Integration gemeinsam schaffen - Was wollen Eltern?

Bildung ist eine wesentliche Grundlage für gelingende Integration. In den Jahren 2008 und 2009 wurde in Schwäbisch Gmünd ein umfassendes Integrationskonzept, unterstützt durch das „europäische forum für migrationsstudien“, entwickelt. Ein sehr wichtiges Handlungsfeld dabei war „Sprache und Bildung“. Das Handlungsfeld hat sich für die weitere Arbeit die Schwerpunkte „Sprachförderung“ und „Elternkompetenz“ gesetzt.

Für den Bereich der Elternkompetenz/Elternbildung wurde eine kleine Arbeitsgruppe gebildet. Eine Umfrage unter Jugendlichen in einem anderen Projekt hat beispielsweise ergeben, dass die Eltern bei der Berufswahl eine sehr große Rolle spielen, wenn nicht sogar die größte. Deshalb ist es wichtig, die Eltern von Beginn an, am Besten ab dem Eintritt in die Kinderkrippe oder den Kindergarten, an die Institutionen vor Ort heranzuführen und sie einzubeziehen.

In der Gruppe wurde man sich schnell einig, dass zunächst der Bedarf bei Eltern erhoben werden sollte, bevor daraus Maßnahmen entwickelt werden. Aus diesem Grund sollte eine Umfrage bei Eltern an zwei Grundschulen (Klösterleschule und Rauchbeinschule) und zwei Kindertageseinrichtungen (Kinderhaus Kunterbunt und Kindergarten Regenbogenland) im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd durchgeführt werden.

Mit dieser Idee hat sich die Stadt Schwäbisch Gmünd auf die Ausschreibung des Vereins „Netzwerke für Bildungspartner e. V.“ beworben und den Zuschlag erhalten.

Zunächst wurde ein Fragebogen entwickelt. Eine Sammlung von Fragen, aufgegliedert in verschiedene Unterbereiche, wurde zusammengestellt und mit Vertretern der beteiligten Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, Elternvertretern, den Beteiligten an der Projektgruppe, sowie Mitgliedern des Integrationsbeirats und Migrantenvertretungen diskutiert.

Die Fragebögen wurden anhand der Diskussionsergebnisse überarbeitet und am 02. Mai mit einem Informationsschreiben in den Einrichtungen verteilt. Die Rückmeldefrist war für Freitag, den 06. Mai festgelegt.

Der Fragebogen, der an die Eltern ausgegeben wurde, umfasst vier Seiten und enthält zum größten Teil Multiple-Choice-Fragen. Lediglich am Ende wurde eine offene Frage zu den Unterschieden zwischen Kindertageseinrichtungen bzw. Schulen in Deutschland und im Herkunftsland gestellt. Dabei wurden nur Eltern, die selbst im Herkunftsland eine Einrichtung besucht haben, gebeten, diese Frage zu beantworten.

Alle weiteren Fragen sollten von allen Eltern, gleich welcher Herkunft, beantwortet werden. Die Eltern wurden gebeten, Angaben über das Alter und das Geschlecht des Kindes zu machen. Über die Familiensprache wurde die Herkunft der Kinder und ihrer Familien abgeleitet. Mit diesen Angaben konnte eine detaillierte Auswertung der Fragebögen vorgenommen werden. Vergleiche zwischen den Vorstellungen der Eltern je nach Herkunft konnten entnommen werden. Auch bestand die Möglichkeit, zwischen Erziehungszielen der Eltern von Jungen und Eltern von Mädchen zu differenzieren.

Die Ergebnisse wurden in einem ausführlichen Projektbericht zusammengestellt, der für Interessierte zum Download bereit steht.

  Abschlussbericht Integration gemeinsam schaffen  (PDF-Datei, 5,87MB)
 

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