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Geschichte

Geschichte

Das Dorf Wetzgau wurde unter staufischer Herrschaft 1266 erstmals urkundlich erwähnt. Doch schon die Römer hinterließen im Bereich des heutigen Stadtteils Rehnenhof-Wetzgau ihre Spuren. So zog sich zwischen 150 und 260 n. Chr. Die römische Grenzbefestigung Limes durchs nahe Taubental und quer durch die heutige Rehnenhofsiedlung, um das Reich gegen die Alemannen zu schützen.
1382 ist in einer Urkunde von einem Gothus zu Wegschain die Rede. Gemeint war die alte Pfarrkirche. Das baufällige Kirchlein wurde abgerissen und 1447 durch ein neues Gotteshaus ersetzt, die Kolomankirche. In diesem prächtigen gotischen Bauwerk sind noch Reste der romanischen Bausubstanz zu erkennen. Rundherum gruppieren sich die Bauernhöfe und Wohnhäuser von Alt-Wetzgau. Besucher des Ortskerns können noch nachempfinden, welche Bedeutung die Kolomankirche für die Dorfbewohner hatte. Hinter ihren Mauern suchten die Menschen nicht nur Gottes Hilfe und seelsorgerischen Zuspruch, sondern in Kriegszeiten auch Schutz und gemeinsame Verteidigung.

1634 wurde das Dorf von schwedischen Truppen besetzt und geplündert. Viele Gebäude wurden zerstört. Der Turm der Kolomankirche wurde 1675 wieder aufgebaut. 1803 kam Wetzgau zu Württemberg. 1938 folgt die Eingemeindung nach Gmünd. Bereits 1937 hatte die Besiedlung des Rehnenhofs begonnen. Nach dem Krieg schlossen sich Einwohner und Heimatvertriebene zu einer Baugemeinschaft zusammen. Die wachsende Siedlung erhielt 1952 eine Schule. 1953 wurde die Martin-Luther-Kirche errichtet, 1960 folgt der Bau der Maria-Königin-Kirche. Die drei Kirchen bilden heute auf den Ortsbegrüßungstafeln die Wahrzeichen des zusammengewachsenen Stadtteils. Die Kolomankirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm haben jedoch alle Bürger des Stadtteils als historisches Herzstück ihres Ortes vor Augen. Einst trafen sich um Kolomanfest am Pfingsmontag hunderte von Reitern, um im feierlichen Zug von den Kolomanslinden nach Wetzgau zu ziehen. 

Rehnenhof-Wetzgau heute: ein moderner Stadtteil mit sehr guter Infrastruktur. Handel und Gewerbe, etliche Bauernhöfe, das bekannte Erholungsheim Schönblick, ein großes Seniorenzentrum, idyllische Siedlerhäuschen, auch Hochhäuser und junge Baugebiete formen das Gesicht des Stadtteils mit seinen rund 4000 Einwohnern. In direkter Nachbarschaft befindet sich auf Mutlanger Markung die Stauferklinik. Stadtnah und doch ländlich lässt sich's in Rehnenhof-Wetzgau gut arbeiten und leben. Zahlreiche Vereine prägen gleichfalls das Miteinander und bieten vielfältige Freizeitaktivitäten und ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm an. Ein Bezirksbeirat unter seinem Vorsitzenden Stefan Preiß vertritt die Interessen der Einwohnerschaft gegenüber Stadtverwaltung und Gemeinderat. 

 
 

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