiß auf den Tisch kamen. Den Bildbeweis steuerten die Schüler gestern in ihrer Diashow bei: lustige Fotos beider Generationen beim Teigschlecken, „Mensch ärgere Dich nicht“ oder beim Abwasch. „Wir haben auch fest geschafft,“ weiß Heimleiterin Ina Baumhauer, die zusammen mit Bürgermentorin Helga Mascha am Treff“ mitwirkte. Von der sozialen Pflicht, in der sich seine Schule sehe, berichtete Reinhold Müller, Rektor des Scheffold-Gymnasiums. Der Treff sei ein Beweis, dass die Kommunikation zwischen Alt und Jung entgegen aller Negativmeldungen gelingen könne.
Mehr als ein Zeugnis
Den älteren Damen sei manches neu in Erinnerung gekommen. „Ihr geht in die Eissporthalle?,“ hieß es. Und so erfuhren die Schüler von den „Kufen“, mit denen sie damals über die Weiher kurvten. Auch der Lerneffekt, der jeweils anderen Generation gegenüber offen zu sein, habe sich eingestellt. So wollte es auch das vom Paritätischen Bildungswerk geförderte Dachprojekt „Jugend engagiert sich“. Bürgermeister Joachim Bläse übergab die Zertifikate als „ein Papier, das viel mehr aussage, als manche Zeugnisnote.“ Mehr zu tun, als sonst üblich - so etwas wollten Arbeitgeber sehen. Zwar ende das Projekt, doch biete die Stadt an, Zertifikate auch für ähnliche Schulprojekte auszustellen.
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Wer etwas sät, der erntet auch
Gemeinsam statt einsam – Auszeichnung für 40 Stunden freiwilliges Engagement
„Wir sind besser als ihr denkt.“ Unter diesem Motto zeigten Jugendliche, was wirklich in ihnen steckt – und wurden dafür mit einem Zertifikat ausgezeichnet.
Schwäbisch gmünd Schulzeugnisse seien das Eine, erklärte der Sozialbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Joachim Bläse. Inner- und außerschulisches Engagement das Andere. „Und fast das Wichtigere für Bewerbungen“, so Bläse. Im Rahmen des Projekts „jes – Jugend engagiert sich“ der Landesstiftung Baden-Württemberg realisierten Jugendliche aus der Oststadt, vom Hardt und der Oderstraße sowie des Jugendhauses – zusammen und in eigener Regie – gemeinnützige Projekte. Das Ziel war es, dass die Jugendtreffs sich besser kennenlernen und zusammenarbeiten. „Ein grenzenloses Projekt “, wie es der Bürgermeister nannte. Am Sonntag konnten im Turmtheater für 40 Stunden ehrenamtliches Engagement die dazugehörenden Zertifikate vergeben werden. Betreut wurden die Projekte von Januar bis Juni von Oststadt-Koordinator, Bernhard Bormann, sowie den Bürgermentoren Nelli Joos und Viktor Scheel. „Ihr könnt auf das wirklich stolz sein, was ihr geleistet habt“, ermutigte Bormann seine Schützlinge.
Während auf dem Hardt eine Hausaufgabenhilfe angeboten wurde, veranstalteten Jugendliche in Bettringen eine Schnitzeljagd. Der Jugendtreff Ost begab sich mit dem Landesgymnasium für Hochbegabte in den Wald zur Erlebnis-Pädagogik, eine vierte Gruppe organisierte eine Stadt übergreifende Tischfußball-Champions-League. Unter der Regie von Sinan Sarikan entstand der Film „Ärger am Hals“.
Ob sich die rivalisierenden Jugendgruppen am Ende doch die Köpfe einschlagen, bleibt aber noch ein Geheimnis. Denn zur Premiere war bislang nur der erste Teil fertig. Aber zumindest der sorgte schon für Lacher.
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„Musik verbindet“ nach Afrika
Stiftung Haus Lindenhof und „Musical Kids“ präsentieren am 5. Juli ein Konzert
Im Rahmen des „Jes- Projekts“ (Jugend engagiert sich) präsentieren die „Musical Kids“ gemeinsam mit der Stiftung Haus Lindenhof am 5. Juli ein Konzert unter dem Motto „Jes goes Afrika“.
Schwäbisch Gmünd: Ziel dieser Kooperation ist die Zusammenarbeit zwischen „Musical Kids“ und Jugendlichen mit Behinderung. 2007 gewann das Jes-Team mit diesem Projekt den dritten Preis des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In diesem Jahr bereiten die Jugendlichen ein weiteres Konzert vor. Dieses Konzert wird von 25 Jungendlichen der „Musical Kids“ und Bewohnern der Stiftung Haus Lindenhof in Eigenregie auf die Beine gestellt und beim alljährlichen Stiftungsfest des Haus Lindenhof am 5. Juli um 15 Uhr zur Aufführung gebracht. Für dieses Konzert werden gemeinsam Tiermasken gebastelt, afrikanische Instrumente gefertigt und das Bühnenbild bemalt, welches die Zuschauer in die afrikanische Savanne entführen wird. Aber nicht nur die gemeinsame Vorbereitung steht im Mittelpunkt: Gemeinsam mit dem Jugend- und Kinderchor der „Musical Kids“ probt das „Jes-Team“ drei Chorstücke zum Thema „Afrika“ ein.
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Komm, wir besetzen ein Kino
Reißerischer Titel für den vorläufigen Höhepunkt einer Jugendaktion über die Stadtteile hinweg
Der vorläufige Höhepunkt einer einzigartigen Jugend-Aktion steigt am Sonntag, 15. Juni, im Turmkino: viereinhalb Stunden „Event-Kino“ mit „Im Juli“ von Fatih Akin, einem selbstgedrehten Jugendfilm und Live-Auftritten.
