Selbstverständnis der Jugendkulturinitiative GD e.V. 2004 und Satzung des Vereins „Jugendkulturinitiative Schwäbisch Gmünd“

Abriss der bisherigen Geschichte der Jugendkulturinitiative:

Schwäbisch Gmünd, 2012

Montagssitzung

14. Januar 2002

Schwäbisch Gmünd, 2013

in "Bild der Frau"

Die "Jki" ist der Trägerverein des selbstverwalteten Jugendkulturzentrums "Esperanza" mit Sitz in Schwäbisch Gmünd.

Neben dem Betreiben des Esperanza´s in organisatorischer Hinsicht (putzen, instandhalten, renovieren, haushalten...), hat sich die Jki noch andere Schwerpunkte in ihrer selbstverwalteten und ehrenamtlichen Tätigkeit gesetzt:

1. Organisation und Durchführung von (sub)kulturellen Veranstaltungen jeglicher Couleur wie z.B. Konzerte, Vernisagen, Workshops...

    diese Veranstaltungen sollen eine Alternative zu kommerziellen und konsumorientierten Freizeitbeschäftigungen sein.
    mit diesen Veranstaltungen sollen lokalen KünstlernInnen eine Auftrittsmöglichkeit gegeben werden.
    ausgenommen hiervon sind KünstlerInnen und Veranstaltungen die faschistische, rassistische, sexistische und nationalistische Standpunkte vertreten oder verbreiten.

2. unkommerzieller Freiraum

    das Esperanza bietet einen Freiraum für Jugendkultur und Politik der selber und ohne Einmischung dritter gestaltet und entwickelt wird.
    somit bietet das Esperanza einen Freiraum mit der Chance für Jugendliche zur freien Entfaltung.
    die Jki als Trägerverein fördert somit das Ehrenamt.
    die Jki sieht das Esperanza als einen ausbaufähigen sozialen Treffpunkt und somit als einen Ort der Verständigung zwischen verschiedenen Meinungen, Lebensweisen und Kulturen.
    die Jki ist nur der Stadtverwaltung oder dem Gemeinderat Rechenschaft schuldig. (Verwendung öffentlicher Gelder)
    die Jki hat dafür Sorge zu tragen das die kommerzielle Unabhängigkeit unbedingt gewahrt bleibt und nicht als Werbeträger der freien Wirtschaft genutzt werden kann. Ausnahmen hiervon sind unsere lokale Brauerei und diverse Independent-Agenturen und Labels.

Sollte es trotzdem zu einem Sponsoring durch ein Unternehmen kommen (z.B. eine Festivalfinanzierung) sollte geprüft werden ob das Unternehmen den hohen Ansprüchen der Jki gerecht wird. (Einhaltung von Tarifverträgen, Umgang mit MitarbeiternInnen, Image (!)... )

3. interne Organisation

    die Vorstandschaft besitzt keinerlei Sonderrechte gegenüber den restlichen MitgliedernInnen sondern nur eine besondere Verantwortung.
    die Jki soll so hierarchiefrei wie möglich organisiert sein. Machtverhältnisse sollen vermieden werden!
    jedes Mitglied trägt Verantwortung für den Erhalt und Ausbau des Esperanza´s sowie der Jugendkulturinitiative.

 
Abriss der bisherigen Geschichte der Jugendkulturinitiative:

