Mentorenprojekte 2007

  Rems-Zeitung - 30.11.2007  (PDF-Datei, 0,89MB)
  Rems-Zeitung - 02.10.2007  (PDF-Datei, 1,15MB)
  Rems-Zeitung - 04.08.2007  (PDF-Datei, 0,73MB)
  Rems-Zeitung - 20.07.2007  (PDF-Datei, 0,75MB)
Dezember 2007

Engagement gewürdigt

Gestern war der internationale Tag des Ehrenamts. Anlass für Sozialamtsleiter Dieter Fischer den Teilnehmern der 4. Bürgermentorenschulung ihre Zertifikate auszuhändigen.
Schwäbisch Gmünd: Ehrenamtliches Engagement erstreckt sich auf viele Bereiche in den Kommunen. Zunehmend werden auch neue Wege eingeschlagen. Ein Beispiel hiefür ist die Ausbildung der Bürgermentoren, ein Projekt der Caritas Ostwürttemberg und der Stiftung Haus Lindenhof, finanziert durch die Landesstiftung Baden-Württemberg. Die Schulung zu Bürgermentoren bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von Alter, Herkunft oder Beruf, die Möglichkeit, sich für einen begrenzten Zeitraum in Projekte ihrer Wahl einzubringen. Erstmals wurde diese Ausbildung von Mentorentrainern durchgeführt, die selbst aus den Reihen der ausgebildeten Bürgermentoren kommen.
Mit dem Kooperationsprojekt „Dabei sein - Unternehmen für Ehrenamt“, möchten die Caritas Ostwürttemberg und die Stiftung Haus Lindenhof verstärkt Unternehmen für das Ehrenamt gewinnen. Ziel des Projektes ist es, dass Unternehmen Mitarbeiter über ein halbes Jahr für ein bis zwei Stunden pro Woche für ehrenamtliche Tätigkeiten freistellen. Das Projekt begann gestern mit der Auftaktveranstaltung (siehe oben) und endet im Juni 2008 mit einer Zertifizierung der Mitarbeiter. Die Stadt Gmünd möchte sich hierbei ebenfalls einbringen.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 06.12.2007

     
November 2007

Lebkuchen für Jung und Alt

Schülerinnen der Realschule Lorch engagieren sich im Rahmen des Projektes Soziales Engagement. Begleitet werden sie von Andrea Knödler vom Seniorenzentrum Haldenberg und Bürgermentor Sieghart Dreher. DasProjekt heißt: „Unsere Lieblingsbäckereien“. Gemeinsames Projekt: Rektorin Christa Weber, die Schülerinnen Julia Khaldi, Sonja Mayer, Gamze Kaya, Michelle Roesner, Sibol Erol, Sieghart Dreher, Andrea Knödler, Bürgermeister Karl Bühler, Helmut Reder und Isolde Otto-Langer (von links). Lorch Beteiligt an dem Projekt sind die Schülerinnen Sibol Erol, Gamze Kaya, Julia Khaldi, Sonja Mayer und Michelle Roesner. Es wird unterstützt durch die Landesstiftung Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Paritätischen Bildungswerk Landesverband Baden-Württemberg. In der vergangenen Woche eröffnete Lorchs Bürgermeister Karl Bühler mit Rektorin Christa Weber von der Realschule, Heimleiterin Isolde Otto-Langer, dem Geschäftsführer der Dienste für Senioren der Diakonie Stetten Helmut Reder und den Beteiligten dieses Projekt. Es wurde gestartet, um den Schülerinnen die Möglichkeit zu bieten, beim gemeinsamen Backen von verschiedenen Backwaren und auch beim Verzehr ungezwungene und unkomplizierte Kontakte mit älteren Menschen aufzunehmen. Dadurch soll den Schülerinnen die Angst genommen werden, älteren fremden Menschen zu begegnen. Für die im Heim lebenden Älteren bedeuten diese gemeinsamen Nachmittage eine willkommene Abwechslung in dem eher eintönigen Alltag. Beim ersten Treffen brachten die Schülerinnen ein eigenes Lebkuchenrezept mit. Sie kauften ein und stellten den Teig her. Gemeinsam füllten sie die Bleche. „Die Lebkuchen sollten noch im warmen Zustand geschnitten werden“, rieten die Senioren. Beim Bestreichen der Lebkuchen mit Schokoladenüberzug und Zuckerguss waren alle Bewohner gefragt. Dabei entstanden viele gute Kontakte, Gespräche und Erzählungen. Und dann ging's endlich ans Probieren. Der Nachmittag verging wie im Flug und die Schülerinnen und Bewohner freuen sich schon auf ein nächstes Backfest.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost

     
Oktober 2007

Lust auf Ehrenamt wecken

„Impulse setzen“ – dies war das Motto der Informationsveranstaltung für den im Herbst 2007 beginnenden 4. Bürgermentorenkurs. Im Rahmen der Veranstaltung lernten interessierte Bürger die Bürgermentorentrainer Nicola Bodner und Peter Arnold persönlich kennen.
schwäbisch gmünd   Auch die einzelnen Kursmodule zur Projektarbeit wurden eingehend erläutert. Die Schulung zum Bürgermentor bietet jungen und älteren Erwachsenen die Chance, sich aktiv für einen begrenzten Zeitraum, in ein Projekt ihrer Wahl einzubringen. In ihrem Vortrag stellte Bodner klar, dass Kursteilnehmer noch keine konkrete Projektideen haben müssen, um am Bürgermentorenkurs teilnehmen zu können. „Der Kurs ist dazu da“, so Bodner, „seine eigenen Fähigkeiten zu entdecken und gemeinsam zu klären, wie und in welchem Rahmen ein Projekt umgesetzt werden kann.“ Je nach Interessen können sich die Bürgermentoren später in den Bereichen Jugend und Familie, Menschen mit Behinderung oder im Bereich Senioren einbringen.
Um den Anwesenden einen praktischen Einblick in die vielfältige Projektarbeit der Bürgermentoren zu ermöglichen, stellten drei agierende Bürgermentoren ihre Projekte vor. Susanne van der Kroft informierte über das Projekt „Taschengeldjobbörse“ in Lorch. Die Vermittlung einfacher Hilfeleistungen im Haushalt, Garten usw. für Senioren und Hilfsbedürftige steht hier im Vordergrund. Diese wird von Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren gegen eine geringe Vergütung geleistet. Bea Steinhilber berichtete über das Projekt „Markusbrünnele“, das erfolgreich mit Jugendlichen im Eingangsbereich des Pflegeheims St. Markus in Mutlangen umgesetzt werden konnte. Henriett Stegnik stellte das bereits 2006 abgeschlossene Projekt „Dabei sein – Schüler für Ehrenamt“ vor, das gemeinsam mit 61 Schülern der Adalbert-Stifter-Realschule in Gmünd und dem Peutinger Gymnasium in Ellwangen lief. Das Ziel war: Schüler informieren Schüler über den Stellenwert des Ehrenamtes in der Gesellschaft.
Im Anschluss ergaben sich Gespräche zwischen Mentorentrainern, Bürgermentoren und Interessierten. Weitere Teilnehmer konnten für den 4. Bürgermentorenkurs gewonnen werden. Mit der Überreichung eines Zertifikates wird die 30-stündige Schulung beendet.

Anmeldeschluss für den Kurs ist der 10. Oktober. Info unter www.mentoren-gmuend.de oder bei der Koordinierungsstelle der Bürgermentoren, Regina Krieg, Caritas Tel.: 07171/10420-0.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 10.10.2007

In gemeinsamer Erlebniswelt

Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat beim Preis „Solidarität stärken“ drei Ehrenamtliche Initiativen ausgezeichnet. Eines davon ist das Projekt der Gmünder Musical-Kids „Musik verbindet“.