Unter dem Motto „Wir sind besser als ihr denkt“ haben die Jugendlichen Tischkicker-Champions League, Stadtteilschnitzeljagd, selbstgedrehte Musik- und Videoclips, Hausaufgabenhilfe und mehr organisiert. Diese Aktionen stellen sie ab 15 Uhr im Kino vor. Eigenen musikalischen Beiträgen und einem Live-Auftritt von „Eker Brüder feat. Nani-S“ folgt ein selbstgedrehter Film von Nani-S mit den Jugendlichen – Titel: „Ärger am Hals“. Der Film-Macher: „Die Zeit war zu knapp, deswegen gibt’s am Sonntag nur den ersten Teil.“ Es folgt ab 18 Uhr der Film des türkisch-deutschen Erfolgsregisseurs Fatih Akin, „Im Juli“. Außerdem bekommen die Jugendlichen für ihr Engagement ein Zertifikat von Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, das zum Beispiel bei der Bewerbung hilfreich sein kann. Eingeladen zum Event mit dem reißerischen Titel „Komm, wir besetzen ein Kino“ sind alle Jugendlichen; die 350 Plätze im Kino 1 sollen restlos gefüllt werden. Vier Euro kostet der Nachmittag von 15 bis 19.30 Uhr, der den „vorläufigen Höhepunkt“ der übergreifenden Jugendarbeit darstelle, sagt Bormann. Die Sozialarbeiter führen zurzeit erste Gespräche über einen Video-Clip-Wettbewerb für Jugendliche. Mit im Boot: Nani-S, alias Sinan Sarihan, der in Gmünd laut Bormann mitten in der Szene steckt und jene auch aus Mannheim kennt. Sarihan: „In Mannheim gibt es keine Räume, aber da ist immer Aktion. Hier dagegen gibt es die Räume, aber es ist nichts los. Es wird Zeit, in Schwäbisch Gmünd etwas auf die Beine zu stellen.“
So wird aus Zeit mehr als Geld
Fazit der Aktion von Haus Lindenhof und Caritas „Dabei sein – Unternehmen für Ehrenamt“
Was bringt es eigentlich Unternehmen über die Imagepflege hinaus, wenn sie auf eigene Kosten Mitarbeiter während der Arbeitszeit in soziale Einrichtungen schicken? Die Antwort liegt in der Frage: Was bringen die ehrenamtlichen Tätigkeiten den Mitarbeiten? Zur Abschlussveranstaltung von „Dabei sein – Unternehmen für Ehrenamt“ im Franziskaner gab’s gestern Erläuterungen.
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Sozial engagiert und Überraschendes erlebt
Achtklässler der Realschule Lorch präsentieren ihre Aktionen innerhalb des Projekts Soziales Engagement (SE)
Neue und teilweise überraschende Erfahrungen machten 76 Schülerinnen und Schüler der Realschule Lorch beim Projekt Soziales Engagement (SE). Eltern, Mentoren, Stadt- und Kirchenvertreter erfuhren bei der Abschlusspräsentation der Achtklässler, welche.
Lorch: In Kooperation mit 37 sozialen Einrichtungen, Kindergärten, Vereinen und engagierten Einzelpersonen startete im Oktober 2007 das SE-Projekt. Insgesamt hatten so 76 junge Menschen die Möglichkeit, sich sozial, kulturell oder ökologisch zu engagieren und verschiedene Arbeits- und Einsatzfelder kennen zu lernen. Dass der tägliche Umgang mit Kindern im Kindergarten oder Kinder- und Jugendgruppen eine „Arbeit“ ist, die den ganzen Menschen und vollen Einsatz erfordert, gab diesem Berufsbild für die Schüler ein völlig neues Gesicht. Welch körperlicher Einsatz bei der Arbeit im Wald nötig ist, erfuhren die jungen Leute bei der Pflanzung von Jungbestand und beim Bäumefällen. Eine Gruppe bemühte sich um den Aufbau der Schelmenklinge. Am Computer selbst zu arbeiten oder andere, ältere Menschen, an die Arbeit am PC heranzuführen, braucht viel Vorbereitung, einen verständlichen Leitfaden und viel Geduld. Diese Erfahrung berichtete die PC-Gruppe, die Senioren in die „Geheimnisse“ des Computers einführten.
Selbst Fußball und Tischtennis zu spielen oder zu reiten, ist etwas ganz anderes, als anderen jungen Menschen – zum Teil auch behinderten Kindern – Anleitungen zu geben. Verantwortung als Gruppenleiter und Betreuer innerhalb der Vereinsarbeit zu übernehmen, erfordert viel Geschick und Einfühlungsvermögen und kann ganz schön anstrengend werden, wie die Jugendlichen aus dem Bereich Sport berichteten. Gleiche Erfahrungen machten auch die Betreuer der Kinder- und Jugendtreffs.
Wie aus einer Idee und einer Planzeichnung eine Eckbank für den Aufenthaltsraum der Schule werden kann, bewiesen die beiden Projektgruppen „Bau einer Eckbank aus Holz“ und „Polsterung der Eckbank“. Dank der Mithilfe engagierter Eltern und Handwerker konnte dieses Projekt umgesetzt werden. Die Eckbank steht mittlerweile im Aufenthaltsraum und wurde bereits unter Beschlag genommen.
