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Technikbaum!

Die Natur nachbauen

Thomas Zehnder

In direkter Nachbarschaft zur Wissenswerkstatt EULE steht der Technikbaum: spielerisch erklärt er die Funktionen der wichtigsten Sauerstofflieferanten. In Laboratmosphäre werden Stoffkreisläufe und Stoffwechselprozesse sowie physikalisch-chemische Prozesse eines Baumes sichtbar und erlebbar gemacht. Besondere Bedeutung kommen der Beziehung „Mensch und Natur“ und den Wirkungszusammenhängen zwischen „Mensch und Baum“ bei.

Schwäbisch Gmünd, 2014
Thomas Zehnder
Schwäbisch Gmünd, 2014
Schwäbisch Gmünd, 2014

Zielsetzung! Zweck des Technikbaums
Als Ökologie-Baustein des EULE-Projekts ist der Technikbaum ein EU-gefördertes Projekt. Mit dem Technikbaum soll das Bildungs– und Motivationsniveau der Nutzer erhöht werden. Zum Einsatz kommen dabei anwendungsorientierte Lern– und Experimentiermethoden. Ziel ist letztlich, das Interesse für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu steigern. Wichtig ist, dass der Technikbaum nur als Teil eines komplexen Konzeptes verstanden wird. Das Konzept beinhaltet beispielsweise auch der Beitrag der Forstverwaltung Baden-Württemberg: dieser liefert verschiedene Stationen im Wald, die ebenfalls das Thema „Baum“ aufgreifen. Auf weitere Sicht soll das ganze Konzept komplett erlebt und erfahren werden. 


Durchblick! Als Teil des Baums den Baum begreifen
Der Technikbaum ist ein schematischer Nachbau eines Baumes. Er besteht aus den Bereichen Wurzel, Stamm und Krone. In den jeweiligen Baumabschnitten werden Teile des Stoffkreislaufes und Wirkungszusammenhänge herausgearbeitet. Die einzelnen Baumabschnitte sind über Treppen sicher begehbar. Der Nutzer ist dabei in die einzelnen Prozesse eingebunden und kann aktiv einzelne Rollen übernehmen! Beispielsweise kann man probieren und erfahren beim natürlichen Vorgang der Photosynthese passiert. Der Technikbaum wird so zum außerschulischen Lernort.


Wurzelzone! Was passiert unter der Erde
Die Wurzelzone dokumentiert, was unter der Erde geschieht. Sie zeigt die Wasser- und Mineralstoffaufnahme des Baums, umgesetzt durch dunkle, bedruckte Planen.


Stammzone! Stärkung für Baum und Mensch
Von unten geht es langsam aber sicher immer höher hinauf. Mittels einer bedruckten Plane zeigt der Treppenraum die Höhe des Baumes an. In der Stammzone soll der Besucher den Wassertransport im Kambium und in anderen Schichten des Baumstamms verstehen. Die Gerüstkonstruktion wurde dabei bewusst entfremdet und hat Laborcharakter. So kann Baum als lebendes Objekt erkennbar werden.


Kronenzone! Am Anfang war das Licht
Planen verschiedener Grünschattierungen dienen als Ausstellungsfläche. Ihre Bilder und Formeln heben den Prozess der Photosynthese hervor. In der Sauerstoffbar befinden sich Sauerstoffmasken. Sie sind Sauerstoff-Flaschen auf der nächsten Ebene angeschlossen. Diese verdeutlichen den Stellenwert des Abfallprodukts bei der Photosynthese für den Menschen. Die Glukosebar basiert auf Batterien als Energiespeicher von Solarstrom. Hier können sich Besucher stärken und einen weiteren Abschnitt im Nährstoffkreislauf des Baums erfahren. An der Wasserbar symbolisieren Nebeldüsen die Verdunstung, die über die Blätter des Baumes stattfindet. Besucher können hier ihren Wissensdurst stillen. Oben von der Kronenzone aus kann man die Aussicht genießen. Wie bei einem echten Baum, fangen Solarpaneele hier die Energie des Sonnenlichts ein.