Schwäbisch Gmünd: Der dritte Preis, verbunden mit 2000 Euro, landet in Gmünd. Insgesamt 15 Jugendliche des Vereins „Musical Kids“ und fünf lern- und geistigbehinderte Jugendliche aus der Stiftung Haus Lindenhof planen und erarbeiten von Juli 2007 bis Sommer 2008 gemeinsam die Aufführung eines Konzertes. Unterstützung kommt dabei von ehrenamtlichen Bürgermentoren der Stadt, von Mitarbeitern der Caritas und der Stiftung Haus Lindenhof. Im Projekt kommen die jungen Leute miteinander in Kontakt und lernen voneinander. Hemmschwellen werden abgebaut, es erwächst gegenseitige Wertschätzung und das alles macht den Beteiligten einen Riesenspaß. „Das Projekt beeindruckt durch seine Realitätsnähe und Kreativität. Mit der verbindenden Kraft der Musik, gestalten Jugendliche aus bisher getrennten Welten eine gemeinsame Erlebniswelt“, heißt es in der Würdigung. Die Jury lobte, dass die MusicalKids sich bei diesem Projekt über ihren eigentlichen Vereinszweck, der Förderung talentierter Jugendlicher, hinaus für Jugendliche mit Behinderung einsetze. Die gelingende Vernetzung des Projektes im Gemeinwesen sei „vorbildhaft“.
Einen ersten Preis und 5000 Euro gab es für das Projekt „Bürger für Bürger in Weil im Schönbuch, bei dem Schüler Schülern helfen. Platz 2 und damit 3000 Euro erzielte das Projekt Christen und Muslime im Gespräch“ in Leinfelden.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 02.10.2007

     
September 2007

Freiwilliger Einsatz zählt

Unter dem Motto „Engagement macht stark“ zeigen Verbände, Organisationen, Vereine und Initiativen in der Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 14. bis zum 23. September, wie sich Bürger aktiv für das Gemeinwohl einsetzen. Auch in Gmünd gibt es Veranstaltungen.
Schwäbisch gmünd Ziel dieser Aktionswoche ist es, das freiwillige Engagement zu würdigen und für die aktive Mitgestaltung zu werben. Alle Bürger sind eingeladen:

 11. bis 29. September, Second-Hand-Laden Kornhausstraße, Schaufensterinstallation Vorteile und Anerkennung des Ehrenamts, Veranstalter DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd, Kontakt: Bettina Bunk, Telefon 350674.

 14. bis 23. September, Schaufenster der Innenstadt, Plakataktion der Bürgermentoren, Veranstalter Bürgermentoren, Kontakt: Regina Krieg, Caritas Ost-Württemberg, Telefon 1042034

 17. September, 9 bis 17 Uhr, Schnuppertag beim DRK, Josefstraße 5, Veranstalter: DRK Kreisverband, Kontakt: Bettina Bunk, Telefon 350674

 21. September, 19.30 Uhr, Mutlangen Katholisches Gemeindezentrum St. Stephanus, Infoveranstaltung zum Sozialführerschein, Veranstalter: Kooperationsverbund Sozialführerschein, Kontakt: Christina Barth, Caritas Ost-Württemberg, Telefon: 104200

 22. September, 14 bis 20 Uhr, Schwäbisch Gmünd, Spielplatz in der Kimpolunger Straße, erstes Stadtteil-Bürger-Fest in der Südstadt. Veranstalter sind die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd und die Aktion Familie. Kontakt: Bärbel Blaue, Telefon: 6035070.

 22. September, 15.30 Uhr Schwäbisch Gmünd Spitalmühle, Informationsveranstaltung zur Bürgermentorenschulung, Veranstalter: Bürgermentoren, Kontakt: Regina Krieg, Caritas Ost-Württemberg, Telefon: 1042034

 29. September, 10 bis 14 Uhr, Schwäbisch Gmünd, Marktplatz, Engagement macht Schule – Ehrenamtsbörse mit Überraschungsprogramm, Veranstalter: Projekt generationaktiv, Kontakt: Bettina Bunk, DRK Kreisverband Schwäbisch Gmünd, Telefon: 350674, e-mail: b.bunk@drk-gd.de.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 14.09.2007