Die Jugendkulturinitiative Schwäbisch Gmünd e.V. besteht seit Juli 2000 und umfasst derzeit 130 Mitglieder. Die Jugendkulturinitiative hat sich, aufgrund des bisher schlechten Kulturangebotes, zum Ziel gesetzt, mit städtischer Unterstützung ein Jugendkulturzentrum in Schwäbisch Gmünd zu gründen. Zu Beginn des Jahres 2001 fällte der Schwäbisch Gmünder Gemeinderat die Entscheidung für ein solches Jugendkulturzentrum. Die ehemalige Musikgaststätte „Bärlin“ in der Benzholzstraße wurde mit städtischer Unterstützung von der Jugendkulturinitiative angemietet. Seit Frühsommer 2001 wird das „Bärlin“ in Eigenleistung von Mitgliedern der JKI renoviert und für den Betrieb eines Jugendkulturzentrums umgebaut.
Die Jugendkulturinitiative Schwäbisch Gmünd e.V. möchte mit dem Betrieb eines Jugendkulturzentrums das kulturelle Angebot für junge und jung gebliebene Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt ausbauen. Zum Programm dieses Jugendkulturzentrums sollen einerseits Veranstaltungen mit auswärtigen Künstlerinnen und Künstlern gehören; andererseits sollen auch Aktivitäten junger Künstlerinnen und Künstler aus unserer Region einen wichtigen Platz in unserer Jugendkulturarbeit finden.
Grundlage unserer Arbeit, die wir nun schon seit einem guten Jahr verfolgen, sind vielfältige kulturelle Veranstaltungen, mit denen wir Jugendlichen einerseits eine Chance zur kulturellen Entfaltung bieten und andererseits ein vornehmlich junges Publikum ansprechen wollen. Zu unserer bisherigen Kulturarbeit gehören Konzerte unterschiedlichster Stilrichtungen sowie Ausstellungen in verschiedenen Schwäbisch Gmünder Räumlichkeiten (siehe beigelegte Presseartikel). Ein großes Anliegen ist für uns die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Institutionen.
Dankenswerter Weise stehen die Stadtverwaltung sowie der Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Gmünd hinter der Arbeit der Jugendkulturinitiative. Allerdings sind, wie dies auf dem kulturellen Sektor sehr häufig der Fall ist, unsere finanziellen Mittel bisher sehr begrenzt, da wir weitgehend auf die Einnahmen aus unseren Veranstaltungen angewiesen sind. Da ein großer Teil unseres Publikums Schüler und Auszubildende sind, wollen wir unsere Preise bewusst moderat halten, was zur Folge hat, dass wir mit einem sehr knappen Etat kalkulieren müssen.
Aus diesem Grunde sind wir dankbar für jede Form von Unterstützung, die wir für unsere Arbeit erhalten können. Für unser Jugendkulturzentrum sind uns sowohl Sachspenden als auch finanzielle Spenden willkommen.

I. Satzung des Vereins „Jugendkulturinitiative Schwäbisch Gmünd“

§ 1 Name und Sitz
(1) Der Verein führt den Namen „Jugendkulturinitiative Schwäbisch Gmünd“, nach Eintragung in das Vereinsregister mit dem Zusatz e. V.
(2) Seinen Sitz hat er in Schwäbisch Gmünd.
(3) Der Verein ist in das Vereinsregister einzutragen.
§ 2 Ziele und Zwecke
(1) Aufgabe und Zweck des Vereins „Jugendkulturinitiative Schwäbisch Gmünd“, nachfolgend JKI genannt, ist die Förderung der Jugendkultur, auch durch die Gründung und den Betrieb eines Jugendkulturzentrums.
(2) Ziele des Jugendkulturzentrums sind:
1.1. Förderung des gegenseitigen menschlichen Verständnisses, die Begegnung junger Menschen und die Pflege von Toleranz zur Überwindung von Einseitigkeiten. Es wird gewährleistet, dass die Bildungsarbeit in einem Jugendkulturzentrum stets auf der Grundlage und im Geiste des Grundgesetzes erfolgt.
1.2. Es den Jugendlichen zu ermöglichen, die Formen der Selbstbestimmung, Mitgestaltung, Verantwortlichkeit und soziales Verhalten zu üben, damit sie zu mündigen Bürgern heranwachsen.
1.3. Den jungen Menschen ein zeitgemäßes, vielfältiges, ihren Neigungen entsprechendes Angebot in der Freizeitgestaltung zu machen.
1.4. Aufklärung und Vorbeugung gegenüber Suchtgefahren (Alkohol, Drogen, u.a.). Aufzeigen alternativer Verhaltensweisen.
§ 3 Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
§ 4 Gemeinnützigkeit des Vereins
(1) Der Verein verfolgt unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige und keine wirtschaftlichen Zwecke.
(2) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
(4) Im Übrigen verfolgt die JKI keine wirtschaftlichen oder parteipolitischen Ziele und ist konfessionell unabhängig.
§ 5 Mitgliedschaft
(1) Mitglieder des Vereins können Einzelpersonen sowie parteipolitisch ungebundene juristische Personen werden.
(2) Die Mitgliedschaft wird durch eine schriftliche Beitrittserklärung und durch deren Annahme durch den Vorsitzenden oder den Stellvertretenden Vorsitzenden erworben.
(3) Die Mitgliedschaft erlischt durch:
a) schriftliche Austrittserklärung, die an den Vorstand des Vereins zu richten ist,
b) Ausschluss bei Zuwiderhandlung gegen die Interessen des Vereins durch Beschluss des Gesamtvorstandes,
c) Tod des Mitgliedes bzw. Verlust der rechtsfähigkeit bei juristischen personen.
(4) Der Austritt ist zum Ende des laufenden Quartals und muss einen Monat vor dessen Ende erklärt werden.
(5) Vor Beschlussfassung über den Ausschluss ist es dem Betroffenen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Der Ausschluss ist dem Mitglied per Einschreiben mit Rückschein zuzustellen. Niederlegung nach den postalischen Vorschriften gilt als Zustellung. Gegen den Ausschluss ist innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung ein Einspruch möglich, der schriftlich an den Vorstand zu richten ist und über den die Mitgliederversammlung entscheidet.
§ 6 Mittel des Vereins und Beiträge
(1) Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Geld- und Sachspenden, sonstige Zuwendungen.
(2) Die Erhebung von Beiträgen sowie die Festsetzung deren Höhe wird von der Mitgliederversammlung beschlossen und in einer Beitragsordnung geregelt.
§ 7 Pflichten der Mitglieder
Alle Mitglieder sollen sich vorbehaltlos für die Ziele der JKI einsetzen und bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sich nach bestehenden Kräften engagieren.
§ 8 Organe
Organe der Jugendkulturinitiative sind:
1. Die Mitgliederversammlung
2. Der Vorstand
§ 9 Mitgliederversammlung
(1) Die Mitgliederversammlung wird bei Bedarf – mindestens einmal jährlich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres – oder unter Angabe des Zweckes auf Verlangen eines Drittels der Mitglieder einberufen. Der Vorsitzende lädt schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen zur Mitgliederversammlung ein.
(2) In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Dies gilt auch für juristische Personen als Mitglieder. Stimmrechte sind nicht übertragbar. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder. Bei Satzungsänderungen und Beschlüssen über die Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von 2/3 der erschienenen Mitglieder erforderlich, sonstige Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden bei der Feststellung des Ergebnisses nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.
(3) Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Sie müssen schriftlich und geheim erfolgen, wenn ein Mitglied dies verlangt. Wahlen erfolgen durch geheime Beschlussfassung.
(4) Die Leitung der Versammlung hat der Vorsitzende des Vorstandes, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter oder eine von der Mitgliederversammlung bestimmte Person.
(5) Die Mitgliederversammlung beschließt über alle den Verein betreffende Angelegenheiten, die nicht vom Vorstand zu entscheiden sind, insbesondere

