Fairtrade Stadt

Eine aktive Stadtverwaltung und ein ebenso aktiver Arbeitskreis Eine Welt haben den Schritt gewagt, Schwäbisch Gmünd als Fairtrade Stadt auszeichnen zu lassen. Am 05.11.2012 wurde die feierliche Zertifizierung im Rahmen eines Festaktes im Prediger vorgenommen. Um dieses Zertifikat von der Siegelorganisation Transfair zu erreichen, musste durch zahlreiche Aktivitäten nachgewiesen werden, dass „fair gehandelt“ wird, indem Produkte konsumiert werden, die in den Entwicklungsländern unter Einhaltung von Sozialstandards hergestellt wurden.

Das Thema Eine Welt ist in Schwäbisch Gmünd schon seit langem verankert. So wurde bereits im Jahre 1979 der Gmünder Weltladen gegründet, der neben zahlreichen Organisationen seit 2010 als Gründungsmitglied dem Arbeitskreis Eine Welt angehört. Faires Handeln umfasst im weiteren Sinne das Eintreten für Menschenrechte im In- und Ausland. Um dieses Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu stärken, wurde schon 2010 eine Dienstanweisung des Oberbürgermeisters verabschiedet, nach der faire Produkte in der Verwaltung beschafft werden müssen. Und nun hat sogar die ganze Stadt ihr faires Handeln unter Beweis gestellt.


Für die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt mussten fünf Kriterien erfüllt sein:

  • Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade-Stadt“ anzustreben.
  • Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade- Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
  • In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt.
  • In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
  • Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“.

Die Kampagne „Fairtrade Towns“ ist eine Initiative des gemeinnützigen Vereins TRANSFAIR e.V. und begann im Jahr 2000 in Großbritannien. Dort gibt es mittlerweile über 480 Fairtrade Towns. Zusätzlich gibt es Fairtrade-Dörfer, -Landkreise, -Inseln, -Schulen, -Universitäten. Wales ist die erste Fairtrade-Nation.

Die Kampagne gibt es weltweit mittlerweile in 22 Ländern mit über 1600 Städten, die als Fairtrade Town zertifiziert sind. Deutschland ist im Januar 2009 dazu gekommen.

 

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