Mentorenprojekte 2013

Dezember 2013

Lebendiger Kalender im Advent

Gmünder Weststadt lädt ein

Zum siebten Mal erstrahlt in der Gmünder Weststadt der Lebendige Adventskalender mit vielen Aktionen und Veranstaltungen. Auftakt war am Samstag im Paul-Gerhardt-Haus. Schöne adventliche Musik dazu bot das Blockflötenorchester aus Großdeinbach unter Leitung von Rosi Schmid.

Schwäbisch Gmünd-Großdeinbach. Durch das Programm führte Annemarie Hollas vom Organisationsteam. Der lebendige Adventskalender wird von Familien, Institutionen und Vereinen getragen, die gemeinsam „Sternstunden“ gestalten und den Besuchern der Veranstaltungen Atempausen bieten. Symbole für den Adventskalender sind Laterne und Stern, die jede Veranstaltung begleiten. Die Spenden kommen in diesem Jahr dem Kindergarten St. Michael und dem Bischof-Kettler-Haus zugute. Dekan Immanuel Nau von der evangelischen Kirche begrüßte auch im Namen seines ebenfalls anwesenden katholischen Amtskollegen Münsterpfarrer Robert Kloker die Gäste. Auf den Advent eingehend, merkte er an, dass man es spüre, dass etwas anders werde. Und in der Weststadt merke man das nun schon zum siebten Mal am Lebendigen Adventskalender, durch den Hoffnung und Glauben spürbar werden sollten.
Nach einem musikalischen Zwischenspiel hob Münsterpfarrer Robert Kloker in seiner Ansprache hervor, dass der Advent ja auch ein Impulsgeber sein soll. Innerhalb und außerhalb der Kirchen gebe es ein großes Suchen nach Spiritualität. Die Adventszeit lade uns besonders dazu ein, Gott zu begegnen, sei es durch unerwartete Gedanken, einen Anruf oder Begegnungen.
Heiter-Besinnliches steuerte danach dann Gmünds Bürgermeister Dr. Joachim Bläse mit einer nachdenklichen Geschichte bei mit dem Titel „Engel schnurren“, in der ein kleines Mädchen sich ein Kätzchen wünscht, die Mutter ihm als Ersatz eines aus Lebkuchen backt, das ihm im Traum als lebendig erscheint. Und wie der Traum dann seltsamerweise wahr wird. Nach der kleinen Geschichte waren alle eingeladen, noch länger zu verweilen. In den kommenden Tagen finden an verschiedenen Orten der Weststadt weitere Veranstaltungen statt.

Bericht: Dietrich Kossien - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 04.12.2013

Bild: Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und die Pfarrer Robert Kloker und Immanuel Nau waren Gäste beim Auftakt des Lebendigen Adventskalenders in der Weststadt. (Foto: sien)

     
November 2013

 "Das sind Vorbilder"

Zertifizierungsfeier in der Waldorfschule Schwäbisch Gmünd im Rahmen des „jes“-Projektes

Die Waldorfschule Schwäbisch Gmünd hat die Monatsfeier zum Anlass genommen, das Engagement ihrer Schüler für die Gmünder Tafel zu würdigen. Auch der Erste Bürgemeister Dr. Joachim Bläse war anwesend und überreichte den Jugendlichen Urkunden für ihre gemeinnützige Arbeit.
 
Schwäbisch Gmünd. Dass man in der Schule neben Mathe und Deutsch auch noch andere Dinge lernen kann, hat die Waldorfschule Schwäbisch Gmünd bewiesen. An der Renovierung des Gmünder Tafelladens der Projektgruppe „Gmünder machen Wünsche wahr“ beteiligten sich auch Schüler der Waldorfschule. Im Rahmen des jes-Projekts wurden die Jugendlichen der siebten Klasse dabei mit einer ganz speziellen Aufgabe betreut: dem Bau einer Infotheke. Unter der Leitung von Werklehrer Johann Render gestalteten die Jugendlichen mit viel Kreativität die Theke, die auch optisch was hermacht. „Dort können sich die Bedürftigen nun über das Angebot des Tafelladens informieren, wo zum Beispiel bestimmte Produkte sind“, erklärte Dr. Joachim Bläse, der das Projekt in höchsten Tönen lobte: „Die Schüler nehmen hier mehr mit als nur Mathe oder Deutsch, sie engagieren sich und bringen sich in die Gesellschaft ein.“
Auch die Zusammenarbeit mit der Waldorfschule und vor allem Bürgermentor Johann Render hob Bläse hervor und bekräftigte noch einmal seine Begeisterung für das jes-Projekt (Jugendliche engagieren sich), das jugendliches Engagement fördert: „Genau das macht junge Menschen zu Persönlichkeiten, ihr seid das Salz in der Suppe“, richtete er sich direkt an die jungen Helfer.
Um diese Anerkennung auch auf dem Papier festzuhalten, gab es für jeden der beteiligten Schüler ein Zertifikat, dass den jungen Leuten auch als Referenz dienen soll: „Diese Urkunde hilft euch vielleicht manches Mal mehr als eine gute Note“, merkte der Erste Bürgemeister an.
Doch bei den Bescheinigungen blieb es nicht. Auch ein Scheck in Höhe von 350 Euro gab es von der Stadt zur Belohnung. Schülerin Maren Seidl erklärte, dass das Geld direkt nach Nairobi zum Patenkind der Schule gehen soll „Sie ist zwölf und lebt in den Slums von Nairobi, sie kann das Geld auf jeden Fall dringend brauchen“, sagte die Schülerin. Auf die Eltern und Gäste der Feier wartete neben selbstgemachtem Kuchen vor dem Saal außerdem ein Infostand, an dem die Besucher sich über diese Patenschaften informieren konnten. Schulvorstand Ralf Lietze lobte zum Schluss noch einmal die Aktion und bekräftigte, an die Schüler gewandt: „Das sind Vorbilder“

Bericht: Kristina Betz - Mit freundlicher Genehmiung © Gmünder Tagespost 30.11.2013

Bild: Nicht nur Zertifikate gab’s von Bürgermeister Dr. Joachim Bläse für die Schüler im „jes“-Projekt, sondern auch einen Scheck über 350 Euro. (Foto: Laible)

     
September 2013

Bremer Stadtmusikanten

Die Theatergruppe der Südstadt erzählt, wie es weiterging mit den Bremer Stadtmusikanten im Räuberhaus

