Schwäbisch Gmünd, 2017

Kunstwerk des Monats

Schwäbisch Gmünd, 2017

Paul de Vries, Leuchter, dreiarmig, 2016/17, Sterlingsilber, 10 x 10 x 34 cm (Länge x Breite x Höhe)

Leuchter von Paul de Vries

Silberschmieden sei für ihn „das Erzählen einer Geschichte, die sich aus der Verformung des Materials ergibt“, so Paul de Vries über seine künstlerische Arbeit. In seinen formschlicht und klar gestalteten Schalen, Bechern, Leuchtern und Objekten verbindet er Kreativität und innovatives Design mit einem hohen Maß an handwerklichem Können. Glanz, Farbe, Aussehen und die vielen Eigenschaften des Silbers bieten ihm unendliche Möglichkeiten, die er in seinen Arbeiten mit einem sinnlichen Gespür für das Material auslotet.

Im vergangenen Jahr war Paul de Vries Stadtgoldschmied in Schwäbisch Gmünd und in dieser Eigenschaft mit einer Ausstellung im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik zu Gast. Eindrücklich vermittelte die Werkschau seine Silberschmiedekunst. Um diese dauerhaft in Schwäbisch Gmünd lebendig zu halten, erwarb die Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst den ausgestellten Leuchter und stellt diesen dem Museum im Prediger als Dauerleihgabe sowie zur späteren Präsentation in der Dauerausstellung zur Verfügung. Der Leuchter steht exemplarisch für das Schaffen des renommierten Gestalters, das sich durch einen ebenso meisterlichen wie innovativen Umgang mit dem Material Silber auszeichnet.

Paul de Vries wurde 1958 im niederländischen Mierlo geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Berufsschule für Gold- und Silber-schmiedekunst in Schoonhoven. Danach arbeitete er zunächst als Juwelier in Vancouver. Anschließend studierte er Produktdesign an der Hochschule der Künste in Utrecht. Als Gastdozent und Gestalter sammelte er Erfahrungen im In- und Ausland. Drei Jahre lebte und arbeitete er in New Delhi.

Arbeiten von Paul de Vries sind in den Dauerausstellungen der Galerie am Wasserturm in Schoonhoven und der Galerie Montan in Kopenhagen zu sehen. Darüber hinaus präsentieren private Museen Werke aus der Sammlung des Künstlers. 2014 erhielt er beim Internationalen Hammerclubtreffen in Schwäbisch Gmünd den 1. Preis des Wettbewerbs „Im Dialog mit der Natur“.

 

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