Betreuung von Senioren als Einzelbegleitung oder im Altenheim waren weitere Einsatz- und Arbeitsfelder. Eine Gruppe junger Mädchen hat im Seniorenzentrum Haldenberg der Diakonie Stetten in Lorch ihren Dienst ausgeübt. Die Arbeit umfasste die Begleitung der Senioren im Alltag. Dieses Projekt namens JES – Jugend engagiert sich – hatte Sieghart Dreher vom Forum 58+ bei der Landesstiftung angemeldet. Deshalb zeichnete es Lorchs Bürgermeister Karl Bühler besonders aus. Bühler meinte jedoch, dass eigentlich alle Projekte ein solches Zertifikat verdient hätten und erklärte sich deshalb bereit, alle Testate zu unterzeichenen. Tosender Beifall war ihm gewiss. Sieghart Dreher bedankte sich herzlich für das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schulleitung.
In einem Rundgang konnten die Besucher auf Stellwänden und Präsentationstischen Plakate, Mappen und praktische Ergebnisse des SE-Projekts anschauen. „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieses Motto aus der Erzählung „Der kleine Prinz“ steht über dem Projekt der Realschule. Was im Herzen der Schülerinnen und Schüler bleibt, sich verändert hat und noch bewegen wird, das lässt sich nicht überprüfen und benoten. Was aber an sichtbaren Ergebnissen und Eindrücken vermittelbar ist, davon war an diesem Abend eine Menge zu spüren. Das stellte Rektorin Christa Weber in ihrem Schlusswort fest. „Wir sind damit auf dem richtigen Weg, ich bin stolz auf euch, so macht Schule Spaß“, so ihre Worte. Diese passten zum Schlusslied unterstützt durch die Band der Neuntklässer: „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.“
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Austausch beim Backen
Erlebnis Generationen: Jes – Jugend engagiert sich
Gemeinsames Backen ist eine schöne Sache. Nicht nur, um Backtipps auszutauschen, sondern auch, um über persönliche Erlebnisse zu reden. Acht Jugendliche des Scheffold-Gymnasiums trafen sich dafür zweimal pro Monat mit Seniorinnen des Gmünder Alten- und Pflegeheims „Spital zum Heiligen Geist“. Der Austausch funktionierte.
Frauke Niewöhner
Schwäbisch Gmünd: Die Backtreffs waren Teil des Projektes „Jes“ (Jugend engagiert sich) von November 2007 bis Mai 2008 am Gmünder Scheffold-Gymnasium. Das Paritätische Bildungswerk der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt „Jes“ finanziell. Schon voriges Jahr gab es ein solches Projekt, damals mit dem Motto „Kochen, was uns schmeckt“.
Zu Beginn von „Jes“ waren beide Generationen etwas schüchtern und zurückhaltend. Das legte sich aber schnell. Beim gemeinsamen Backen kamen sie sich näher. Interessante und sehr emotional geprägte Gespräche entstanden. „Es ist schon anders, wenn Zeitzeugen von den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges erzählen. Das geht viel tiefer als Informationen zu dem Thema im Schulunterricht“, meinte eine der Jugendlichen.
Beim Backen passierten auch Missgeschicke, zum Beispiel ging das Stürzen eines Kuchens schief, doch das hinderte niemand daran, ihn anschließend zu probieren.
Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt funktionierte einwandfrei. Falls die Senioren mal Hilfe benötigten, waren die Jugendlichen sofort zur Stelle. Die Seniorinnen erhielten einen kleinen Einblick in die Interessen der heutigen Jugend. Die Jugendlichen erfuhren von den Interessen der Seniorinnen und konnten auch in das Berufsfeld eines Sozialarbeiters hineinschnuppern. Und natürlich waren alle anschließend geniale Backspezialistinnen.
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Zusammen Spaß statt morgen Streit
„Wir sind besser als ihr denkt“, heißt das Motto des Projekts „Jugend in Aktion – grenzenlos“. Gmünder Jugendliche verschiedener Nationalitäten organisieren füreinander und miteinander fünf Projekte. Diese stellten die Jugendlichen gestern Abend im Werkhof Ost bei der Auftaktveranstaltung des Projekts vor, hinter dem Sozialbürgermeister Dr. Joachim Bläse steht.
schwäbisch gmünd: Überall laufen Diskussionen über jugendliche Gewalttäter – oft über Ausländer – auch in Gmünd. Dass es aber genügend Jugendliche gibt, die zeigen wollen, was in ihnen steckt und die sehr wohl auch offen für andere Gemeinschaften sind, zeigt das gestrige Treffen im Werkhof Ost.
Die Jugendtreffs Ost, Hardt und Oderstraße, die Mobile Jugendarbeit und auch das Jugendhaus engagieren sich, um zu zeigen, wie Stadtteilkoordinator Bernhard Bormann es ausdrückte: „Wir sind doch gar nicht so schlecht.“
„Jugend in Aktion – grenzenlos“ – die Jugendlichen setzen ihre eigenen Ideen mit der Unterstützung von Profis um. Junge Leute unterschiedlicher Nationalitäten machen über mehrere Stadtteile hinweg gemeinsame Sache. Ein wichtiger Aspekt dabei: Nach mindestens 40 Stunden Engagement gibt's für die Jugendlichen ein Zertifikat von Sozialbürgermeister Dr. Joachim Bläse. „Das ist nicht nur irgendein Stück Papier, das könnt ihr für Bewerbungen sehr gut gebrauchen“, sagte Bläse zu den etwa 30 Jugendlichen und: „Tragt eure Projekte raus in die Jugendtreffs, damit alle wissen, hier ist was los.“
Die Jugendlichen selbst stellten ihre Projekte vor. Zwei davon sind bereits angelaufen. Die Jugendlichen vom Treff Hardt engagieren sich in der Hausaufgabenhilfe. „Wir haben sowieso nichts Besseres zu tun. Anstatt vor dem Fernseher zu hocken, machen wir lieber etwas Sinnvolles“, sagte Rezan Muhi.