Etwas Besseres als den Tod haben sie schließlich gefunden, die Bremer Stadtmusikanten. Und dann? Wie’s weitergeht

im Räuberhaus erzählt die Theatergruppe der Südstadt in ihrem Theaterstück zum Thema „Demenz“.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Marie Luise Gnannt hat die Geschichte geschrieben, die von Freundschaft erzählt, vom Einstehen füreinander, vom Mut, den es erfordert, sich immer wieder neu zu berappeln und sich nicht geschlagen zu geben. Es ist auch eine Geschichte, die Ängste aufarbeitet. Die Theaterspielerinnen der Südstadt haben die Bremer Stadtmusikanten schon einmal verkörpert; noch immer ist es ihnen vertraut, das Zusammenfügen und Ineinanderverschränken ihrer Hände, das damals ihr Bündnis besiegelt hat. Doch im neuen Stück müssen sie sich nicht im Kampf gegen einen äußeren Feind verbünden. Im Räuberhaus ergeht’s ihnen zunächst wunderbar. Die üblichen Streitereien halt zwischen Hund und Katze, ein bisschen wehmütiges Erinnern daran, wie es war, jung zu sein. Auch schon mal das eine oder andere Gebrechen: Die eine hört schlechter, der andere sucht ständig seine Brille, dem Hund tun alle Knochen weh. Wie es halt so ist: Tick tack, tick tack, macht die Taschenuhr in der Hand der Erzählerin.

„Aus Zukunft wird Vergangenheit.“
Die Damen der Südstadt geben alles; sie graunzen, krähen, bellen, geben dem Esel eine Stimme, dass es eine wahre Freude ist. Marlies Krestl ist Fridolin, ein bockiger Esel, Gretl Graf träumt als Hund Bello am liebsten von Hasenbraten. Heidrun Hacker ist Mohrle, eine Katze, die sich mit gutem Grund Sorgen macht. Denn da ist auch noch
Edith Buchbauer, die den Hahn gibt. Erst vergisst der einst so stolze Gockel die Wochentage, dann seine Geschichte, die er doch so gern erzählt. Ganz weinerlich wird er und fürchterlich verwirrt, als er sich in Erinnerungsfetzen verliert und nichts mehr einen Sinn ergibt. Seine Freunde sind ratlos. Ob es etwas hilft, den heiligen Antonius anzurufen? Der hat der Katze ihr Hörgerät zurückgebracht, aber ob er auch helfen kann, wenn der Verstand verloren geht? Und was machen echte Freunde dann?

Die theatererfahrene Marie-Luise Gnannt – unter anderem im Kulturverein Laubach aktiv und nach zahlreichen Schulaufführungen gelassen routiniert – erzählt diese Geschichte mit Humor und Liedern, die wohl jeder und jede kennt: „Irgendwo auf der Welt“ oder „Ein Freund, ein guter Freund“. Anita und Moritz Müller haben das Bühnenbild gestaltet, Annelies Kühnel – derzeit leider erkrankt – und Heidi Weiss sind die Erzählerinnen, die sich „der Vergänglichkeit der Zeit bewusst“ sind. Sie alle proben derzeit dreimal wöchentlich, um textsicher zu sein, aber auch weil’s Freude macht und weil viel gelacht wird.
Die Theatergruppe hat vor Jahren die Bremer Stadtmusikanten im Original-Märchen gespielt, später dann in einem Integrationsprojekt das türkische Märchen „Teuer wie Salz“ inszeniert. Jetzt wagen sie sich an ein sehr ernstes Thema. Vergesslich werden, mit dem Altwerden zurechtkommen, sich selbst verlieren – ganz allmählich wird das Märchen vom weiteren Weg der Bremer Stadtmusikanten nämlich eine Geschichte über Demenz. Wie geschaffen für den Weltalzheimertag.

Weltalzheimertag –
Demenz mit Humor begegnen Seniorennetzwerk, Generationentreff Spitalmühle, Bildungsakademie St. Loreto, DRK und St. Anna haben sich vorgenommen, Demenz mit Humor zu begegnen. Dazu gibt es am Samstag, 21. September, von 9.30 bis 13 Uhr Uhr auf dem Johannisplatz ein Unterhaltungs– und Informationsprogramm, das den Veranstaltern zufolge vor allem das Ziel hat, Demenz „aus der Ecke zu holen“: „Das kann jeden treffen, und dann ist es von großem Vorteil, wenn man schon ein wenig darüber weiß.“ Die Theatergruppe um Marie-Luise Gnannt wird zweimal auftreten.

Eine Art öffentlicher Generalprobe gibt es am Donnerstag, 19. September, von 15 bis 16.30 Uhr im Südstadttreff in der Klarenbergstraße. Hier sollen Bewohnerinnen und Bewohner der Südstadt, die bislang noch keine Verbindung haben zu diesem Treffpunkt, auch Gelegenheit haben, ein bisschen zu schnuppern. Neue Mitspielerinnen sind stets willkommen.

Mit freundlicher Genehmigung © Rems-Zeitung 21.09.2013

       

Gmünder Aushängeschilder

Partner im sozialen Netzwerk unterzeichnen Leitlinien für Gmünder Bürgermentoren

„Die Bürgermentorinnen und -mentoren sind das Erfolgsmodell im neuen Ehrenamt“ – Bürgermeister Dr. Bläse freute sich am Donnerstag sehr, dass sich starke Partner im sozialen Netzwerk an einem Tisch trafen. Denn gemeinsam mit der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof sowie einem Bürgermentor wurden Leitlinien für Projekte unterzeichnet.

Schwäbisch Gmünd. Die neue Form des Ehrenamts – Bürgermentoring – habe es zu Beginn ein bisschen schwer gehabt, räumte Bläse ein. Doch durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt Schwäbisch Gmünd, der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof habe sich daraus ein Erfolgsmodell entwickelt. Und eben diese Leitlinien, die er gemeinsam mit Direktor Hubert Sorg von der Stiftung Haus Lindenhof, mit Gustav Zemek für die Bürgermentoren sowie Regionalleiter Harald Faber von der Caritas Ost-Württemberg im Rathaus unterzeichnete, „manifestierten nun, was sich entwickelt hat“. Jetzt seien die Bürgermentoren Gmünds Aushängeschilder, führte Bläse symbolisch die Stadtteilkoordinatorin in der Weststadt sowie die Projekte in der Spitalmühle an. Und für die Ausbildung der Bürgermentoren habe man in Caritas und Stiftung Haus Lindenhof „Oberexperten“, dankte er. Die Angesprochenen versicherten ihrerseits, dass der starke Rückhalt der Stadt, etwa durch die Einrichtung der Stabstelle für bürgerschaftliches Engagement äußerst wichtig für das Gelingen sei. Einblicke in die Arbeit als Bürgermentoren boten Birgit Bormann, Peter Arnold, Gustav Zemek und Maria Bräuning im Rathaus. jan