August 2007

Eine neue Familie

Gestern endete die Kennenlernphase des JES-Projektes „Musik verbindet“. Die MusicalKids und junge Menschen der Stiftung Haus Lindenhof haben in dieser Zeit nicht nur neue Freunde gewonnen, sondern auch eine neue Familie gefunden.

schwäbisch Gmünd-Bettringen: Am Montag standen sich die MusicalKids und junge Menschen mit Behinderung zum ersten Mal gegenüber. Bis Freitag war es ihre Aufgabe, ihre Schwächen und Stärken herauszufinden. Ihr Ziel ist es, im Sommer 2008 ein gemeinsames Konzert aufzuführen. Gestern standen alle Projektteilnehmer vor einem begeisterten Publikum und ernteten für ihren Mut, ihren Einsatz und ihre Zusammenarbeit reichlich Beifall. Alle Teilnehmer des Jugend-engagiert-sich- Projektes (JES-Projekt) erhielten in einem feierlichen Rahmen ein Zertifikat. Erkan Gezen, ein lebensfroher junger Mann, der im Rollstuhl sitzt, moderierte mit Anja Weller von den MusicalKids das Programm. Die Solisten Anja Nussbächer, Arian Röhrle und Jonas Menzel zauberten sich mit ihren Stimmern in die Herzen ihrer neuen Freunde. „Es ist unglaublich, wie einfach man diese Menschen mit Musik begeistern kann“, sagt Nussbächer. Angela Bruni-Clemmentelli freut sich auf das Wiedersehen im November. „Es war einfach wow“, sagt sie ergriffen. „Ich habe eine neue Familie gefunden. Jetzt habe ich viele Brüder und Schwestern.“ Die Moderatorin Anja Weller möchte gar nicht mehr weg von ihrem neuen Freund Sören Gompper. An die Kennenlernwoche hängt sie freiwillig ein zweitägiges Praktikum. Und Erkan hat einen Traum: Er möchte das Konzert im Stadtgarten Schwäbisch Gmünd aufführen. Geplant war, im Haus Lindenhof aufzutreten. Um Erkans Traum zu erfüllen, suchen die Projektleiter und Bürgermentorinnen Regina Krieg und Sandra Stelzer Sponsoren.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 04.08.2007

     
Juli 2007

Mit Musik Ängste überwinden

Die Musicalkids in Schwäbisch Gmünd hatten eine Idee: Gemeinsam mit behinderten Jugendlichen ein Konzert auf die Beine stellen. Unter dem Motto „Musik verbindet“ lernen sich diese Woche Musicalkids und Jugendliche der Stiftung Haus Lindenof kennen. Das Konzert wollen sie im Sommer 2008 geben.

schwäbisch Gmünd-Bettringen:  Im Haus Lindenhof treffen sich fünf Jugendliche der Stiftung Haus Lindenhof, 13 junge Schauspieler der Musicalkids und Bürgermentorinnen. Mit geschlossenen Augen laufen sie durch das Zimmer, ihre Hände strecken sie aus. Sie ergreifen die Hand, die sie finden und halten sie fest. Dann öffnen sie ihre Augen. „Jetzt haben wir den Gordischen Knoten“, sagt Bürgermentorin Sandra Stelzer. „Wir müssen den Knoten lösen, ohne die Hände loszulassen“. So sollen sich die Kids näherkommen, sich gegenseitig kennenlernen. Erkan Gezen ist einer der jungen Menschen mit Behinderung. Die vielen fremden Gesichter schüchtern ihn nicht ein, im Gegenteil. Er ist 25 Jahre alt und sehr aufgeschlossen. Schnell findet er neue Freunde. Die Verständigung funktioniert problemlos.
Das war das erste Treffen im Rahmen des Jugend-engagiert-sich-Projektes (Jes-Projekt). Bis Freitag wollen die jungen Menschen und die Bürgermentorinnen das Beisammensein fortsetzen. Die Projektteilnehmer vom Haus Lindenhof besichtigen heute die Musikwerkstatt. Am Mittwoch wollen sie ihre neuen Freunde, die Musicalkids, durch das Haus Lindenhof führen. So soll im Laufe der Woche eine Vertrauensgrundlage für die weitere Zusammenarbeit entstehen, sagt Regina Krieg, Bürgermentorin von der Caritas Ost-Württemberg. Das Ziel des Projektes ist, im Sommer 2008 ein Konzert aufzuführen, das die Teenager, Jugendlichen und jungen Menschen selbst organisieren und durchführen.
In diesem Jahr legt die Caritas Ost-Württemberg ihren Schwerpunkt auf besondere Belange von Kindern und Jugendlichen. „Mach dich stark für starke Kinder“ lautet ihr Motto. Deshalb unterstützt sie die Zusammenarbeit von behinderten und nicht behinderten jungen Menschen. Die Projekleitung übernehmen die Bürgermentorinnen Regina Krieg und Sandra Stelzer.
Die Teilnehmer verfolgen außer dem gemeinsamen Auftritt auch persönliche Ziele: Die Musicalkids wollen Erfahrungen im Umgang mit behinderten Menschen sammeln, Spaß am sozialen Engagement haben und eigene Talente nutzen, um Gutes zu bewirken. Die jungen Menschen mit Behinderung wollen ihre Ängste spielerisch abbauen, Musik erleben und sich kreativ austoben.