Im Jugendtreff Hardt, Werkhof Ost und Jugendhaus werden Videoclips und Musik selbst produziert, Tanz- und Improvisationstheater organisiert. Bormann stellte Sinan Sarihan vor. Der aus Mannheim stammende Sarihan hat Erfahrung mit der Förderung von jungen Künstlern. „Ich will mit Hilfe von Sinan anfangen zu rappen“, sagte gestern Handren Faraj, der schon mal eine Kostprobe gab. Genauso wie Ilja Zilbermann und Adam Czech, die ihre eigenen deutschsprachigen Songs präsentierten.
Der mit den jüngsten Teilnehmern versehene Jugendtreff Oderstraße wird am 31. Mai eine „Stadtteilschnitzeljagd“ in Bettringen Nordwest durchführen.
Im Mai oder Juni gibt's „Oststadtkids im Abenteuer – mobile Seilaufbauten“. Unterstützt von der Mobilen Jugendarbeit (MJA) werden Jugendliche vom Treff Ost und vom Landesgymnasium für Hochbegabte (LGH) ihren Mut beweisen und sich gegenseitig sichern müssen. Jürgen Werner von der MJA: „Das Ziel ist, diese unterschiedlichen Gruppen einander näher zu bringen. Um schon im Vorfeld Reibereien vorzubeugen.“
Dasselbe gilt für die „Stadtweite Tischfußball-Champions League“, die in den Faschingsferien beginnt und in verschiedenen Treffs durchgeführt wird. „Dazu sind alle Stadtteile eingeladen“, sagte Jugendhausleiter Hermann Gaugele. Gazmed Boci, Betreuer vom Jugendtreff Ost, bringt auf den Punkt, was für die ganze Aktion zählt: „Wenn die Jugendlichen an einem Tag zusammen Spaß haben, können sie sich doch am nächsten Tag nicht wirklich streiten.“
Die Koordinatoren des Projekts sind die Bürgermentoren Nelli Joos und Viktor Scheel. Gefördert wird es durch „jes“, die Landesstiftung Baden-Württemberg, die Stiftung „Just“ und das Landratsamt Ostalb.
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Mentorenprojekte 2007
Rems-Zeitung - 30.11.2007
(PDF-Datei, 0,89MB)
Rems-Zeitung - 02.10.2007
(PDF-Datei, 1,15MB)
Rems-Zeitung - 04.08.2007
(PDF-Datei, 0,73MB)
Rems-Zeitung - 20.07.2007
(PDF-Datei, 0,75MB)Engagement gewürdigt
Gestern war der internationale Tag des Ehrenamts. Anlass für Sozialamtsleiter Dieter Fischer den Teilnehmern der 4. Bürgermentorenschulung ihre Zertifikate auszuhändigen.
Mit dem Kooperationsprojekt „Dabei sein - Unternehmen für Ehrenamt“, möchten die Caritas Ostwürttemberg und die Stiftung Haus Lindenhof verstärkt Unternehmen für das Ehrenamt gewinnen. Ziel des Projektes ist es, dass Unternehmen Mitarbeiter über ein halbes Jahr für ein bis zwei Stunden pro Woche für ehrenamtliche Tätigkeiten freistellen. Das Projekt begann gestern mit der Auftaktveranstaltung (siehe oben) und endet im Juni 2008 mit einer Zertifizierung der Mitarbeiter. Die Stadt Gmünd möchte sich hierbei ebenfalls einbringen.
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Lebkuchen für Jung und Alt
Schülerinnen der Realschule Lorch engagieren sich im Rahmen des Projektes Soziales Engagement. Begleitet werden sie von Andrea Knödler vom Seniorenzentrum Haldenberg und Bürgermentor Sieghart Dreher. DasProjekt heißt: „Unsere Lieblingsbäckereien“. Gemeinsames Projekt: Rektorin Christa Weber, die Schülerinnen Julia Khaldi, Sonja Mayer, Gamze Kaya, Michelle Roesner, Sibol Erol, Sieghart Dreher, Andrea Knödler, Bürgermeister Karl Bühler, Helmut Reder und Isolde Otto-Langer (von links). Lorch Beteiligt an dem Projekt sind die Schülerinnen Sibol Erol, Gamze Kaya, Julia Khaldi, Sonja Mayer und Michelle Roesner. Es wird unterstützt durch die Landesstiftung Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Paritätischen Bildungswerk Landesverband Baden-Württemberg. In der vergangenen Woche eröffnete Lorchs Bürgermeister Karl Bühler mit Rektorin Christa Weber von der Realschule, Heimleiterin Isolde Otto-Langer, dem Geschäftsführer der Dienste für Senioren der Diakonie Stetten Helmut Reder und den Beteiligten dieses Projekt. Es wurde gestartet, um den Schülerinnen die Möglichkeit zu bieten, beim gemeinsamen Backen von verschiedenen Backwaren und auch beim Verzehr ungezwungene und unkomplizierte Kontakte mit älteren Menschen aufzunehmen. Dadurch soll den Schülerinnen die Angst genommen werden, älteren fremden Menschen zu begegnen. Für die im Heim lebenden Älteren bedeuten diese gemeinsamen Nachmittage eine willkommene Abwechslung in dem eher eintönigen Alltag. Beim ersten Treffen brachten die Schülerinnen ein eigenes Lebkuchenrezept mit. Sie kauften ein und stellten den Teig her. Gemeinsam füllten sie die Bleche. „Die Lebkuchen sollten noch im warmen Zustand geschnitten werden“, rieten die Senioren. Beim Bestreichen der Lebkuchen mit Schokoladenüberzug und Zuckerguss waren alle Bewohner gefragt. Dabei entstanden viele gute Kontakte, Gespräche und Erzählungen. Und dann ging's endlich ans Probieren. Der Nachmittag verging wie im Flug und die Schülerinnen und Bewohner freuen sich schon auf ein nächstes Backfest.
Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 30.11.2007
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Lust auf Ehrenamt wecken
„Impulse setzen“ – dies war das Motto der Informationsveranstaltung für den im Herbst 2007 beginnenden 4. Bürgermentorenkurs. Im Rahmen der Veranstaltung lernten interessierte Bürger die Bürgermentorentrainer Nicola Bodner und Peter Arnold persönlich kennen.
Um den Anwesenden einen praktischen Einblick in die vielfältige Projektarbeit der Bürgermentoren zu ermöglichen, stellten drei agierende Bürgermentoren ihre Projekte vor. Susanne van der Kroft informierte über das Projekt „Taschengeldjobbörse“ in Lorch. Die Vermittlung einfacher Hilfeleistungen im Haushalt, Garten usw. für Senioren und Hilfsbedürftige steht hier im Vordergrund. Diese wird von Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren gegen eine geringe Vergütung geleistet. Bea Steinhilber berichtete über das Projekt „Markusbrünnele“, das erfolgreich mit Jugendlichen im Eingangsbereich des Pflegeheims St. Markus in Mutlangen umgesetzt werden konnte. Henriett Stegnik stellte das bereits 2006 abgeschlossene Projekt „Dabei sein – Schüler für Ehrenamt“ vor, das gemeinsam mit 61 Schülern der Adalbert-Stifter-Realschule in Gmünd und dem Peutinger Gymnasium in Ellwangen lief. Das Ziel war: Schüler informieren Schüler über den Stellenwert des Ehrenamtes in der Gesellschaft.
Im Anschluss ergaben sich Gespräche zwischen Mentorentrainern, Bürgermentoren und Interessierten. Weitere Teilnehmer konnten für den 4. Bürgermentorenkurs gewonnen werden. Mit der Überreichung eines Zertifikates wird die 30-stündige Schulung beendet.
In gemeinsamer Erlebniswelt
Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat beim Preis „Solidarität stärken“ drei Ehrenamtliche Initiativen ausgezeichnet. Eines davon ist das Projekt der Gmünder Musical-Kids „Musik verbindet“.
Schwäbisch Gmünd: Der dritte Preis, verbunden mit 2000 Euro, landet in Gmünd. Insgesamt 15 Jugendliche des Vereins „Musical Kids“ und fünf lern- und geistigbehinderte Jugendliche aus der Stiftung Haus Lindenhof planen und erarbeiten von Juli 2007 bis Sommer 2008 gemeinsam die Aufführung eines Konzertes. Unterstützung kommt dabei von ehrenamtlichen Bürgermentoren der Stadt, von Mitarbeitern der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof. Im Projekt kommen die jungen Leute miteinander in Kontakt und lernen voneinander. Hemmschwellen werden abgebaut, es erwächst gegenseitige Wertschätzung und das alles macht den Beteiligten einen Riesenspaß. „Das Projekt beeindruckt durch seine Realitätsnähe und Kreativität. Mit der verbindenden Kraft der Musik, gestalten Jugendliche aus bisher getrennten Welten eine gemeinsame Erlebniswelt“, heißt es in der Würdigung. Die Jury lobte, dass die MusicalKids sich bei diesem Projekt über ihren eigentlichen Vereinszweck, der Förderung talentierter Jugendlicher, hinaus für Jugendliche mit Behinderung einsetze. Die gelingende Vernetzung des Projektes im Gemeinwesen sei „vorbildhaft“.
Einen ersten Preis und 5000 Euro gab es für das Projekt „Bürger für Bürger in Weil im Schönbuch, bei dem Schüler Schülern helfen. Platz 2 und damit 3000 Euro erzielte das Projekt Christen und Muslime im Gespräch“ in Leinfelden.
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Freiwilliger Einsatz zählt
Unter dem Motto „Engagement macht stark“ zeigen Verbände, Organisationen, Vereine und Initiativen in der Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 14. bis zum 23. September, wie sich Bürger aktiv für das Gemeinwohl einsetzen. Auch in Gmünd gibt es Veranstaltungen.
Eine neue Familie
Gestern endete die Kennenlernphase des JES-Projektes „Musik verbindet“. Die MusicalKids und junge Menschen der Stiftung Haus Lindenhof haben in dieser Zeit nicht nur neue Freunde gewonnen, sondern auch eine neue Familie gefunden.