Am Freitag, 13. September, findet von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Spitalmühle eine Infoveranstaltung für Interessierte zum Thema Bürgermentoren statt.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 12.09.2013

Bild: Start der Woche des bürgerlichen Engagements mit Leitlinien-Unterzeichnung (v.li.) Harald Faber, Dr. Joachim Bläse, Hubert Sorg und Gustav Zemek.(Foto: Tom)

     

Engagierte in ihrem Tun würdigen

Eröffnung der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements mit der Unterzeichnung neuer Leitlinien

Die Stadtverwaltung ist nunmehr offiziell die Dritte im Bunde: Am Donnerstag wurden die neuen Leitlinien der Bürgermentoren von drei Parteien unterzeichnet, die dem Ehrenamt Hauptamtlichkeit zur Seite stellen und fürs Bürgerengagement werben.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Verbunden mit dem offiziellen Akt war die Präsentation verschiedener Bürgermentorenprojekte, die während der gestern eröffneten Aktionswoche auch im Rathaus-​Foyer vorgestellt werden. Bürgermentor Peter Arnold versicherte mit Blick auf mehrere Projekte, es mache richtig viel Freude, gemeinsam mit Jugendlichen etwas auf den Weg zu bringen, und Birgit Bormann stellte Nicolai Schölls Arbeit in der Mariengrotte vor, in die der Bürgerverein Starkes Hardt aber auch die klassischen Vereinsstrukturen eingebunden sind. Maria Bräuning, Mitarbeiterin der Stiftung Haus Lindenhof sprach über den „Sozialführerschein“, die Ehrenamtsschulung mehrerer Träger – am Dienstag, 24. September, ab 19 Uhr gibt es dazu im katholischen Gemeindehaus, Friedrichstraße 1, in Lorch einen Infoabend.

Ansprechpartner der Caritas ist Michael Kuschmann. Die Leitlinien wurden gestern von Direktor Hubert Sorg, Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof, Caritas-​Regionalchef Harald Faber und Bürgermeister Dr. Joachim Bläse im Namen der Stadt unterzeichnet; alle drei Partner stellen den Bürgermentoren nunmehr eine hauptamtliche Kraft zur Seite und sprachen gestern vom guten Miteinander und davon, dass Menschen Spaß und Freude haben müssen an „ihrem Projekt“ und dass sie sich dabei nicht allein gelassen fühlen dürfen.

Die Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement mit Fachkraft Inge Pfeifer – selbst angehende Bürgermentorin – ist in Bläses Dezernat angesiedelt. Hubert Sorg nannte die Stadt in diesem Zusammenhang „Lokomotive“, die alle anderen mitnehme. Wie die Vereinbarungen mit den Bürgermentoren konkret aussehen, wurde in den neuen Leitlinien festgeschrieben; gerade dem Zusammenspiel haupt– und ehrenamtlicher Kräfte kommt hier große Bedeutung zu.

Gustav Zemek schilderte, wie er Bürgermentor wurde und wie er erlebte „dass etwas zurückkommt“ von denen, denen geholfen wird. Bürgermentoren können alle werden, die sich für mehr Lebensqualität in Gmünd engagieren möchten, „unabhängig von Alter, Geschlecht, kultureller Herkunft und beruflicher Tätigkeit“.

Der neue Kurs bietet die Chance, sich aktiv für einen begrenzten Zeitraum in ein Projekt einzubringen. Das Trainerteam Dorothee Schneider und Inge Pfeifer bereitet auf diese Aufgabe vor. Am heutigen Freitag, 13. September, findet von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Spitalmühle eine Informationsveranstaltung zur siebten Bürgermentorenschulung statt.

Mit freundlicher Genehmigung © Rems-Zeitung

   

Neuer Kurs für Bürgermentoren startet

Infonachmittag am Freitag

In Gmünd gibt es von September bis Januar wieder einen Bürgermentorenkurs. Einen Informationsnachmittag dazu gibt es am Freitag, 13. September, ab 14.30 Uhr in der Spitalmühle.
Schwäbisch Gmünd. Wer sich für mehr Lebensqualität in Schwäbisch Gmünd engagieren möchte, kann offizieller Bürgermentor der Stadt werden. Die siebte Gmünder Mentorenschulung bietet Interessierten die Chance, sich für einen begrenzten Zeitraum aktiv in ein Projekt ihrer Wahl einzubringen. Darüber hinaus werden Präsentationstechniken, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit gelehrt.

 Wer sich unverbindlich informieren möchte, ist am Freitag, 13. September, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Spitalmühle zum Infonmittag willkommen.

 Nach einer Orientierungsrunde am Freitag, 27. September, finden die Kurse jeweils freitags von 14.30 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12.30 Uhr statt.

 Feierliche Übergabe der Abschlusszertifikate am Samstag, 11. Januar 2014

Infos: www.mentoren-gmuend.de.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 11.09.2013

„Ehrensache Gmünd“

Ab Donnerstag Woche des Bürgerschaftlichen Engagements

Bürgerschaftliches Engagement funktioniert nicht ohne hauptamtliche Begleitung. Auch nicht für Kommunen, die damit nur Geld sparen wollen. So lassen sich die Erfahrungen der Stadt zusammenfassen – Erfahrungen, die zur „Ehrensache Gmünd“ und zu einer nicht mehr wegzudenkenden Bereicherung der Stadt geführt haben. Sozialamtsleiter Dieter Lehmann der auf Landesebene zu diesem Thema gearbeitet hat, erklärt, zahlreiche Städte und Gemeinden versuchten sich vergeblich an solchen Strukturen. Auch Bürgermeister Bläse ging gestern kurz darauf ein, was Ehrenamtliche hier leisten, welche Verantwortung sie übernehmen.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Die Woche des Bürgerschaftlichen Engagement, größte bundesweite Freiwilligenoffensive, hat in Gmünd also besondere Bedeutung. Zentrales Anliegen ist es, eine Kultur der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements zu entwickeln und aktuelle Themen zu präsentieren, die zum Mitmachen einladen – Gmünd hat dafür einen Setzkasten vorbereitet. Bürgermentor Gustav Zemek und Inge Pfeifer von der Stabsstelle der Stadtverwaltung präsentierten das Programm der Aktionswoche, das die RZ im Einzelnen noch vorstellen wird. Alle Generationen dürfen sich angesprochen fühlen: Es gibt ein Theaterspiel zum Thema Demenz und Angebote am Weltkindertag, ein gemeinsames offenes Singen, eine Stuhl-​Mal-​Aktion zur Landesgartenschau, aber auch Angebote wie die Ehrenamtsschulung „Sozialführerschein“. Am Donnerstag, zur Eröffnung, werden die Träger der Bürgermentoren – Stadtverwaltung, Caritas und Stiftung Haus Lindenhof – die neuen Leitlinien unterzeichnen.