    Wahl und Entlastung des Vorstandes
    Wahl der Kassenprüfer
    Aufstellung und Änderung einer Beitragsordnung
    Satzungsänderungen
    Auflösung des Vereins.

(6) Bei Wahlen sind die Kandidaten gewählt, die die meisten Stimmen auf sich vereinen.
(7) Die Beschlüsse der Versammlung werden schriftlich niedergelegt und vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben.
§ 10 Vorstand
(1) Der Vorstand besteht aus
a) dem Vorsitzenden
b) dem Stellvertretenden Vorsitzenden
c) dem Schatzmeister
d) dem Schriftführer
(2) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für ein Jahr gewählt. Er bleibt bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Wiederwahl ist zulässig.
(3) Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, ist der Vorstand berechtigt, bis zur nächsten Mitgliederversammlung ein Vereinsmitglied kommissarisch mit der Wahrnehmung des vakanten Vorstandsamt zu vertrauen.
§ 11 Geschäftsführung und Vertretung
(1) Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er legt die Mitgliederversammlung einen Arbeitsbericht und Jahresrechnung vor.
(2) Der Vorstand entscheidet über die Verteilung der Mittel des Vereins.
(3) Der Vorstand trifft seine Entscheidungen durch Mehrheitsbeschluss. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder, darunter der Erste oder der Stellvertretende Vorsitzende anwesend sein. Bei Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden oder – falls dieser nicht anwesend ist – des Stellvertretenden Vorsitzenden.
(4) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch den Vorsitzenden und den Stellvertretenden Vorsitzenden; jeder ist einzeln vertretungsberechtigt.
(5) Der Schatzmeister ist verantwortlich für die Finanzen und die gesamte Kassenführung. Er hat jährlich der ordentlichen Mitgliederversammlung einen Kassenbericht vorzulegen. Vorher hat eine Prüfung der Kasse durch zwei Kassenprüfer zu erfolgen.
(6) Der Schriftführer führt den Schriftwechsel des Vereins und die Sitzungsprotokolle.
§ 12 Organisationsrat
(1) Es wird ein Organisationsrat gebildet, der aus den Sprechern der Kommissionen besteht, die von der Mitgliederversammlung zur Bearbeitung bestimmter Aufgabengebiete gewählt werden.
(2) Der Organisationsrat unterstützt den Vorstand bei seiner Arbeit.
§ 13 Auflösung des Vereins
(1) Bei Auflösung des Vereins oder bei Aufhebung seines bisherigen Zweckes fällt sein Vermögen, das nach Abwicklung aller Verbindlichkeiten verbleibt, dem Stadtjugendring Schwäbisch Gmünd e. V. zu, der es ausschließlich zur Förderung der Jugendkulturarbeit zu verwenden hat.
§ 14 Inkrafttreten
Diese Satzung wurde auf der Gründungsversammlung vom 26. 07. 2001 beschlossen und tritt damit in Kraft.
Schwäbisch Gmünd, den 26. Juli 2001

 

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