St. Katharina - Spital zu den Sondersiechen

Schwäbisch Gmünd, 2013

Insbesondere durch die Kreuzzüge ins Heilige Land und die wachsenden Handelsbeziehungen wurden im 11. und 12. Jahrhundert ansteckende Krankheiten auch ins staufische Herzogtum Schwaben eingeschleppt. In Schwäbisch Gmünd wurden Lepra-Kranke vor den Toren der Stadt ausgesetzt und in armseligen Hütten nahe der Remstalstraße untergebracht. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde an der heutigen Schwerzerallee schließlich ein Aus-sätzigen- und Siechenheim gegründet. 1341 erhielt das Siechhaus eine eigene Kaplanei mit der Kapelle St. Katharina. Nach Abriss der ersten Kapelle wurde 1757 ein barocker Neubau mit sehenswerten Fresken von Joseph Wannenmacher erstellt.

Die Führung durch die Spitalanlage St. Katharina mit Besichtigung der ansonsten für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Kapelle erläutert die Geschichte des Feldsiechen-Spitals und die Bedeutung von St. Katharina als Pfründhaus für Arme sowie als Richtplatz.

Im kleinsten Haus des ehemaligen Spitalkomplexes, dem „Armenhäusle“, das ursprünglich als Herberge für kranke, arme Reisende diente, wohnt und arbeitet heute die mit vielen Preisen und Auszeichnungen bedachte Gold-schmiedekünstlerin Christine Eberhardt. Im Rahmen der Führung besteht die Möglichkeit, ihr Atelier zu besichtigen. Darüber hinaus informiert die Schmuckschaffende über die Tradition der Gmünder Goldschmiede und zeigt anhand ihrer Unikate, wie handwerkliches Können und moderne Formensprache eindrucksvoll in Einklang gebracht werden können.

Dauer: 1 Stunde (mit Atelier-Besuch 2 Stunden)
Teilnehmer: max. 25
Preis: 40,- €; mit Atelier-Besuch 75,- €

 

Mit einem Stern * gekennzeichnete Felder bitte unbedingt ausfüllen.


Datenschutz