Mit freundlicher Genehmigung © Rems-Zeitung 09.09.2013

     

Hauptstadt des Bürgereinsatzes

Mit vielen Angeboten begeht die Stadt Gmünd die Woche des bürgerschaftlichen Engagements
Gmünd ist die „heimliche Hauptstadt des bürgerschaftlichen Engagements“, sagt Sozialbürgermeister Dr. Joachim Bläse. Das haben die Gmünder beim Stadtjubiläum bewiesen, und das werde sich bei der Landesgartenschau 2014 erneut zeigen. Keine Frage also, dass die Stadt mit zahlreichen Veranstaltungen bei der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements mit dabei ist.
Julia Trinkle
 
Schwäbisch Gmünd. Bürgermentoren und andere Ehrenamtliche sind „keine Billigonkel“, sagt Joachim Bläse. Ihren Einsatz aus Kostengründen zu fördern, das funktioniere nicht. Die Menschen müssen sich vielmehr mit „ihrem Projekt“ identifizieren – und sie dürfen sich dabei nicht allein gelassen fühlen. Darum werden die Stadtverwaltung, die Caritas und die Stiftung Haus Lindenhof ihre Vereinbarungen mit den Bürgermentoren, die sich für bestimmte Projekte engagieren, verbindlich in einer Leitlinie festschreiben. In dieser ist unter anderem geregelt, dass alle drei Einrichtungen den Bürgern jeweils eine hauptamtliche Kraft zur Seite stellen. Mit der Unterzeichnung dieser Leitlinie der Bürgermentoren startet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements am Donnerstag, 12. September, um 17 Uhr im Rathaus offiziell in Schwäbisch Gmünd. Dies sind weitere Programmpunkte:

 Zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung – der Trend hinter dem Hype“ beginnt am Donnerstag, 12. September, um 18 Uhr im Rathaus eine Soirée mit Professor Dr. Paul-Stefan Roß, Leiter des Studiengangs Soziale Dienste der Jugend-, Familien- und Sozialhilfe an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

 Einen unverbindlichen Informationsmittag für Bürger, die sich vorstellen können, Bürgermentor zu werden, gibt es am Freitag, 13. September, von 14.30 bis 16.30 Uhr in der Spitalmühle.

 Das Spielmobil lockt am Dienstag, 17. September, von 16 bis 18 Uhr auf den Spielplatz an der Kimpolunger Straße.

 Ein Frühstück mit einem Vortrag vom Deutschen Hausfrauenbund ist für Dienstag, 17. September, von 8.30 bis 10.30 Uhr im Weststadttreff in der Schwerzerallee geplant.

 Zum Treffen der Arbeitsgruppe „Familie, Senioren, Jugendliche und Kinder“ sind alle Interessierten am Dienstag, 17. September, ab 17.30 bis 19 Uhr in den Südstadttreff in die Klarenbergstraße 33 eingeladen.

 Was die Bremer Stadtmusikanten mit dem Thema Demenz zu tun haben, erfahren Besucher beim geselligen Nachmittag, den die ehrenamtliche Theatergruppe der Südstadt am Donnerstag, 19. September, von 15 bis 16.30 Uhr im Südstadttreff organisiert.

 Zu „Stuhl-mal-Aktionen“ sind alle Interessierten an den Freitagen, 20. und 27. September, jeweils von 14 bis 18 Uhr im Malatelier Pezzettino in der Fischergasse 2 willkommen. Die Stühle stehen bereit und sollen bei der Landesgartenschau zum Einsatz kommen.

 „Gemeinsames offenes Singen“ für Jung und Alt heißt es am Freitag, 20. September, ab 10.15 Uhr beim Förderverein Seniorenzentrum Riedäcker in den Riedäckern 31.

 Zum Weltalzheimertag gibt es am Samstag, 21. September, von 9.30 bis 13 Uhr auf dem Johannisplatz Musik, Theater und Informationen.

 Diakonie, Stiftung Haus Lindenhof und Caritas laden am Dienstag, 24. September, ab 19 Uhr im katholischen Gemeindehaus, Friedrichstraße 1, in Lorch zum Informationsabend zur Ehrenamtsschulung „Sozialführerschein“ ein.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 09.09.2013

Bild: Bürgermeister Joachim Bläse, Inge Pfeifer von der Stabstelle bürgerschaftliches Engagement, Sozialamtsleiter Dieter Lehmann und Bürgermentor Gustav Zemek (v.l.) präsentieren einen Setzkasten im Rathaus zum Thema Bürgerengagement. (Foto: Tom)

     
Juli 2013

Bremer Stadtmusikanten gehen weiter

Südstadt-Theater probt ein neues Stück – Premiere ist am 21. September, dem Weltalzheimertag

„Zum Schluss bin ich so dement, dass ich sag: Ich bin ein Star“, erzählt Edith Buchbauer begeistert und vergisst, obwohl sie der Hahn ist in diesem Stück, sogar das Krähen. Gutgelaunt probt das Team des Südstadt-Theaters zurzeit eine ebenso witzige wie hintergründige Fortsetzung der Bremer Stadtmusikanten. Premiere ist am 21. September.

Schwäbisch Gmünd. Diese Schauspielerinnen sind wirklich ganz besonders gut drauf: Erzählerin Annelies Kühnel hat ihren Text schon mal sicherheitshalber in ein Goldenes Buch eingebunden, das so schön schimmert, dass man es überall findet. Gretel Graf, die den Hund spielt, hat noch die Wahl zwischen Stoff- und Schokoladenhasen, denn von Hasen träumt sie als Vierbeiner in der Fortsetzung des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten, die Regisseurin Marie-Luise Gnannd extra für ihre Theatertruppe ersonnen hat. 45 Minuten lang ist das Stück – „und es ist witzig, obwohl es einen ernsten Hintergrund hat“, erzählt die Bürgermentorin, die Theatererfahrung im Kulturverein Laubach gesammelt hat. Denn der Hahn der tierischen Bande, die mit ihrem Gesang die Räuber vertrieben hat und seitdem in deren Hütte ein schönes Leben lebt, der Hahn wird vergesslich. Inzwischen treffen sich die zur großen Familie zusammengewachsenen Mimen jeweils freitags, um zu proben. Aus dem Stegreif klappen manche Szenen schon. An anderen wird noch gefeilt – schließlich will man diesmal neben Auftritten in Kindergarten, Schule, Gemeindehaus oder Spitalmühle auch den Ruf an große Bühnen, scherzen die Frauen, fürchten sich noch ein bisschen vor der Gesangseinlage und freuen sich auf die Premiere. Die ist am Weltalzheimertag.