schwäbisch Gmünd-Bettringen: Am Montag standen sich die MusicalKids und junge Menschen mit Behinderung zum ersten Mal gegenüber. Bis Freitag war es ihre Aufgabe, ihre Schwächen und Stärken herauszufinden. Ihr Ziel ist es, im Sommer 2008 ein gemeinsames Konzert aufzuführen. Gestern standen alle Projektteilnehmer vor einem begeisterten Publikum und ernteten für ihren Mut, ihren Einsatz und ihre Zusammenarbeit reichlich Beifall. Alle Teilnehmer des Jugend-engagiert-sich- Projektes (JES-Projekt) erhielten in einem feierlichen Rahmen ein Zertifikat. Erkan Gezen, ein lebensfroher junger Mann, der im Rollstuhl sitzt, moderierte mit Anja Weller von den MusicalKids das Programm. Die Solisten Anja Nussbächer, Arian Röhrle und Jonas Menzel zauberten sich mit ihren Stimmern in die Herzen ihrer neuen Freunde. „Es ist unglaublich, wie einfach man diese Menschen mit Musik begeistern kann“, sagt Nussbächer. Angela Bruni-Clemmentelli freut sich auf das Wiedersehen im November. „Es war einfach wow“, sagt sie ergriffen. „Ich habe eine neue Familie gefunden. Jetzt habe ich viele Brüder und Schwestern.“ Die Moderatorin Anja Weller möchte gar nicht mehr weg von ihrem neuen Freund Sören Gompper. An die Kennenlernwoche hängt sie freiwillig ein zweitägiges Praktikum. Und Erkan hat einen Traum: Er möchte das Konzert im Stadtgarten Schwäbisch Gmünd aufführen. Geplant war, im Haus Lindenhof aufzutreten. Um Erkans Traum zu erfüllen, suchen die Projektleiter und Bürgermentorinnen Regina Krieg und Sandra Stelzer Sponsoren.
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Mit Musik Ängste überwinden
Die Musicalkids in Schwäbisch Gmünd hatten eine Idee: Gemeinsam mit behinderten Jugendlichen ein Konzert auf die Beine stellen. Unter dem Motto „Musik verbindet“ lernen sich diese Woche Musicalkids und Jugendliche der Stiftung Haus Lindenof kennen. Das Konzert wollen sie im Sommer 2008 geben.
schwäbisch Gmünd-Bettringen: Im Haus Lindenhof treffen sich fünf Jugendliche der Stiftung Haus Lindenhof, 13 junge Schauspieler der Musicalkids und Bürgermentorinnen. Mit geschlossenen Augen laufen sie durch das Zimmer, ihre Hände strecken sie aus. Sie ergreifen die Hand, die sie finden und halten sie fest. Dann öffnen sie ihre Augen. „Jetzt haben wir den Gordischen Knoten“, sagt Bürgermentorin Sandra Stelzer. „Wir müssen den Knoten lösen, ohne die Hände loszulassen“. So sollen sich die Kids näherkommen, sich gegenseitig kennenlernen. Erkan Gezen ist einer der jungen Menschen mit Behinderung. Die vielen fremden Gesichter schüchtern ihn nicht ein, im Gegenteil. Er ist 25 Jahre alt und sehr aufgeschlossen. Schnell findet er neue Freunde. Die Verständigung funktioniert problemlos.
Das war das erste Treffen im Rahmen des Jugend-engagiert-sich-Projektes (Jes-Projekt). Bis Freitag wollen die jungen Menschen und die Bürgermentorinnen das Beisammensein fortsetzen. Die Projektteilnehmer vom Haus Lindenhof besichtigen heute die Musikwerkstatt. Am Mittwoch wollen sie ihre neuen Freunde, die Musicalkids, durch das Haus Lindenhof führen. So soll im Laufe der Woche eine Vertrauensgrundlage für die weitere Zusammenarbeit entstehen, sagt Regina Krieg, Bürgermentorin von der Caritas Ost-Württemberg. Das Ziel des Projektes ist, im Sommer 2008 ein Konzert aufzuführen, das die Teenager, Jugendlichen und jungen Menschen selbst organisieren und durchführen.
In diesem Jahr legt die Caritas Ost-Württemberg ihren Schwerpunkt auf besondere Belange von Kindern und Jugendlichen. „Mach dich stark für starke Kinder“ lautet ihr Motto. Deshalb unterstützt sie die Zusammenarbeit von behinderten und nicht behinderten jungen Menschen. Die Projekleitung übernehmen die Bürgermentorinnen Regina Krieg und Sandra Stelzer.
Die Teilnehmer verfolgen außer dem gemeinsamen Auftritt auch persönliche Ziele: Die Musicalkids wollen Erfahrungen im Umgang mit behinderten Menschen sammeln, Spaß am sozialen Engagement haben und eigene Talente nutzen, um Gutes zu bewirken. Die jungen Menschen mit Behinderung wollen ihre Ängste spielerisch abbauen, Musik erleben und sich kreativ austoben.
Am 23. November findet in Stuttgart eine Abschlussfeier des Jes statt. Dort werden die jungen Menschen zum ersten Mal gemeinsam auftreten.
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Dialog zwischen Generationen
Sechs Schüler des Scheffold-Gymnasiums haben mit Seniorinnen in der Turmblickstube gekocht, was ihnen schmeckt. Für ein halbes Jahr soziales Engagement wurden die Schüler gestern im Spital zum Heiligen Geist mit Preisen ausgezeichnet.
schwäbisch gmünd: Seniorinnen im Spital zum Heiligen Geist wollten wieder nach Lust und Laune kochen. Eben das, was es früher zu Hause immer gab, ganz nach alter Tradition. Mit dem Engagement junger Menschen wurde ihnen dieser Wunsch erfüllt. Von Dezember 2006 bis Juli 2007 haben sich sechs Schüler und ein Dutzend Seniorinnen zwei Mal im Monat zum gemeinsamen Kochen in der Turmblickstube getroffen. „Kochen was uns schmeckt“ hieß das Jugend-engagiert-sich-Projekt (JES-Projekt), „das von der Landesstiftung Baden Württemberg finanziert wurde“, so Bürgermentorin Helga Mascha. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen und Jung und Alt zusammen gebracht. Verständigung und gegenseitige Hilfe der Generationen standen im Mitelpunkt. Wichtig für die Seniorinnen war es auch zu erfahren, was junge Leute essen. Festgestellt haben sie, dass auch die jüngere Generation das isst, was die Seniorinnen einst selbst kochten. Die Schüler hingegen wollten ihre Hilfe anbieten und von älteren Menschen lernen. So war das Kochen für alle Beteiligten ein gegenseitiges Kennenlernen. Doch der Fleiß in der Küche war nicht genug. Gemeinsam bastelten sie Tischdekorationen und zogen beim letzten Treffen sogar in die nächste Eisdiele.
