Yong Sa Sommer. Wandlungen

4. Februar – 2. April 2017

Schwäbisch Gmünd, 2017

Yong Sa Sommer. Wandlungen

4. Februar – 2. April 2017

Schwäbisch Gmünd, 2017

Yong Sa Sommer, Ohne Titel, 1986, Nessel, Acryl auf Holz, 90 x 90 x 10 cm

Schwäbisch Gmünd, 2017

Yong Sa Sommer, Ohne Titel, 1985, Nessel, Acryl auf Holz, 90 x 90 x 5 cm

Das Universum ist für Yong Sa Sommer ein fortlaufendes Geschehen, als dessen Teil sie ihre künstlerische Arbeit begreift. Wie sich diese konkretisiert, ist vom 4. Februar bis 2. April in der Galerie im Prediger zu sehen. Unter dem Titel „Wandlungen“ geben 54 Arbeiten einen repräsentativen Überblick über das Werk der Künstlerin. Damit würdigt die Ausstellung Yong Sa Sommers nunmehr 40-jähriges künstlerisches Schaffen. Zugleich lässt sie dem stillen Charakter des Werks, das ganz der Person entspricht, seine gebührende öffentliche Präsenz zukommen. Die Künstlerin selbst eröffnet die Ausstellung am Freitag, 3. Februar, um 19 Uhr mit einer eigens kreierten Resonanz-Performance; es begrüßt Bürgermeister Dr. Joachim Bläse; zum Werk von Yong Sa Sommer spricht der Kulturjournalist Wolfgang Nußbaumer, zur Ausstellung Museumsleiterin Dr. Monika Boosen.

Zur Ausstellung
Das Werk von Yong Sa Sommer ist geprägt von der Auseinandersetzung mit fernöstlichen kulturellen Traditionen, der westeuropäischen Kultur und universellen Fragestellungen des Seins. Aller Sinn kommt für sie aus dem Wandel. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich ihre Kunst: sie ist transkulturell und liefert Metaphern für Wandlungsprozesse und das unaufhaltsame Ineinanderfließen aller Dinge.
Geboren 1945 in Kwangju (Südkorea), kam Yong Sa Sommer 1966 nach Deutschland. Seit 1975 lebt sie in Schwäbisch Gmünd, unterbrochen durch einen fast 20-jährigen Aufenthalt in Südfrankreich. In die Zeit des Umzugs nach Schwäbisch Gmünd fällt auch der Beginn ihrer künstlerischen Arbeit, mit der sie als Autodidaktin in der Kunstszene sogleich überraschte: „Was sich da in wenigen Jahren entwickelt hat, ist durch seine eigentümliche Kongruenz von ästhetischer und inhaltlicher Dichte höchst beachtlich“, lautet 1979 die Kritik zu einer Ausstellung mit Arbeiten der ersten Schaffensjahre, die von Anfang an eine Künstlerin auf ihrem eigenen Weg zeigen.
Zuerst entstehen Stickbilder: Motive aus Yong Sa Sommers koreanischer Heimat, die mit zarter Lineatur Landschaftliches andeuten. Auf die Stickbilder folgen die sogenannten „Imaginären Landschaften“ in Spritztechnik. Schon diese frühesten Arbeiten Yong Sa Sommers basieren auf dem Prinzip, dass sie Bildereignisse formt, so wie sie stattfinden. Abgelöst werden die „Imaginären Landschaften“ Ende der 1970er Jahre durch abstrakte Reliefbilder in Nessel, Acrylfarbe auf Holz, in deren bewegter Oberflächentextur sich ein Fluss mäandernder Strukturen und die geometrischen Formen Kreis, Kreuz und Dreieck als universelle Zeichen gegenseitig durchdringt. Diese sublimen, stillen Arbeiten versöhnen sinnbildhaft Gegensätze: schöpferisch – empfangend, bewegt – ruhend, lebendig – starr, hell – schattig, gewachsen – gemacht. Zu den Reliefbildern kommen Collagen, in denen sich existenziell Persönliches und Allgemeines, Vertrautes und Fremdes, Historisches und Gegenwart manifestiert; in Vierergruppen zu einem Quadrat gefügt, schreiben die als „Mandalas“ bezeichneten Collagen einen Kreis ein, um den herum sich assoziationsreiche Bildprogramme entwickeln. Die Ausstellung zeichnet Yong Sa Sommers Schaffen von den Anfängen an mit ausgewählten Arbeiten nach.

Ausstellungsrundgang und Gespräch
Donnerstag, 16.3.2017, 18 Uhr, mit Yong Sa Sommer und Joachim Haller.

Finissage
Sonntag, 2.4.2017, 15 Uhr, mit Yong Sa Sommer und der Einladung zu einem interaktiven Baumritual.

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 14-17, Do 14-19, Sa, So, Feiertage 11-17 Uhr. Montags geschlossen, ebenso 18./19.2. (Internationales Guggenmusiktreffen) und 28.2. (Fastnachtsdienstag).

Adresse / Informationen
Johannisplatz 3, 73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon 07171 603-4130, museum@schwaebisch-gmuend.de, www.museum-galerie-fabrik.de

 

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