Bericht: Anke Schwörer-Haag - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 19.07.2013

Bild: Humorig mit ernstem Hintergrund ist das neue Stück des Südstadt-Theater. Im Bild von links: Annelies Kühnl (Erzählerin, sitzend), Heidrun Hacker (Katze), Edith Buchbauer (Hahn), Gretel Graf (Hund), Marliess Kerstel (Esel), Regisseurin Marie-Luise Gnannd. Es fehlt Heidi Weiss (zweite Erzählerin). (Foto: Laible)

     
Juni 2013

Tafelladen mit neuem Gesicht

Mit vielen Helfern und sozialem Engagement wird Tafelladen renoviert. Der Tafelladen in Schwäbisch Gmünd wird komplett renoviert. Viele Firmen, die Stadt und Freiwillige packen zurzeit mit an, um das Gebäude schöner zu gestalten. Ab dem 8. Juli ist der Laden wieder bereit für die Kunden.

Schwäbisch Gmünd. Noch herrscht ein heilloses Durcheinander im Tafelladen am Kalten Markt. Die Decke wird gestrichen, neue Werbeflächen zugeschnitten und angeschraubt. Bärbel Blaue, Bürgermentorin und Initiatorin der Sanierung sagt: „Noch vor wenigen Wochen sah es hier schlimm aus. Da musste sich was ändern.“ Die Idee sei dann aus dem Förderverein „Gmünder machen Wünsche wahr“ gekommen. Die Sponsorensuche sei problemlos verlaufen. „Bei den Leuten haben wir offene Türen eingerannt“, freut sich Blaue. „Unglaublich wie viele Menschen sich für den Tafelladen eingesetzt haben.“ Vor allem zahlreiche regionale Firmen haben sich für das Projekt engagiert. Eine Marketingfirma hat die orangen Schilder in der Tafel gestaltet und angebracht, sowie kostenlos neue Schaufensteraufkleber erstellt. Eine Malerfirma hatte dem Haus von außen einen komplett neuen Anstrich verpasst. „Das wirkt jetzt alles schon ganz anders“, meint Blaue zufrieden. Neben optischen gibt es auch praktische Neuerungen: Ein Lebensmittelhändler hat Schilder gesponsert, die den Tafelladen übersichtlicher gestalten sollen. Außerdem werden die einst unübersichtlichen Regalwände durch ein einheitliches System ersetzt, das nicht nur Blickfang ist, sondern auch die Organisation erleichtert. Auch die Verkaufstheke ist aufgewertet. Neben einem Anstrich gab es hier eine neue Bodenplatte mit Verkäuferstuhl, an deren Kosten die Stadt sich maßgeblich beteiligte. Pünktlich zur Einweihung wird eine neue Infotheke im Tafelladen platziert, die von Schülern der Gmünder Waldorfschule gestaltet wurde. Neben Firmen hätten sich aber vor allem auch Bürger der Stadt engagiert, lobt Blaue. „Meist war das ganz spontan. Die haben einfach gefragt was zu tun ist und dann mit angepackt.“ Nach der offiziellen Einweihung am 5. Juli, zu der alle Helfer eingeladen sind, öffnet die Tafel wieder am 8. Juli.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 29.06.2013

Bild: Ganz spontan packen viele Bürger mit an, wenn es um den Tafelladen geht. Dieser wir bis zum 8. Juli komplett renoviert.   (Foto: Tom)

     

Jugendliche engagieren sich

Nützlich bei Bewerbungen

Schwäbisch Gmünd ist eine anerkannte jes-Kommune, und zwar eine der aktivsten im Land. Bärbel Blaue vom Amt für Familie und Soziales legte den Mitgliedern des Sozialausschusses am Mittwoch dar, wie das Projekt jes (Jugend engagiert sich) funktioniert und was damit bereits zustande gekommen ist.

Schwäbisch Gmünd. Der Offene Bücherschrank im Spitalhof, die Herstellung des Bolzplatzes in Wustenriet, Filmnachmittage im Altenheim St. Ludwig oder auch die Verschönerung der Mariengrotte auf dem Hardt – das sind Ergebnisse des jes-Projektes. Diese Ergebnisse entstehen durch den Einsatz von Jugendlichen, die in der Regel zwischen 12 und 16 Jahren alt sind, wie Bärbel Blaue erläuterte. Voraussetzung für die Anerkennung als jes-Projekt ist, dass die mindestens vier Mitglieder umfassende Gruppe von einem Bürgermentor angeleitet wird. Diese Mentoren werden von der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof ausgebildet. Die Bürgerstiftung bezahlt bis zu einer Höhe von 750 Euro die Hälfte der Projektkosten, die Stadt die andere Hälfte. Für die Jugendlichen zahlt sich die Mitarbeit in einem solchen Projekt aus. Sie erhalten nach Abschluss ein Zertifikat, das ihnen die Teilnahme bestätigt und das sie zum Beispiel Bewerbungen beifügen können. Zumindest mittlere und größere Unternehmen, so Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, kennen diese Zertifikate und schätzen sie entsprechend ein. wof

Bericht: Wolfgang Fischer - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 19.06.2013

April 2013

Für Weltgarten sprießen Ideen

Viele Aktionen sollen Geld in die Kasse des multikulturellen Projekts spülen

Schon bald kann man auf dem Gmünder Wochenmarkt ein „Minibag“-Gärtchen erstehen. Der Erlös für die Miniatur-Grünoase geht an den Verein „Weltgarten“, der am Hang des Hardts gemeinsam ein Paradies schaffen möchte. Das Vorstandsteam mit Bernhard Bormann und Christiane Biebl informierten über weitere Ideen.

Schwäbisch Gmünd. Bei den Neuseeländern erstmals gesehen, kam Christiane Biebl zu Bernhard Bormann mit dem Vorschlag, ebenfalls einen Weltgarten auf dem Hardt anzulegen. Bei ihm, und vor allem bei der Stadt traf sie damit auf offene Ohren. Die Idee: Menschen aus unterschiedlichen Nationen und unterschiedlichen Alters sollen gemeinsam an einem Hang des Hardts ihren eigenen Garten Eden erschaffen. Blumen, Kräuter, Büsche und vieles mehr sollen dort entstehen. Auch Kindergärten und Schulen werden involviert.

