
Im Jahr 2008 wurde im Rahmen der Erstellung eines Integrationskonzepts für die Stadt Schwäbisch Gmünd in einem ersten Schritt ein umfassender Integrationsbericht erstellt. Die Erarbeitung erfolgte gemeinsam mit dem europäischen forum für migrationsstudien, Institut an der Universität Bamberg.
Im Sommer und Herbst des Jahres 2008 wurde die Datenerhebung durchgeführt. Es wurden Gespräche mit Experten vor Ort geführt, wie der Stand der Integration eingeschätzt wird. Des Weiteren wurden Ortsbegehungen vorgenommen, um die Stadt besser kennenzulernen.
Außerdem wurde eine Repräsentativbefragung in Schwäbisch Gmünd durchgeführt. Hierfür wurden 4.000 Fragebögen an Einwohner in Schwäbisch Gmünd verschickt. Die Fragebogenaktion ist mittlerweile abgeschlossen, der Rücklauf liegt bei etwa 32 %.
Anschließend wurden die erhobenen sowie bestehenden statistische Daten (Einwohnermeldestatistik, Ausländerstatistik, Einbürgerungsstatistik, etc.) ausgewertet.
Erstmals wurde für Schwäbisch Gmünd auch der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund in der Bevölkerung erhoben. Zu diesen zählen neben ausländischen Staatsangehörigen auch Einwohner mit zwei oder mehr Staatsangehörigkeiten, Aussiedler und Spätaussiedler sowie die sogenannte zweite Generation, also Kinder von Einwohnern mit Migrationshintergrund.
Um eine Planungsgrundlage für Maßnahmen zu haben und auch um die Entwicklungen in der Stadt Schwäbisch Gmünd langfristig beobachten zu können, wurde vereinbart, diesen Bericht anhand von festgelegten Indikatoren in regelmäßigen Abständen neu aufzulegen.
Letzen Sommer wurde nun mit der Erhebung der Daten für den Integrationsbericht 2010 begonnen, um den Bericht von 2008 fortzuschreiben. Da im Jahr 2010 auch der Bildungsbericht Schwäbisch Gmünd vorgestellt wurde, wurde aus Gründen der Vereinfachung bei einigen Darstellungen auf die Datenbasis des Bildungsberichts zurückgegriffen.
Der Bericht umfasst allgemeine Daten zur Bevölkerung und anschließend Indikatoren zu den sechs Handlungsfeldern des Integrationsprozesses. Vergleicht man die Daten in den beiden Berichten, dass es zwischen den beiden Berichtzeiträumen wenig Veränderungen gegeben hat.
Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund liegt bei 33% mit MH, 2008 waren dies noch 35%. Die meisten Einwohner mit Migrationshintergund kommen aus der ehemaligen Sowjetunion, gefolgt von türkischstämmigen Migranten. Auffällig ist, dass die größte Gruppe der aus dem Ausland zugezogenen aus Rumänien stammt. Ein Grund dafür könnte die Erweiterung der EU sein. Der freie Arbeitsmarktzugang für EU-Bürger seit 01.05.2011 gilt aber noch nicht für rumänische und bulgarische Staatsangehörige.
Integrationsbericht Schwäbisch Gmünd 2008
Integrationsbericht Schwäbisch Gmünd 2010