Der neue Ludwigsgarten lädt ein

"Ich habe mich so gefreut, als ich gehört habe, dass der Garten neu angelegt werden soll", erzählt die 87-jährige Marta Prath, die in St. Ludwig wohnt. "Daheim hatte ich selbst einen Garten. Ich kann zwar nicht mehr mitarbeiten, aber ich freue mich über jedes Blümlein." So geht es vielen Bewohnern. Früher bestand der Ludwigsgarten nur aus einer Terrasse und einer schlichten Wiese. "Einfach langweilig", sagt Pressesprecher Clemens Beil. "Das wollten wir ändern." Der neue Garten soll die Bewohner an die frische Luft locken und zum Bewegen anregen. Etwas Besonderes ist das kreisförmige Hochbeet. Hier werden unter anderem Kräuter, Radieschen und Erdbeeren angebaut. Je nach Jahreszeit. Die älteren Menschen können hier bequem werken, so gut es ihnen möglich ist. Geerntet wird dann auch selbst. "Zur Zeit essen wir jeden Tag unsere eigenen Gurken", berichtet Stephanie Götte vom Sozialdienst. Der Garten soll außerdem zum Verweilen einladen. Mit seinen vielen kleinen Sitzecken bietet er Platz für Ruhe und Begegnung. "Es soll nicht der Garten von St. Ludwig sein, sondern der bei St. Ludwig. Auch für Passanten", betont Steffen Bucher. Zum Einweihungsfest am 19.Juli sind deshalb auch alle Neugierigen recht herzlich eingeladen. Ab 15 Uhr gibt es ein buntes Programm und Grillspezialitäten. Bei diesem Anlass möchte sich St. Ludwig bei allen Helfern bedanken. Großzügige Sponsoren und viele ehrenamtliche Helfer allen Alters haben mitgeholfen. "Ohne sie hätten wir das nie geschafft", betont Bucher. Auch fürs kommende Jahr wird noch Unterstützung gesucht. Einiges muss noch gemacht werden. Das Konzept des "Begegnungsgartens" scheint jedoch zu gefallen. "Ich komme gerade vom Arzt", erzählt die Passantin Charlotte Nuttmeyer. "Jetzt ruhe ich mich hier noch ein wenig aus. Es ist so gemütlich."

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 15.07.2006

 

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