Das JES-Projekt ist jetzt zu Ende. In einem feierlichen Rahmen übergab Reinhold Müller, Rektor des Scheffold Gymnasiums, allen Schülern ein kleines Geschenk für ihre soziale Einsatzbereitschaft. Anschließend erhielten sie ihre Zertifikate von Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Bläse betonte, wie wichtig ihm außerschulisches Engagement ist. Er selbst sei kein äußerst guter Schüler gewesen, habe sich aber als Schülersprecher engagiert. Was auf dem Papier später wichtig war, seien weniger die Noten gewesen, sondern der Nachweis, über die Bereitschaft, sich außerschulisch einzusetzen.
Zum Abschied erhielten die Seniorinnen ein kleines Dankeschön von den engagierten Schülern: Ein selbstgemachtes Kochbuch mit den Rezepten der Gerichte, die sie im Rahmen des Projektes gemeinsam kochten. Um die Erinnerungen an die Zeit, in der Jung und Alt gemeinsam viel Spass hatten, am Leben zu erhalten, schmücken Sprüche aller Projektbeteiligten das Erinnerungsstück.
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Schwäbische Gerichte beliebt
Jugendliche vom Scheffold- Gymnasium kochen mit Bewohnern des Alten und Pflegeheims Spital zum Heiligen Geist. Seit Dezember des vergangenen Jahres kommen zweimal im Monat sechs Jugendliche in das Altenheim um in der Turmblickstube gemeinsam mit etwa sechs Seniorinnen unter dem Motto "Kochen was uns schmeckt" ein Abendessen zu kochen.
Möglich macht dies ein JES - Projekt, das vom Paritätischen Bildungswerk der Landesstiftung Baden Württemberg gefördert , finanziell unterstützt und von Ulf von Quillfeldt betreut wird. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt von Ina Baumhauer, Sozialer Dienst im Alten und Pflegeheim, Helga Mascha, Bürgermentorin und dem Rektor des Scheffold- Gymnasium Reinhold Müller.
Der Wunsch der Senioren "wieder mal selbst zu kochen" und der Dialog von Alt und Jung war hier ein wichtiger Gesichtspunkt. Ausgesucht werden vor allem schwäbische Gerichte oder Hausmannskost, wie Gaisburger Marsch, Fleischküchle mit schwäbischen Kartoffelsalat. Alles wird so zubereitet wie die Heimbewohner es einst gelernt und gekocht haben.
Während alle gemeinsam Kartoffel schälen oder Gemüse putzen geben die Senioren Tricks und Informationen zu den Gerichten zum Besten, wie: der Gaisburger Marsch wurde immer gekocht, wenn man aufs Feld musste. Auch mancher Witz und alte Redewendungen lockern die Arbeit auf. Neben dem Kochen wird auch auf Esskultur Wert gelegt. Tischdekoration wird gebastelt und der Tisch gemeinsam festlich gedeckt, so dass sich alle wohlfühlen und trotz des Ausspruches: "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann", schmeckt es allen ausgezeichnet. Mit einem gemeinsamen Schlusskreis wird der Abend beendet.
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Jung und alt spielen
Spielen und zusammensitzen - das taten sieben ehemalige Pestalozzischüler und Bewohner des Altenheims St. Ludwig neun Monate lang. Für das freiwillige Engagement bekamen die Schüler nun ein Zertifikat.
"Spiele ohne Grenzen - für jung und alt", hieß das Projekt von "jes" (Jugend engagiert sich), ein Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg. Frühere Schüler der Pestalozzischule meldeten sich zur freiwilligen Arbeit. Jeden Donnerstag spielten die 14 bis 17-Jährigen, mit den älteren Mitbürgern. Bürgermentorin Henriett Stegink begleitete die Schüler und sagt: "Die Senioren und auch wir hatten Freude an dem Zusammensein." Die Jugendlichen bastelten Spiele, beispielsweise ein Memory, das speziell für ältere Menschen ausgedacht wurde. "Die Karten sind größer als die üblichen Memorykarten und an diesen ist ein Filzstück befestigt - damit sie besser zum Greifen sind", erklärt Stegink.
Stephanie Götte vom sozialen Dienst der Stiftung Haus Lindenhof lobt das Projekt als "eine erfolgreiche Begegnung zwischen jung und alt". Ümmü Atak, eine der Schülerinnen, meint: "Es war interessant, als mir die Damen vom Krieg erzählten." Baubürgermeister Hans Frieser überreichte schließlich an Fidan Ceylan, Leonie Semmler, Elif Bes, Ümmü Atak, Jacqueline Seegler, Anna-Catharina Hittinger und Tatjana Grimmel das Zertifikat. jessy
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Kino in St. Ludwig
Vier Schülerinnen des Hans-Baldung-Gymnasiums wurden jüngst für ihr Projekt im Rahmen der Initiative Jugend engagiert sich (JES) ausgezeichnet. Seit Januar haben sie monatlich einen Filmnachmittag im Seniorenheim St. Ludwig vorbereitet und Filme vorgeführt.
