Jetzt kann das Ehrenamt starten

Sieben Ehrenamtliche zu Bürgermentoren qualifiziert – Projekte bei der Übergabe der Zertifikate vorgestellt

Sie wollen für sich mit anderen für andere etwas tun: sieben neue Bürgermentoren, die am Samstag nach einem 40-stündigen Kurs ihr Zertifikat erhalten haben. Manche von ihnen wissen schon konkret, wo sie sich künftig ehrenamtlich einbringen wollen.
Schwäbisch Gmünd. Christa Bader möchte Kontakte vermitteln zwischen Menschen mit besonderen Fähigkeiten, mit Handicaps oder auch einsamen Menschen. Nachdem sie am Samstag gemeinsam mit den anderen neuen Bürgermentoren ihr Zertifikat erhalten hat, gilt es jetzt, die Idee zu konkretisieren. Genau wie für Bürgermentorin Ingrid Aggeler. Sie will Kontakte knüpfen, um einen Besuchsdienst für Senioren oder auch für Menschen mit Behinderung zu schaffen und sich dabei selbst einbringen. Projekte mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen schweben den Bürgermentoren Heidrun Kränzle und Ralf Seidenkranz vor. Unter anderem junge Menschen in Berufsvorbereitung möchte Seidenkranz in Projekte von „Jugend engagiert sich“ (Jes) vermitteln und sie dabei begleiten. Bürgermentorin Edith Pfitzer hingegen will sich an Unternehmer wenden und sie dazu bewegen, dass sie die Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter einen Tag lang für eine soziale Einrichtung zur Verfügung stellen.
Bürgermentor Werner Bechtle möchte einen ehrenamtlichen Reparaturservice anbieten und sucht dafür weitere Praktiker. Ihm gehe es beim Reparieren von kaputten Dingen nicht allein darum, Müll zu vermeiden und Ressourcen zu sparen, sondern auch um den ideellen Wert der Sachen. Neben diesen sechs Ehrenamtlichen hat Susanne Seemann die Bürgermentorenausbildung absolviert, sie konnte bei der Übergabe der Zertifikate aber nicht anwesend sein.
Bürgermentorentrainerin Doris Pfeifer, die den Kurs gemeinsam mit Dorothee Schneider geleitet hat, fasste bei der Feier kurz die Inhalte der 40-stündigen Ausbildung zusammen: „Wir haben über Werte, Bedürfnisse und Motivation gesprochen.“ Ingrid Krumm, Gleichstellungsbeauftragte des Ostalbkreises, habe Einblicke in die Grundregeln der Kommunikation gegeben, Clemens Beil Tipps für die Pressearbeit. Bärbel Blaue habe Jes-Projekte vorgestellt. Und in der Stiftung Haus Lindenhof und im Altenheim St. Anna erfuhren die Teilnehmer, wie dringend dort Ehrenamtliche gebraucht werden. Zudem informierte Michael Kuschmann über die Caritas, die gemeinsam mit der Stiftung Haus Lindenhof und der Stadt Gmünd Träger der Bürgermentorenqualifizierung ist. Bei der Feier dankten Kuschmann, Johannes Blaurock von der Stiftung Haus Lindenhof und Dieter Lehmann, Leiter des städtischen Amtes für Familie und Soziales, den Bürgermentoren für ihre Bereitschaft, anderen ehrenamtlich Zeit zu schenken. Birgit Feuchter, die Tochter von Ingrid Aggeler, umrahmte die Feier mit ihrem Spiel auf der Querflöte.

Bürgermentoren
Seit dem Jahr 2005 bieten die Caritas und die Stiftung Haus Lindenhof Bürgermentorenkurs an, in denen sich Bürger fürs Ehrenamt qualifizieren können. Im September 2013 kam die Stadt Gmünd als Träger hinzu. In insgesamt sieben Mentorenkurses wurden 67 Ehrenamtliche geschult.

Bericht: Julia Trinkle - Mit freundlicher Genehmigung © Gmünder Tagespost

 

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