1. Ökumenische Vesperkirche in Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd, 2016

Die erste ökumenische Vesperkirche ging am 13. März 2016 nach einer Woche zu Ende. In der Augustinuskirche konnten die Besucher täglich ein warmes Mittagessen für 1,50 € erhalten.

Insgesamt servierten 150 HelferInnen in 1600 Stunden über 2000 Essen. Doch nicht nur das gute Essen und der selbstgebackene Kuchen lockte die Menschen in die Kirche.

Hier begegneten sich Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten und kamen miteinander ins Gespräch. Diese Tischgemeinschaft auf Zeit war nicht nur für viele alleinstehende Menschen ein Geschenk, auch der günstige Preis bot die Möglichkeit eine warme Mahlzeit zu bekommen. Gerne kamen auch Besucher, die mehr zahlen konnten und wollten. Alle waren eingeladen, ein kleines Stück des Alltags und der Zeit miteinander zu teilen. Eine Woche lang wurde Warmherzigkeit und Leben in die oft leere Kirche gebracht.

Oberbürgermeister Richard Arnold zitiert beim Dankfest für die Ehrenamtlichen Viktor Hugo der einst sagte „ nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“. Und nun war die Zeit gekommen, den Wunsch nach einer Vesperkirche in Schwäbisch Gmünd zu erfüllen.

Schwäbisch Gmünd, 2016

Danke sagen möchten wir:

  • den Geistlichen der evangelischen und der katholischen Kirchen
  • den vielen Ehrenamtlichen
  • den vielen Kuchenbäckern; über 200 Kuchen wurden für unsere Vesperkirche gebacken
  • den Spendern sowohl von Geld, wie auch von Sachspenden
  • den beiden Tageszeitungen, die die Vesperkirche vorab, und während der  ganzen Woche mit Berichten begleitet haben
  • unserem Caterer, der uns mit guten Essen versorgte und auch spontan auf unsere Wünsche einging
  • den Programmgestaltern während der Gottesdienste
  • dem Männerchorensemble Cantate Domino für das wunderbare Benefizkonzert
  • den Gruppen, die für ein Unterhaltungsprogramm sorgten
  • den Gestaltern des täglichen Impulse
  • der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, für ihre vielseitige Unterstützung

Für Dekanin Ursula Richter ist dies sogar „das Wunder von Gmünd“. Denn in nur einem halben Jahr sind die Vorbereitungen abgeschlossen worden. „Und Sie waren die freundlichste Vesperkirche in Ostwürttemberg“, lobte sie. „Damit waren sie Botschafter der Menschenfreundlichkeit Gottes. Weiter so!“

Schwäbisch Gmünd, 2016

Die eigens für die Vesperkirche gefertigte Kerze, brachte nicht nur ihr Licht, sondern auch eine Anregung zum Nachdenken mit in die Kirche.
 
„Gemeinsam an einem Tisch“                                   
Es ist wahrlich ein großer standhafter Tisch, der den Mittelpunkt der Vesperkirchenkerze bildet.

Doch ist es wirklich der Tisch, der den Mittelpunkt bildet? Ist es nicht vielmehr die Gemeinschaft derer, die sich um den Tisch versammeln und dadurch die Mitte für das Wesentliche bilden, denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, so sagt der Herr, da ist er mitten unter ihnen (Mt 18;20). Alle sind zum gemeinsamen Mahl eingeladen, so führen von allen fünf Erdteilen Wege zum Tisch. Menschen sind weite oder kurze Wege gegangen, einige haben schon Platz genommen und sind nun Teil der Tischgemeinschaft. Hier finden sie Zeit zur Stärkung beim gemeinsamen Essen und in den gemeinsamen Gesprächen. Manche sind auch schon wieder weitergezogen und haben ihre Spuren hinterlassen, nehmen dabei das Gefühl von Trost und Angenommen sein mit in Ihren Alltag und gehen gestärkt  ihren weiteren Weg.

Dem Betrachter der Kerze begegnen in der Gestalt von Nägeln unterschiedliche Typen: Aufrechte und Gebeugte, vom Zahn der Zeit Gezeichnete, aber auch Leuchtende, Glänzende - jeder ist eingeladen so wie er ist und findet seinen Platz am Tisch des Herrn:

Gemeinsam an einem Tisch - ein Auftrag, ein Geschenk.

(Ludwig Augustin)

 

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