Geologischer Pfad Schwäbisch Gmünd vom Hölltal bis zum Hohenrechberg

Tafel 21 - Panoramablick nach Süd-Ost
Tafel 22 - Übergang in ein Schwammriff
Wohlgeschichtete Kalke (Oxfordium) in Schrägschichtung
Tafel 14 - Eisensandstein (Ob. Aalenium)

Nach 30 Jahren seines Bestehens wurde der Geologische Pfad von der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd und dem Naturkundeverein e.V. im Herbst 2004 wieder neu gestaltet. Auf einer Strecke von rund 5 km führt er von den Keuperschichten des Mittleren Stubensandstein (km4) und des Knollenmergel (km5) über den gesamten Unter- und Mitteljura hoch bis zu den Unteren Felsenkalken des Oberjura auf dem Kirchberg des Hohenrechbergs. Dabei überwindet er 392 Höhenmeter. Kein anderer Pfad in Baden-Württemberg kann auf verhältnismäßig kurzer Strecke eine derartige Vielfalt an Gesteinen unserer Erdkruste aufweisen.
Die 24 Hinweistafeln, auch mit den neuen internationalen Namensbezeichnungen versehen, klären über anstehendes Gestein, Fossilinhalt, Landschaft, Vegetation und Bodennutzung auf.
Eine Besonderheit stellt das sogenannte Schwäbische Lineament dar, eine nördlich des Rechbergs verlaufende Störungszone. Da auch eine parallel dazu verlaufende südliche Störungszone Kirch- und Schloßberg vertieft hat, ergab sich eine Grabenstruktur, der Rechberggraben. In ihm wurden die Gesteinsschichten länger vor der Verwitterung geschützt. Die ihn umgebenden, weicheren Schichten wurden zwischenzeitlich abgetragen. Dadurch wurden die lange geschützten härteren Kalke herausmodelliert, man nennt dies eine Reliefumkehr. Durch die Anlage eines Holzabfuhrweges im Oberjura am Kirchberg wurde ein weiterer Querbruch (Staffelbruch) aufgedeckt. Er zeigt deutlich sichtbar die entgegen der üblichen, schwach geneigten südöstlichen Richtung mit starker Neigung (bis 22 Grad) nach Nordost einfallenden Wohlgeschichteten Bankkalke.
Am Kirchberg ist außerdem der Übergang geschichteter Kalke in ungeschichtete Ablagerungen, bedingt durch ein kleines Schwamm-Algen-Riff (Bioherm) zu verfolgen. Der Pfad soll in nächster Zeit durch die Aufstellung einiger Podeste mit markanten Gesteinskomplexen aus den Jurastufen noch anschaulicher gemacht werden.

 

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