Schwäbisch Gmünd, 2015

Gürtelschließen vom Balkan, aus Asien und Nordafrika

22. Mai – 2. Oktober 2016

Schwäbisch Gmünd, 2016

Koma-Fibel, Bhutan, Anfang 20. Jahrhundert, Silber; teilweise vergoldet mit kleinen Türkisen, L 48 cm (Ausschnitt)

Wie die gesamte Kleidung unterliegen auch Gürtel und Gürtelschließen der Mode, sie halten Röcke und Beinkleider in der richtigen Position und schließen offene Gewänder. Sie können Wohlstand, sozialen Status und regionale Herkunft zum Ausdruck bringen. Darüber hinaus dienen viele Gürtel und Gürtelschließen als Schmuck. Eine weitere Seite erschließt sich dem Betrachter weit schwerer – seine symbolische oder magische Bedeutung.
Die Ausstellung präsentiert 100 Exponate aus 30 Ländern, die zu einer umfangreichen Privatsammlung gehören. Die Ausstellungsstücke zeigen eine immense Vielfalt gestalterischer Elemente wie prächtige ornamentale Muster, Landschaftsansichten, Pflanzenmotive und menschliche Gestalten.

Paul de Vries. Stadtgoldschmied 2016

17. Juli – 2. Oktober 2016

Schwäbisch Gmünd, 2016

Paul de Vries, Leuchter EMBRACE, 2012, 925 Silber. Foto: Paul de Vries

Als Stadtgoldschmied 2016 ist der niederländische Silberschmied Paul de Vries auf Einladung der Stiftung Gold- und Silberschmiedekunst in Schwäbisch Gmünd mit einer Ausstellung vom 17. Juli bis 2. Oktober im Silberwarenmuseum Ott-Pausersche Fabrik und mit einem Workshop im Arenhaus zu Gast. Vom 18. bis 22. Juli haben erfahrene Silberschmiede im Kurs mit Paul de Vries Gelegenheit, das Thema »Verformungs- und Schweißtechniken« zu vertiefen.
Paul de Vries, 1958 in Mierlo in den Niederlanden geboren, studierte zunächst an der Berufsschule für Gold- und Silberschmiedekunst in
Schoonhoven und arbeitete als Juwelier in Vancouver. Im Anschluss studierte er Produktdesign an der Hochschule der Künste in Utrecht. Die Arbeit mit Metallen und großen Formen hat ihn begeistert. Das Silberschmieden rückte erneut in den Fokus des Künstlers: »Silberschmieden ist für mich das Erzählen einer Geschichte, die sich aus der Verformung des Materials ergibt. Glanz, Farbe, Aussehen und die vielen Eigenschaften des Silbers bieten unendliche Möglichkeiten – mehr als genug, um ein Leben zu füllen.«
Als Gastdozent und Gestalter vertiefte Paul de Vries seine Kenntnisse im In- und Ausland. Drei Jahre lebte und arbeitete er in New Delhi. Beim Internationalen Hammerclubtreffen 2014 in Schwäbisch Gmünd erhielt der heute in den Niederlanden lebende Künstler den 1. Preis des Wettbewerbs »Im Dialog mit der Natur«. Seine Leidenschaft für große Formen und Silber sind in Dauerausstellungen in der Galerie am Wasserturm in Schoonhoven und in der Galerie Montan in Kopenhagen zu sehen. Darüber hinaus präsentieren privat geführte Museen Kunstwerke aus der Sammlung von Paul des Vries.

 

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