Kulturelle Bildung

In der Stadtgeschichte von Schwäbisch Gmünd nimmt Kultur seit Jahrhunderten einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert ein, sei es durch die kulturhistorische Vergangenheit der Stadt, deren steinerne Zeugen Schwäbisch Gmünd ei nicht nur baulich unverwechselbares Profil verleihen oder aber durch das kulturelle Schaffen der Bevölkerung selbst in sämtlichen kulturellen Sparten, vom rein künstlerischen bis hin zum kunsthandwerklichen Bereich.

Kultur als Angebot und aktives Tun entsteht zumeist in der Folge menschlichen Zusammenlebens und entwickelt sich als Konsequenz der Entwicklung der Bevölkerung.

In der Betrachtung städtischen Kulturangebots ist erkennbar, dass – neben der Orientierung nach Zielgruppen – der Bildungsaspekt (Kulturelle Bildung) über die reine Kulturvermittlungsarbeit hinaus einen wichtigen kulturpolitischen Baustein darstellt. Exemplarisch seien hierbei die Bildungsangebote der Städtischen Musikschule im frühkindlichen Bereich (Singen, Bewegen, Sprechen) und die flächendeckenden musikalischen Unterrichtsangebote in den Teilorten auch in Zusammenarbeit mit Musikvereinen genannt. Das Kulturbüro organisiert zahlreiche Begleitangebote zu Veranstaltungen und Ausstellungen wie Werkeinführungen im Theaterangebot, Führungen, Künstlergespräche etc. im Museum im Prediger.
Vorbildliches leistet auch die Stadtbibliothek innerhalb und außerhalb ihrer mit viel Sinn für Details ausgestalteten historischen Räumlichkeiten. Lesungen, Bücherkisten für Kindertagesstätten und Schulen, Einführungen in Recherchen werden hier nur beispielhaft aufgezählt.

Deutlich wird bei der Betrachtung des Kulturangebots, dass sämtliche Bevölkerungsgruppen „bedient“ werden, sowohl in der Auswahl zwischen Hoch- und Breitenkultur, als auch insbesondere in Abhängigkeit der Altersgruppe. Zweifelsfrei wird sich das kulturelle Angebot auch künftig an der demografischen Entwicklung orientieren und dieser in seiner Angebots-, Vermittlungs- und Bildungskonzeption Rechnung tragen. Kultur muss für jeden/jede zugänglich sein und die kulturelle Bildung soll zum Selbstverständnis für alle werden.

Dies gilt selbstverständlich auch für den großen Bereich der von der Bürgerschaft selbst aktiv betriebenen Kulturarbeit, im freien oder aber auch im durch Vereine und Gruppierungen organisierten Segment.

Als weicher Standortfaktor dient Kultur sowohl der Attraktivität der Stadt, als auch als Plattform für Identität. Über die Präsenz von (Kultur-) Geschichte in der Stadt, das lokale Kulturangebot, die lokale Kunstproduktion, aber auch die Präsenz von Weltkultur wird nicht nur Individualität geschaffen, sondern auch Identität hergestellt und bewahrt.
 

 

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