Am 23. November findet in Stuttgart eine Abschlussfeier des Jes statt. Dort werden die jungen Menschen zum ersten Mal gemeinsam auftreten.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 31.07.2007

     

Dialog zwischen Generationen

Sechs Schüler des Scheffold-Gymnasiums haben mit Seniorinnen in der Turmblickstube gekocht, was ihnen schmeckt. Für ein halbes Jahr soziales Engagement wurden die Schüler gestern im Spital zum Heiligen Geist mit Preisen ausgezeichnet.

schwäbisch gmünd:  Seniorinnen im Spital zum Heiligen Geist wollten wieder nach Lust und Laune kochen. Eben das, was es früher zu Hause immer gab, ganz nach alter Tradition. Mit dem Engagement junger Menschen wurde ihnen dieser Wunsch erfüllt. Von Dezember 2006 bis Juli 2007 haben sich sechs Schüler und ein Dutzend Seniorinnen zwei Mal im Monat zum gemeinsamen Kochen in der Turmblickstube getroffen. „Kochen was uns schmeckt“ hieß das Jugend-engagiert-sich-Projekt (JES-Projekt), „das von der Landesstiftung Baden Württemberg finanziert wurde“, so Bürgermentorin Helga Mascha. Sie hat das Projekt ins Leben gerufen und Jung und Alt zusammen gebracht. Verständigung und gegenseitige Hilfe der Generationen standen im Mitelpunkt. Wichtig für die Seniorinnen war es auch zu erfahren, was junge Leute essen. Festgestellt haben sie, dass auch die jüngere Generation das isst, was die Seniorinnen einst selbst kochten. Die Schüler hingegen wollten ihre Hilfe anbieten und von älteren Menschen lernen. So war das Kochen für alle Beteiligten ein gegenseitiges Kennenlernen. Doch der Fleiß in der Küche war nicht genug. Gemeinsam bastelten sie Tischdekorationen und zogen beim letzten Treffen sogar in die nächste Eisdiele.
Das JES-Projekt ist jetzt zu Ende. In einem feierlichen Rahmen übergab Reinhold Müller, Rektor des Scheffold Gymnasiums, allen Schülern ein kleines Geschenk für ihre soziale Einsatzbereitschaft. Anschließend erhielten sie ihre Zertifikate von Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Bläse betonte, wie wichtig ihm außerschulisches Engagement ist. Er selbst sei kein äußerst guter Schüler gewesen, habe sich aber als Schülersprecher engagiert. Was auf dem Papier später wichtig war, seien weniger die Noten gewesen, sondern der Nachweis, über die Bereitschaft, sich außerschulisch einzusetzen.
Zum Abschied erhielten die Seniorinnen ein kleines Dankeschön von den engagierten Schülern: Ein selbstgemachtes Kochbuch mit den Rezepten der Gerichte, die sie im Rahmen des Projektes gemeinsam kochten. Um die Erinnerungen an die Zeit, in der Jung und Alt gemeinsam viel Spass hatten, am Leben zu erhalten, schmücken Sprüche aller Projektbeteiligten das Erinnerungsstück.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 20.07.2007