Zudem wurden die Senioren von ihren Zimmern abgeholt und anschließend von den Schülerinnen noch bewirtet und betreut. Die am Projekt beteiligten Schülerinnen sind Stephanie Ströbele, Selina Görner, Manuela Heyd und Katharina Brenner. Beim Projekt wurden die Schülerinnen einerseits unterstützt von ihrem Lehrer Walter Frankenreiter, der Bürgermentorin Helga Mascha und hatten als Ansprechpartnerin im Haus St. Ludwig von deren sozialem Dienst Stephanie Götte.
"Es war klasse" - so die Äußerung einer Bewohnerin zu dem Filmangebot, das die Schülerinnen mit modernem Gerät des Kreismedienzentrums - DVD-Filmwiedergabe - machten. Das Projekt soll auch im kommenen Jahr weitergeführt werden.
Oberbürgermeister Wolfgang Leidig dankte den vier Schülerinnen für ihren Einsatz und übergab ihnen die Urkunden, die das soziale Engagement bestätigen.
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Der neue Ludwigsgarten lädt ein
Pünktlich zu den heißen Temperaturen ist er fertig geworden. Der "Garten der Begegnung" von St. Ludwig. Zum Einweihungsfest am Mittwoch sind alle herzlich eingeladen.
Das Frühbeet erinnert an den eigenen Garten und lädt zum Naschen ein. Stephanie Götte und Marta Prath begutachten das Grün.
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Die Engagementlandschaft aktiv gestalten
Eigene Stärken entdecken, eigene Ideen entwickeln und umsetzen, aktiv das Gemeinwohl mitgestalten, das eigene Engagement mit anderen neu überdenken, Rüstzeug für das Engagement erhalten - das sind die Inhalte der dritten Bürgermentorenschulung in Schwäbisch Gmünd.
Bürgermentoren bringen sich mit ihren persönlichen Kompetenzen und Erfahrungen in verschiedensten Bereichen ein. Mit ihren Möglichkeiten tragen sie zum produktiven Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure im Gemeinwesen bei.
24 Bürgermentoren sind bereits in und um Gmünd aktiv. Sie begleiten Projekte mit Jugendlichen, mit alten oder behinderten Menschen, bringen sich ein für Familien, arbeiten mit Aussiedlern oder gestalten das kulturelle Angebot in ihrem Stadtteil mit.
Jeder Bürgermentor entwickelt im 30-stündigen Kurs das für ihn passende Aktivitätsprofil. Dazu stellen sich die Mentoren folgende Fragen: Wo liegen meine Stärken? Was macht mir Spaß? Wie und wo kann ich mich in Schwäbisch Gmünd engagieren?
Menschen, die bereits engagiert sind, haben die Möglichkeit ihr Engagement mit anderen zu reflektieren und neue Impulse zu gewinnen. Die Schulung ist kostenfrei. Sie wird von den Bürgermentorentrainerinnen Birgit Bormann, JuFun e.V. und Sandra Stelzer, Stiftung Haus Lindenhof gehalten. Interessierte sind zur Informationsveranstaltung am Samstag, 13. Mai von 14 bis 16 Uhr im Café der Spitalmühle willkommen.
Die Mentoring-Initiative wurde zur Stärkung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements 1999 vom Sozialministerium Baden-Württemberg initiiert. Bürgermentoren kennen die Beteiligungsmöglichkeiten für Freiwillige in ihrem Umfeld. Sie sind bereit, die Engagementlandschaft aktiv und kreativ mit zu gestalten: Bestehende Strukturen werden unterstützt und durch neue Ideen ergänzt. Voraussetzung dafür ist Offenheit und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen, die Bereitschaft andere anzusprechen und neue Kontakte zu knüpfen.
Näheres weiß Sandra Stelzer, mosaik, Katharinenstraße 5 in Gmünd Tel: 07171/921992-20, mosaik@haus-lindenhof.de
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Mentorenprojekte 2005
HBG-Schüler arbeiten im St.-Josef-Garten
Jung und Alt im "Ludwigsgarten"
"Wir haben schöne Bäume, aber sonst nur Rasen." So äußerte sich eine Bewohnerin in St. Ludwig im Gespräch mit Stephanie Götte vom Sozialdienst des Hauses. Anschub für ein Projekt, das sich nun Ludwigsgarten nennt und alte Menschen mit Jungen zusammenbringen soll. Bürgerschaftliches Engagement ist dabei.
Die Bäume bleiben, der Rasen weicht einer Gartenanlage aus Wegen, Sitzgelegenheiten, Blumenfeldern und Rosenbeeten. Die neue Anlage, mit deren Bau nächste Woche begonnen wird, kommt vor allem demenzkranken alten Menschen zu Gute. Götte: "Der Garten bietet sich an für Balanceübungen, aber auch für Gedächtnistraining. Gerüche und Blumensorten lassen sich in die therapeutische Begleitung einbinden."
"Außergewöhnlich", so schätzt Clemens Wochner-Luikh (Bereichsleiter Wohnen und Pflege der Stiftung Haus Lindenhof), "ist das Projekt auch wegen der Entstehungsgeschichte." Bürgerschaftliches Engagement spielt wesentlich mit. So packen schon beim Wegebau Schüler des Hans-Baldung-Gymnasiums mit an. Und Bürgermentor Sieghart Dreher ist sich sicher, dass weitere Ehrenamtliche in das Geschehen in St. Ludwig eingreifen werden. Beim Bau der Anlage und bei der späteren Pflege. Nach Fertigstellung im nächsten Sommer wünscht sich St.-Ludwig-Einrichtungsleiter Steffen Bucher, dass auch die Bürger den Garten annehmen und dort den älteren Menschen begegnen.
St. Ludwig erhofft sich Mitarbeit und auch Spenden für das 40 000-Euro-Vorhaben. Infos unter (07171)911712.
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