Der offizielle Startschuss für den Weltgarten fiel am 6. April bei einem Frühlingsfest. „Die positive Resonanz hat uns ermutigt, das Projekt voranzubringen“, erläutert Bernhard Bormann. Die Krux ist jedoch, dass man auf Spender und Sponsoren angewiesen ist. Deswegen seien Sach- und Geldspenden, aber auch Fachwissen sehr willkommen, so Bormann.

Infos, was alles benötigt wird, gibt’s unter der Hotline: 0172/9041708. Denn vieles wird dringend benötigt. Etwa Material um einen Zaun zu erstellen. Auch muss der Weltgarten gegen Wildfraß geschützt werden. Zudem soll eine abschließbare Gartenhütte Gerätschaften beherbergen. Auch Gartenmöbel, Pflanzmaterial aller Art, PVC-Abwasserrohre für die Bewässerung und vieles können die Vereinsmitglieder gebrauchen.

Erfreut berichten die Vorstandsmitglieder, dass sie von der Stadt sehr guten Rückhalt bekommen. So übergab Baubürgermeister Julius Mihm offiziell beim Frühlingsfest das Hanggelände an die Mitglieder des Vereins Weltgarten. Aktionen sollen zusätzlich für Einnahmen sorgen, mit denen man dann Gerätschaften und Pflanzmaterial kaufen kann. Momentan wird an „Minibags“ gearbeitet. Den Stoff, in dem Erde und Pflänzchen untergebracht werden, nähen die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft. In wenigen Wochen wird man diese reizenden Blumengrüße auf dem Wochenmarkt erstehen können. „Wir sind ein reines Gmünd-Projekt und brauchen die breite Unterstützung der Bürger“, betont Bormann, dass es keinerlei Zuschüsse gibt. Übrigens, jetzt will man Themenbeete anlegen. „Und auch die Kindergärten haben sich bereits für Beete interessiert“, schildert Christiane Biebl.

Bericht: Anja Jantschik - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 26.04.2013

Bild: Bernhard Bormann und Christiane Biebl präsentieren mit Colette Eisenhuth und Emine Beyer Utensilien, die sie für den Weltgarten brauchen.  (Foto: jan)

     

Das Paradies ist multikulturell

Hang an der Oberbettringer Straße wird zum Weltgarten – Startschuss beim Frühlingsfest

Afrikanische Trommelklänge lockten am Samstag die Besucher zum Hang an der Oberbettringer Straße. Der Duft von kasachischen Fleischspießen, schwäbischem Eintopf und türkischem Fladen war nicht nur lecker, sondern auch symbolisch für den multikulturellen Charakter des Frühlingsfestes. Dieses wiederum war der symbolische Startschuss für das Errichten eines Weltgartens durch Mitglieder des gleichnamigen Vereins.

Afrikanische Tänze brachten Schwung ins Frühlingsfest.

Schwäbisch Gmünd. Wärmende Lagerfeuer lassen die frostigen Temperaturen vergessen. Aufmerksam beobachtet der Nachwuchs das Stockbrot, das in die Flammen gehalten wird. Nebenan formen talentierte Kinderhände emsig Samenknödel. Bestückt mit Wildblumen- oder auch Barbarossablumensamen. Unter Anleitung von Cathrin Hammer, die über die Idee der Samenknödel erzählt, die einst in England geboren wurde. „Und zuhause packt ihr den Knödel dann in einen Blumentopf und wartet ab“, gibt sie dem Nachwuchs Anweisung. „Dann wird’s spannend, denn man weiß nie, was von den Samen dann wirklich aufgeht“, fügt sie augenzwinkernd hinzu. Hochkonzentriert gestaltet ein Junge hinter ihr seine eigene Murmelbahn auf einem Holzbrett. Zuerst skizziert, dann mit Nägeln fixiert, schwingt er behutsam die Schnur um die einzelnen Nägel. „Gut machst Du das“, gibt’s für diese Handarbeit viel Lob von Marion Schwab. Als Mitglied der „Wesley-Scouts“, der Pfadfindergruppe, die neben den „Royal Rangers“ ebenfalls am Frühlingsfest teilnehmen, hatte sie sich für diese Bastelei zum Kinderprogramm entschieden. Nur eines der zahlreichen Angebote, die beim Nachwuchs am Samstag sehr großen Anklang fanden.

Das Frühlingsfest hielt aber auch manche Überraschung bereit. So übergab etwa die Präsidentin der Soroptimisten Schwäbisch Gmünd, Birgit Heilig, eine blumige Spende an die Mitglieder des Vereins Weltgarten: zehn Rosenstöcke. „Pro Rosenstock geht eine Spende an ein Wasserprojekt in Afrika“, informierte die Präsidentin. Freudestrahlend nahmen die beiden Vorsitzenden des Vereins Weltgarten, Christina Biebl und Bernhard Bormann, diese unerwartete Spende für den Weltgarten entgegen. Die Idee für den Weltgarten, der am Hang angelegt werden soll durch internationale Hände, komme aus Neuseeland, berichtete Initiatorin Christina Biebl. „Dort gibt es diese Projekte in vielen Gemeinden.“ Mit dieser Idee traf sie bei Bernhard Bormann und der Stadtverwaltung sofort auf offene Ohren. Ziel sei es, die Menschen auf dem Hardt im Garten zusammenzubringen. Gemeinsame Gartenarbeit, Gespräche und lockere Treffen sollen das Zusammenwachsen bestärken.

Auch die Kunst kam beim Frühlingsfest nicht zu kurz. Denn gleich drei Künstlerinnen – Nadja Rasputin, Liliane Smid und Natalia Hauer – stellten dort aus. Dass die Stadt Schwäbisch Gmünd hinter dem Projekt und dem Verein Weltgarten steht, zeigte sich klar. Bürgermeister Julius Mihm übergab den Hang beim Frühlingsfest an den Verein: mit dem Durchtrennen eines Efeubandes, das zwischen die Pfosten eines symbolischen Eingangstores gespannt war. Er betrachtete den Platz für den Weltgarten als ideal, zumal nebenan Kleingärtner sind. „Das wird eine gute Gemeinschaft“, freute sich Christiane Biebl. „Da werden auch Ableger ausgetauscht“, prophezeite Bernhard Bormann. Das Fest wurde von drei Studentinnen der Hochschule für Gestaltung, Marina Wunderlich, Carina Rieder und Austauschstudentin Liz Gosselin aus Kanada, fotografisch begleitet. Diese Dokumentation fließt in die Projektarbeit des Semesters ein und ist am 12. und 13. Juli in der Hochschule ausgestellt.