     
März 2007

Schwäbische Gerichte beliebt

Jugendliche vom Scheffold- Gymnasium kochen mit Bewohnern des Alten und Pflegeheims Spital zum Heiligen Geist. Seit Dezember des vergangenen Jahres kommen zweimal im Monat sechs Jugendliche in das Altenheim um in der Turmblickstube gemeinsam mit etwa sechs Seniorinnen unter dem Motto "Kochen was uns schmeckt" ein Abendessen zu kochen.

Möglich macht dies ein JES - Projekt, das vom Paritätischen Bildungswerk der Landesstiftung Baden Württemberg gefördert , finanziell unterstützt und von Ulf von Quillfeldt betreut wird. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt von Ina Baumhauer, Sozialer Dienst im Alten und Pflegeheim, Helga Mascha, Bürgermentorin und dem Rektor des Scheffold- Gymnasium Reinhold Müller.
Der Wunsch der Senioren "wieder mal selbst zu kochen" und der Dialog von Alt und Jung war hier ein wichtiger Gesichtspunkt. Ausgesucht werden vor allem schwäbische Gerichte oder Hausmannskost, wie Gaisburger Marsch, Fleischküchle mit schwäbischen Kartoffelsalat. Alles wird so zubereitet wie die Heimbewohner es einst gelernt und gekocht haben.
Während alle gemeinsam Kartoffel schälen oder Gemüse putzen geben die Senioren Tricks und Informationen zu den Gerichten zum Besten, wie: der Gaisburger Marsch wurde immer gekocht, wenn man aufs Feld musste. Auch mancher Witz und alte Redewendungen lockern die Arbeit auf. Neben dem Kochen wird auch auf Esskultur Wert gelegt. Tischdekoration wird gebastelt und der Tisch gemeinsam festlich gedeckt, so dass sich alle wohlfühlen und trotz des Ausspruches: "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann", schmeckt es allen ausgezeichnet. Mit einem gemeinsamen Schlusskreis wird der Abend beendet.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 22.03.2007

     
Januar 2007

Jung und alt spielen

Spielen und zusammensitzen - das taten sieben ehemalige Pestalozzischüler und Bewohner des Altenheims St. Ludwig neun Monate lang. Für das freiwillige Engagement bekamen die Schüler nun ein Zertifikat.

"Spiele ohne Grenzen - für jung und alt", hieß das Projekt von "jes" (Jugend engagiert sich), ein Programm der Landesstiftung Baden-Württemberg. Frühere Schüler der Pestalozzischule meldeten sich zur freiwilligen Arbeit. Jeden Donnerstag spielten die 14 bis 17-Jährigen, mit den älteren Mitbürgern. Bürgermentorin Henriett Stegink begleitete die Schüler und sagt: "Die Senioren und auch wir hatten Freude an dem Zusammensein." Die Jugendlichen bastelten Spiele, beispielsweise ein Memory, das speziell für ältere Menschen ausgedacht wurde. "Die Karten sind größer als die üblichen Memorykarten und an diesen ist ein Filzstück befestigt - damit sie besser zum Greifen sind", erklärt Stegink.
Stephanie Götte vom sozialen Dienst der Stiftung Haus Lindenhof lobt das Projekt als "eine erfolgreiche Begegnung zwischen jung und alt". Ümmü Atak, eine der Schülerinnen, meint: "Es war interessant, als mir die Damen vom Krieg erzählten." Baubürgermeister Hans Frieser überreichte schließlich an Fidan Ceylan, Leonie Semmler, Elif Bes, Ümmü Atak, Jacqueline Seegler, Anna-Catharina Hittinger und Tatjana Grimmel das Zertifikat.

Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost 31.01.2007

     
 

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