Bericht: Anja Jantschik - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 06.04.2013

Bild: Mit dem Durchtrennen eines Efeubandes übergab Bürgermeister Julius Mihm den Hang an den Verein Weltgarten.  (Fotos: Tom)

 
Februar 2013

Verein JuFuN feiert zehnjähriges Bestehen mit großem Fest

Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen miteinander zu vernetzen und sie in Aktivitäten einzubeziehen war eines der Ziele, als der Verein für Jugend-​, Familien– und Gemeinwesensarbeit (JuFuN), gegründet wurde.
SCHWÄBISCH GMÜND (rz). Seit zehn Jahren ist der Verein auf dem Hardt und in der Oststadt tätig; am 23. Februar wird dies mit einem großen Fest gefeiert. Allein die Liste der Grußwortredner zeigt die Bedeutung des Vereins für die gesamte Stadt und die Menschen, die hier leben. JuFuN nimmt eine Art Vorbildfunktion ein, wenn es darum geht, multikulturelle Herausforderungen in der Stadtteilarbeit in Angriff zu nehmen.
Und längst ist es neben der Vernetzung der Menschen auch die Vernetzung der Einrichtungen, die einen entscheidenden Beitrag hierzu leisten.
Es sind viele Bereiche, in denen nachhaltige Strukturen geschaffen werden – angefangen bei der Kinder– und Jugendarbeit über die Mietervertretung, die Beschäftigungsförderung bis hin zu sozialen Beratungsstellen.
Den Jugendtreff auf dem Hardt gibt es bereits seit 1993; das FuN seit 1996. Mit der Gründung des JuFuN sollte eine effektive Struktur geschaffen werden; dies auch mit Blick auf die sich abzeichnende Quartiersarbeit in der Oststadt. Am 27. November 2002 wurde der Verein JuFuN gegründet; an den Start ging er am 1. Januar 2003.
Die offene Kinder– und Jugendarbeit war in all den Jahren ein wichtiger Bestandteil und seit jeher wird den jungen Hardt-​Bewohnern die Möglichkeit gegeben, bei verschiedenen Projekten ihre eigenen Kräfte, Fähigkeiten und Potenziale zu entdecken. Während bei den Jüngeren basteln, malen und spielen im Vordergrund steht, sind die Älteren damit beschäftigt, am Monats– und Jahresprogramm mitzuarbeiten; Sportveranstaltungen gehören ebenso dazu wie Ferienprogramm, Faschingsfeier, Mädchenwochen, Ausflüge, Hausaufgabenbetreuung, Lesetreff und Nachhilfebörse.
Im Familien– und Nachbarschaftszentrum sind es die Älteren, die im Mittelpunkt stehen. Mit dem Ziel, die Selbsthilfe zu fördern, werden die Bürger in vielerlei Hinsicht unterstützt und gefördert. Hierzu gehören unter anderem der Mittagstisch „Unter d’Leut“, das Frauen-​Café, Erziehungskurse, Frauensportgruppe, Interkulturelles Frauenfrühstück, Sozialberatung und Sprachkurse. Nicht zu vergessen Aktionen wie die Stadtteilputzete oder das beliebte Hardtfest, das dieses Jahr am 5. Mai stattfindet.
Auch eine Stadtteilzeitung wurde ins Leben gerufen und bekannt dürfte zwischenzeitlich vielen auch der Bürgerverein „Starkes Hardt“ sein. An zahlreichen Aktionen beteiligt sind auch die Bürgermentoren, die 2010 in Kooperation mit der Caritas Ostwürttemberg ausgebildet wurden.
Als Ansprechpartner sind sowohl auf dem Hardt als auch in der Oststadt Stadtteilkoordinatoren präsent, die stets für alle Fragen zur Verfügung stehen.
In der Oststadt ist es der Werkhof Ost, der zu einer wichtigen Einrichtung geworden ist, wenn es darum geht, Arbeitslosen persönliche und berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Unentbehrlich sind zwischenzeitlich auch die sogenannten Quartiershelfer, die einfachere Tätigkeiten bei der Instandhaltung und Pflege von Wohnung, Haus und Garten übernehmen. Ein Diensleistungsangebot, das vor allem von Senioren gerne angenommen wird. Als belebter Ort der Integration für den Stadtteil gilt auch das Stadtteilzentrum Ost, das den bürgerschaftlichen Dialog fördern soll. Es sind zahlreiche Projekte, die hier in den vergangenen Jahren in die Wege geleitet wurden. Auch hier gibt es einen Mittagstisch, eine Hausaufgabenbetreuung und Veranstaltungen wie beispielsweise das Kulturfest. Zahlreiche Kleinprojekte konnten auch mit Hilfe der Förderprogramme „LOS“ und „Stärken vor Ort“ realisiert werden.
Präsenz zeigen wollen die Macher auch bei der Landesgartenschau, wo ein Gmünder Weltgarten ebenso ins Leben gerufen werden soll wie das Projekt „Mobile Gärten“. Auch die Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte St. Elisabeth und der Ganztages-​Grundschule Hardt soll weiter gefördert werden.
Gefeiert wird am Samstag, 23. Februar, ab 15 Uhr im FuN auf dem Hardt, Antiber Straße 17.
Zu Gast sein werden auch Vertreter der Stadt und des Landkreises.

Mit freundlicher Genehmigung © Rems-Zeitung 22.02.2013

Inge Pfeifer gibt dem Bürgerschaftlichen Engagement in Gmünd ein Gesicht

Aus Bürgerbeteiligung wird ganz schnell Bürgerengagement, das war und ist in Gmünd mehr denn je zu beobachten. Um dieses Mitmachen der Bürger langfristig zu sichern, braucht es freilich professionelle Strukturen – aus diesem Gedanken heraus wurde am Donnerstag Inge Pfeifer vorgestellt.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Inge Pfeifer ist die neue Beauftragte für den Bereich „bürgerschaftliches Engagement“; die entsprechende Stabsstelle ist ab dem 1. Februar dem Amt für Familie und Soziales zugeordnet. Sie übernimmt außerdem die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung, die ja ebenfalls untrennbar mit Menschen verbunden ist, die sich für die Gemeinschaft stark machen. Unterstützt wird die Verwaltungsfachfrau, die selbst ehrenamtlich stark eingebunden ist, von Karolin Hinderberger, die in Heidenheim „Soziale Arbeit“ mit dem Schwerpunkt „Bürgerschaftliches Engagement“ studiert, die ihre Abschlussarbeit über die Anerkennungskultur in Gmünd verfasst und den theoretischen Unterbau ebenso liefert wie aktuelle Forschungsansätze.
OB Arnold und der Erste Bürgermeister Joachim Bläse gingen auf den Begriff der Sozialen Manufaktur ein, den Staatsrätin Gisela Erler bei einem Besuch der Gewand– und der Rüstmeisterei geprägt und mit hohem Lob verbunden hatte: Von „Riesen-​Potenzial“ war damals die Rede und davon das Gmünd Aushängeschild sei einer etwas anderen Bürgerbeteiligung. Ein Kompetenzzentrum „Bürgerschaftliches Engagement“ solle in Gmünd wachsen, erklärte Arnold; der Dialog mit der Öffentlichkeit müsse auch in die Wirtschaft hineingetragen werden – es gibt so vieles zu tun. Senioren sind Thema, Generationen, Integration, die Stadtquartiere. Inge Pfeifers Hauptaufgabe wird sein, die Rahmenbedingungen zu fördern. Damit ist das Bündeln von Fortbildungsangeboten ebenso gemeint wie der Aufbau einer wirkungsvollen Anerkennungskultur und die Kommunikation mit allen Beteiligten etwa über die sozialen Netzwerke. Künftig soll es auch die Möglichkeit geben, Benachteiligten, deren Existenzminimum nicht gesichert ist, über eine Aufwandsentschädigung unter die Arme zu greifen: „Da muss man dann über Geld sprechen“ – immerhin werde sozialer und wirtschaftlicher Mehrwert geschaffen. Während der Landesgartenschau finden in Anerkennung des Erreichten die Akademietage der Bürgermentoren in Gmünd statt.

Auf der Homepage der Stadt (www​.schwae​bisch​-gmuend​.de) können unter dem Stichwort „Ehrensache Gmünd“ Termine, Veranstaltungen, Informationen zum bürgerschaftlichen Engagement abgerufen werden. Auskünfte gibt auch Inge Pfeifer, Marktplatz 37, Tel. 0 71 71 603– 50 20; inge.​pfeifer@​schwaebisch-​gmuend.​de

Mit freundlicher Genehmigung © Rems-Zeitung 01.02.2013

     

Gmünds Bürgerengagement ausbauen

Ehrenamtlich Wirkende bekommen direkte Ansprechpartnerin und sollen stärker gewürdigt werden

Der Filterdialog ist ein Beispiel. Die Staufersaga ein weiteres. Bürgerschaftliches Engagement wird in Gmünd groß geschrieben. Die Stadt will diesen Weg konsequent weitergehen. Und hat für die Bürger mit Inge Pfeifer künftig eine direkte Ansprechpartnerin.

„Wir stehen da ganz am Anfang, es ist aber spannend“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Und formuliert, was am Ende stehen könnte: ein Gmünder Kompetenzzentrum in Sachen Bürgerengagement und eine so genannte soziale Manufaktur, die bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt mit Wirtschaftförderung verbindet.
In Gmünd gebe es seit 2009 verstärkt bürgerschaftliches Engagement, spannt Bügermeister Dr. Joachim Bläse den Bogen von den Anfängen bis heute. Er nennt den Dialog zum Tunnelfilter, der unter den Bürgern Verständnis dafür geschaffen hat, dass der Nutzen des Filters zu gering ist. Er nennt aber auch die Staufersaga, bei der etwa 2000 Bürger mitgemacht haben. Und er nennt nicht zuletzt die Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters an Samstagen. Immer wenn es auf Landesebene um Bürgerengagement gehe, tauche Gmünd auf, sagt Bläse. Nun sollen in einem nächsten Schritt Strukturen geschaffen werden. Denn solche braucht es, damit sich vom bürgerschaftlichen Engagement getragene Projekte nicht erschöpfen, erläutert der OB. Die Strukturen sehen so aus: Die Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement wird dem Amt für Familie und Soziales zugeordnet. Ansprechpartnerin dort ist Inge Pfeifer, die über die Jahre in verschiedenen Bereichen der Verwaltung tätig war und selbst ehrenamtlich engagiert ist, zum Beispiel bei den Fahnenschwingern und in der Münstergemeinde.
Konkrete Inhalte benennt der Leiter des Amtes für Familie und Soziales, Dieter Lehmann. Ehrenamtliche erfahren bei der Stabsstelle zum Beispiel von Fortbildungsangeboten. Die Stabsstelle wolle aber auch eine „Anerkennungskultur“ entwickeln. Die könnte so funktionieren wie der Sportlerball, bei dem Gmünds Sportler für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. Zudem wird die Stadt bei der Gartenschau 2014 mit dem Landessozialministerium „Akademietage der Bürgermentoren“ ausrichten. Ein nächster Schritt nach der nun personell ausgestatteten Stabsstelle könnte die soziale Manufaktur sein. Diesen Begriff hat die Staatsrätin für Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, geprägt, als sie im November 2011 als Vertreterin der Landesregierung die Gewandmeisterei und Gmünd besucht hat und vom Bürgerengagement begeistert war. Die Gewandmeisterei steht dabei beispielhaft für die soziale Manufaktur. Dort, sagt Arnold, würden Mehrwerte geschaffen, jenseits des kapitalistischen Kreislaufs, von aus Interesse ehrenamtlich Wirkenden bis zu am Existenzminimum Knapsenden, die durch die Arbeit in einer sozialen Manufaktur wieder Fuß fassen.
Begleitet werden all diese Entwicklungen in Schwäbisch Gmünd von Carolin Hinderberger. Die Bettringerin studiert an der Berufsakademie Heidenheim „Soziale Arbeit“. Ihr Schwerpunkt ist dabei bürgerschaftliches Engagement, den praktischen Teil des Studiums absolviert sie bei der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd. Zurzeit ist sie im fünften Semester, das Thema ihrer Bachelor-Arbeit, das weiß sie aber schon heute: „Anerkennungskultur in Schwäbisch Gmünd“.
Info
 
Auf www.schwaebisch-gmuend.de gibt's unter dem Stichwort Ehrensache Gmünd Termine, Veranstaltungen und Infos zum bürgerschaftlichen Engagement.Infos gibt\'s auch bei Inge Pfeifer, Marktplatz 37, (07171) 6035020 oder per Mail. inge.pfeifer@schwaebisch-gmuend.de.
 
Bild:V.l.: Dieter Lehmann, Dr. Joachim Bläse, Inge Pfeifer, Carolin Hinderberger und OB Richard Arnold.
     
 

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